Polizei-Meldungen für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 09.05.2017

Chlorgasaustritt an Aschaffenburger Schule – Schulgebäude geräumt

ASCHAFFENBURG. Starker Chlorgeruch in der Schwimmhalle einer Aschaffenburger Schule führte am Dienstagmittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Das Gebäude und Teile eines angrenzenden Kinderheims wurden geräumt. Zehn Personen erlitten leichte Augenreizungen.

 

Kurz vor 11:30 Uhr erreichte die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain und die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf aus dem Förderschulzentrum im Bessenbacher Weg. Ein Mitarbeiter der Schule hatte in der Schwimmhalle beißenden Chlorgeruch wahrgenommen. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei hatten die Mitarbeiter der Schule bereits mit dem Räumen der Schwimmhalle und der angrenzenden Gebäudeteile begonnen. Die Einsatzleitung veranlasste aus Sicherheitsgründen die weitere Räumung der gesamten Schule sowie auch der nahen Gebäudeteile eines Kinderheims. Insgesamt mussten ca. 230 Personen die Räume verlassen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Aschaffenburg bargen, geschützt von Chemikalienschutzanzügen, einen Eimer mit Chlorgranulat aus einem Nebenraum der Schwimmhalle. Aus diesem war das Gas ausgetreten. Der Eimer wurde sicher verpackt und die betroffenen Räume gelüftet. Die Schüler und Lehrkräfte, die sich zum Zeitpunkt des Gasaustritts in der Schwimmhalle aufgehalten hatten, wurden vom Rettungsdienst untersucht. Sechs Schüler und vier Lehrkräfte erlitten eine leichte Augenreizung, mussten jedoch zunächst nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ein Teil des Gebäudes blieb wegen weiterer Lüftungsmaßnahmen zunächst noch gesperrt, in den verbleibenden Räumlichkeiten wurde der Unterricht fortgesetzt.

Neben mehreren Streifen der Polizei Aschaffenburg, zwei Rettungswagenbesatzungen, einem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst waren 30 Frauen und Männer der Feuerwehr Aschaffenburg im Einsatz. Deren Einsatzleiter lobte ausdrücklich das gute Räumungskonzept der Schule und das vorbildliche Verhalten der Lehrkräfte und Betreuer, die die Schüler umsichtig und ruhig ins Freie gebracht haben. Zur Überprüfung des Unfallherganges und der Chloranlage wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger hinzugezogen.

Über vier Kilogramm Haschisch und 8.000 Euro Drogengeld sichergestellt – sieben Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaften Schweinfurt und Aschaffenburg vom 09.05.2017

STADT UND LKR. SCHWEINFURT, ASCHAFFENBURG. Im Rahmen monatelanger Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt sind nun sieben der Hauptverdächtigen in Haft. Die Rauschgiftfahnder deckten in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt einen weit vernetzen mutmaßlichen Drogenhändlerring auf – insgesamt wurden 32 Strafverfahren eingeleitet.

Bereits seit Mitte 2016 beschäftigte sich die eigens eingerichtete Ermittlungskommission der Kripo Schweinfurt mit der Aufhellung der Täterstruktur von mehreren Männern syrischer Herkunft, die im Verdacht standen mit Cannabis zu handeln. Die Tätergruppierung hatte ihre Vernetzungen über Niederbayern bis ins Badische und nach Berlin.

Im Dezember 2016 beschlagnahmten die Ermittler bei der Festnahme eines 19-Jährigen im Bereich Tauberbischofsheim die ersten 400 Gramm Haschisch. Der Ermittlungsrichter erließ nach Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Heranwachsenden.

Im März dieses Jahres folgten dann weitere Maßnahmen. So konnten in Schweinfurt zwei Tatverdächtige im Alter von 22 und 30 Jahren in ihrer Wohnung festgenommen werden. Nach der Sicherstellung von über 400 Gramm Haschisch und offensichtlichem Drogengeld fanden sich die beiden Männer auch in Untersuchungshaft wieder.

Ebenfalls im März ging den Fahndern dann in einer Schweinfurter Asylbewerberunterkunft ein 21-Jähriger ins Netz, der gemeinsam mit seinem 26-jährigen Hintermann über ein Kilogramm Haschisch veräußern wollte. Auch hier wurde gegen beide Beschuldigte die Untersuchungshaft verfügt.

Im April fand dann eine groß angelegte Durchsuchungsaktion von 13 Objekten im Bereich Schweinfurt, Würzburg und Bad Neustadt, statt, die mit Unterstützung von Polizeikräften der Bereitschaftspolizei durchgeführt wurde. Hierbei wurden einmal über 100 Gramm Haschisch und weitere zahlreiche Kleinmengen Haschisch sowie Marihuana bei verschiedenen Tatverdächtigen aufgefunden. Weiterhin wurden Drogengelder und umfangreiche Unterlagen sowie elektronische Kommunikationsmittel zur weiteren Auswertung und Verfahrensführung sichergestellt. Einige der betroffenen Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen, jedoch nach Durchführung kriminalpolizeilicher Maßnahmen wieder entlassen. Auch sie müssen sich nun ihrer Verantwortung im Strafverfahren stellen.

Den Abschluss fanden die Ermittlungen nun vorerst mit der Festnahme von zwei weiteren Tatverdächtigen, die am 04.05.17 in Aschaffenburg durch die Kripo Aschaffenburg festgenommen werden konnten. Bei den beiden 22 und 33-jährigen Männern konnten über zwei Kilogramm Haschisch sichergestellt werden. Die mutmaßlichen Drogendealer wurden dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg Untersuchungshaft anordnete.

Aufgrund der Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft konnten bislang 32 Strafverfahren gegen Tatbeteiligte am unerlaubten Rauschgifthandel eröffnet werden. Dem Verfahren liegen insgesamt vier Kilogramm Cannabisprodukte zu Grunde und es wurden seither über 8.000 Euro beschlagnahmt.

Mann wollte helfen – Verunfallter klaute sein Auto

KARSBACH, LKR. MAIN-SPESSART. Am Montagabend ereignete sich an der Einmündung MSP 16/ B27 ein Verkehrsunfall. Ein hinzukommender, 38-jähriger Autofahrer bemerkte gegen 19.00 Uhr einen Pkw VW Golf, der vermutlich von der Straße abgekommen und nun etwa 15 Meter unterhalb der Straße stand. Außerdem war ein Kilometrierungsschild umgefahren worden.

Pkw
Foto: Polizei

Der Zeuge eilte zu dem Verunfallten und bot seine Hilfe an. Es entwickelte sich ein Gespräch, in dessen Verlauf dem Helfer auffiel, dass der Unfallverursacher stark nach Alkohol roch. Er verständigte daraufhin die Einsatzzentrale der Polizei. Noch während der Zeuge mit der Polizei telefonierte, lief der Unfallverursacher Richtung Bundesstraße. Er begab sich zu dem mit laufendem Motor und steckendem Schlüssel am Straßenrand abgestellten Pkw Opel Corsa des Ersthelfers, stieg ein und fuhr Richtung Karsbach davon.

Die Fahndungsmaßnahmen nach dem gestohlenen schwarzen Opel Corsa laufen derzeit noch.

Der alkoholisierte Unfallfahrer ist bei der Polizei bekannt und kein unbeschriebenes Blatt. Sie ermittelt nun gegen den aus dem Raum Bad Kissingen stammenden 43jährigen Mann wegen Diebstahl eines Kraftwagens und Verkehrsunfallflucht.

Trickdiebstahl – vermeintlicher Mitarbeiter eines Pflegedienstes bestiehlt 77- Jährigen – knapp 950 Euro Beuteschaden

WÜRZBURG/ZELLERAU. Am Montagnachmittag hat sich ein vermeintlicher Mitarbeiter eines Pflegedienstes durch einen Trick Zutritt zur Wohnung eines 77-jährigen Würzburgers in der Wredestraße verschafft und Bargeld sowie Schmuck im Wert von mehreren hundert Euro entwendet.

Gegen 12:45 Uhr klingelte es an der Wohnungstüre des 77-Jährigen. Vorstellig wurde ein etwa 50-jähriger Mann, der sich als Mitarbeiter eines Pflegedienstes ausgab und eine Visitenkarte vorzeigte. Ehe sich der Geschädigte versah, verschaffte sich der Unbekannte Zutritt zur Wohnung und befragte den 77-Jährigen über den Pflegedienst, der eben bei ihm gewesen sei. Tatsächlich hielt sich wenige Minuten vor dem Erscheinen des Täters ein „echter“ Mitarbeiter eines Pflegedienstes berechtigt in der Wohnung des Würzburgers auf. Der unbekannte Beschuldigte lenkte das weitere Gespräch anschließend gezielt auf etwaige Wertgegenstände in der Wohnung. Letztendlich entwendete der Tatverdächtige Bargeld sowie einen Ring und eine Halskette im Gesamtwert von ca. 950 Euro. Im Anschluss flüchtete der Täter mit seiner Beute in unbekannte Richtung.

Personenbeschreibung des Tatverdächtigen:

Der Gesuchte ist ca. 1,70 bis 1,75m groß und etwa 50 Jahre alt. Der Mann hatte dunkle, kurze bis halblange Haare. Er ist von kräftiger Statur und trug zur Tatzeit gepflegte, dunkle Kleidung.

Zeugenhinweise zu dem beschriebenen Trickdiebstahl nimmt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter Tel. 0931/457-2230 entgegen. Die Polizei warnt diesbezüglich vor dem dreisten Vorgehen der Straftäter und rät bei Zweifeln über die Zugehörigkeit des Vorstelligen zu einem Pflegedienst, die Person nicht in die Wohnung zu lassen und die Polizei zu verständigen.

 

2 Schwerverletzte bei Verkehrsunfall

RIEDENBERG, LKR. BAD KISSINGEN. Ein schwerer Verkehrsunfall mit 3 beteiligten Fahrzeugen ereignete sich am Montagabend auf der Staatsstraße bei Riedenberg.

 

Eine 47-Jährige wollte mit ihrem Polo die Staatsstraße in Richtung Riedenberg überqueren. Zur selben Zeit befuhr ein 37-Jähriger mit einem VW Tiguan die vorfahrtsberechtigte Staatsstraße von Wildflecken kommend. Er bremste noch ab, stieß jedoch mit der linken Front in den rechten Vorderbau des Polo. Beide Pkw wurden nach dem Zusammenstoß auf einen 3er BMW geschleudert, welcher in der Einmündung von der Kreuzbergstraße wartete. Die Unfallverursacherin und der Fahrer des Tiguan wurden schwerverletzt mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Nach ersten Einschätzung sind die Verletzungen nicht lebensbedrohlich. Der Fahrer des BMW blieb unverletzt. Im Polo der 47-Jährigen befand sich noch ein Hund, welcher bei dem Unfall getötet wurde. Alle drei beteiligten Fahrzeuge erlitten Totalschäden in Höhe von zusammen 60.000,- Euro.

Am Rettungseinsatz waren 60 Feuerwehrmänner und -frauen aus Riedenberg und Wildflecken, 4 Rettungswägen und 2 Hubschrauberbesatzungen beteiligt. Dank gilt auch den Ersthelfern vor Ort, die neben den Verständigungen auch die Versorgung der Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte durchführten.

Sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang erbittet die Polizeiinspektion Bad Brückenau unter der Rufnummer 09741/6060.

 

Einbruch in zwei Bekleidungsgeschäfte – Täter unbekannt

WÜRZBURG / INNENSTADT. Zwischen Samstagabend und Montagmorgen wurde in zwei Bekleidungsgeschäfte eingebrochen und dort ein kleinerer Bargeldbetrag entwendet. Vom Täter fehlt bislang jeder Spur. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Nach ersten Erkenntnissen hebelte der Täter in der Zeit von Samstag, 20:20 Uhr bis Montag, 09:20 Uhr eine Kellertür eines Geschäftsgebäudes in der Eichhornstraße auf und gelangte so in den Verkaufsraum zweier Textilgeschäfte. Dort suchte der unbekannte Täter jeweils den Kassenbereich heim und öffnete gewaltsam die Kassen. Er nahm Bargeld im Wert von einigen hundert Euro an sich. An der Kellertür und den Kassen entstand ein Gesamtsachschaden von mehr als 1500 Euro.

Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt und bittet jetzt unter Tel. 0931/457-1732 um sachdienliche Hinweise in dem Fall.

 

Nach Brand vor Chemielabor – Kriminalpolizei sucht Zeugen

BAD KISSINGEN. Nachdem in der Nacht zum Sonntag am Vordach eines Chemielabors ein Brand ausgebrochen war, sucht die Kriminalpolizei Schweinfurt nach Zeugen.

 

Das Feuer hatte, wie bereits berichtet, einen Schaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro verursacht. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen muss das Feuer von mehreren Mülltonnen ausgegangen sein, die unter einem Vordach seitlich an dem Gebäude in der Columbiastraße abgestellt waren. Durch das Feuer wurde das Vordach beschädigt, mehrere Fenster zerbrachen und Rauch drang in die Innenräume des Labors ein. Brandstiftung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt prüft derzeit auch Zusammenhänge mit einem weiteren Mülltonnenbrand am Abend des 30.04.2017 am Geschwister-Scholl-Platz hinter der Musikschule.

Zeugen, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag, zwischen Mitternacht und 01:00 Uhr, im Bereich der Columbiastraße verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten, werden gebeten sich unter Tel. 09721/202-1731 bei der Kripo zu melden.

 

PP Unterfranken