Polizei-Meldungen für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 24.05.2017

Mit Sattelzug beim Zoll vorgefahren – Auflieger mit Loch im Dach – Zwei Asylsuchende reisten auf verplombter Ladefläche mit

SCHWEINFURT. Am Dienstagmorgen fuhr ein Berufskraftfahrer mit seinem Sattelzug beim Zollamt zur Ladungskontrolle vor. Bei der Sichtung der verplombten Ladefläche trafen die Zöllner auf zwei asylsuchende Afghanen, die sich über ein Loch in der Dachplane Zugang verschafft hatten. Die Zollbeamten verständigen die Polizeiinspektion Schweinfurt, die die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Sattelzug

Gegen 08:00 Uhr fuhr der Kraftfahrer mit seinem bulgarischen Sattelzug beim Zollamt in der Londonstraße vor und bat um zollrechtliche Abfertigung seiner Ladung aus dem Ausland. Der Sattelauflieger mit Plane- und Spriegelaufbau war werksseitig einwandfrei verplombt gewesen und wurde von den Zollbeamten nach Brechen der Plombe geöffnet. Auf der Ladefläche stellten die Zöllner zwei junge Männer fest, die auf zahlreichen Kartons saßen und winkten. Die beiden etwa 16 bis 17 Jahre alten Männer ohne Papiere erkundigten sich in welchem Land sie sich denn aktuell befinden würden.

Sattelzug
Fotos: Bundeszollverwaltung

Die Zollbeamten verständigten die Polizeiinspektion Schweinfurt, die dann die beiden Asylsuchenden mit zwei Streifen entgegennahm. Die Jugendlichen gaben an, für ihre gezielte Schleusung nach Deutschland über 20.000 Euro investiert zu haben. Auf die Ladefläche des Aufliegers gelangten sie über ein Loch in der Dachplane, das die Schleuser eigens dafür eingeschnitten hatten.

Die beiden Afghanen waren trotz ihrer Mitfahrt auf der Ladefläche über fünf Tage wohlauf und wurden im Rahmen ihres Asylverfahrens einer Aufnahmeeinrichtung zugeführt. Hinsichtlich des Fahrers ergaben sich keine Hinweise auf eine wissentliche Beteiligung an der Einschleusung, er konnte seine Fahrt fortsetzen.

Die Polizeiinspektion Schweinfurt führt die weiteren Ermittlungen in der Sache wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern sowie der unerlaubten Einreise ins Bundesgebiet.

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Hinterreifen löst sich – Motorradfahrerin tödlich verunglückt

BERGRHEINFELD, LKR. SCHWEINFURT. Auf der A70 bei Bergrheinfeld ist am Mittwochmittag eine 58-jährige Motorradfahrerin ums Leben gekommen. Ersten Erkenntnissen zufolge löste sich während der Fahrt aus noch unklaren Gründen das Hinterrad des Krades, woraufhin die Frau schwer stürzte. Die Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck ermittelt.

Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang war die 58-Jährige, die aus dem Landkreis Haßberge stammt, kurz vor 12.30 Uhr auf der A70 zwischen dem Autobahndreieck Werntal und der Anschlussstelle Werneck unterwegs. Dem Sachstand nach ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeugs löste sich während der Fahrt aus unklaren Gründen der Hinterreifen des Motorrads. Die 58-Jährige geriet ins Schlingern, stürzte schwer und kam im Bereich der Mitteilleitplanke zum Liegen.

Ein im Stau stehender Arzt kümmerte sich sofort um die Verunglückte. Bedauerlicherweise kam jedoch jede Hilfe zu spät. Kurz darauf waren auch Streifen der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck, der Rettungsdienst samt Notarzt und die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren vor Ort. Außerdem verschaffte sich ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Schweinfurt einen Überblick. Das Motorrad wurde sichergestellt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Autobahn in Fahrtrichtung Kassel gesperrt. Die Polizei richtete mit Unterstützung der Autobahnmeisterei eine Umleitung ein.

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O-Ton Pressesprecher Michael Zimmer

Unbekannte Rollerdiebe im Raum Schweinfurt – Wer kann Hinweise geben?

STADT UND LKR. SCHWEINFURT. Zu einer Vielzahl von Rollerdiebstählen kam es seit Anfang April in der Region Schweinfurt. Insgesamt sind der Polizei in dieser Serie bis dato 16 Fälle bekannt. Zwischenzeitlich konnten zwar alle Roller wieder aufgefunden werden, jedoch wiesen diese teilweise erhebliche Beschädigungen auf. Die unbekannten Täter verursachten beim Kurzschließen der Kleinkrafträder Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Nach aktuellem Ermittlungsstand wurden von 01.04.2017 bis 18.05.2017 – alle Taten zusammengerechnet – 16 Roller in und um Schweinfurt gestohlen. Dabei nutzten Unbekannte vorwiegend den Bereich Gartenstadt für ihre Diebestouren. Die Taten ereigneten sich hauptsächlich während der Abend- oder Nachtstunden.

Auffällig bei der Serie ist, dass den Dieben wohl weniger an den Rollern selbst, als an deren Fahreigenschaften gelegen ist. Denn offensichtlich nutzten die Täter die Roller für „Spritztouren“, um diese dann mehr oder weniger weit entfernt stehen oder liegen zu lassen. Zum Starten der Roller wurden diese kurz geschlossen oder das Zündschloss manipuliert. Der Trost des Wiederauffindens der Zweiräder dürfte sich bei den Eigentümern jedoch in Grenzen halten. Denn teilweise entfernten die Täter die Frontabdeckungen der Roller gewaltsam, um an die Verkabelung zu gelangen. Hierdurch verursachten sie erheblichen Sachschaden.

Daher rät die Polizei generell dazu, das eigene Kraftrad nicht nur mit Einrasten der Lenkersperre gegen unbefugten Gebrauch oder Diebstahl zu sichern. Zusätzlich sollte nach der Fahrt auch immer zum Beispiel ein Ketten- oder Bügelschloss angebracht werden. Mit dieser – im Vergleich zum Diebstahl – kostengünstigen Sicherungsmaßnahme, kann Langfingern der Diebstahl des Rollers bereits erheblich erschwert werden.

Die Sachbearbeitung bei der aktuellen Serie von Rollerdiebstählen hat die örtlich zuständige Polizeiinspektion Schweinfurt übernommen. Die diesbezüglichen Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Nun erhoffen sich die Ermittler Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können. Bislang können folgende Rollerdiebstähle der Serie zugeordnet werden:

  • 01.04.2017 bis 10.05.2017 in Schweinfurt, Breite Wiese
  • 01.04.2017 bis 10.05.2017, Tatort unbekannt
  • 01.05.2017, 10:00 Uhr bis 02.05.2017, 10:00 Uhr in Schweinfurt, An der Pfanne
  • 01.05.2017, 20:00 Uhr bis 02.05.2017, 16:00 Uhr in Schweinfurt, Galgenleite
  • 02.05.2017, 16:30 Uhr bis 04.05.2017, 10:30 Uhr in Schweinfurt, Kornmarkt
  • 02.05.2017, 17:30 Uhr bis 03.05.2017, 07:00 Uhr in Schweinfurt, Fritz-Soldmann-Straße
  • 02.05.2017, 21:00 Uhr bis 03.05.2017, 01:30 Uhr in Schweinfurt, Ernst-Reuter-Straße
  • 04.05.2017, 17:10 Uhr bis 05.05.2017, 06:30 Uhr in Schweinfurt, Bodelschwinghstraße
  • 04.05.2017, 19:00 Uhr bis 05.05.2017, 09:30 Uhr in Schweinfurt, Ignaz-Schön-Straße
  • 04.05.2017, 23:00 Uhr bis 05.05.2017, 13:00 Uhr in Schweinfurt, Alter Wartweg
  • 16.05.2017, 19:00 Uhr bis 17.05.2017, 05:30 Uhr in Schweinfurt, Friedrichstraße
  • 16.05.2017, 20:00 Uhr bis 17.05.2017, 06:00 Uhr in Schweinfurt, Alte Stadtgärtnerei
  • 17.05.2017, 00:00 Uhr bis 17.05.2017, 10:15 Uhr in Schweinfurt, Am Herroth
  • 17.05.2017, 22:00 Uhr bis 18.05.2017 in Schweinfurt, Wilhelm-Höpflinger-Straße
  • 20.05.2017, 20:20 Uhr bis 21.05.2017, 18:30 Uhr in Niederwerrn, Keplerstraße
  • 20.05.2017, 15:00 Uhr bis 21.05.2017, 12:00 Uhr in Niederwerrn, Keplerstraße

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Schweinfurt zu melden. Hinweise werden unter Tel. 09721/202-0 entgegengenommen.

Wohnungseinbrecher stehlen mehrere Hundert Euro Bargeld – Wer hat Verdächtiges beobachtet?

LAUFACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei einem Einbruch in ein Wohnhaus in Laufach haben Unbekannte im Laufe des vergangenen Dienstags Beute im vierstelligen Eurobereich gemacht. Den Tätern gelang es, unerkannt zu entkommen. Die Kripo Aschaffenburg hat inzwischen die weiteren Ermittlungen übernommen und nimmt Zeugenhinweise entgegen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand muss sich der Einbruch in das Wohngebäude in der Kilian-Müller-Straße am vergangenen Dienstag zwischen 07:30 Uhr und 15:45 Uhr ereignet haben. Die unbekannten Täter verschafften sich bei Abwesenheit der Hausbewohner offenbar durch Aufhebeln der Kellertüre Zutritt zum Innern des Gebäudes. Dort durchsuchten die Einbrecher die Räume nach Diebesgut und erbeuteten Bargeld im vierstelligen Eurobereich, bevor sie unerkannt entkamen. Der durch das gewaltsame Öffnen der Kellertüre entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Die Sachbearbeitung in diesem Fall hat die Kriminalpolizei in Aschaffenburg übernommen. Die Ermittler erhoffen sich nun weitere Hinweise von Passanten und Anwohnern.

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

16-jährige Schülerin weiterhin vermisst – Umfangreiche Suchmaßnahmen

ASCHAFFENBURG UND LKR. ASCHAFFENBURG. Die 16-jährige Mezgin Nassan aus Goldbach wird weiterhin vermisst. Die Hintergründe des Verschwindens sind weiterhin unklar. Die Ermittlungen führt die Kripo Aschaffenburg. Im Laufe des Mittwochs werden umfangreichere Suchmaßnahmen durchgeführt.

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Flugblatt
Foto: Polizei

Wie bereits berichtet, hatten sich Angehörige am 04.05.2017 bei der Polizei gemeldet und angegeben, dass Mezgin nicht nach Hause gekommen sei und auch telefonisch nicht erreichbar wäre. Die Beamten leiteten in der Folge Ermittlungen zum Aufenthaltsort der Minderjährigen ein, die bis dato noch nicht zum Erfolg geführt haben. Die Kripo hat die weiteren Ermittlungen übernommen, da zwischenzeitlich auch nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass der 16-Jährigen etwas zugestoßen ist.

Am Mittwochvormittag führten die Beamten im Bereich der Berufsschule Aschaffenburg Befragungen von Schülerinnen und Schülern durch. Auch Flugblätter wurden verteilt (siehe Anlage).

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass sich Mezgin am Main zwischen Berufsschule und Volksfestplatz aufgehalten haben könnte. Dort werden im Laufe des Mittwochs u.a. unter Einsatz eines Polizeihubschraubers und mit Unterstützung der Aschaffenburger und der Wasserwacht umfangreichere Suchmaßnahmen stattfinden.

16-jährige Mezgin Nassan aus Goldbach vermisst Foto : PP Unterfranken

Zur Beschreibung der Vermissten liegen keine neuen Erkenntnisse vor. Mezgin Nassan stammt aus Syrien und besuchte die Berufsschule in Aschaffenburg. Sie hat ein altersgemäßes Aussehen, eine schlanke Figur, schwarze schulterlange glatte Haare. Über die Bekleidung, die sie bei ihrem Verschwinden trug, ist weiterhin nichts bekannt.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Mezgin seit Anfang Mai gesehen hat, Angaben zu ihrem derzeitigen Aufenthaltsort oder sonstige sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden. Anbei auch ein aktuelles Foto der Vermissten.

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Weiterer Einbruch in Schulgebäude – Täter schlagen Kellerfenster ein

SCHWEINFURT. In der Nacht von Montag auf Dienstag drangen unbekannte Täter in eine Schule in Schweinfurt ein. Sie entwendeten Bargeld und verursachten hohen Sachschaden. Die Kriminalpolizei prüft Zusammenhänge mit zwei weiteren Einbrüchen in Schulhäuser am Wochenende.

Im Zeitraum von Montagabend, 18:15 Uhr, bis Dienstagmorgen, 06:15 Uhr, schlugen unbekannte Täter eine Fensterscheibe am Gebäude einer Berufsschule in der Geschwister-Scholl-Straße ein und gelangten so in die Innenräume. Dort durchsuchten sie Zimmer und Möbel nach möglichem Diebesgut und brachen Verkaufsautomaten und zwei Kioske auf. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand entwendeten sie Bargeld in bislang noch nicht bekannter Höhe und verursachten Sachschaden von voraussichtlich mehreren tausend Euro.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt führt die Ermittlungen und prüft in diesem Zusammenhang auch mögliche Zusammenhänge mit zwei Einbrüchen in Schulgebäude am vergangenen Wochenende. Hier waren Unbekannte in der Nacht von Freitag auf Samstag in eine Schule in der Ignaz-Schön-Straße in Schweinfurt eingebrochen. Zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmorgen drangen unbekannte Täter in die Schule in Niederwerrn ein.

Die Kripo Schweinfurt bittet Zeugen, die im Umfeld der Berufsschule in der Geschwister-Scholl-Straße verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, um telefonische Hinweise unter 09721/202-1732. Hinweise zu den Einbrüchen am vergangenen Wochenende werden unter der gleichen Telefonnummer entgegengenommen.

Zimmerbrand in der Rottendorfer Straße – Kripo ermittelt

WÜRZBURG. Bei dem Brand in einer Wohnung in der Rottendorfer Straße am Dienstagnachmittag entstand hoher Sachschaden. Drei Hausbewohner wurden leicht verletzt. Die Kriminalpolizei Würzburg führt die Ermittlungen zur Brandursache.

Kurz vor 15:30 Uhr ging die Mitteilung über den Brand in dem Mehrfamilienhaus bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein. Alle Personen aus der betroffenen Wohnung hatten bereits bis zum Eintreffen der Feuerwehr das Haus verlassen. Die Einsatzkräfte brachten zur Sicherheit alle weiteren Anwohner des Hauses ins Freie. Die 32-jährige Wohnungsinhaberin und ihr 10-jähriger Sohn erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden zur Behandlung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Eine weitere Bewohnerin des Hauses stürzte beim Verlassen des Anwesens und zog sich eine Kopfplatzwunde zu.

Der Brand konnte von den Einsatzkräften der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist das Feuer in der Küche ausgebrochen. Starker Rauch drang in der Folge in alle Räume der Wohnung. Auch das Treppenhaus war stark verraucht. Der entstandene Gebäudeschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro belaufen.

In der Küche befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs drei Papageien. Von diesen konnten leider nur zwei von der Feuerwehr lebend gerettet werden. Die Tiere wurden der Eigentümerin übergeben. Diese brachte sie zu einem Tierarzt.

PP Unterfranken