Polizei-Nachrichten für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 10.02.2017

Reibungsloser Verlauf der Versammlungen Pro und Contra „Nationalpark Spessart“ – Polizei navigiert 200 Traktoren zum Landratsamt – positive Bilanz der Behörden

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der Stadt Aschaffenburg
ASCHAFFENBURG. Am Freitag war es anlässlich des Besuchs der bayerischen Umweltministerin beim Aschaffenburger Landratsamt zu mehreren Versammlungen gekommen. Bereits in den frühen Morgenstunden hatte die Aschaffenburger Polizei rund 140 Traktoren in drei Kolonnen in die Aschaffenburger Innenstadt geleitet. Bei den Versammlungen am Vormittag waren insgesamt etwa 650 Teilnehmer vor Ort. Die Veranstaltungen verliefen absolut störungsfrei.

 

Das intensive Planungskonzept von Polizei und Versammlungsbehörde ist aufgegangen. Insbesondere die Entscheidung, die Nationalpark-Gegner samt ihrer Traktoren weit vor Versammlungsbeginn bereits nach Aschaffenburg zu leiten, hat sich als richtig erwiesen. Die drei in Sailauf, Mespelbrunn und Obernau startenden Konvois setzten sich unter der Begleitung von Beamten aus der Polizeiinspektion Aschaffenburg, der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach, der Operativen Ergänzungsdienste sowie Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei ab 5.00 Uhr in Bewegung Richtung Landratsamt.

So konnten die Polizisten mehr als 140 Schlepper und landwirtschaftliche Maschinen zügig und reibungslos in die Aschaffenburger Innenstadt leiten, noch bevor gegen 7.00 Uhr der Berufsverkehr einsetzte. Nennenswerte Verkehrsstörungen oder Behinderungen für den öffentlichen Nahverkehr sind so erfreulicherweise ausgeblieben. Auch das Abstellen der landwirtschaftlichen Maschinen verlief diszipliniert und geordnet ab, so dass letztendlich rund 200 Traktoren und eine Pferdekutsche an den Sammelplätzen rund um den Veranstaltungsort geparkt waren.

Die im Vorfeld ordnungsgemäß angemeldeten Kundgebungen der Umweltorganisationen und Gegner eines Nationalparks liefen ähnlich störungsfrei wie die Sternfahrt ab. Zu Spitzenzeiten demonstrierten auf der Gegnerseite etwa 500, auf der Sympathisantenseite ca. 150 Personen, die lautstark aber absolut friedlich vor dem Landratsamt für ihre Meinung eintraten. Auch das Eintreffen der Umweltministerin Ulrike Scharf und ihre anschließenden Gespräche mit den Demonstranten beider Seiten verliefen trotz starker Geräuschkulisse unproblematisch.

Anschließend kam es bereits zu ersten Abwanderungen der Versammlungsteilnehmer, die teilweise bereits seit den frühen Morgenstunden vor dem Landratsamt ausgeharrt hatten. Zur Mittagszeit hatten sich mehr als die Hälfte der Traktoren wieder auf den Rückweg gemacht. Bis 13.00 Uhr hatte der Großteil der Zugmaschinen die Veranstaltungsfläche in Kleingruppen geordnet wieder verlassen. Auch hier kam es zu keinen nennenswerten Behinderungen. Zu diesem Zeitpunkt wurden deshalb die Verkehrssperren rund um das Aschaffenburger Landratsamt auch wieder aufgehoben. Etwa 100 Demonstranten, überwiegend aus den Reihen der Kritiker des Nationalparks, warteten bis ca. 15.00 Uhr vor dem Landratsamt auf die Umweltministerin. Diese nahm sich dann auch kurz vor ihrer Abreise noch die Zeit für ein abschließendes Gespräch mit ihnen. Anschließend löste sich das Teilnehmerfeld zügig auf.

Die Polizei und die Stadt Aschaffenburg ziehen somit zum Ende dieses außergewöhnlichen Einsatzes eine positive Bilanz und bedanken sich ausdrücklich bei allen Versammlungsteilnehmern, die durch ihr kooperatives und friedliches Verhalten maßgeblich zum vorbildlichen Verlauf der Veranstaltung beigetragen haben.

Gewerbsmäßiger Ladendiebstahl im großen Stil – Tatverdächtiger in Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 10.02.2017

LKR. MILTENBERG. In mindestens 50 Fällen hatte ein 44-Jähriger vorwiegend im Landkreis Miltenberg Waren aus Verbrauchermärkten gestohlen um diese dann größtenteils als angebliche „Fehlkäufe“ zurückzugeben. In vielen Fällen erhielt er den eigentlichen Kaufpreis ausbezahlt. Ermittler der Polizeiinspektionen Obernburg und Miltenberg machten dem Treiben nun gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg ein Ende. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Neben Discountern waren auch Baumärkte und Werkzeuggeschäfte Ziele des 44-jährigen Mannes aus dem Landkreis Miltenberg. Hier entwendete er Aktionsartikel, Bekleidung, Werkzeuge und elektronische Geräte, die er im Rückenbereich seiner Jacke verbarg und so den Kassenbereich passierte. Wenig später suchte er dreist erneut die Geschäfte oder auch andere Filialen der Unternehmen auf. Hier wandte er sich an das Kassenpersonal, um die gestohlenen Waren gegen die Auszahlung von Bargeld zurückzugeben. Obwohl er keinen Kassenbeleg vorweisen konnte, erhielt er in vielen Fällen die Auszahlung des vermeintlich entrichteten Kaufpreises auf Kulanz. Die hierfür üblicherweise erforderlichen Rücknahme-Bons befüllte er mit falschen Namensangaben. Der entstandene, wirtschaftliche Schaden beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf mehrere tausend Euro.

Ermittlungsbeamten der Polizeiinspektionen Obernburg und Miltenberg gelang es in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, am Mittwoch den Tatverdächtigen festzunehmen und ihm sein gewerbsmäßiges Vorgehen nachzuweisen. Noch am selben Tag wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und der 44-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die weiteren Ermittlungen wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls in mehreren Fällen und Hausfriedensbruchs führt die Polizeiinspektion Obernburg. Die Ermittler gehen davon aus, dass der festgenommene Tatverdächtige noch eine Vielzahl weiterer, gleichgelagerter Taten begangen haben könnte.

Zeugen der Diebstahlshandlungen sowie weitere Geschädigte werden daher gebeten, sich unter Tel. 06022/629-0 bei der Polizeiinspektion Obernburg zu melden.

 

Serie von Pkw-Aufbrüchen – Navigationsgeräte und Lenkräder entwendet

DITTELBRUNN OT HAMBACH, LKR. SCHWEINFURT. In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte in Hambach insgesamt fünf BMW aufgebrochen. Zielrichtung waren in erster Linie Navigationsgeräte und Lenkräder. In einem Fall wurde auch ein Smartphone entwendet. Der Beuteschaden dürfte sich insgesamt auf mehrere tausend Euro belaufen.

 

Alle Pkw-Aufbrüche müssen sich nach den bisherigen Erkenntnissen im Zeitraum zwischen Mittwochabend, 18.00 Uhr, bis Donnerstagmorgen, 07.00 Uhr, ereignet haben. An den Fahrzeugen, die in den Straßen „An der Laushecke“, „Im Gries“, „Am Langen Graben“, „Am Stöckofen“ und in der „Armin-Knab-Straße“ geparkt waren, wurden jeweils Seitenscheiben eingeschlagen. So gelangten die Täter jeweils ins Fahrzeuginnere, wo sie in der Folge die Fahrzeugteile ausbauten.

In allen Fällen hat inzwischen die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen übernommen. Um die Serie aufklären zu können, hoffen die Kripobeamten nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

  • Wer hat in der Nacht zum Donnerstag in Hambach etwas Verdächtiges beobachtet oder wahrgenommen, das mit den Pkw-Aufbrüchen im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer hat im Ortsbereich Hambach verdächtige Personen oder ein verdächtiges Fahrzeug mit fremden Kennzeichen festgestellt?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung der Serie beitragen könnten?

 

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

PP Unterfranken