Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 07.02.2017

Nach Vorfall auf Faschingsveranstaltung – Ermittlungen der Polizei dauern an – Belohnung ausgelobt

AMORBACH, LKR. MILTENBERG. Nachdem durch das Versprühen von Reizgas bei einer Faschingsveranstaltung am Sonntagmorgen 23 Personen verletzt worden sind, dauern die Ermittlungen der Miltenberger Polizei weiterhin an. Für Hinweise, die zur Ermittlung eines Tatverdächtigen führen, hat der Veranstalter mittlerweile eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgelobt.

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Nach einem Zeugenaufruf am vergangenen Montag gingen bereits mehrere Hinweise und auch entsprechende Foto- und Videoaufnahmen bei der Miltenberger Polizei ein. Diese bittet weiterhin Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Tel. 09371/945-0 zu melden oder entsprechende Dateien über den Medienupload zu übermitteln.

Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, hat der Karnevalsverein Amorbach zwischenzeitlich eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt. Die Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt.

 

Bei Wohnungsdurchsuchung größere Mengen Rauschgift sichergestellt – Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige

LKR. WÜRZBURG. Nach einem Zeugenhinweis hat die Polizei am Montagabend in einer Wohnung im Ochsenfurter Gau größere Mengen Rauschgift sichergestellt. Gegen einen 20-jährigen Mann und eine zwei Jahre jüngere Frau wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Würzburg geführt.

 

Nachdem die Polizeiinspektion Ochsenfurt einen Hinweis erhalten hatte, dass die beiden Tatverdächtigen im Keller eine Cannabisplantage betreiben sollen, machte sich eine Streifenbesatzung auf den Weg zu dem Wohnanwesen im südlichen Landkreis Würzburg. Bereits im Eingangsbereich zur Wohnung der 18-Jährigen stieg den Beamten starker Cannabisgeruch in die Nase. Fast zeitgleich kam der 20-Jährige mit seinem Pkw zu dem besagten Wohnhaus gefahren. Er räumte gegenüber den Ordnungshütern ein, im Keller eine Plantage mit mehreren Cannabispflanzen errichtet zu haben.

Bei der folgenden Dursuchung stellten die Polizisten im Keller und der Wohnung der 18-Jährigen mehr als 600 Gramm Marihuana sowie jeweils geringe Mengen Ecstasy, Amphetamin, LSD und Cannabissamen sicher. Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass der 20-Jährige unter Drogeneinwirkung stand. Da er kurz zuvor mit seinem Pkw gefahren war, musste er die Beamten zur Durchführung einer Blutentnahme zur Dienststelle begleiten.

Die weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit den Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz hat inzwischen die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft übernommen. Gegen den 20-jährigen Pkw-Fahrer wurde zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.

Hakenkreuz in Garten aufgestellt – Polizei ermittelt

BESSENBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Im Rahmen einer privaten Feier in einem Gartengrundstück ist am frühen Samstagabend ein größeres Hakenkreuz aufgestellt worden. Die Polizei hat ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Zeugen hatten sich am Samstagabend bei der Polizei gemeldet. Wie die Beamten vor Ort feststellten, hatten insgesamt 30 Personen eine Feierlichkeit im Garten eines Wohnhauses abgehalten. Nachdem im Zuge der Feier für mehrere Minuten ein einige Meter großes Hakenkreuz aus Holz öffentlichkeitswirksam aufgestellt worden sein soll, ermittelt der Staatsschutz der Kripo Aschaffenburg.

Von allen anwesenden Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind und großen Teils überregional angereist waren, stellte die Polizei die Personalien fest. Danach löste sich die Feierlichkeit auf.

Die Ermittler bitten Zeugen, die auf das Hakenkreuz aufmerksam wurden und Angaben zum Aufsteller machen können, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Fußgänger von Pkw erfasst – 76-Jähriger verstirbt an Unfallstelle

SULZDORF A. D. LEDERHECKE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall ist es am Dienstagabend gekommen. Eine VW-Fahrerin erfasste mit ihrem Fahrzeug einen Fußgänger, der vor ihr die B 279 überquert hatte. Der Senior erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ist zur Stunde auch ein Sachverständiger vor Ort.

 

Um 19.15 Uhr war die 58-Jährige mit ihrem Golf auf der Bundesstraße 279 von Unteressfeld in Fahrtrichtung Oberessfeld unterwegs. Zwischen den beiden Ortschaften, auf Höhe der dortigen Kirche, hatte ein dunkel gekleideter Fußgänger die Fahrbahn überquert, den die Fahrzeugführerin offenbar zu spät wahrgenommen hatte. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem VW und dem älteren Mann, der aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld stammt. Er erlitt bei dem Verkehrsunfall so schwere Verletzungen, dass er diesen noch an der Unfallstelle erlag. Die Fahrerin des VW Golf erlitt unter anderem einen Schock und musste zur Behandlung in eine umliegende Klinik gebracht werden.

Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen an. Mit der Verkehrsunfallaufnahme ist die Polizeistation Königshofen im Grabfeld gemeinsam mit dem Sachverständigen mit der Unfallaufnahme betraut. Unterstützt werden sie von den Freiwilligen Feuerwehren aus Oberessfeld, Unteressfeld und Sulzdorf an der Lederhecke. Die B 279 muss für die polizeilichen Maßnahmen voraussichtlich noch bis 22.30 Uhr gesperrt bleiben (Stand 22.00 Uhr).

PP Unterfranken