Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 18.10.2016

VW Touran in Gegenverkehr geraten – acht verletzte Personen bei Frontalzusammenstoß – Sachverständige vor Ort

MARGETSHÖCHHEIM, LKR. WÜRZBURG. Aus bislang noch ungeklärter Ursache ist am Dienstagnachmittag eine Touran-Fahrerin mit ihrem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn gekommen und dort mit einem VW Golf kollidiert. Unter den acht verletzten Personen befinden sich auch vier Kinder. Eine Sachverständige ist zur Stunde gemeinsam mit Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Land zur Verkehrsunfallaufnahme vor Ort.

 

Um 16.30 Uhr hatte sich der Frontalzusammenstoß zwischen den beiden Ausfahrten zur Gemeinde Margetshöchheim auf der Staatsstraße 2300 ereignet. Die Lenkerin eines VW Touran war in Richtung Erlabrunn unterwegs gewesen und bei ihrer Fahrt Zeugenaussagen zur Folge mit ihrem Fahrzeug nach links auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort prallte der Touran schließlich in einen entgegenkommenden VW Golf, in dem ein Schweizer Ehepaar mit einem Säugling saß. Die Fahrerin des Touran wurde durch die Wucht des Aufpralls in ihrem Wagen eingeklemmt und schwerstverletzt. Auch ihr Beifahrer und die drei Kinder im Fahrzeug erlitten schwere Verletzungen. Der Säugling erlitt ebenfalls schwerste Verletzungen, die Erwachsenen im Golf hatten mehr Glück und erlitten leichtere Verletzungen. Die Feuerwehr befreite die eingeklemmte Dame aus dem völlig zerstörten Fahrzeug. Anschließend wurden die Verletzten teilweise mit Rettungshubschraubern in naheliegende Kliniken gebracht.

Die Fahrbahn wurde für die Unfallaufnahme komplett gesperrt, die Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz und unterstützten die Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Land tatkräftig. Die haben die Unfallermittlungen aufgenommen und gehen insbesondere der Frage nach, wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde auch eine Sachverständige zur Unfallstelle beordert. An den beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die Staatsstraße muss noch bis etwa 19.30 Uhr für den Verkehr gesperrt bleiben (Stand: 18.15 Uhr).

Brand auf Fidelio-Gelände – Wirtschaftsgebäude komplett ausgebrannt – Kripo bittet um Hinweise

ASCHAFFENBURG. In der Nacht zum Dienstag ist das Wirtschaftsgebäude auf dem Vereinsgelände „Fidelio“ im Stadtteil Schweinheim bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Kripo Aschaffenburg führt die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung. Auch kann ein möglicher Zusammenhang mit einem Funkmastbrand zwei Tage zuvor nicht ausgeschlossen werden.

Kurz vor 07.00 Uhr war ein derzeit noch unbekannter Fahrradfahrer (der sich bitte dringend bei der Kripo melden soll) auf das Feuer auf dem Vereinsgelände aufmerksam geworden. Er hatte einen Autofahrer angehalten, dieser wiederum über Notruf Polizei und Feuerwehr alarmiert.

Eine Streife der Polizeiinspektion Aschaffenburg und die Freiwillige Feuerwehr Aschaffenburg waren zwar schnell vor Ort. Das Wirtschaftsgebäude (nicht Holzblockhaus) war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon total zerstört. Bis in die Vormittagsstunden waren die Einsatzkräfte noch mit den abschließenden Löscharbeiten beschäftigt.

Unverzüglich begaben sich auch Brandermittler der Aschaffenburger Kripo an den Ort des Geschehens. Nach ihren vorläufigen Ermittlungen muss davon ausgegangen werden, dass das Feuer vorsätzlich und bereits in der Nacht von einem Unbekannten gelegt worden war. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Sachschaden dürfte sich im unteren sechsstelligen Bereich bewegen.

Wie bereits berichtet, war in der Nacht zum Sonntag auch ein Funkmast dem Sachstand nach vorsätzlich in Brand gesetzt worden. Beide Tatorte liegen grob im Schweinheimer Wald im Bereich des Stengerts und in unmittelbarer Nähe. Auch deshalb und aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs könnte es sich um ein und denselben Täter handeln.

Die Ermittlungen der Beamten laufen jetzt auf Hochtouren. Um weitere Fahndungs- bzw. Ermittlungsansätze zu erlagen, setzt die Kripo sehr stark auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Beamten fragen:

  • Wem sind in der Nacht zum Sonntag bzw. in der Nacht zum Dienstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Funkmastes und/oder des Fideliogeländes aufgefallen?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Angaben zur Identität des möglichen Täters machen? Evtl. könnte jemand auch in auffälliger Weise über die Tat gesprochen bzw. sich gebrüstet haben?
  • Wer hat evtl. in den vergangenen Tagen verdächtige Personen im Bereich des Stengerts/Fidelio/Reiterweg/Verlängerung Ebersbacher Straße beobachtet? Diese könnten vor allem auch Spaziergängern, Wanderern oder Joggern aufgefallen sein?

Anrufe nimmt die Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 entgegen.

 

Einbruch in Firma – Polizei sucht Zeugen

WÜRZBURG / HEIDINGSFELD. Im Laufe des vergangenen Wochenendes gelangte ein Unbekannter auf ein Firmengelände und verschaffte sich im Gebäude gewaltsam Zutritt zu zwei Büroräumen. Anschließend flüchtete er ohne Beute. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Würzburg geführt.

 

Zwischen Freitag, 14:00 Uhr, und Montag, 07:35 Uhr, gelangte ein Unbekannter auf das Gelände einer Firma in der Tiefen Gasse und öffnete im Gebäude gewaltsam die Türen zu zwei Büroräumen. Er flüchtete anschließend ohne Beute in unbekannte Richtung. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.500 Euro.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Zwei Fälle von Pkw-Aufbrüchen – Polizei bittet um Zeugenhinweise

HÖCHBERG, LKR. WÜRZBURG. In der Nacht von Sonntag auf Montag sind zwei hochwertige BMW das Ziel von Unbekannten geworden. Die Täter erbeuteten unter anderem ein Navigationsgerät und flüchteten unerkannt. Die Kriminalpolizei Würzburg führt die Ermittlungen.

 

Im Zeitraum von Sonntag, 15:00 Uhr, bis Montag 12:00 Uhr, haben Unbekannte zwei in der Bürgermeister-Seubert-Straße geparkte BMW gewaltsam geöffnet und aus einem der beiden Fahrzeuge ein Navigationsgerät im Wert von mehreren tausend Euro entwendet. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen beläuft sich auf etwa 7.000 Euro.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg bitte Zeugen, denen im Bereich des Tatorts verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Riskantes Überholmanöver verursacht Verkehrsunfall

HAMMELBURG, LKR. BAD KISSINGEN. Am Montagnachmittag kam es zwischen Hammelburg und Untereschenbach zu einem Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen.

 

Die Unfallverursacherin war eine 82-jährige Opel-Fahrerin, die die B 27 aus Richtung Gemünden befuhr und an einer unübersichtlichen Stelle einen vorausfahrenden Lkw überholte. Um einen Unfall zu vermeiden, musste die entgegenkommende Pkw-Fahrerin nach rechts ausweichen und stark abbremsen. Das bemerkte der hinter ihr fahrende Audi-Fahrer zu spät und fuhr auf den abbremsenden Ford auf, wodurch die beiden Insassen leicht verletzt wurden.

Die Rentnerin setzte ihre Fahrt ungehindert fort und wurde durch den Lkw-Fahrer auf das Unfallgeschehen aufmerksam gemacht, als sie an der Lagerkreuzung verkehrsbedingt halten musste. Der entstandene Sachschaden beläuft sich insgesamt auf ca. 20.000 Euro. Die Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Hammelburg.

Nach angeblichem Raub – Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat

KAHL AM MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Nachdem ein 44-Jähriger Ende September angegeben hatte von zwei Unbekannten beraubt worden zu sein, ermittelt die Kripo jetzt gegen ihn selbst. Dem Sachstand nach hatte die Tat nie stattgefunden.

Gegenüber der Polizei hatte der 44-Jährige am 29.09.2016 angegeben zwei Unbekannte hätten ihn in der Hanauer Landstraße im Bereich der „Bembel“-Gleise zunächst von seinem E-Bike gestoßen und anschließend die Handtasche geraubt.

Eine Fahndung nach dem Duo konnte aus jetziger Sicht nur ergebnislos verlaufen, nachdem die Tat dem Sachstand nach frei erfunden war. Vielmehr dürfte der 44-Jährige lediglich eine Ausrede dafür gebraucht haben, dass er sich kein Zugticket kaufen konnte bzw. wollte.

Gegen den Mann wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat eingeleitet. Das Strafgesetzbuch sieht für ein derartiges Vergehen eine Strafandrohung von einer Geldstrafe bis hin zu drei Jahren Freiheitsstrafe vor.

Polizeieinsatz in Gemeinschaftsunterkunft – 40-Jähriger in Gewahrsam

ASCHAFFENBURG. Am Montagabend ist es in der Gemeinschaftsunterkunft in der Schweinfurter Straße zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein 40-jähriger Bewohner hatte zunächst am Eingangsbereich randaliert und sich danach in sein Zimmer zurückgezogen. Nachdem die Polizei nicht ausschließen konnte, dass der aggressiv auftretende Mann bewaffnet ist, kam vorsorglich auch ein Spezialeinsatzkommando zum Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Gegen 18.00 Uhr war die Aschaffenburger Polizei vom Sicherheitsdienst der Unterkunft alarmiert worden. Ein 40-jähriger Bewohner hatte sich im Eingangsbereich aggressiv verhalten und u.a. eine Fensterscheibe eingeschlagen. Eine Streife der Polizeiinspektion Aschaffenburg war rasch vor Ort. In der Zwischenzeit hatte sich der 40-jährige irakische Staatsangehörige in sein Zimmer zurückgezogen und auf Ansprache nicht mehr reagiert.

Nachdem sich Hinweise darauf ergeben hatten, dass der Mann bewaffnet sein könnte, wurden zur Sicherheit für die Bewohner und die Beamten weitere Einsatzkräfte, darunter auch ein Spezialeinsatzkommando, hinzugezogen. Darüber hinaus unterstützten auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr vor Ort.

Gegen 22.30 Uhr konnte der 40-Jährige widerstandslos in Gewahrsam genommen werden. Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen, u.a. wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und Nötigung eingeleitet. Außerdem wird der offensichtlich psychisch Belastete im Laufe der Nacht in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen.

Audiodatei

O-Ton Pressesprecher Michael Zimmer

PP Unterfranken