Polizei-Berichtefür MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 19.12.2016

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Positive Bilanz bei nächtlicher Großkontrolle – Polizei stellt Betäubungsmittel bei Discogängern sicher

WÜRZBURG. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fand in Würzburg eine Kontrollaktion mit Schwerpunkt Betäubungsmittel statt. Die Beamten der Würzburger Polizei stellten bei zahlreichen Kontrollen Ecstasy, Amphetamine und Marihuana in geringen Mengen bei jungen Männern sicher und führen nun Ermittlungen wegen Drogenbesitz.

 

Am Wochenende standen gezielte Überprüfungen von Fahrzeugführern und Personen hinsichtlich ihrer Verkehrstüchtigkeit und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Visier der Würzburger Polizei. Im Rahmen von Kontrollen im Stadtgebiet und insbesondere im Bereich einiger Discotheken und Lokale wurden die eingesetzten Beamten auch mehrfach fündig, was die Notwendigkeit solcher Einsätze unterstreicht.

Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt waren gemeinsam mit Kräften der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried und den Operativen Ergänzungsdiensten von Samstag, 23.00 Uhr, bis Sonntag, 05.00 Uhr im Einsatz. Erwähnenswert sind insbesondere elf Kontrollen, bei denen jeweils Drogen sichergestellt wurden. Bei den Männern im Altern von 19 bis 27 stellten die Polizisten jeweils geringe Mengen an unterschiedlichen Betäubungsmitteln sicher. Meist trugen die Beschuldigten Ecstasy Tabletten und Amphetamine bei sich. Neben diesen Drogen fanden die Einsatzkräfte auch Marihuana in den Taschen der jungen Leute.

Die Beschuldigten wurden allesamt nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie erwartet nun jeweils ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Nach Anruf eines falschen Polizeibeamten – Mutmaßlicher Trickbetrüger festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 19.12.2016

ASCHAFFENBURG. Bereits am Montag, den 12. Dezember 2016, hat sich ein unbekannter Anrufer bei einer Seniorin gemeldet und sich als Polizeibeamter ausgegeben. In der Folge wurde die Abholung von Wertgegenständen vereinbart. In diesem Zusammenhang wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Der 27-Jährige kommt offenbar noch für einen weiteren gleichgelagerten Fall in Betracht.

Am Montag der vergangenen Woche meldete sich ein Zeuge bei der Polizei. Er teilte mit, dass sich ein Anrufer bei seiner Tante als Polizeibeamter ausgegeben hatte. In dem Telefonat sei auch vereinbart worden, dass ein Abholer zur Wohnanschrift der 74-Jährigen kommen würde, um Wertgegenstände in Empfang zu nehmen. Dank der sofortigen Verständigung durch den Neffen konnte die Aschaffenburger Polizei die notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten. Um 21.15 Uhr klickten bei dem 27-jährigen Tatverdächtigen schließlich die Handschellen. Der Mann aus dem Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz wurde bei der geplanten Übergabe der Wertgegenstände festgenommen und zur Dienststelle gebracht.

Die weiteren Ermittlungen übernahm in der Folge die Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Tatverdächtigen stellten die Beamten unter anderem Schmuckstücke sicher, die offensichtlich aus einem gleichgelagerten Fall in Aschaffenburg stammen. Am 08. Dezember hatten Trickbetrüger mit ähnlicher Masche von einer Rentnerin im Stadtteil Damm Schmuck und Münzen im Wert von einigen zehntausend Euro erbeutet (wir berichteten).

In seiner Vernehmung räumte der 27-Jährige die Beteiligung an beiden Taten ein. Er wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am vergangenen Dienstag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und vollendeten gewerbsmäßigen Bandendiebstahls. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Ermittlungen hinsichtlich weiterer Tatbeteiligter und Hintermänner werden von der Kripo Aschaffenburg und der Staatsanwaltschaft geführt und dauern noch an.

Einbruch in Supermarkt – Täter erbeutet Bargeld aus Tresor

KLEINOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Sonntagabend ist ein Unbekannter gewaltsam in einen Supermarkt eingedrungen. Der Täter entwendete Bargeld aus einem Tresor und entkam mit seiner Beute unerkannt. Die Ermittlungen hat inzwischen die Kripo Aschaffenburg übernommen, die auch Zeugenhinweise entgegennimmt.

Nach vorliegenden Erkenntnissen muss sich der Einbruch in der Industriestraße kurz nach 21.30 Uhr ereignet haben. Der Täter öffnete gewaltsam ein Fenster und stieg anschließend in den Supermarkt ein. Im Inneren gelang es dem Einbrecher, den Tresor zu öffnen und daraus mehrere tausend Euro zu entwenden.

Im Rahmen ihrer Ermittlungen setzt die Kripo Aschaffenburg nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat am Sonntagabend in der Industriestraße etwas Verdächtiges beobachtet, das mit dem Einbruch im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer hat im Bereich des Supermarktes eine verdächtige Person oder ein verdächtiges Fahrzeug beobachtet?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten?

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Ermittlungen im Fall Schloss Gleusdorf – Exhumierung eines Leichnams

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg vom 19.12.2016

UNTERMERZBACH, LKR. HASSBERGE. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall Schloss Gleusdorf ist am vergangenen Freitag eine im Jahr 2013 verstorbene Bewohnerin im Raum Bamberg exhumiert worden. Durch die Obduktion des Leichnams soll nun die Todesursache geklärt werden.

 

Wie bereits berichtet, waren Anfang November erstmals Vorwürfe geäußert worden, wonach es durch eine fehlerhafte, medizinische Versorgung bzw. unterbliebene ärztliche Behandlungen oder die unterbliebene Einweisung von Heimbewohnern ins Krankenhaus zu Todesfällen gekommen sein soll.

Nach weiteren intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Staatsanwaltschaft Bamberg einen Gerichtsbeschluss erwirkt, mit dem die Exhumierung und Obduktion einer Anfang 2013 verstorbenen Heimbewohnerin der Seniorenresidenz angeordnet wurde. Dem Sachstand nach soll die Bewohnerin nach einem Sturzgeschehen mehrere Tage lang über starke Schmerzen geklagt und die Verständigung eines Notarztes verlangt haben. Diese sei jedoch nicht erfolgt. Die Bewohnerin sei auch nicht in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie soll einige Tage später verstorben sein.

Die Ausgrabung des Leichnams im Raum Bamberg wurde zwischenzeitlich im Beisein des zuständigen Staatsanwaltes, der Kripobeamten und eines Rechtsmediziners durchgeführt. Durch eine Obduktion soll nunmehr die Todesursache geklärt werden. Das Ergebnis der Obduktion liegt noch nicht vor.

Es wird um Verständnis gebeten, dass aus ermittlungstaktischen Erwägungen derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden können.

PP Unterfranken