Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 25.08.2016

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Schwerer Unfall nach waghalsigem Überholmanöver

KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART. Im täglichen dichten Berufsverkehr ging es einem 26-jährigen Fahrer eines Kleintransporters am Mittwochnachmittag auf der B27 wohl zu langsam. Ein schwerer Unfall nach einem waghalsigen Überholmanöver war die Folge.

 

Gegen 16:30 Uhr setzte er auf der neu ausgebauten Strecke südlich von Karlstadt zum Überholvorgang einer Fahrzeugkolonne an, die von einem 40-Tonner Sattelzuggespann angeführt wurde. Dabei schätzte er Entfernung und Geschwindigkeit eines entgegenkommenden Lkw wohl falsch ein. Der 47-jährige Fahrer des Silozuges musste eine Vollbremsung einleiten, um einen Zusammenstoß mit dem Überholer zu vermeiden. Eine 28-jährige Fahrerin eines Pkw Golf erkannte die Gefahrensituation zu spät und fuhr auf den Anhänger des bremsenden Lkws auf.

Der Unfallverursacher setzte seinen Überholvorgang fort, ohne sich um die Unfallfolgen zu kümmern. Ein aufmerksamer Zeuge folgte ihm jedoch und stellte diesen an einer Rotlichtanlage in Karlstadt noch zur Rede. Der junge Mann fuhr jedoch trotz des Wissens um den Verkehrsunfall anschließend in Richtung Wernfeld weiter. Erst zwei Stunden später meldete er sich telefonisch bei der Polizeiinspektion Karlstadt. Bei dem Verkehrsunfall wurden zwei Fahrzeuge beschädigt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 17.500 Euro. Die Fahrerin des Pkw Golf wurde leicht verletzt.

Den Fahrer des Kleintransporters erwartet jetzt u.a. ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Der Führerschein wurde zur Vorbereitung des gerichtlichen Entzugs sichergestellt.

Vorsicht Enkeltrick! Betrüger aktuell im Raum Aschaffenburg aktiv

RAUM ASCHAFFENBURG. Nachdem erst am Dienstag im Raum Würzburg mehrere Anrufe eingegangen waren, sind aktuell im Raum Aschaffenburg sogenannte Enkeltrickbetrüger aktiv. Unter Vorspiegelung eines Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnisses versuchen die Anrufer, Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes zu bringen. Seit etwa einer Stunde wurden der Polizei mindestens sechs Versuche gemeldet.

Die Mitteilungen über derartige Anrufe sind im Laufe des Donnerstagnachmittags aus Aschaffenburg und Mömbris bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen und dauern derzeit (15:00 Uhr) an. Die Anrufer gaben sich als Angehörige oder Bekannte der Seniorinnen und Senioren aus und forderten zum Teil hohe Geldbeträge für angeblich bevorstehende Immobilienkäufe bzw. wichtiger Gerichtstermine. Glücklicherweise ist bislang kein aktueller Fall bekannt, bei dem es zu einer Geldübergabe kam.

Aktuell ist mit weiteren Anrufen in der Region zu rechnen! Aus diesem Grund rät das Polizeipräsidium Unterfranken:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

 

Exhibitionist am Wegesrand – Polizei ermittelt 39-jährigen Tatverdächtigen

WARTHMANNSROTH OT DITTLOFSRODA, LKR. BAD KISSINGEN. Auf einer kleinen Ortsverbindungsstraße bei Warthmannsroth hat ein Exhibitionist eine mit ihrem Fahrzeug vorbeifahrende Frau innerhalb weniger Wochen zweimal belästigt. Die Kripo Schweinfurt hat die Sachbearbeitung in diesem Fall und mit Hilfe der Geschädigten auch einen Tatverdächtigen ermittelt.

 

Die Geschädigte war am 5. August zur Mittagszeit mit ihrem Fahrzeug von Warthmannsroth in Richtung Dittlofsroda unterwegs. Auf der dortigen Ortsverbindungsstraße war am Fahrbahnrand ein Pkw geparkt. Genau in dem Moment, als die Geschädigte auf gleicher Höhe mit dem Fahrzeug war, trat hinter dem geparkten Wagen ein Mann hervor und zeigt der vorbei fahrenden Frau sein erigiertes Glied und suchte Blickkontakt zu ihr. Bereits vor einigen Wochen hatte sich ein identischer Vorfall mit demselben Täter ereignet, hierbei war zusätzlich noch die kleine Tochter der 36-Jährigen im Fahrzeug und konnte den Mann ebenfalls beobachten.

Der Täter ist der Fahrzeugführerin flüchtig bekannt, deshalb konnte die Schweinfurter Kripo rasch einen Tatverdächtigen ausmachen. Den 39-Jährigen erwartet unter anderem nun ein Strafverfahren wegen Exhibitionistischer Handlungen.

Autofahrer verhindern Brückensprung eines 32-Jährigen

EBERN, LKR. HAßBERGE. Zwei Autofahrer haben am Dienstagnachmittag durch ihr couragiertes Verhalten verhindert, dass ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Haßfurt von einer Brücke springt. Die Lebensretter übergaben den offenbar Lebensmüden an eine Streife der Polizei Ebern.

Eine Angehörige hatte am Dienstagnachmittag gegen 16:30 Uhr der Polizei Ebern mitgeteilt, dass ein Familienmitglied seinen Suizid angekündigt hatte. Die Fahndung der Polizei verlief anfänglich ergebnislos, bis gegen 17:50 Uhr mehrere Mitteilungen von Autofahrern bei der Polizei eingingen. Die Anrufer schilderten, dass ein Mann bereits hinter dem Brückengeländer einer Brücke über die Bahnstrecke Ebern – Rentweinsdorf in der Gleusdorfer Straße steht. Noch bevor die erste Streife eintraf, schritten ein 29-Jähriger aus dem Landkreis Haßberge und ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Bamberg zusammen mit ihren Begleiterinnen couragiert ein und zogen den 32-Jährigen über das Brückengeländer zurück auf die Brücke. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits das Geländer losgelassen.

Die kurze Zeit später eintreffende Streife der Polizei Ebern brachte den psychisch belasteten Mann in einem Bezirkskrankenhaus unter. Bei dem Einsatz blieben sowohl die Helfer, wie auch der 32-Jährige unverletzt.

62-Jähriger neben Brücke aufgefunden – Leichnam obduziert

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 25.08.2016

KARLSTEIN A.MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Nach dem Auffinden eines zunächst unbekannten Toten am Sonntagmorgen am Main bei Dettingen wurde der Leichnam auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch obduziert.

Dem Obduktionsergebnis zur Folge verstarb der Mann aus Frankfurt infolge schwerer innerer Verletzungen. Diese dürften nach Erkenntnissen der Ermittler der Kripo Aschaffenburg auf einen Sturz von der dem Auffindeort nahegelegenen Kiliansbrücke herrühren.

Hinweise auf eine Straftat, die im Zusammenhang mit dem Tod des 62-Jährigen stehen könnte, liegen weiterhin nicht vor. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hat den Leichnam zur Bestattung freigegeben.

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Rascher Fahndungserfolg – mutmaßliches Einbrecherduo festgenommen – Untersuchungshaft angeordnet

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 25.08.2016

RAUM OBERNBURG. Ein mutmaßlich hochkarätiges Einbrecherduo ist der Obernburger Polizei bereits in der Nacht zum Samstag ins Netz gegangen. Die beiden waren zuvor in ein Geschäftsgebäude in Elsenfeld eingestiegen und hatten einige hundert Euro aus einem Tresor gestohlen. Beide sitzen seit Sonntag in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatten sich der 36-Jährige und seine zwei Jahre ältere mutmaßliche Komplizin in der Nacht zum Samstag, gegen 02.20 Uhr, gewaltsam über eine Seitentüre Zutritt zu dem Geschäft Am Stachus verschafft. Sie öffneten brachial einen Tresor und erbeuteten einige hundert Euro Bargeld. Bei ihrer anschließenden Flucht fielen zwei Zeugen der Wagen und die beiden komplett dunkel bekleideten Personen auf und sie alarmierten vollkommen richtigerweise über Notruf die Polizei.

Unverzüglich wurde unter Einsatzleitung der Obernburger Polizei eine Großfahndung nach dem Pkw eingeleitet. Schließlich konnte eine Streife den VW gegen 02.30 Uhr zunächst auf der B469 bei Stockstadt a.Main sichten. Letztlich erfolgte dann mit Unterstützung der Kollegen aus Hessen die Anhaltung des Wagens auf der B448 bei Offenbach. Im Zuge der Überprüfung der beiden und unter anderem ihres Wagens konnten diverse Beweismittel, wie z.B. Bargeld und Geldsortierfächer, sichergestellt werden. Außerdem wies sich der Mann mit einem totalgefälschten slowenischen Pass aus.

Das Duo musste die Beamten zur Dienststelle begleiten. Dort verbrachten sie nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und ersten Ermittlungen durch die Kripo die Nacht in einer Haftzelle. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurden die beiden dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an.

Ermittler der Obernburger Polizei und der Kripo Aschaffenburg überprüfen jetzt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft inwiefern das bereits einschlägig polizeibekannte Duo auch für weitere Taten in Frage kommen könnte.

Polizei warnt vor zweifelhaften Haustürgeschäften

KITZINGEN UND LANDKREIS KITZINGEN. In den vergangenen Tagen gingen vermehrt Hinweise auf angebotene Dienstleistungen in Form von Reinigungsarbeiten mit Hochdruckreinigern ein, die anschließend mit weit überzogenen Forderungen abgerechnet wurden. Die Polizei mahnt zur Vorsicht!

In den der Polizei bekannt gewordenen Fällen sprachen zwei Männer vorwiegend ältere Hausbesitzer an um Stellplätze, Terrassen oder gepflasterte Gartenwege vom Schmutz zu befreien. Diese Arbeiten werden zwar dann auch ordnungsgemäß durchgeführt, jedoch werden die Tätigkeiten anschließend durch weit überhöhte Geldforderungen ohne jegliche Rechnungen bzw. Quittungen abgerechnet.

Bisher sind der Polizei zwei konkrete Fälle bekannt, bei denen den Hauseigentümern ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden war. In einem Fall wurde Anzeige wegen Wuchers erstattet. Die Polizei warnt die Hauseigentümer und bittet um erhöhte Aufmerksamkeit beim Angebot dieser zweifelhaften Dienstleistungen.

Hinweise zur Täterermittlung bei den ungeklärten Fällen erbittet die Polizeiinspektion Kitzingen unter Tel. 09321/141-0.

 

 

Autobahnfahnder stellen knapp 70 Gramm Marihuana sicher

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Im Zuge einer Schleierfahndungskontrolle eines VW auf der A3 haben Fahnder der Aschaffenburger Autobahnpolizei am Montagabend rund 70 Gramm Marihuana sichergestellt. Gegen die Besitzerin wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Gegen 21.00 Uhr war der VW der 23-Jährigen auf der A3 bei Hösbach ins Visier der Beamten geraten. Im Zuge der Überprüfung der Frau konnten sie nicht nur Hinweise auf den Konsum von Drogen feststellen, sondern auch 70 Gramm Marihuana im Kofferraum versteckt sicherstellen.

Die junge Frau musste die Ordnungshüter auf die Dienststelle begleiten und sich eine Blutprobe gefallen lassen. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Aschaffenburg. Nach Beendigung der erforderlichen Maßnahmen kam die aus dem Landkreis Würzburg Stammende wieder auf freien Fuß.

PP Unterfranken