Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 14.10.2016

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Älterer Dame die Handtasche entrissen – Tatverdächtiger festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg:

WÜRZBURG / SANDERAU. Ein zunächst Unbekannter hat am Donnerstagnachmittag einer Seniorin die Handtasche entrissen. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt nahm im Rahmen der Fahndung einen Tatverdächtigen vorläufig fest. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

 

Nach vorliegenden Erkenntnissen hat sich die Tat gegen 15.50 Uhr ereignet. Eine 90-Jährige stieg an der Haltestelle in der Königsberger Straße aus der Straßenbahn. Auf dem Weg zu ihrer Wohnung traf sie auf einen fremden Mann, der ihr plötzlich die Handtasche und einen Stoffbeutel entriss. Anschließend flüchtete der Täter mit seiner Beute in Richtung Theodor-Heuss-Straße.

Unmittelbar nachdem die Tat bekannt geworden war, leitete die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eine Fahndung nach dem Handtaschendieb ein, von dem eine gute Personenbeschreibung vorlag. Gegen 16.50 Uhr traf eine uniformierte Streife am Mainufer einen 28-jährigen Würzburger an, auf den die Täterbeschreibung passte. Die Beamten stellten bei dem Mann auch die Handtasche sicher, die der 90-Jährigen zuvor entwendet worden war.

Der Tatverdächtige räumte die Tat gegenüber den Polizisten ein. Er wurde festgenommen und zur Durchführung weiterer Maßnahmen zur Dienststelle gebracht. Dort übernahm die Kriminalpolizei Würzburg die weiteren Ermittlungen, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt werden.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der 28-Jährige am Freitag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Vermeintliche Betrüger geben sich als Stromanbieter aus – Polizei mahnt zur Vorsicht

ASCHAFFENBURG UND LKR. ASCHAFFENBURG. Vermehrt sind in den vergangenen Tagen bei der Polizei Mitteilungen eingegangen, bei denen Angerufene einen Betrugsversuch witterten. Die Polizei warnt vor der Preisgabe persönlicher Daten am Telefon, wie z.B. der eigenen Bankverbindung.

Nach polizeilichen Erkenntnissen könnte es ich bei den Anrufen tatsächlich um Betrugsversuche handeln. In den bekannten Fällen gaben sich die Anrufer als Mitarbeiter eines Stromanbieters aus, die u.a. auch im Auftrag der örtlichen Kommune, Kunden kontaktieren. Anlass des Anrufs sei z.B., dass eine Rückerstattung der Stromkostenrechnung erfolgen soll.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter persönliche Daten der Angerufenen ausspähen wollen, um z.B. Kontodaten für betrügerische Zwecke zu erlangen. Die Polizei rät deshalb dazu, im Zweifel das Gespräch zu beenden und sich selbst an seinen Stromanbieter zu wenden und die Echtheit des Anliegens zu überprüfen. Im regulären Geschäftsverkehr sollte es in der Regel keine Abfrage persönlicher Daten via Telefon geben.

Rund 50 Gramm Haschisch sichergestellt – Ermittlungen gegen 24-Jährigen

KITZINGEN. Die Polizeiinspektion Kitzingen hat am Donnerstagnachmittag bei einem 24-Jährigen in einer Kitzinger Asylbewerberunterkunft rund 50 Gramm Haschisch sichergestellt. Gegen den Tatverdächtigen, der aus einer anderen Unterkunft im Landkreis Main-Spessart stammt, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Als gegen 14.45 Uhr ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes auf dem Gelände der Asylunterkunft am Innopark auf den 24-Jährigen aufmerksam wurde, versuchte dieser zu flüchten und über einen Zaun zu klettern. Der Zeuge hielt den Verdächtigen jedoch fest und verständigte die Polizei. Eine Streifenbesatzung der Kitzinger Polizei machte sich auf den Weg zum Einsatzort und nahm den „Gast“ genauer unter die Lupe. Bei einer Durchsuchung des 24-Jährigen fielen den Beamten rund elf Gramm Haschisch in die Hände.

Es stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige in der Unterkunft in Kitzingen offenbar Bekannte besucht hatte. In dem Zimmer, in dem er zuvor gewesen war, fanden die Beamten noch den Rucksack des Mannes. Darin entdeckten die Polizisten weitere ca. 40 Gramm Haschisch, die ebenfalls sichergestellt wurden.

Gegen den Tatverdächtigen wird jetzt wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.

Autobahnfahnder finden Cannabis und Kokain im Kleintransporter – Fahrer augenscheinlich unter Rauschgifteinfluss

KLEINLANGHEIM, LKR. KITZINGEN. Am späten Donnerstagnachmittag hatten Fahnder der Autobahnpolizei wieder einmal den richtigen Riecher. Bei der Kontrolle eines Kleintransporters auf der A 3 fanden sie sowohl Cannabisprodukte als auch ein Tütchen mit Kokain und bemerkten außerdem, dass der Fahrer offensichtlich unter Rauschgifteinfluss stand.

Kurz vor 18:00 Uhr stoppten sie einen Mercedes Vito mit rumänischer Zulassung. Da aus dem Fahrzeug deutlicher Geruch nach Cannabis drang, nahmen sie das Fahrzeug und dessen Insassen genauer unter die Lupe. In einem Ablagefach entdeckten sie einen Tabakbeutel mit einigen Gramm Marihuana und Haschisch. Er gehörte dem 27-jährigen Fahrer und seinem drei Jahre jüngeren Beifahrer gemeinsam. Der Fahrer hatte zudem noch einige Gramm weißes Pulver einstecken, das ein Test als Kokain auswies. Außerdem hatten die Beamten den Verdacht, dass der Fahrer unter Drogeneinfluss stand und ließen eine Blutentnahme durchführen.

Gegen beide Männer aus Südosteuropa wurden Ermittlungsverfahren wegen Drogenbesitzes eingeleitet. Gegen den 27-Jährigen wird zusätzlich wegen Verdachts einer Fahrt unter Drogeneinwirkung ermittelt.

Kriminaldirektor Armin Kühnert als neuer Dienststellenleiter bei Kripo Würzburg eingeführt

WÜRZBURG. Die Würzburger Kripo hat seit Freitag offiziell einen neuen Chef. Kriminaldirektor Armin Kühnert aus dem Landkreis Haßberge wurde vom Unterfränkischen Polizeipräsidenten Gerhard Kallert offiziell in sein Amt eingeführt.

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v. l. Polizeipräsident Gerhard Kallert, Kriminaldirektor Armin Kühnert, Leitender Oberstaatsanwalt Bardo Backert

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte der Chef der unterfränkischen Polizei dem neuen Kripo-Leiter, der von der Spitze der Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt nach Würzburg wechselte, seine Ernennungsurkunde. Zu der Amtseinführung war neben den beiden Leitern der Staatsanwaltschaften Würzburg und Bamberg, Ltd. Oberstaatsanwalt Bardo Backert und Ltd. Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager, auch als einer der letzten offiziellen Kripochefs Wolfgang Geier eingeladen, der sich bereits im Ruhestand befindet.

Polizeipräsident Gerhard Kallert würdigte in seiner Ansprache den erfolgreichen beruflichen Werdegang, den Armin Kühnert bis dato beschritten hat. Der 53-Jährige hatte 1977 seine Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst bei der III. Bereitschaftspolizeiabteilung in Würzburg begonnen. Nach erfolgreichem Anstellungslehrgang in München wurde er zunächst in der Einsatzhundertschaft und bei der Münchener Polizei eingesetzt. Im März 1984 wechselte er schließlich von der Schutz- zur Kriminalpolizei und war anschließend in verschiedenen Kommissariaten tätig.

Im September 1990 kam der Kriminalbeamte dann wieder zurück in die Heimat Unterfranken, wo er bei der Kripo Würzburg für die Bearbeitung von Wirtschaftsdelikten zuständig war. Überdurchschnittliche Leistungen ermöglichten dem neuen Dienststellenleiter von 1991-1993 das Studium an der Beamtenfachhochschule in Sulzbach-Rosenberg. Als frischgebackener Polizeikommissar war er im Anschluss dann erstmals bei der Kripo Schweinfurt tätig, bewegte sich dort aber auf gewohntem Terrain, weil er wieder im Kommissariat für Wirtschaftsstraftaten eingesetzt wurde.

Wegen seines hervorragenden Prüfungsabschlusses in Sulzbach-Rosenberg trat Armin Kühnert ab Juli 1996 in die Erprobungsphase für den höheren Polizeivollzugsdienst, jetzt 4. Qualifikationsebene, ein und begann drei Jahre später sein Studium an der Polizeiführungsakademie in Münster.

Nach erfolgreichem Studienabschluss war er als Polizeirat ab Juli 2001 für die Geschicke der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt verantwortlich, die er in der Folge acht Jahre lang leitete. Im Zuge der Verwaltungsreform wechselte Polizeidirektor Armin Kühnert dann für weitere vier Jahre als Chef an die Spitze der Polizeiinspektion Bamberg-Land. Im Januar 2014 kehrte Armin Kühnert als Dienstellenleiter der Kripo Schweinfurt zum Polizeipräsidium Unterfranken zurück.

Polizeipräsident Kallert wünschte dem neuen Kripochef abschließend viel Erfolg und stets eine glückliche Hand für seine neue Tätigkeit in Würzburg.
Bei der Veranstaltung im Polizeipräsidium Unterfranken dankte der Unterfränkische Polizeichef auch dem stellvertretenden Dienstellenleiter der Kripo Würzburg, Herrn Kriminaloberrat Willmut Hornung. Nach dem Weggang von Herrn Kriminaldirektor Matthias Stürmer zum Polizeipräsidium und einer kurzen kommissarischen Leitung durch Herrn Leitenden Kriminaldirektor Matthias Weber, war der Dienstposten des Leiters der Kripo einige Zeit verwaist. In dieser unsteten Zeit sorgte Herr Hornung für die notwendige Konstanz, für reibungslose interne Abläufe und für die hervorragende Bewältigung der aufgetretenen Einsatzlagen.

PP Unterfranken