Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 28.12.2016

Pkw überschlägt sich – 77-Jährige schwer verletzt

LKR. MAIN-SPESSART. Eine 77-Jährige ist am Mittwochnachmittag auf der Staatsstraße zwischen Straßlücke und dem Torhaus Aurora mit ihrem Pkw von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen überschlug sich und kam mehrere Meter neben der Straße zum Liegen. Schwerverletzt kam die Seniorin in eine Klinik.

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Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang befuhr die 77-Jährige aus dem Raum Darmstadt mit ihrem Audi die Staatsstraße 2312 zwischen Straßlücke und dem Torhaus Aurora. Aus bislang unklarer Ursache kam sie wohl alleinbeteiligt in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Audi überschlug sich mehrfach und kam etwa 10 Meter weiter im Straßengraben zum Liegen.

Andere Autofahrer hielten sofort an und kümmerten sich um die Verunglückte bis eine Streife der Marktheidenfelder Polizei, der Rettungsdienst und die örtlichen Freiwilligen Feuerwehr eintrafen. Schwer verletzt wurde die Rentnerin in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Pkw ist vermutlich ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Aufräum- und Bergungsarbeiten, für die auch ein Kran anrücken musste, war die Staatsstraße komplett gesperrt.

Pizzaboten die Geldbörse geraubt – Kripo sucht Zeugen

ESTENFELD, LKR. WÜRZBURG. Zwei Unbekannte haben am Dienstagabend einen Pizzaboten offenbar gezielt zu einem Kinderspielplatz geschickt, um ihm dort seine Geldbörse wegzunehmen. Bei der Tat wurde der junge Mann leicht verletzt. Die Kripo Würzburg ermittelt und bittet um Hinweise.

Nach ersten Erkenntnissen bestellten die Unbekannten am Abend zunächst eine Pizza bei einem Lieferservice aus der Region. Als der Pizzabote an der Lieferadresse, dem Kinderspielplatz in der Wilhelm-Hoegner-Straße, gegen 21.50 Uhr eintraf, wurde er unvermittelt von zwei Männern tätlich angegangen. Diese griffen die Bedienungsgeldbörse mit etwas Bargeld und türmten zu Fuß in Richtung Lengfeld.

Der Lieferant blieb leicht verletzt und wurde vom Rettungsdienst vor Ort versorgt. Eine Fahndung der Polizei nach den beiden etwa 20 Jahre alten, circa 180 Zentimeter großen und dunkel gekleideten Tätern, die fränkisch gesprochen haben sollen, verlief ergebnislos.

Die Kripo Würzburg hat noch am Abend die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise von Zeugen unter Tel. 0931/457-1732.

Tipps der Unterfränkischen Polizei zum Jahreswechsel – Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern

UNTERFRANKEN. Auch in diesem Jahr werden viele Unterfranken das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßen und die „bösen“ Geister vertreiben. Damit die ebenfalls stattfindenden Partys und der Start in das neue Jahr friedlich und ohne Unfälle von statten gehen, wendet sich die Unterfränkische Polizei mit den folgenden Informationen an die Bevölkerung.

 

In diesem Jahr wird die Unterfränkische Polizei ihre Präsenz langeangepasst erhöhen und, wie bereits in den letzten Jahren auch, mit verstärkten Kräften im Einsatz sein. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass es in den Silvesternächten zu 300 bis 400 Notrufen kommt, die polizeiliche Einsätze zur Folge haben. Zum Jahreswechsel 2015 auf 2016 hatte die Polizei in Unterfranken 349 Einsätze zu bewältigen. Ein Schwerpunkt bildeten Ruhestörungen und Sachbeschädigungen, aber auch Körperverletzungen und Brände. Hintergrund war nicht selten die unsachgemäße Handhabung von Feuerwerkskörpern und übermäßiger Alkoholkonsum von Erwachsenen und auch Jugendlichen.

Gerade der übermäßige Genuss von Alkohol kann oft zum Problem werden. An mancher Stelle kommt es durch die enthemmende Wirkung zu Gewaltstraftaten wie Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen. Andere geraten durch den Alkohol in eine hilflose Lage und benötigen folglich medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst. Insbesondere Jugendliche sind in den Silvesternächten der vergangenen Jahre häufig stark alkoholisiert aufgefallen und mussten teilweise wegen einer Alkoholvergiftung in Kliniken betreut werden. Hier appelliert die Polizei an alle Eltern, den Alkoholkonsum ihrer Sprösslinge möglichst im Blick zu haben.

Immer wieder kommt es an Silvester zu schweren Unfällen, wie zum Beispiel Verbrennungen und Verletzungen, weil Feuerwerkskörper nicht nach Gebrauchsanleitung verwendet beziehungsweise illegale oder selbstgebaute Silvesterböller abgebrannt werden. In diesem Zusammenhang weist das Polizeipräsidium noch einmal darauf hin, nur pyrotechnische Gegenstände zu verwenden, die auf ordnungsgemäße Funktionalität geprüft wurden. Sie müssen mit einem CE-Kennzeichen und Zulassungszeichen versehen sein. Nicht zugelassene Feuerwerkskörper aus Osteuropa können mitunter sehr gefährlich sein.

Geprüftes Feuerwerk ist gekennzeichnet mit eine Registrierungsnummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle. Auf dem Etikett ist auch die Einstufung in eine der beiden Kategorien erkennbar. Kategorie I steht für Kleinstfeuerwerk wie Boden- und Tischfeuerwerk sowie Wunderkerzen und darf auch an Personen unter 18 Jahren abgegeben werden. Die Kategorie II steht für Kleinfeuerwerk und umfasst die gängigen Raketen, Feuertöpfe, Knaller, Fontänen usw. Dieses Feuerwerk darf erst ab 18 Jahren erworben werden. Der Verkauf von Feuerwerk startet in diesem Jahr am 29.12.2016. Die Feuerwerksartikel dürfen jedoch nur am 31.12.2016 und 01.01.2017 im Normalfall ganztägig abgebrannt werden.

Zu beachten sind außerdem entsprechende Regelungen, die von Städten und Gemeinden verhängt werden können, z. B. ein Abbrennverbot von Pyrotechnik an bestimmten Plätzen. Das Zünden von Feuerwerk oder sonstigen pyrotechnischen Gegenständen in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen ist aus Gründen der Rücksichtnahme grundsätzlich untersagt.

Wer pyrotechnische Gegenstände zünden möchte, sollte auf Alkohol verzichten, um Unfälle zu vermeiden. Feuerwerk der Kategorie II gehört auf keinen Fall in Kinderhände, und selbst bei Kleinstfeuerwerk der Kategorie I sollte immer ein Erwachsener vor Ort sein.

Auch wer an Neujahr mit Schreckschusswaffen schießen möchte, braucht eine Schießerlaubnis nach dem Waffengesetz. Wer pyrotechnische Gegenstände mit derartigen Waffen ohne Erlaubnis verschießt, begeht somit einen Verstoß nach dem Waffengesetz. Das Führen einer solchen Waffe ohne Waffenschein steht ebenfalls unter Strafe.

Eine letzte, aber nicht weniger wichtige Bitte der Polizei: Lassen Sie nach dem Konsum von Alkohol das Auto stehen. Planen Sie im Vorfeld ein, wie sie sicher auch ohne Auto nach Hause kommen oder nehmen Sie sich ein Taxi. Damit die erste Nacht des Jahres auch unfallfrei endet.

 

Die Unterfränkische Polizei wünscht einen guten Beschluss, eine fröhliche Silvesternacht und einen guten Start in das neue Jahr.

 

Autofahrer auf A 3 augenscheinlich unter Drogeneinfluss – Autobahnpolizei beschlagnahmt Führerschein

RANDERSACKER, LKR. WÜRZBURG. Am Dienstagabend haben Beamte der Autobahnpolizei bei einer Kontrolle auf der A 3 den Führerschein eines Autofahrers beschlagnahmt. Der Mann stand augenscheinlich unter Drogeneinfluss.

 

Gegen 20:00 Uhr fiel den Polizisten ein Kleinwagen auf, der des Öfteren die Fahrstreifenbegrenzungen überfuhr. Sie stoppten das Fahrzeug. Bei dem 31-jährigen Fahrer bemerkten sie dann drogentypische Auffälligkeiten. Ein Test wies auf den Konsum von Kokain und Opiaten hin. Außerdem fanden sie im Fahrzeug mehrere Medikamente und einige Gramm Heroin und stellten beides sicher. Eine Blutentnahme folgte.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr infolge anderer berauschender Mittel eingeleitet.

29-Jähriger fährt mit Pkw vorsätzlich auf Kontrahenten zu – Ermittlungen wegen versuchtem Tötungsdelikt

VEITSHÖCHHEIM, LKR. WÜRZBURG. Am Dienstagabend hat ein 29-Jähriger mit seinem Pkw einen 32-Jährigen vor dessen Wohnhaus angefahren. Dieser wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Der namentlich bekannte Fahrer ist seitdem flüchtig. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Würzburg geführt.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen lockte ein 29-Jähriger den drei Jahre älteren Freund seiner Ex-Lebensgefährtin unter einem Vorwand vor sein Wohnhaus in der Friedenstraße. Als der Mann die Straße betreten hat, fuhr der 29-Jährige unvermittelt mit Vollgas und ohne Licht auf diesen zu. Der 32-Jährige konnte sich noch mit einem Sprung zur Seite retten, wurde jedoch trotzdem von der rechten Fahrzeugseite touchiert.

Der Geschädigte wurde glücklicherweise nur leicht verletzt und konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Der 29-jährige Fahrer des Pkws ist namentlich bekannt und derzeit flüchtig. Er war bei der Tatausführung mit einem roten Daimler-Chrysler, Voyager mit Würzburger Zulassung unterwegs.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Würzburg werden die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes geführt.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Autofahrer auf A 3 mit verbotenen Feuerwerkskörpern unterwegs – Raketen und Kracher aus dem Ausland bestellt

KLEINLANGHEIM, LKR. KITZINGEN. Am Dienstagnachmittag haben Autobahnfahnder bei einer Kontrolle auf der A 3 mehrere Dutzend Feuerwerkskörper sichergestellt, die in Deutschland nicht zugelassen oder ohne Erlaubnis im Besitz eines Fahrzeuginsassen waren.

 

Gegen 14:45 Uhr überprüften die Beamten ein Pkw-Gespann. Im Anhänger hatte ein 37-jähriger Mitfahrer mehrere Kartons mit Raketen, Böller und Kracher für ein Silvesterfeuerwerk verstaut. Auf einige der pyrotechnischen Gegenstände, die über das Internet bei einer Firma aus einem östlichen Nachbarland bestellt worden waren, fehlten alle sprengstoffrechtlichen Kennzeichnungen. Für 50 Knallpatronen und einige Raketen, die zwar zugelassen waren, hatte der Mann aus Sachsen aber weder eine Erlaubnis zum Erwerb noch für den Besitz der Gegenstände.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen nach dem Waffengesetz und dem Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Tätliche Auseinandersetzung in Asylbewerberunterkunft – 38-Jähriger in Polizeigewahrsam

SCHWEINFURT. Ein alkoholisierter 38-Jähriger verbrachte die Nacht in Polizeigewahrsam, nachdem er zunächst an einer tätlichen Auseinandersetzung in einer Asylbewerberunterkunft beteiligt gewesen sein soll und im Anschluss einen Sicherheitsdienstmitarbeiter bedrohte.

Gegen 23.45 Uhr war es in der Asylbewerberunterkunft im Kasernenweg zu einem Streit zwischen insgesamt fünf Bewohnern gekommen. Ein 20-Jähriger erlitt leichte Verletzungen, nachdem er von einem zwei Jahre älteren und einem 38-Jährigen geschlagen worden war. Beamte der Schweinfurter Polizei trennten die Streithähne und nahmen den 38-Jährigen in Sicherheitsgewahrsam, nachdem er u.a. auch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verbal bedroht hatte.

Gegen den mit rund 1,1 Promille alkoholisierten 38-Jährigen wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

PP Unterfranken