Polizei-Nachrichten für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 06.08.2016

Bei Haftbefehlsvollzug – Betroffener droht mit Selbstverletzung – Ein Beamter bei Zugriff verletzt

OCHSENFURT, LKR. WÜRZBURG. Bei dem Vollzug eines gegen ihn gerichteten Haftbefehls hat ein Mann am Samstagnachmittag gedroht, sich mit einem Messer selbst zu verletzen. Nachdem die Beamten zunächst aus der Wohnung zurückgewichen waren, kam es zum Zugriff, wobei der Betroffene die Polizisten mit zwei Messern angriff. Ein Beamter erlitt eine leichte Stichverletzung.

 

Gegen 12.15 Uhr machte sich eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Ochsenfurt auf den Weg zur Wohnanschrift des Betroffenen in der Bärentalsiedlung. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl zu Verbüßung einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 Euro vor. Bei einer Nichtzahlung drohten dem Mann 100 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. In der Wohnung wurde ihm der Haftbefehl eröffnet. Daraufhin griff er sofort zu zwei Messern und hielt sich eines davon an seine Brust. Er drohte dabei, sich selbst zu verletzen. Die Beamten setzten noch ihr Pfefferspray ein, wichen dann aber aus der Wohnung zurück, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Erst später stellte sich heraus, dass sich auch der volljährige Sohn des Betroffenen in den Wohnräumen befand.

Nachdem ausreichend Unterstützungskräfte vor Ort eingetroffen waren, nahm ein Beamter im Treppenhaus Kontakt zu dem Betroffenen auf. Bei einer günstigen Gelegenheit kam es dann zum Zugriff durch für derartige Einsatzsituationen speziell geschulte Beamte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg und einem Beamten der Polizeiinspektion Ochsenfurt. Sofort attackierte der Mann die eingesetzten Kräfte mit seinen Messern. Zeitgleich bedrohte sein Sohn die Polizisten mit einer täuschend echt aussehenden Softair-Waffe.

Vater und Sohn wurden in der Wohnung von den Einsatzkräften überwältigt. Die beiden Tatmesser und die Softair-Waffe wurden sichergestellt. Der Beamte aus Ochsenfurt erlitt bei dem Zugriff eine leichte Stichverletzung am Oberschenkel, ist jedoch nach wie vor dienstfähig. Wie sich außerdem herausstellte, hatte sich der Betroffene mit seinem Messer selbst leicht am Oberkörper verletzt. Weitere Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden.

Der Betroffene kam unter Polizeibegleitung vorsorglich mit dem Rettungswagen in ein Würzburger Krankenhaus. Sein Sohn wurde vorläufig festgenommen und zur Durchführung weiterer Maßnahmen zur Dienststelle gebracht. Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg übernommen.

 

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Diebstahlsversuch gescheitert – 18-Jähriger bleibt mit Lkw in Hoftor stecken – Reichlich Alkohol im Spiel

WÜRZBURG. Ein 18-Jähriger, bei dem offenbar reichlich Alkohol im Spiel war, soll am Samstagmorgen versucht haben, einen Firmen-Lkw zu entwenden. Er blieb mit dem Fahrzeug jedoch im Hoftor stecken, woraufhin Zeugen den Notruf wählten. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen die Kripo Würzburg übernommen.

 

Gegen 05.00 Uhr befand sich ein Zeuge in der Heinestraße auf dem Nachhauseweg. Er traute seinen Augen kaum, als bei einer dort ansässigen Firma ein Lkw gerade dabei war, das Firmentor zu durchbrechen. Am Steuer des Fahrzeugs saß ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Würzburg, der offenbar mehrere Anläufe nahm, um das Hindernis in Form eines geschlossenen Hoftores zu überwinden.

Der Zeuge wählte sofort den Notruf, woraufhin sich eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt sofort auf den Weg zum Einsatzort machte. Als die Beamten in der Heinestraße eintrafen, saß der 18-Jährige immer noch am Steuer und steckte mit dem Lkw nach wie vor im Firmentor fest. Ein Alkotest zeigte bei ihm einen Wert von 1,8 Promille. Wie der junge Mann auf das Firmengelände und an den Fahrzeugschlüssel gelangt ist, ist noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Am Firmen-Lkw und dem Hoftor entstand ein Gesamtschaden, der nach ersten Schätzungen mehrere tausend Euro betragen dürfte.

Der Tatverdächtige wurde zur Durchführung einer Blutentnahme zur Dienstelle gebracht. Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt gegen den 18-Jährigen jetzt wegen des dringenden Verdachts des versuchten besonders schweren Fall des Diebstahls und Sachbeschädigung.

Nach Mitteilung über verdächtigen Gegenstand – Mc Donalds am Hauptbahnhof vorsorglich geräumt – Polizei gibt Entwarnung!

WÜRZBURG. Ein verdächtiger Gegenstand am Würzburger Hauptbahnhof hat am Samstagvormittag einen kurzzeitigen Polizeieinsatz ausgelöst. Vorsorglich wurde der Mc Donalds von Beamten der Bundespolizei geräumt. Die Tasche, die dort abgestellt worden war, stellte sich jedoch schnell als harmlos heraus.

Gegen 10.00 Uhr teilten Zeugen der Bundespolizei am Hauptbahnhof mit, dass im Mc Donalds eine verdächtige Tasche abgestellt worden war. Als reine Vorsichtsmaßnahme wurde das Schnellrestaurant daraufhin geräumt und der Bereich weitläufig abgesperrt. Der Besitzer konnte jedoch schnell ausfindig gemacht werden und die Tasche stellte sich als völlig harmlos heraus.

Inzwischen ist der Polizeieinsatz beendet. Alle Bereiche des Hauptbahnhofs sind wieder frei zugänglich.

Schwerer Unfall in Gaststätte – 45-Jähriger nach Sturz durch Oberlicht lebensbedrohlich verletzt

ASCHAFFENBURG. Am späten Freitagnachmittag ist es in einer Aschaffenburger Gaststätte zu einem schweren Unfall gekommen. Ein 45-Jähriger stürzte durch eine Lichtkuppel etwa vier Meter in die Tiefe. Er zog sich lebensbedrohliche Verletzungen zu und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Gegen 16.30 Uhr hat sich der Unfall während des laufenden Gaststättenbetriebs ereignet. Der 45-Jährige war auf der Dachterrasse im ersten Stock des Gebäudes mit Arbeiten beschäftigt. Aus bislang noch ungeklärter Ursache brach er durch das Plexiglas des Oberlichts hindurch und stürzte etwa vier Meter tief in den Gastraum.

Ein Angestellter des Lokals leistete den Mann sofort Erste Hilfe, bis der alarmierte Rettungsdienst und ein Notarzt die Erstversorgung übernahm. Anschließend wurde der 45-Jährige mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen.

Die Ermittlungen hinsichtlich des exakten Unfallhergangs werden von der Kriminalpolizei Aschaffenburg geführt. In die Ermittlungen werden auch die Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt mit einbezogen.

Nachtragsmeldung 09.45 Uhr:

Nach aktuellen Erkenntnissen befindet sich der 45-Jährige glücklicherweise außer Lebensgefahr

PP Unterfranken