Polizei Nachrichten für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 06.07.2016

Schwerer Verkehrsunfall auf der A 3 – 71-Jährige übersieht Sattelzug – zwei Schwerverletzte

IRTENBERGER WALD, LKR. WÜRZBURG. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Mittwochabend auf der A 3, in Höhe der Anschlussstelle Helmstadt, gekommen. Eine 71-jährige Audi-Fahrerin fuhr unvermittelt vom Beschleunigungsstreifen auf den rechten Fahrstreifen, ein dort fahrender Sattelzug konnte nicht mehr ausweichen und prallte in das Heck des Pkws. Sowohl die Fahrerin als auch der sechs Jahre ältere Beifahrer zogen sich dabei schwere Verletzungen zu.

Die 71-Jährige aus dem Main-Taunus-Kreis befuhr gegen 19:15 Uhr mit ihrem Audi die A 3 in Richtung Frankfurt. Auf Höhe der Anschlussstelle Helmstadt, blieb sie aufgrund eines technischen Defekts, auf dem rechten Seitenstreifen stehen und verständigte den Pannendienst. Da der Audi noch fahrtüchtig war, forderte der Pannendienst die Fahrerin auf zum Parkplatz Fronberg zu fahren, um dort gefahrlos den Audi überprüfen zu können. Dem derzeitigen Sachstand nach fuhr die 71-Jährige wieder an und beschleunigte ein kurzes Stück auf dem Beschleunigungsstreifen, plötzlich wechselte sie nach links auf den rechten Fahrstreifen der Autobahn und übersah dabei offensichtlich einen dort fahrenden Sattelzug. Der 60-Jährige Lkw-Fahrer konnte weder ausweichen, noch rechtzeitig bremsen und fuhr in das Heck des Audis. Durch den Aufprall kam der Pkw nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb dort schwer beschädigt stehen. Bei dem Unfall zogen sich sowohl die Fahrerin, als auch der Beifahrer schwere Verletzungen zu. Nach der medizinischen Erstversorgung durch den Notarzt und Rettungsdienst brachte ein Rettungswagen die 71-Jährige in ein Krankenhaus, der 77-Jährige wurde auf Grund seiner schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Für die Bergung der Verletzten und die Unfallaufnahme mussten zwei Fahrstreifen gesperrt werden, während des Hubschraubereinsatzes kam es zu einer Vollsperrung der Autobahn. Zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen kam es dabei jedoch nicht.

Die alarmierten Feuerwehren aus Waldbrunn, Waldbüttelbrunn und Kist bargen die Verletzten aus dem total beschädigten Audi und sicherten die Unfallstelle ab.
Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Verkehrspolizeiinspektion Biebelried, welche ebenfalls die Ermittlungen zum Unfallhergang führt.

Kleinkind gewürgt – 28-Jährige in Bezirkskrankenhaus untergebracht

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidium Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

ASCHAFFENBURG. Eine 28-Jährige, die im dringenden Verdacht steht, ihr zweijähriges Kind gewürgt zu haben, wurde am Mittwochnachmittag auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht. Die Kripo Aschaffenburg führt die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

 

Am Dienstagabend gegen 18.50 Uhr hatte sich die 28-Jährige selbst über Notruf in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken gemeldet. Rasch war dann eine Streife der Aschaffenburger Polizei vor Ort. Den sich anschließenden ersten Ermittlungen zur Folge soll die Frau in ihrer Wohnung das zweijährige Kind gewürgt haben. Der Ehemann soll auf die Tat aufmerksam geworden und dazwischen gegangen sein.

Das Kind wurde dem Sachstand nach leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Klinikum eingeliefert. Die 28-Jährige, die offenbar psychisch belastet ist, wurde vorläufig festgenommen und verbrachte die Nacht in einem Haftraum der Aschaffenburger Polizei. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg ordnete die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht die einstweilige Unterbringung der Beschuldigten in einem Bezirkskrankenhaus an. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes dauern in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft indes an.

 

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Autodiebe mit Deko-Schwert in die Flucht geschlagen – Weiterer Keyless-Entry Fall

ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. Mit einem Deko-Schwert ist es einem 50-Jährigen in der Nacht zum Montag gelungen drei Autodiebe zu vertreiben. Zuvor wurde der vor dem Haus geparkte BMW der 6er Baureihe offensichtlich unter Verwendung des Keyless-Entry Systems geöffnet und gestartet. Den Tätern gelang nach einer kurzen Verfolgung durch den Autobesitzer die Flucht. Die weitere Sachbearbeitung übernahm zwischenzeitlich die Kripo Aschaffenburg.

 

Am Hörsteiner Weg ist gegen 02:00 Uhr die Ehefrau des Autobesitzers durch das laute Auspuffgeräusch ihres BMWs geweckt worden. Als sie zu dem vor dem Haus im Carport geparkten Pkw schaute, stellte sie fest, dass eine fremde Person in dem BMW saß. Nachdem sie ihren Ehemann geweckt hatte, griff dieser zu einem Dekorationsschwert und vertrieb damit die Diebe. Der 50-Jährige stieg sofort in seinen BMW und verfolgte die Täter, verlor sie jedoch nach kurzer Zeit aus den Augen.

Eine nach der Verständigung der Polizei eingeleitete Fahndung verlief ergebnislos. Zeugen, die in den letzten Tagen verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 mit der Kripo in Verbindung zu setzen.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass auch in diesem Fall wieder das Keyless-Entry System, ein System zum Öffnen und Starten des Fahrzeugs ohne einen Schlüssel verwenden zu müssen, zum Öffnen und Starten des BMWs verwendet wurde. Dabei werden die Funksignale des Schlüssels bzw. der Keycard vor dem Haus abgegriffen, verstärkt und an den geparkten Pkw weitergeleitet. Das Fahrzeug kann anschließend normal geöffnet und gestartet werden.

 

Das Polizeipräsidium Unterfranken gibt Fahrern von Pkws mit dem Keyless-Entry-System folgende Verhaltenstipps:

  • Parken Sie hochwertige Pkw nach Möglichkeit in einer verschlossenen Garage
  • Bewahren Sie die Schlüssel, inklusive der Ersatzschlüssel, in einer Schlüsselmappe oder ähnlichem mit Cryptalloy-Folie auf, diese Folie verhindert die Ausbreitung des Funksignals. Diese Mappen sind im Einzel- und Onlinehandel erhältlich.
  • Eine nicht ganz alltägliche Aufbewahrungsmöglichkeit ist es die Schlüssel in den Kühlschrank zu legen, der Kühlschrank bietet eine sehr starke Abschirmung der Funksignale
  • Achten Sie auf fremde Personen oder Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen, die mehrmals langsam durch die Straßen „streifen“ und notieren Sie sich das Kennzeichen. Informieren Sie anschließend die Polizei
  • Achten Sie auch auf Personen, die Ihr Fahrzeug fotografieren. Dies kann bereits eine Vorbereitungshandlung für einen späteren Diebstahl sein. Hochwertige Fahrzeuge werden oft auf Bestellung gestohlen
  • Verwenden Sie Sicherungen die durch Eingriff in die Mechanik das Wegfahren des Fahrzeuges verhindern bzw. erschweren (z. B. Parkkrallen, Lenkradkrallen)

Brand an zwei Lkw – Verdacht auf Brandstiftung – Polizei hofft auf Hinweise

HAMMELBURG, LKR. BAD KISSINGEN. Am späten Dienstagabend ist es zu einem Brand an zwei geparkten Lkw gekommen. Die ersten Ermittlungen ergaben den Verdacht, dass durch einen unbekannten Täter die Räder der Auflieger in Brand gesetzt worden waren. Von der Kriminalpolizei Schweinfurt wurde die weitere Sachbearbeitung übernommen.

 

Der Polizei ist gegen 23:00 Uhr der Brand eines Lastkraftwagens in der Straße Zur Rampe mitgeteilt worden. Beim Eintreffen der Streife brannte der Reifen des Aufliegers an dem geparkten Lastkraftwagen bereits vollständig, an einem zweiten Auflieger konnte ebenfalls ein Feuer festgestellt werden. Durch die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren aus Untereschenbach und Hammelburg konnten die brennenden Reifen schnell abgelöscht werden. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich die Lkw-Fahrer in ihren Schlafkabinen und bekamen von dem Brand an ihren Fahrzeugen anfänglich nichts mit. Erst durch den Einsatz von Feuerwehr und Polizei wurden sie auf das Feuer aufmerksam und verließen unverletzt ihre Schlafkabinen. An den Sattelaufliegern entstand insgesamt ein Sachschaden von ca. 2.500 Euro.

 

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hofft zur Klärung der Tat auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die am Dienstagabend im Bereich der Straße Zur Rampe, nördlich des Bahnhofs Hammelburg, eine verdächtige Person gesehen haben, werden gebeten sich unter Tel. 09721/202-1731 mit der Kripo in Verbindung zu setzen.

 

Trickdiebe erbeuteten Wertgegenstände aus Wohnung – Wer kann Hinweise geben?

WÜRZBURG / ZELLERAU. Am Dienstagmittag hat ein Diebesduo einen 52-Jährigen durch Vortäuschen falscher Tatsachen abgelenkt und dessen Wohnung betreten. Der Geschädigte schöpfte zu diesem Zeitpunkt noch keinen Verdacht. Erst als die beiden Unbekannten die Wohnung wieder verlassen hatten, stellte er fest, dass Wertgegenstände entwendet worden waren. Die Würzburger Polizei ermittelt.

 

Kurz nach 12.00 Uhr hatte zunächst eine weibliche Person in der Friedrichstraße an der Haustüre des Geschädigten geklingelt und angegeben, Interesse an einer Wohnung in diesem Haus zu haben. Während der Würzburger die Unbekannte herein bat und im Flur von der Dame abgelenkt wurde, gelang es einer weiteren Person, die Wohnung unbemerkt zu betreten. Kurze Zeit später kam dem 52-Jährigen, der der Frau die Zimmer zeigte, die zweite männliche Person dann in seiner Wohnung entgegen. Erst als die beiden Unbekannten wieder gegangen waren, bemerkte er, dass Bargeld und Wertgegenstände verschwunden waren. Ihm entstand ein Schaden in Höhe von etwa 300 Euro.

 

Die Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben:

Beide waren zwischen 30 und 35 Jahren alt, circa 1,60 – 1,65 m groß, jeweils kräftige Statur; die Frau trug einen Jogginganzug mit dunklen Punkten; der Mann war komplett dunkel gekleidet und sprach Deutsch mit ausländischem Akzent.

 

Der Geschädigte konnte noch durch das Fenster beobachten, wie das Duo in einem dunklen Fahrzeug davon fuhr. Die Sachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hoffen bei den Ermittlungen nun auch auf Zeugenhinweise, insbesondere bezüglich des Fahrzeugkennzeichens.

 

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-2230 zu melden.

 

 

Einbruch in Einfamilienhaus – Tresor mit Schmuck entwendet – Polizei bittet um Hinweise

ESCHAU, LKR. MILTENBERG. Aus einem Einfamilienhaus ist am Montagvormittag ein Tresor mit Schmuck entwendet worden. Die Täter drangen gewaltsam über die Kellertür in das Haus ein und brachen den Tresor aus der Wand. Anschließend konnten sie mit einem weißen Kastenwagen entkommen. Die weitere Sachbearbeitung übernahm die Aschaffenburger Kripo und hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

 

Gegen 09:00 Uhr beobachteten zwei Nachbarn in der Wildensteiner Straße, wie zwei Männer, einer davon mit einem „Blaumann“ bekleidet, durch den Garten in Richtung Nachbarhaus liefen, schöpften dabei jedoch keinen Verdacht. Kurze Zeit später wurden die Täter, ebenfalls von den Nachbarn, dabei beobachtet, wie sie etwas kistenähnliches, abgedeckt durch ein rotes Tuch, zu ihrem weißen Kleintransporter trugen. Die Zeugen konnten von dem Fahrzeug das Teilkennzeichen BL-K ablesen. Durch den Einbruch entstand ein Schaden von ca. 3.500 Euro. In dem Tresor befand sich der Familienschmuck, deren Wert momentan noch nicht abschließend beziffert werden kann.

 

Zur Aufklärung der Straftat setzt die Kripo Aschaffenburg insbesondere auch auf Hinweise zu den zwei beobachteten Männern und dem weißen Kleintransporter mit dem Teilkennzeichen: BL-K. Zeugen, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizei unter Tel: 06021/857-1732 in Verbindung zu setzen.

 

Nach Ruhestörung – 52-Jähriger bedroht Polizeibeamte und greift nach Dienstwaffe

SCHWEINFURT. Während eines Einsatzes wegen Ruhestörung soll ein 52-Jähriger am Dienstagabend die eingesetzten Ordnungshüter bedroht haben. Anschließend soll er noch versucht haben, die Dienstwaffe eines Polizisten zu greifen. Die Beamten nahmen den offenbar psychisch Belasteten vorläufig fest. Er wurde inzwischen in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht.

 

Aufgrund überlauter Musik waren die Beamten der Polizeiinspektion Schweinfurt in das Mehrfamilienhaus im Schweinfurter Stadtgebiet gerufen worden. Als die Streifenbesatzung kurz vor 18.00 Uhr vor Ort eintraf, war der Lärm bereits auf der Straße vor dem Wohnanwesen zu hören. Die Polizisten forderten den 52-jährigen Wohnungsinhaber in der Folge unmissverständlich auf, die Musik leiser zu drehen. Den mehrmaligen Aufforderungen kam der Mann jedoch nicht nach. Um die Ruhe wieder herzustellen, stellten die Beamten die Musikanlage sicher.

Während der Maßnahme bedrohte der 52-Jährige die Polizisten massiv. Als ihm eine Sicherstellungsbescheinigung übergeben werden sollte, griff er plötzlich und unvermittelt zur Dienstwaffe eines Beamten und versuchte, diese aus dem Holster zu ziehen. Die Beamten überwältigten den Mann sofort und nahmen ihn in Gewahrsam. Der offenbar psychisch Belastete wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht.

Die Ermittlungen, unter anderem wegen des Anfangsverdachts des versuchten schweren Raubes, werden derzeit von der Polizeiinspektion Schweinfurt geführt.

Einbruch in Brauerei – Tresor erfolglos angegangen – Kripo ermittelt

KREUZWERTHEIM, LKR. MAIN-SPESSART. Von Montag auf Dienstag sind Unbekannte in das Gebäude einer Brauerei eingebrochen. Sie machten sich im Inneren unter anderem an einem Tresor zu schaffen, der den Aufbruchsversuchen jedoch standhielt. Letztendlich gelang es den Tätern, mit etwas Bargeld unerkannt zu entkommen.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen muss sich der Einbruch in die Brauerei in der Junkergasse im Zeitraum zwischen Montagabend, 18.30 Uhr, und Dienstagmorgen, 06.00 Uhr, ereignet haben. Offenbar brachen die Täter die Eingangstür mit brachialer Gewalt auf und machten sich anschließend im Inneren auf die Suche nach Wertgegenständen. Die Einbrecher scheiterten bei ihrem Versuch, den Firmentresor gewaltsam zu öffnen. Anschließend brachen sie Schränke auf und entwendeten daraus Bargeld.

Den Tätern gelang es, mit einem dreistelligen Geldbetrag unerkannt zu entkommen. Am Firmengebäude hinterließen sie einen hohen Sachschaden, der nach ersten Schätzungen mehrere tausend Euro betragen dürfte. Die Ermittlungen hat noch am Dienstag die Kriminalpolizei Würzburg übernommen.

Bei der Aufklärung der Tat sind für den Sachbearbeiter nun insbesondere folgende Fragen von wichtiger Bedeutung:

  • Wer hat in der Nacht zum Dienstag im Bereich der Brauerei verdächtige Personen oder ein verdächtiges Fahrzeug festgestellt?
  • Wer hat in diesem Bereich möglicherweise Geräusche gehört, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten?

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Kripo Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

50-Jähriger bedroht Familienangehörige – größerer Polizeieinsatz

WÜRZBURG. Weil er mehrere Familienmitglieder in einer Wohnung in der Innenstadt bedroht haben soll, ist es am frühen Dienstagabend zu einem öffentlichkeitswirksamen Polizeieinsatz gekommen. Zwischenzeitlich wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Die Familienangehörigen blieben dem Sachstand nach unverletzt.

 

Gegen 19.40 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf aus der Wolfhartsgasse, dass es zu einem Familienstreit in einem dortigen Anwesen gekommen war. Rasch waren einige Streifen der Würzburger Polizei und auch ein Diensthundeführer vor Ort. Vorsorglich, um jegliche Gefährdung auszuschließen, hatten die Beamten die Straße abgesperrt, da der Mann auch mit einem Messer hantiert haben soll.

Etwa gegen 20.30 Uhr konnten die Beamten den offensichtlich deutlich unter Alkoholeinfluss stehenden Mann widerstandslos in der Wohnung in Gewahrsam nehmen. Wie sich herausstellte, hatte er sich mutmaßlich selbst mit einem Messer leichtere Verletzungen zugefügt. Nach einer ärztlichen Versorgung musste er die Ordnungshüter zunächst mit zur Wache begleiten. Die Polizei wird den 50-Jährigen nach Beendigung der erforderlichen Maßnahmen in ein Bezirkskrankenhaus einweisen. Die strafrechtlichen Ermittlungen laufen unterdessen u.a. wegen des Verdachts der Bedrohung gegen die in der Wohnung anwesenden Familienangehörigen.

Pkw gegen Motorrad – 24-Jährige lebensgefährlich verletzt

WEIBERSBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Motorrad und einem Pkw ist am Dienstagnachmittag die 24-jährige Zweiradfahrerin schwer verletzt worden. Die Staatsstraße war zeitweise bis etwa 19.00 Uhr komplett gesperrt.

Unfallstelle
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Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang war ein 45-jähriger Mercedesfahrer kurz vor 16.30 Uhr auf der Staatsstraße 2312 aus Richtung Aschaffenburg kommend in Fahrtrichtung Marktheidenfeld unterwegs. Im Bereich der dortigen Autobahnrastanlage wollte der Fahrer offensichtlich nach links in Richtung Autobahn abbiegen. Dabei übersah er wohl die entgegenkommende junge Frau auf ihrer Kawasaki und erfasste sie mit dem linken Frontbereich des Pkw.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die aus dem Landkreis Aschaffenburg stammende Motorradfahrerin mehrere Meter durch die Luft geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Unverzüglich waren neben einer Streife der Aschaffenburger Polizei und der Autobahnpolizei auch der Rettungsdienst samt Notarzt vor Ort und kümmerten sich um die Verletzte. Im Anschluss danach kam die 24-Jährige in eine Klinik.

Zur Klärung der Unfallursache kam auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger vor Ort. Von seine Begutachtungen erhoffen sich die Beamten jetzt weitere Erkenntnisse zum genauen Unfallhergang und dessen Ursache.

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten, sowie die polizeilichen Verkehrslenkungsmaßnamen unterstützten insgesamt 15 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Weibersbrunn. Bis etwa 19.00 Uhr kam es wegen einer zeitweisen Vollsperrung zu Verkehrsbehinderungen.

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PP Unterfranken