Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 12.05.2017

Kühlungsprobleme an Industrieofen – Evakuierung und Sperrungen nötig

KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART. Nachdem es am Freitagnachmittag in einem Furnierwerk an einem Industrieofen zu technischen Problemen bei der Kühlung kam, wurden wegen Explosionsgefahr vorsorglich im Umkreis Evakuierungen sowie Sperrungen des Straßen-, Bahn- und Schiffsverkehrs durchgeführt. Nach über zwei Stunden konnte die Feuerwehr vor Ort wieder Entwarnung geben und die Sperrungen wurden aufgehoben.

Das Unternehmen teilte gegen 17:15 Uhr bei der Integrierten Rettungsleitstelle Würzburg mit, dass es nach dem Ausfall des Kühlungssystems an einem Industrieofen zu Überhitzungen kam und das Problem noch nicht unter Kontrolle sei.

Die Freiwillige Feuerwehr Karlstadt prüfte zusammen mit Fachkräften des TÜV die Situation und es wurde vorsorglich die Evakuierung aller Anwesenden in einem Umkreis von 300 Metern veranlasst. Auch die Arbeiter eines Zementwerks und einer metallverarbeitenden Fabrik in der Nachbarschaft verließen ihre Arbeitsstelle. Der Straßenverkehr auf der B27 zwischen Karlstadt und Retzbach wurde gesperrt und umgeleitet. Die Schifffahrt auf dem nahegelegenen Main sowie der Bahnverkehr der Strecke Frankfurt – Würzburg wurde ebenfalls eingestellt.

Um 19:45 Uhr konnte die Gefahr dann beseitigt und die Sperrungen aufgehoben werden. Bei dem Einsatz waren neben Beamten der Polizeiinspektion Karlstadt und dem Rettungsdienst auch insgesamt über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Karlstadt, Himmelstadt, Mühlbach, sowie der Werksfeuerwehr der Firma Düker im Einsatz. Auch ein Mitarbeiter des technischen Hilfswerks, zwei Notfallmanager der Deutsche Bahn und die Wasserschutzpolizei Würzburg waren eingesetzt.

Bei dem Vorfall gab es keine Verletzten und es ist bislang von keinem bleibenden Schaden an der Industrieanlage auszugehen. Wie es zu dem Ausfall der Kühlung kam ist derzeit unklar.

Landwirtschaftlicher Betriebsunfall – 29-Jähriger stirbt

STETTFELD, LKR. HAßBERGE. Bei Feldarbeiten ist Donnerstagnacht ein 29-Jähriger ums Leben gekommen. Der Mann geriet in eine Siliermaschine und konnte nur noch tot geborgen werden. Die Ermittlungen hinsichtlich des Unfallhergangs führt die Kriminalpolizei Schweinfurt.

Gegen 23:45 Uhr ereignete sich auf einem Feld bei Stettfeld ein folgenschwerer Betriebsunfall. Bei den landwirtschaftlichen Arbeiten setzen drei Männer zum Zerkleinern von Pflanzen auch eine Siliermaschine ein. Nach derzeitigem Sachstand wurde ein 29-Jähriger aus dem Lkr. Würzburg bei dem Versuch, eine Verstopfung zu beseitigen, von der Maschine erfasst und ins Presswerk gezogen.

Die beiden anderen Männer konnten ihrem Arbeitskollegen nicht mehr helfen, er konnte letztlich nur noch tot geborgen werden. Die beiden Unfallzeugen erlitten einen schweren Schock und wurden vor Ort erstversorgt.

Die Aufklärung des genauen Unfallhergangs ist nun Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen, in die auch ein technischer Sachverständiger und die Berufsgenossenschaft mit eingebunden sind.

Schildkröte sucht ihr Zuhause – Polizei kümmert sich um das Tier

MÖMBRIS – OT MENSENGESÄß, LKR. ASCHAFFENBURG. Eine ungewöhnliche Begegnung hatte eine Streife der Alzenauer Polizei am Donnerstagnachmittag. Während der Streifenfahrt kreuzte plötzlich eine Schildkröte den Weg der Polizei.

griechische Landschildkröte
Foto: Polizei

Mit einem derartigen tierischen Zusammentreffen hatten die Beamten bei ihrer Streifenfahrt durch die Straße „Im Breitfeld“ wohl nicht gerechnet. In Mensengesäß entdeckten sie gegen 14:00 Uhr das Reptil, bei dem es sich vermutlich um eine griechische Landschildkröte handelt. Da die Schildkröte auf ihrem Spaziergang offensichtlich die Orientierung verloren hatte, nahmen die Polizisten sich dem Tier an und brachten es zur Dienststelle der Alzenauer Polizei. Bei einem Beamten der Dienststelle wartet die Schildkröte nun traurig, aber gut versorgt auf ihren Besitzer.

Der Eigentümer der Schildkröte wird gebeten sich unter Tel. 06023/944-0 mit der Polizei Alzenau in Verbindung zu setzen.

Nachtrag von 13:10 Uhr

Der Eigentümer hat sich bei der Polizeiinspektion Alzenau gemeldet. Er wird die Schildkröte am Samstag wieder in Empfang nehmen.

Streit in Asylbewerberunterkunft – 18-jähriger Angreifer wird eingewiesen

WEIBERSBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Donnerstagabend gerieten zwei männliche Bewohner einer Asylbewerberunterkunft in Streit. Hierbei griff einer der Männer den anderen an und wurde durch weitere Bewohner versucht davon abzuhalten. Der Angreifer ließ jedoch nicht von seinem Opfer ab, er brach sogar eine Tür auf um ihm wieder habhaft zu werden. Der Aggressor verletzte sich bei dem Vorfall aufgrund offensichtlich psychischer Probleme sogar bewusst selbst und musste letztlich amtlich eingewiesen werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es gegen 21:30 Uhr zwischen den beiden 18-jährigen Afghanen wegen ihrer unterschiedlichen Ethnie zu Unstimmigkeiten. Dies gipfelte darin, dass der Eine dem Anderen ins Gesicht schlug, ihm ein Büschel Kopfhaar ausriss und ihm verbal mit dem Tod drohte. Andere Bewohner der Unterkunft versuchten den Angreifer zurückzuhalten und verhalfen dem Opfer zur Flucht in sein Zimmer.

Der Angreifer begann nun sich selbst zu verletzten, indem er sich mehrere Trinkgläser gegen den Kopf schlug. Mit leichten Schnittwunden nahm er dann ein Küchenmesser an sich und richtete es mit der Schneide gegen seinen Oberkörper. Hierdurch wollte er einen der Helfer dazu bewegen, dass dieser den Weg zur Zimmertür des Anderen freigibt. Der Weg wurde freigegeben und der völlig Aufgebrachte brach die verschlossene Tür auf. Erneut schlug er auf seinen Mitbewohner ein und riss ihm Haare aus.

Als die drei verständigten Streifen der Polizeiinspektion Aschaffenburg eintrafen, hatte die Auseinandersetzung bereits ihr Ende gefunden. Das Opfer erlitt keine behandlungsbedürftigen Verletzungen. Da sich der Aggressor offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, musste er ins Bezirkskrankenhaus eingewiesen werden.

Die Polizeiinspektion Aschaffenburg ermittelt nun gegen den 18-Jährigen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung.

Zwei Porsche zu schwer – Autobahnpolizei zieht Transporter auf A 3 aus dem Verkehr

ABTSWIND, LKR. KITZINGEN. Am Mittwochvormittag haben Beamte der VPI Würzburg-Biebelried einem Lkw-Fahrer die Weiterfahrt verboten, da die Fracht für seinen Lkw mit Anhänger zu schwer war.

Porsche
Foto: Polizei

Gegen 11:00 Uhr fiel den Spezialisten der Technischen Kontrollgruppe auf der A 3 ein Abschleppwagen mit Anhänger auf. Geladen waren zwei Porsche Macan. Zur Überprüfung lotsten sie das Fahrzeug zu einer Waage.

Bei der Wiegung bestätigte sich dann der Verdacht der Polizisten, dass das Gespann mit bulgarischer Zulassung für den Transport der beiden sportlichen Geländewägen ungeeignet sein könnte. Sie stellten fest, dass das zulässige Gesamtgewicht sowohl des Zugfahrzeugs als auch der gesamten Fahrzeugkombination um über 36 bzw. 35 Prozent überschritten war. Auch die Anhängelast des 3,5-Tonners war um 33 Prozent überschritten.

Der 56-jährige Fahrer, der keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland hat, musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 785 Euro hinterlegen. Außerdem durfte er mit dem Gespann nicht weiterfahren und musste ein gesetzeskonformes Transportfahrzeug organisieren.

Das Transportunternehmen aus Südosteuropa muss zudem mit der Zahlung von rund 2.600 Euro rechnen. Dies soll den wirtschaftlichen Vorteil, der durch den Verstoß gegen geltende Gesetze sozusagen erschlichen wurde, zunichtemachen. (Gewinnabschöpfung)

Zu schnell in Kurve – Vier Personen bei Verkehrsunfall verletzt

MILTENBERG. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße zwischen Walldürn und Miltenberg sind am Donnerstagvormittag vier Personen verletzt worden, zwei davon schwer. Ein Golf war in einer Rechtskurve in den Gegenverkehr geraten und dort mit einem Ford kollidiert. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizeiinspektion Miltenberg.

Gegen 11.40 Uhr hat sich der Verkehrsunfall ereignet. Kurz nach Wenschdorf kam ein 23-Jähriger mit seinem Golf vermutlich aufgrund zu hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn. Dort kam es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Ford. Der Golf wurde in der Folge abgewiesen und prallte gegen die Leitplanke.

Beide Pkw-Fahrer kamen mit schweren Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus. Zwei Mitfahrer im Golf kamen mit leichteren Verletzungen davon. Auch sie wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die beteiligten Pkw waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens dürfte sich insgesamt auf mindestens 30.000 Euro belaufen.

Neben Polizei und Rettungsdienst befand sich auch die Freiwillige Feuerwehr Wenschdorf im Einsatz.

Mutmaßlicher Unfallfahrer meldet sich bei Polizei – Suchmaßnahmen beendet

HELMSTADT, LKR. WÜRZBURG. Nach dem Verkehrsunfall bei Helmstadt und der anschließenden Flucht des Pkw-Fahrers in ein angrenzendes Waldstück hat sich der mutmaßliche Unfallfahrer inzwischen über seinen Rechtsanwalt bei der Polizei gemeldet. Die Suchmaßnahmen sind somit beendet.

Wie bereits berichtet, war es in der Nacht zum Donnerstag auf der Kreisstraße zwischen der B8 und Helmstadt zu dem Verkehrsunfall gekommen. Als die Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Land an der Unfallstelle eingetroffen sind, war der Fahrer des verunfallten Peugeot bereits verschwunden. Ersthelfer gaben an, bei dem Mann Alkoholgeruch festgestellt zu haben. Als sie ihn darauf angesprochen hätten, sei er in den Wald davongelaufen.

Da nicht auszuschließen war, dass sich der Flüchtige bei dem Verkehrsunfall schwerer verletzt hatte, wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen in die Wege geleitet. An der Vermisstensuche waren neben mehreren Streifenbesatzungen auch eine Rettungshundestaffel, ein Polizeihubschrauber beteiligt. Trotz aller Bemühungen fehlte von dem Peugeot-Fahrer weiterhin jede Spur.

Am Donnerstagabend meldete sich der 37-Jährige aus dem Landkreis Würzburg schließlich über seinen Rechtsanwalt bei der Polizeiinspektion Würzburg-Land. Offenbar ist der Mann wohl auf. Die Vermisstenfahndung konnte somit eingestellt werden.

Die weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall werden von der Polizeiinspektion Würzburg-Land geführt.

PP Unterfranken