Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 03./04.02.2017

Schwerer Tresor mit Bagger geöffnet – Einbrecher erbeuten Bargeld

GOCHSHEIM, LKR. SCHWEINFURT. In der Nacht zum Donnerstag sind Unbekannte in die Räume einer Baufirma eingebrochen. Die Täter schafften einen schweren Tresor ins Freie und öffneten diesen mit einem tatorteigenen Bagger. Ihnen gelang es, mit mehreren hundert Euro unerkannt zu entkommen. Die Kripo Schweinfurt setzt im Rahmen ihrer Ermittlungen nun auch auf Zeugenhinweise.

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Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen muss sich die Tat im Zeitraum zwischen Mittwochabend, 19.30 Uhr, und Donnerstagmorgen, 05.30 Uhr, ereignet haben. Die Täter zwickten offenbar einen Maschendrahtzaun auf, um auf das Firmengelände in der Jakob-Panzer-Straße zu gelangen. Anschließend drangen sie gewaltsam durch ein Rolltor in die Räumlichkeiten der Baufirma ein. Im Inneren stießen die Einbrecher auf einen etwa 500 Kilogramm schweren Tresor, den sie wohl mit erheblichem Kraftaufwand ins Freie schafften. Ihnen gelang es, den Tresor mit einem firmeneigenen Bagger zu öffnen. Die Täter entwendeten das Bargeld und entkamen mit ihrer Beute unerkannt. Sie hinterließen einen Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 2.000 Euro belaufen dürfte.

Inzwischen hat die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen übernommen. Um die Tat aufklären zu können, setzt der Sachbearbeiter nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat in der Nacht zum Donnerstag in der Jakob-Panzer-Straße etwas Verdächtiges wahrgenommen, das mit dem Einbruch im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer hat im Umfeld der Baufirma verdächtige Personen oder ein verdächtiges Fahrzeug festgestellt?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten?

 

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich mit der Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 in Verbindung zu setzen.

 

Fahrt einer Fahrgemeinschaft endet in Polizeikontrolle – Mitfahrer hatte Rauschgift im Gepäck

WÜRZBURG. Eine Kontrolle der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg beendete am Mittwochnachmittag die Reise einer Fahrgemeinschaft aus Norddeutschland auf der A3. Die Beamten fanden im Gepäck eines Reisenden Marihuana. Mittlerweile ermittelt die Kriminalpolizei.

 

Die Fahrgemeinschaft hatte sich über eine Online-Plattform gefunden, um die Fahrtkosten von Hamburg nach Süddeutschland gering zu halten. Auf der Autobahn A3 bei Würzburg wurde der Mercedes der vier Reisenden gegen 16:30 Uhr von einer Polizeistreife für eine allgemeine Verkehrskontrolle im Bereich der Rastanlage Würzburg-Nord angehalten. Im Gepäck eines 24-Jährigen aus Pforzheim fanden die Beamten einen Beutel mit 150 Gramm Marihuana. Die Fahrt war daher zunächst beendet.

Nachdem sich jedoch herausstellte, dass die anderen Mitglieder der Fahrgemeinschaft keine Kenntnis von dem Rauschgift hatten, eine Tatbeteiligung ausgeschlossen war und sie auch den Tatverdächtigen nicht näher kannten, konnten sie ihre Fahrt zu dritt fortsetzen. Der 24-Jährige wurde vorläufig festgenommen und der Kriminalpolizei Würzburg überstellt. Diese ermittelt nun wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Nach Brand eines Holzanbaus – Erste Erkenntnisse zur Brandursache

BAD NEUSTADT AN DER SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Nachdem am Abend des 19. Januars der Anbau eines Wohnhauses in Brendlorenzen in Flammen aufgegangen war, gibt es inzwischen erste Erkenntnisse zur Brandursache. Demnach dürfte das Feuer durch heiße Asche entstanden sein. Dies ergaben die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt.


Wie bereits berichtet, hatte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken an dem besagten Donnerstagabend die Mitteilung über einen brennenden Wohnhausanbau in der Hauptstraße von Brendlorenzen erreicht. Als die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Bad Neustadt und der örtlichen Feuerwehren vor Ort eintrafen, stand der Holzanbau am hinteren Ende des Wohnanwesens im Vollbrand. Die Flammen schlugen bereits an der Giebelseite des Hauses nach oben und hatten auch schon den Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus der Region hatten den Brand jedoch schnell unter Kontrolle. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat in der Folge die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Inzwischen deutet vieles darauf hin, dass das Feuer durch heiße Ofenasche entstanden ist, welche in einem Behälter in dem Anbau entsorgt worden war. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergaben sich im Zuge der Ermittlungen nicht.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens dürfte sich nach aktuellen Schätzungen auf etwa 150.000 Euro belaufen.

 

Pkw zwischen zwei Lkw eingeklemmt – Fahrer verstirbt noch an der Unfallstelle

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Freitagnachmittag auf der A3 gekommen. Kurz nachdem ein Citroen-Fahrer in Goldbach auf die Autobahn, in Richtung Nürnberg, aufgefahren war, kam es zu einem Verkehrsunfall bei dem der Pkw zwischen zwei Lkw eingeklemmt wurde. Der Pkw-Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle, die Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen.

 

Der Fahrer des Citroens fuhr gegen 13:15 Uhr an der Anschlussstelle Goldbach auf die A3 auf. Dem derzeitigen Sachstand nach stockte der Verkehr in Fahrtrichtung Nürnberg. Dabei kam es dann zu einem folgenschweren Verkehrsunfall bei dem der Citroen zwischen einem Lkw mit Anhänger und einem Sattelzug eingeklemmt worden ist. Der Fahrer des Pkw erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Die schwerstverletzte Beifahrerin kam nach der medizinischen Erstversorgung durch einen Notarzt mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Die Fahrer der Lkw blieben unverletzt, erlitten jedoch einen Schock. Die Angehörigen des verstorbenen Pkw-Fahrers werden von Notfallseelsorgern betreut. Der genaue Unfallhergang ist momentan noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, welche von der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach geführt werden.

Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg ein Sachverständiger hinzugezogen. Seine Aufgabe wird es nun sein, zusammen mit den Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach, den Unfallhergang genau zu rekonstruieren. Für die Zeit der Unfallaufnahme musste die Autobahn in Fahrtrichtung Nürnberg bis ca. 16:00 Uhr gesperrt werden. Trotz einer weiträumigen Umleitung über die A5, staute sich der Verkehr zeitweise bis zum Seligenstädter Dreieck zurück. Neben Polizei, Notarzt und Rettungsdienst waren die örtlichen Feuerwehren aus Goldbach, Haibach und Hösbach vor Ort.

 

Einbruch in Gaststätte – mehrere hundert Euro erbeutet

ASCHAFFENBURG. In der Zeit vom Donnerstagabend auf Freitagmorgen ist ein Unbekannter gewaltsam in eine Gaststätte eingedrungen. Aus der Kasse entwendete er mehrere hundert Euro und verschwand unerkannt. Die Aschaffenburger Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen und bittet um Zeugenhinweise.

 

Am Freitagmorgen gegen 08:00 Uhr stellte der Gastwirt fest, dass er über Nacht ungebetenen Besuch bekommen hatte. Ein unbekannter Täter drang in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, zwischen 19:00 und 08:00 Uhr, gewaltsam über die Eingangstür in die Gaststätte in der Steingasse ein und entwendete aus der Kasse mehrere hundert Euro. Anschließend türmte er unerkannt. An der Eingangstür entstand lediglich geringer Sachschaden.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Aschaffenburg und bittet Zeugen, die Hinweise zu der Tat geben können, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Balkontür eingeschlagen – Laptop und Bargeld entwendet

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Gewaltsam drang im Laufe des Freitages ein unbekannter Täter in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses ein. Der Unbekannte gelangte über die Balkontür in die Wohnung und entwendete neben einem Laptop, Bargeld im Gesamtwert von mehreren hundert Euro. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Aschaffenburger Kripo.

 

Als die Mieter am Freitagabend gegen 23:30 Uhr zu ihrer Wohnung in der Aschaffenburger Straße zurückkehrten, mussten sie feststellen, dass ein Unbekannter die Glasfüllung der Balkontür eingeschlagen und die gesamte Wohnung durchwühlt hatte. Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach muss sich die Tat zwischen 10:00 und 23:30 Uhr ereignet haben. Aus der Wohnung entwendete der Täter, welcher unerkannt entkommen konnte, einen Laptop und Bargeld im Gesamtwert von mehreren hundert Euro. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf ca. 300 Euro.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Aschaffenburg und bittet Zeugen, die Hinweise zu der Tat geben können, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Pensionierter Polizeibeamter hält flüchtenden Täter fest – Cannabis sichergestellt

ASCHAFFENBURG. Während einer Kontrolle am Aschaffenburger Hauptbahnhof durch die Bundespolizei versuchte am Freitagvormittag ein 17-Jähriger zu flüchten. Jedoch konnte er noch im Bahnhofsgebäude von einem pensionierten Beamten der Bayerischen Polizei gestoppt werden. Bei der anschließenden Festnahme leistete der Aschaffenburger noch erheblichen Widerstand.

 

Mit dem couragierten Einsatz eines 61-jährigen, pensionierten Beamten der Bayerischen Polizei hatte der 17-Jährige wohl nicht gerechnet. Gegen 09:50 Uhr wollten Zivilbeamte der Bundespolizei den jungen Aschaffenburger einer Kontrolle unterziehen. Anfänglich zeigte er sich noch mit der Kontrolle einverstanden, rannte jedoch dann plötzlich durch das Bahnhofsgebäude weg. Die Beamten der Bundespolizei verfolgten den Flüchtenden und riefen ihm lautstark „Halt, stehen bleiben, Polizei“ hinterher. Ein zufällig im Bahnhof wartender, pensionierter Polizeibeamter wurde daraufhin auf den Flüchtigen aufmerksam und stellte sich ihm couragiert in den Weg. Daraufhin stürzten beide zu Boden und der Pensionär erlitt zwei Risswunden im Gesicht.

Noch bevor der 17-Jährige seine Flucht fortsetzen konnte, brachten die Bundespolizisten den Mann wieder zu Boden. Bei der Festnahme leistete der junge Mann weiterhin Widerstand und brach einem Beamten den Finger. Nach der Fesselung führten die Beamten den Jugendlichen zur Dienststelle der Bundespolizei. Dort konnte bei der Durchsuchung in der Bauchtasche auch der Grund für die Flucht gefunden werden, knapp 30 Gramm Cannabis. Die Bundespolizei übergab den bereits durch Passanten alarmierten Beamten der Aschaffenburger Polizei den 17-Jährigen zur weiteren Sachbearbeitung.

Die Gesichtsverletzungen des 61-jährigen Pensionärs machten die Behandlung durch den Rettungsdienst erforderlich. Dieser nahm sowohl den 61-Jährigen, wie auch den verletzten Bundespolizisten mit in ein Krankenhaus. Nach einer ambulanten Behandlung konnten beide wieder das Krankenhaus verlassen.

Statt einer Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz muss sich der Jugendliche nun auch wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten. Nach einer Wohnungsdurchsuchung, bei der noch eine geringe Menge Cannabis sichergestellt worden ist, konnte der 17-Jährige am Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

PP Unterfranken