Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 24.11.2016

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Alkoholisierter randaliert am Roßmarkt – in Ausnüchterungszelle gelandet

SCHWEINFURT. Ein alkoholisierter Randalierer, der am Mittwochnachmittag am Roßmarkt zwei Personen geschlagen und bespuckt hat, ist von der hinzugerufenen Streife festgenommen und anschließend in einer Zelle ausgenüchtert worden.

 

Gegen 16.50 Uhr ging die gleichlautende Mitteilung über Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale ein. Vor Ort wurden mehrere Personen angetroffen. Zwei davon knieten auf dem am Boden liegenden Aggressor und hielten ihn fest. Es wurde recherchiert, dass der 34-Jährige in seinem betrunkenen Zustand zunächst wahllos auf Herumstehende eingeredet und sie angepöbelt hat. Dabei soll von ihm auch mehrfach der Ausruf „Heil Hitler“ gekommen sein. Als er dafür von den Passanten maßgeregelt worden ist, schlug er zumindest zwei Personen ins Gesicht, trat nach ihnen und bespuckte sie auch noch.

Bei der anschließenden Einlieferung in die Arrestzelle pustete der Beschuldigte, der erst vor kurzem von der Landeshauptstadt nach Schweinfurt gezogen ist, 1,24 Promille in den Atemalkoholtest. Nach einer Beschuldigtenvernehmung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung ist er am frühen Donnerstagmorgen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Gegen den 34-Jährigen wird jetzt wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Versuchter Einbruch in Wohnung – Polizei bittet um Hinweise

SCHWEINFURT. Zu einem versuchten Wohnungseinbruch ist es in der Zeit von Samstagmittag bis Mittwochabend in der Heinrich-Zierl-Straße gekommen. Aus bislang ungeklärter Ursache ließ der Täter jedoch von seinem Vorhaben die Tür aufzubrechen ab und entfernte sich unerkannt. Die Schweinfurter Kripo führt die weiteren Ermittlungen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nachdem der Wohnungsinhaber an seiner Tür die Hebelspuren festgestellt hatte informierte er die Polizei. Anhand der Spurenlage ist davon auszugehen, dass der Täter versuchte gewaltsam in die Wohnung zu gelangen. Noch bevor er die Tür aufbrechen konnte entfernte sich der Täter jedoch unerkannt. Dabei hinterließ er einen Sachschaden in Höhe von ca. 50 Euro.

Die Kripo Schweinfurt bittet Zeugen, welche verdächtige Beobachtungen in der relevanten Zeit gemacht haben, sich unter der Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

Einbruch in Mehrfamilienhaus – Bargeld und Schmuck erbeutet

SCHWEINFURT. Ein bislang unbekannter Täter verschaffte sich in der Zeit vom 08.11.2016 bis Mittwoch gewaltsam Zugang zu einem Haus in der Theresienstraße. Der Unbekannte erbeutete Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 1.000 Euro, anschließend entfernte er sich unerkannt. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei Schweinfurt.

 

Eine böse Überraschung erlebte die Bewohnerin des Hauses als sie aus ihrem 14-tägigen Urlaub zurückkehrte. Ein bislang unbekannter Täter hatte sich offensichtlich gewaltsam Zugang zu dem Haus verschafft und Bargeld und Schmuck entwendet. Aufgrund einer bereits vorliegenden Zeugenaussage könnte sich die Tat bereits im Laufe der letzten Woche ereignet haben.

 

Zeugen, die in den letzten 14 Tagen verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Theresienstraße gesehen haben, werden gebeten sich bei der Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

Nach Firmenbrand – Erkenntnisse zur Brandursache

ASCHAFFENBURG. Nach dem Brand im Dachbereich einer Firma im Strietwalder Industriegebiet am Mittwochabend, haben Ermittler der Aschaffenburger Kripo am Donnerstagvormittag den Brandort begutachtet. Demnach dürften Dacharbeiten am Nachmittag mit der Ursache für das Feuer im Zusammenhang stehen.

 

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Gegen 19.30 Uhr war ein Zeuge auf die Flammen auf dem Firmendach aufmerksam geworden. Er zögerte nicht lange und alarmierte sofort über Notruf Polizei und Feuerwehr. Rasch waren neben Streifen der Aschaffenburger Polizei auch die Floriansjünger mit neun Fahrzeugen und rund 35 Einsatzkräften vor Ort und hatten den Brand zügig im Griff. Verletzt wurde niemand. Vorsorglich war allerdings auch der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen angerückt.

Am Donnerstagvormittag haben Brandermittler der Aschaffenburger Kripo die Ermittlungen in der Dieselstraße aufgenommen. Nach ihren vorläufigen Erkenntnissen dürften am Mittwochnachmittag durchgeführte Dacharbeiten als Ursache für das Feuer in Frage kommen. Was den Sachschaden anbelangt, gehen die Beamten von rund 200.000 Euro aus.

Verdacht des Totschlags durch Unterlassen – Festnahmen und Durchsuchung in Seniorenheim

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg vom 24.11.2016

UNTERMERZBACH, LKR. HAßBERGE. Aufgrund zweier Strafanzeigen im Mai und im Juni 2016 führte die Staatsanwaltschaft Bamberg Ermittlungen gegen Verantwortliche der Seniorenresidenz Schloß Gleusdorf, unter anderem wegen Mißhandlung von Schutzbefohlenen.

Gegenstand des Verfahrens waren insbesondere der Vorwurf des Austausches von Medikamenten, ungemessene Sanktionen gegenüber Heimbewohnern sowie verschiedene kleinere Vermögensdelikte. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden durch die Kriminalpolizei Schweinfurt in der Folgezeit eine Reihe von Zeugenvernehmungen durchgeführt.

Anfang November wurden erstmals Vorwürfe geäußert, wonach es durch eine fehlerhafte, medizinische Versorgung bzw. unterbliebene ärztliche Behandlungen oder die unterbliebene Einweisung von Heimbewohnern ins Krankenhaus zu Todesfällen gekommen sein soll. In einem Fall soll nach dem Sturz eines Heimbewohners über mehrere Tage hinweg, trotz des sich drastisch verschlechternden Gesundheitszustandes, kein Arzt hinzugezogen worden und der Heimbewohner deshalb verstorben sein.

Nach eingehender Prüfung von Zeugenaussagen und weiterer umfangreicher Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kripo Schweinfurt, hat die Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bamberg Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags gegen die Geschäftsführerin und den Pflegedienstleiter beantragt sowie mehrere Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Diese wurden heute durch Beamte der bei der Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt eingerichteten Ermittlungskommission vollzogen. Beide Tatverdächtige werden nunmehr dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Bamberg vorgeführt zum Zwecke der Haftbefehlseröffnung.

Von den Beamten wurden unter anderem Behandlungsunterlagen und Dienstpläne sichergestellt. Gegen einen im Seniorenheim tätig gewordenen Arzt wurde ein Verfahren wegen Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse eingeleitet. Auch bei ihm wurde durchsucht und die Patientenunterlagen der betreffenden Heimbewohner sichergestellt. Ein rechtsmedizinischer Sachverständiger wurde hinzugezogen.

Die Auswertung wird voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Um den weiteren Fortgang des Verfahrens nicht zu gefährden, können derzeit weitere Auskünfte nicht erteilt werden. Dafür wird um Verständnis gebeten.

Erneuter Fall von „Romance-Scamming“ – Falscher Freund erbeutet 325.000 Euro

SCHWEINFURT. Die Kriminalpolizei Schweinfurt ermittelt gegen einen unbekannten Täter wegen eines Falles des sogenannten „Romance-Scamming“. Dieser suchte über Facebook Kontakt zu einer Dame aus dem Raum Schweinfurt und erbeutete letztlich 325.000 Euro.

Eine 44-Jährige lernte im Juni über Facebook einen angeblichen amerikanischen Ingenieur kennen, der mittlerweile in Portugal wohnhaft sei. Im Rahmen mehrerer Chat-Gespräche täuschte dieser vor, dass sein Sohn bei seinen Ex-Schwiegereltern in England wohnhaft und schwer erkrankt sei. Zudem wurde ein Treffen in Deutschland vereinbart. Das Treffen wurde jedoch kurzfristig abgesagt, da der nicht krankenversicherte Sohn nun in England im Krankenhaus liegen würde und die Kosten nun vorverauslagt werden müssten. Um zu helfen überwies die Dame an das englische Krankenhaus 26.800 Pfund. Unter Vorspiegelung weiterer Hilfesituationen konnte der Unbekannte die 44-Jährige zu zwölf weiteren Überweisungen überreden. Insgesamt kam es zur Überweisung von 325.000 Euro.

Erst als die Geschädigte sich einer Angehörigen anvertraute, stoppten die Überweisungen und es kam zur Anzeigenerstattung bei der Polizei.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiterhin eindringlich vor Internetbekanntschaften, bei denen schnell finanzielle Notlagen zur Sprache kommen. Die Täter verstehen es taktisch in der Regel sehr gut, ihre Opfer dazu zu bringen, ihnen das Geld aus Mitleid zu überweisen. In jedem Fall sollte man spätestens dann stutzig werden, wenn Geld an einen eigentlich Unbekannten ins Ausland überwiesen werden soll. Tatsache ist, dass sich auf Dating-Portalen eben leider nicht nur Menschen mit guten Absichten herumtreiben.

 

 

Start der Weihnachtsmärkte – Polizei warnt vor Trickdieben auf dem Weihnachtsmarkt

Viele freuen sich, wenn jetzt in der kalten Jahreszeit wieder die zahlreichen Weihnachtsmärkte in Unterfranken eröffnen und es dort bei Glühwein und gebrannten Mandeln stimmungsvoll zugeht. Doch da, wo dichtes Gedränge herrscht, haben es auch Taschendiebe besonders leicht. Die unterfränkische Polizei hat deshalb für die Besucher der Christkindelmärkte ein paar Tipps parat, wie man sich vor Dieben schützen kann.

 

Weihnacht

Im dichten Gedränge zwischen den Verkaufsbuden ist es für Langfinger oftmals ein Leichtes, den mit Taschen und Tüten bepackten Besuchern sprichwörtlich das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Täter nutzen diese Enge aus und suchen gezielt die Nähe zu ihren Opfern. Oft lenken sie mit Fragen: „Können Sie mir sagen wie spät es ist?“ oder „Wie komme ich am schnellsten zum Bahnhof?“ von ihrem eigentlichen Vorhaben ab und greifen im günstigen Moment dann in Handtaschen oder stehlen Geldbeutel und Mobiltelefone aus Hosen- oder Jackentaschen. Geldbörse und Handy sollten daher nie in der Gesäßtasche der Hose aufbewahrt werden, dort können Langfinger sie ganz leicht und unbemerkt herausziehen.

 

Damit es bei einem fröhlichen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt bleibt und die Diebe bei Ihnen keine Chance haben, hat das Polizeipräsidium Unterfranken folgende Tipps für Sie:

  • Achten Sie stets darauf, dass Handtaschen fest geschlossen sind und klemmen Sie die Tasche am besten noch unter ihrem Arm ein
  • Bewahren Sie Geldbörsen, Mobiltelefone, Papiere und andere Wertgegenstände immer möglichst körpernah, wie beispielsweise in Jackeninnentaschen auf
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie unbedingt notwendig
  • Lassen sie Taschen, Rucksäcke oder Jacken nie unbeaufsichtigt
  • Seien Sie misstrauisch, wenn jemand Sie in anrempelt oder versucht, sie abzulenken und achten sie dann besonders auf Ihre Wertsachen
  • Bedenken Sie auch, dass man durch das Benutzen von Smartphones oft unaufmerksam ist und beim Tippen, Telefonieren oder Surfen im Internet dann leicht Opfer der Diebe werden kann

 

Falls Sie doch Opfer eines Diebstahls geworden sind, hat das Polizeipräsidium Unterfranken folgende Ratschläge für Sie:

  • Machen Sie sofort auch andere Personen um sich herum auf den Diebstahl aufmerksam und verständigen Sie rasch die Polizei
  • Wenn möglich, prägen Sie sich den Täter gut ein, eine detaillierte Personenbeschreibung ist für eine Fahndung der Polizei später sehr wichtig
  • Gestohlene EC- und Kreditkarten sowie Handys sofort unter der bundesweiten Sperrnotrufnummer „116 116“ sperren lassen!

 

Die Unterfränkische Polizei wird auch in diesem Winter gezielt daran arbeiten, den Langfingern das Handwerk zu legen. Mit zivilen Streifen und starker Präsenz von uniformierten Beamten sind wir in ganz Unterfranken auf den Weihnachtsmärkten im Einsatz. Wenn die Besucher der Märkte selbst auch aufmerksam sind und auf ihre Wertsachen sowie mögliche Diebe achten, haben die Täter weniger Chancen.

 

Die Unterfränkische Polizei wünscht Ihnen viel Vergnügen auf den Weihnachtsmärkten sowie eine besinnliche und möglichst stressfreie Adventszeit.

 

Küchenbrand in Einfamilienhaus – Schadenshöhe und Brandursache unbekannt

ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. Zu einem Küchenbrand ist es am Mittwochabend im Taunusring gekommen, die Schadenshöhe und Brandursache ist momentan noch unbekannt. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur Ursache des Brandes, führt die Kriminalpolizei Aschaffenburg.

 

Gegen 20:00 Uhr brach in der Küche eines Einfamilienhauses aus bislang ungeklärter Ursache ein Brand aus. Nachdem die Bewohner auf den Brand aufmerksam geworden waren alarmierten sie die Feuerwehr und verließen unverletzt das Haus. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und begann unverzüglich mit der Brandbekämpfung. Obwohl das Feuer schnell gelöscht werden konnte ist das Haus aufgrund der Verrußung vorläufig unbewohnbar. Von der Alzenauer Polizei befanden sich zwei Streifen vor Ort.

Die Ursache des Brandes ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, welche die Kripo Aschaffenburg führt.

PP Unterfranken