Polizei-Meldungen für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 16.05.2017

Fahrradfahrer beraubt – zwei unbekannte Täter flüchtig – Polizei sucht Zeugen

KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART. Nachdem am Samstagnachmittag ein Fahrradfahrer angab, durch zwei unbekannte Männer zu Fall gebracht und beraubt worden zu sein, hat die Kripo Würzburg die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.

Um 15:00 Uhr fuhr der 31-Jährige seinen Angaben zu Folge mit seinem Fahrrad in der Unterführung, die zum Bahnhof führt, als ihm zwei Jugendliche unvermittelt einen unbekannten Gegenstand zwischen die Radspeichen gesteckt haben. Der Radler stürzte und beide Täter schlugen auf ihn ein. Hiernach wurden ihm 25 Euro Bargeld und seine Bankkarte weggenommen, die Täter entfernten sich zu Fuß in Richtung Innenstadt.

Das Opfer erlitt leichte Verletzungen und suchte im Anschluss die Polizeiinspektion Karlstadt zur Anzeigeerstattung auf. Hierbei konnte er die Täter jedoch nicht näher beschreiben.

Die Kripo Würzburg bittet um Hinweise in der Sache und sucht nach Passanten, die dem Radfahrer nach dem Vorfall wieder vom Boden hochgeholfen haben sollen, unter Tel. 0931/457-1732.

Brand in Diskothek – technischer Defekt ursächlich

ASCHAFFENBURG. Am Samstagnachmittag kam es zum Brand in einer Diskothek in der Niedernberger Straße, die Ursache konnte nun durch die polizeilichen Ermittlungen geklärt werden. Der Sachschaden ist erheblich.

Wie bereits berichtet, ereignete sich in der Disko gegen 13:30 Uhr ein Großbrand, der durch die Aschaffenburger Feuerwehr gelöscht werden konnte. Die Brandursache war vorerst unklar und die Kripo Aschaffenburg nahm die Ermittlungen auf. Diese ergaben nun, dass ein technischer Defekt von Leitungskabeln den Brand verursachte. Die Schadenshöhe kann jetzt genauer bestimmt werden, sie beläuft sich auf mindestens 250.000 Euro.

Tatverdächtiger Büroeinbrecher dank guter Ermittlungsarbeit überführt!

ASCHAFFENBURG. Dank akribischer Ermittlungsarbeit konnte vermutlich ein Einbruch aus der Nacht vom 12. auf den 13. Januar aufgeklärt werden. Die Spurenauswertung führte zur Festnahme eines 43-jährigen Tatverdächtigen.

Wie bereits berichtet, suchte ein damals unbekannter Täter zwei Firmen in der Elisenstraße auf. Er verschaffte sich gewaltsam Zutritt und öffnete in den Geschäftsräumen mehrere Schränke. Offensichtlich fand er im ersten Fall nichts für ihn Interessantes.
Deshalb schlug er bei einer im gleichen Geschäftshaus liegenden Agentur die Scheibe einer Glastüre ein und brach im Innern eine Schublade gewaltsam auf. Hier fiel ihm eine Geldbörse mit 450 Euro Bargeld und eine Kreditkarte in die Hände. Der Einbrecher richtete einen Sachschaden von über 1.000 Euro an.

Ein Ermittlungsbeamter der Polizeiinspektion Aschaffenburg nahm am Morgen nach der Tat die Spurensuche vor Ort auf und konnte an einer Schranktüre Fingerabdrücke sichern. Die zentrale Auswertung beim Bayerischen Landeskriminalamt brachte nun einen Fahndungstreffer.

Bei dem Verursacher der Spur handelt es sich um einen erheblich vorbelasteten 43-jährigen Mann aus einem angrenzenden Landkreis. Er leugnet die Taten, wird sich aber in Kürze vor dem zuständigen Gericht dem Vorwurf des mehrfachen Einbruchdiebstahls stellen müssen.

Fassade und Umkleidekabinen des Waldseebades beschmiert

KAHL A. MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Mit Lack aus einer Spraydose beschmierten in der Zeit von Samstagnachmittag bis Sonntagmittag Unbekannte die Fassade und mehrere Umkleidekabinen des Waldseebades. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei Aschaffenburg.

Am Sonntagnachmittag teilte der Campingverwalter der Polizei mit, dass Unbekannte die Fassade und mehrere Umkleidekabinen in der Zeit von Samstag 16:00 Uhr bis Sonntag 13:30 Uhr mit rosa Lackfarbe beschmiert hatten. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 1.000 Euro.

Hinweise nimmt die Polizei Alzenau unter 06023/944-0 entgegen.

Wohnungsbrand am Heuchelhof – Eine Person schwer verletzt

WÜRZBURG. Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus im Würzburger Stadtteil Heuchelhof hat am Dienstagvormittag zu einem Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gesorgt. Eine Frau wurde bei dem Feuer in der Wohnung schwer verletzt.

Mehrere Anwohner und Passanten hatten der Integrierten Leitstelle der Stadt Würzburg und der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eine starke Rauchentwicklung aus einem Haus in der Den Haager Straße gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wohnung im dritten Stock in Flammen. Schwarzer Rauch drang über Fenster und Balkon nach außen. Ein Nachbar hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die ca. 80-jährige Frau aus der brennenden Wohnung in das Treppenhaus gerettet. Feuerwehrleute brachten sie ins Freie. Die Frau wurde bei dem Brand schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Vier Polizeibeamte räumten unterdessen die anderen Wohnungen und forderten alle Bewohner auf, das Haus zu verlassen. Hierbei atmeten die Polizisten Rauchgase ein und mussten später von einem Arzt behandelt werden. Weitere zehn Bewohner des Hauses wurden von Einsatzkräften des Rettungsdienstes betreut und untersucht. Sie konnten nach Einsatzende in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein pflegebedürftiger Mann in einem oberen Stockwerk wurde während des Einsatzes von Rettungsdienstmitarbeitern in seiner Wohnung betreut.

Der Feuerwehr gelang es schnell die Flammen unter Kontrolle zu bringen und das Haus zu belüften. Neben mehreren Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt und benachbarter Dienststellen waren über 50 Einsatzkräfte der Würzburger Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Würzburg, Rottenbauer und Reichenberg im Einsatz. Der Einsatzleiter des Rettungsdienstes konnte auf sieben Rettungswagen und zwei Notärzte des Bayerischen Roten Kreuzes, der Johanniter und der Maltester sowie den eigens für den Transport der Schwerverletzten angeforderten Rettungshubschrauber zurückgreifen.

Beamte der Kriminalpolizei Würzburg haben vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache und zum Schadensumfang aufgenommen. Nach dem derzeitigen Stand beschränkt sich der Schadensort auf die Wohnung in der der Brand offenbar auch ausgebrochen ist. Diese ist unbewohnbar. Der Rest des Hauses kann derzeit aber ohne Einschränkungen genutzt werden. Zur Ursache und zur Schadenssumme können momentan noch keine Aussagen getroffen werden.

Raubversuch in Hotel durch bewaffneten Täter – Nachtportier wehrt sich mit Literatur

ASCHAFFENBURG / INNENSTADT. In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in einem Hotel zu einem Raubversuch auf einen Nachtportier. Der Täter forderte mit einem Messer und Pfefferspray die Herausgabe von Geld. Er sprühte Pfefferspray auf sein Opfer, das sich mit dem Werfen eines Buches erfolgreich zur Wehr setzte – der Täter flüchtete.

Gegen 02:00 Uhr wurde der Nachtportier eines Hotels in der Frohsinnstraße durch einen maskierten Mann aufgesucht, der bewaffnet Geld forderte. Hierbei hielt er dem 57-Jährigen ein Messer mit etwa 30 cm langer feststehender Klinge und ein Pfefferspray vor. Nachdem der Portier über kein Geld verfügte, verlieh der Täter seiner Forderung Nachdruck und sprühte das Spray auf sein Opfer. Der Angestellte warf ein Buch nach dem Angreifer, der hieraufhin ohne Beute zu Fuß das Weite in Richtung Heinsestraße suchte. Der Portier verständigte umgehend die Polizei.

Trotz sofortiger Fahndungsmaßnahmen, bei denen Streifen der Polizeiinspektion Aschaffenburg, der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach sowie den Operativen Ergänzungsdiensten Aschaffenburg beteiligt waren, konnte der Täter nicht mehr angetroffen werden. Der 57-Jährige trug keine bleibenden Verletzungen davon und bedurfte keiner medizinischen Behandlung.

Der Angreifer sprach deutsch mit osteuropäischen Akzent und wurde wie folgt beschrieben:

  • 20 – 25 Jahre alt
  • schlanke Gestalt
  • bekleidet mit schwarzer Jacke (ähnlich Typ Regenjacke) und dunkler Hose

Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um sachdienliche Hinweise in dem Fall unter Tel. 06021/857-1732.

Banner gestohlen und beschädigt – Polizei bittet um Hinweise

HEIMBUCHENTHAL, LKR. ASCHAFFENBURG. Mehrere Banner des Vereins „Freunde des Spessarts“ sind in der Nacht von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag von Unbekannten beschädigt bzw. gestohlen worden. Da ein politischer Hintergrund nicht auszuschließen ist, übernahm die Aschaffenburger Kripo die weiteren Ermittlungen.

Wie der Verein mitteilte, entwendeten unbekannte Täter in der Nacht von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag mehrere Banner, die im Ortsbereich von Heimbuchentahl angebracht waren. Auch die Schaufensterscheibe eines ehemaligen Schuhgeschäftes beschädigten offensichtlich die unbekannten Täter. Dort waren ebenfalls Plakate des Vereins ausgestellt.

Da ein politischer Hintergrund im Zusammenhang mit der Diskussion um den Nationalpark Spessart nicht ausgeschlossen werden kann, übernahm die Kriminalpolizei Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen. Zeugen, die am vergangenen Wochenende verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizei unter Tel. 06021/857-1732 in Verbindung zu setzen.

Explosion bei Firma Schaeffler – Erste Erkenntnisse zur Explosionsursache

ELTMANN, LKR. HAßBERGE. Die gemeinsam geführten Ermittlungen von Gewerbeaufsichtsamt, Berufsgenossenschaft, Staatsanwaltschaft Bamberg, Bayerischem Landeskriminalamt und Kriminalpolizei führten zu ersten Erkenntnissen zur Ursache der Explosion. Die Kripo Schweinfurt betreibt die weiteren Ermittlungen in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft.

Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach, kam es in einem Versuchsaufbau zur Vorreinigung von Industriesalzen zu einem technischen Defekt. Dies führte in der weiteren Folge zu einem chemischen Prozess, der letztendlich die Explosion verursachte.

Wie bereits berichtet, erreichte gegen 10:15 Uhr die Integrierte Leitstelle Schweinfurt die Mitteilung über die Explosion in einer Werkshalle des Unternehmens. Den ersten Erkenntnissen nach kam es an einer Reinigungsanlage für Industriesalze zu einer Explosion und einem anschließenden Brand. Insgesamt wurden zumindest 13 Mitarbeiter in dem Werk verletzt, vier davon schwer. Die Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in verschiedene Kliniken geflogen.

Dem Sachstand nach kam es im Zusammenhang mit dem Betriebsunfall zu keinerlei Austritten von Gefahrstoffen oder Ähnlichem und somit auch zu keiner Gefahr für die umliegende Bevölkerung. Die Mitarbeiter im Werk Eltmann mussten ihre Arbeitsplätze kurzzeitig verlassen, der Großteil der Beschäftigten kann mittlerweile seiner Arbeit wieder nachgehen.

Bei dem Vorfall waren neben der Betriebsfeuerwehr auch die Freiwilligen Wehren von Eltmann, Zeil a. Main, Ebelsbach, Sand a. Main und Kirchaich mit über 120 Einsatzkräften vor Ort, die auch von sechs Angehörigen des Technischen Hilfswerks unterstützt wurden. Weiterhin war der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot vertreten. Die örtlich zuständige Polizeiinspektion Haßfurt wurde bei den Sofortmaßnahmen tatkräftig von Beamten der Polizeiinspektion Schweinfurt, der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck und den Operativen Ergänzungsdiensten Schweinfurt unterstützt.

Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen hinsichtlich der Ursache des Betriebsunfalls und der Schadenshöhe aufgenommen. Auch die Staatsanwaltschaft Bamberg, das Bayerische Landeskriminalamt sind in die Ermittlungen mit eingebunden.

PP Unterfranken