Polizei-Nachrichten für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 10./11.08.2016

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Verkehrsunfall auf der A3 – Wohnwagen völlig zerstört – Vollsperrung Richtung Süden

ROHRBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 ist am Donnerstagnachmittag ein Wohnwagen völlig zerstört worden. Wegen eines Trümmerfeldes auf der Fahrbahn war die Autobahn in Richtung Süden zeitweise komplett gesperrt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

 

Kurz nach 14.00 Uhr hat sich der Verkehrsunfall in Fahrtrichtung Nürnberg, zwischen den Anschlussstellen Rohrbrunn und Marktheidenfeld, ereignet. Dem Sachstand nach wechselte ein mit zwei Personen besetzter Audi vom linken auf den rechten Fahrstreifen. Offenbar übersah der Fahrer dabei einen Volvo mit Wohnanhänger, der rechts neben ihm fuhr. Der Pkw prallte daraufhin gegen das Heck des Wohnwagens, woraufhin der Fahrer des holländischen Gespanns die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, ins Schleudern geriet und dabei links gegen einen VW-Transporter stieß.

Die beiden Insassen im Audi, die vierköpfige Familie im Volvo und der Fahrer des VW-Transporters kamen allesamt mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Insbesondere der Wohnanhänger wurde bei dem Verkehrsunfall stark beschädigt. Trümmerteile waren etwa 60 Meter weit quer über die Fahrbahn verteilt. Alle beteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Gesamtschadenshöhe schätzt die Polizei auf etwa 50.000 Euro.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach. Im Einsatz befanden sich zudem die Freiwilligen Feuerwehren aus Weibersbrunn und Waldaschaff.

Während der erforderlichen Bergungs- und Aufräumarbeiten war die Autobahn in Richtung Süden zeitweise komplett gesperrt. Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und einem kilometerlangen Rückstau. Zur Stunde (16.00 Uhr) wird der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Graffiti-Schmierereien im Stadtgebiet – Kripo ermittelt wegen politischen Hintergrunds

WÜRZBURG / ZELLERAU. Zwischen Montag und Mittwoch haben Unbekannte mehrere Fassaden im Stadtteil Zellerau mit Farbe beschmiert. Die Gesamtschadenshöhe dürfte nach ersten Schätzungen im vierstelligen Eurobereich liegen. Aufgrund der zum Teil politischen Inhalte hat inzwischen die Kriminalpolizei Würzburg die weiteren Ermittlungen übernommen.

Im Zeitraum zwischen Montagnachmittag und Dienstagmorgen beschmierten Unbekannte ein Schulgebäude und die Heiligkreuzkirche in der Friedrichstraße sowie eine Hauswand in der Frankfurter Straße mit Schriftzügen und Zeichen, die zumindest zum Teil auf einen linksmotivierten politischen Hintergrund schließen lassen.

Weitere Graffitis brachten Unbekannte zwischen Dienstagabend, 21.00 Uhr, und Mittwochabend, 20.45 Uhr, im Pausenhof der Schule in der Friedrichstraße an, die bereits in der Nacht zuvor von den Tätern heimgesucht worden war.

Bei der Aufklärung der Sachbeschädigungen nimmt die Kripo Würzburg nun auch Zeugenhinweise entgegen. Wer im Zusammenhang mit den Schmierereien etwas Verdächtiges beobachtet hat oder Hinweise zu den Tätern geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Mit gestohlenem X6 auf Autobahn unterwegs – Zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 11.08.2016

HELMSTADT, LKR. WÜRZBURG. Autobahnfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried haben am späten Mittwochabend auf der A3 einen gestohlenen BMW X6 aus dem Verkehr gezogen. Die beiden Insassen wurden vorläufig festgenommen. Im Laufe des Donnerstags wird das Duo dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt.

 

Gegen 22.15 Uhr war der BMW mit rumänischen Kennzeichen auf der Autobahn in Richtung Nürnberg unterwegs und ins Visier der Verkehrspolizisten geraten. Die Beamten stoppten das Fahrzeug auf dem Parkplatz Fronberg. Wie sich herausstellte, war das Fahrzeug offenbar bereits am Sonntag in Belgien gestohlen worden. Die Beamten nahmen die beiden Insassen im Alter von 27 und 31 Jahren vorläufig fest und stellten den Pkw im Wert von etwa 30.000 Euro sicher. Die Nacht zum Donnerstag verbrachten die Tatverdächtigen, die in Deutschland keinen festen Wohnsitz haben, in einem Haftraum der Dienststelle.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg werden die Festgenommenen im Laufe des Donnerstags dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dann wird sich entscheiden, ob gegen die Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen wird.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt.

Statt Befreiung von Fluch Bargeld weg – Kripo ermittelt wegen Trickdiebstahl

ASCHAFFENBURG. Zwei Trickdiebinnen haben eine 63-Jährige Ende Juli um Bargeld und wertvollen Schmuck gebracht. Um sie von einem Fluch zu befreien, baten die Täterinnen der Frau ihre Dienste an. Letztendlich flohen die Unbekannten allerdings mit dem Hab und Gut der alten Dame. Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten zwei Unbekannte die Geschädigte an der Bushaltestelle am Herstallturm auf Russisch angesprochen. Die beiden Frauen baten ihr an, sie von einem Fluch zu befreien, mit dem sie angeblich belegt sei. Für die anschließende Prozedur nahm die Rentnerin eine der Frauen auch mit zu sich in die Wohnung. Die 63-Jährige musste im Rahmen einer Art Zeremonie unter anderem Bargeld und Schmuck in ein Tuch wickeln, während die vermeintliche Heilerin Beschwörungsformeln sprach. Erst als die Diebinnen längst über alle Berge waren, stellte die Geschädigte fest, dass sich ihre Wertsachen nicht mehr in dem Tuch befanden und gegen Papierschnipsel ausgetauscht waren. Der Seniorin war somit ein Schaden in Höhe von mehreren hundert Euro entstanden.

Die beiden Täterinnen können wie folgt beschrieben werden:

  • Die 1. Täterin ist etwa 1,60 m groß und ca. 60 Jahre alt. Sie hat eine kräftige Figur und trug ihre blond gefärbten Haare hoch gesteckt. Sie war bekleidet in hellen Farben und mit einem Rock, hatte eine dunkelbraune Handtasche bei sich und trug goldene Halsketten mit einem Anhänger mit Madonnenbild
  • Die 2. Täterin ist etwa 1,65 m groß, rund 50 Jahre alt und hat eine kräftige Figur. Sie trug ihre blonden, gewellten Haare offen
  • Beide Frauen sprachen russisch

Die Unterfränkische Polizei warnt ausdrücklich davor, fremden Personen Bargeld oder Wertsachen zu übergeben und sich auf angebliche spirituelle Heilmethoden einzulassen. Häufig wirken dabei mehrere Täter gemeinsam zusammen und lenken die Geschädigten ab, um an deren Bargeld zu gelangen.

Zeugen, denen die Frauen ebenfalls aufgefallen sind oder die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 bei der Kripo Aschaffenburg zu melden.

 

In Gegenverkehr geraten – Zwei Verletzte bei Frontalzusammenstoß

WIESENTHEID, LKR. KITZINGEN. Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Donnerstagmorgen zwei Personen verletzt worden. Ein Pkw war offenbar in den Gegenverkehr geraten und dort mit einem entgegenkommenden Fahrzeug frontal zusammengestoßen. Die Unfallaufnahme erfolgt durch die Polizeiinspektion Kitzingen.

 

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war eine 55-Jährige mit ihrem Ford auf der Staatsstraße von Feuerbach in Richtung Wiesentheid unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache geriet der Pkw nach einer Rechtskurve in den Gegenverkehr, wo es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Mitsubishi kam. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls in ein angrenzendes Maisfeld geschleudert. Der Ford kam auf der Fahrbahn zum Stehen.

Die 55-Jährige aus dem Landkreis Kitzingen erlitt bei dem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Sie wurde nach einer Erstversorgung vor Ort mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der 62-Jährige am Steuer des Mitsubishis, der ebenfalls aus dem Landkreis Kitzingen stammt, kam mit leichteren Verletzungen davon. Er kam mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus. Beide beteiligten Fahrzeuge haben nach der Kollision nur noch Schrottwert und mussten abgeschleppt werden. Die Gesamtschadenshöhe schätzt die Polizei auf etwa 15.000 Euro.

Die Ermittlungen hinsichtlich des exakten Unfallhergangs werden von der Kitzinger Polizei geführt. Außerdem befanden sich die Freiwilligen Feuerwehren Wiesentheid und Feuerbach mit etwa 25 Einsatzkräften am Unfallort.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Bergungsmaßnahmen bleibt die Staatsstraße zwischen Feuerbach und Wiesentheid in beide Richtungen gesperrt. Der Verkehr wird durch die Einsatzkräfte vor Ort umgeleitet.

Nach Heuballenbrand – Feuer offenbar vorsätzlich gelegt – Kripo sucht wichtige Zeugen

GRETTSTADT OT UNTEREUERHEIM, LKR. SCHWEINFURT. Nachdem am Montagabend etwa 150 Heuballen in Flammen aufgegangen waren, hat inzwischen die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen übernommen. Derzeit spricht Vieles dafür, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 8.000 Euro.

Wie bereits berichtet, waren die ersten Mitteilungen über den Brand gegen 22.50 Uhr bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Die etwa 150 Heuballen waren auf einem Feld zwischen der Staatsstraße 2277 und der A 70 gelagert und hatten aus zunächst unklarer Ursache Feuer gefangen. Rund 100 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren hatten ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindert. Personen waren bei dem Brand glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gehen die Brandfahnder der Schweinfurter Kripo von Brandstiftung aus. Bei der Aufklärung der Tat setzen die Beamten nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere sind die Ermittler auf der Suche nach zwei wichtigen Zeugen, die das Feuer offenbar entdeckt und mit ihrem Pkw an dem Feld angehalten hatten.

Auch sonstige Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 in Verbindung zu setzen.

Mehrere Festnahmen von Drogendealern – Große Mengen Rauschgift sichergestellt

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 10.08.2016

WÜRZBURG. Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg führten am vergangenen Mittwoch zur Festnahme von mehreren Beteiligten eines großen Rauschgiftgeschäftes. Sichergestellt wurden im Zuge des Einsatzes und der folgenden Durchsuchungen mehrere Kilogramm Rauschgift, Waffen sowie eine große Menge Bargeld, das aus Drogengeschäften stammt. Gegen vier Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen.

 

Im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen in den zurückliegenden Monaten konnte die Kriminalpolizei Würzburg wichtige Hinweise zu den Rauschgiftgeschäften von drei Männern aus Würzburg erlangen. Unter anderem war bekannt geworden, dass die drei Tatverdächtigen im Alter von 21, 22 und 34 Jahren in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Lieferungen größerer Mengen Rauschgift aus dem Kreis Düren erhalten hatten. Die Drogen verkauften sie dann vor allem im Großraum Würzburg weiter.

Nachdem sich die Erkenntnisse auf eine erneute Übergabe in einem Würzburger Hotel verdichtet hatten, planten die Ermittler einen Zugriff in der Nacht vom 02. auf den 03.08.2016. Da es zudem konkrete Hinweise auf eine mögliche Bewaffnung der Tatverdächtigen gab, wurde für die Festnahme ein Spezialeinsatzkommando zur Unterstützung angefordert.

Kurz nach Mitternacht erfolgte schließlich die Festnahme der drei Verdächtigen und ihres 31-jährigen Kontaktmannes aus dem Kreis Düren.

Im Rahmen von sechs anschließenden Durchsuchungen in Würzburg und Nordrhein-Westfalen konnten die Beamten insgesamt 10,5 Kilogramm Amphetamin, 7 Kilogramm Marihuana sowie 66 Gramm Crystal Meth und 3.600 Extasy-Pillen auffinden. Die Drogen wurden sichergestellt, ebenso wie 31.000 Euro Bargeld, die nachweislich aus Rauschgiftgeschäften stammen. Bei den Verdächtigen und in deren Wohnungen wurden zudem eine scharfe Pistole sowie eine Schreckschusswaffe und ein Einhandmesser sichergestellt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurden die Beschuldigten dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen alle vier Tatverdächtigen. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Im Wald von Straße abgekommen – 19-Jährige verstirbt bei Verkehrsunfall

ELTMANN, LKR. HASSBERGE. Eine 19-Jährige ist am frühen Mittwochabend bei einem schweren Verkehrsunfall verstorben. Die Frau war mit ihrem Pkw alleinbeteiligt gegen einen Baum geprallt und noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Haßfurter Polizei und ein Sachverständiger gehen an der Unfallstelle zur Stunde (Stand 19:15 Uhr) der Frage nach, wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte.

 

Gegen 17.05 Uhr hatte die 19-Jährige mit ihrem Citroen die Staatsstraße 2258 von Unterschleichach kommend in Fahrtrichtung Eltmann befahren. Die junge Frau war dann dem Sachstand nach auf abschüssiger Strecke in einer leichten Kurve im Waldgebiet nach links von der Fahrbahn abgekommen und dort mit ihrem Pkw gegen einen Baum geprallt. Die durch den Unfall erlittenen Verletzungen waren so schwer, dass die Frau aus dem Landkreis Haßberge trotz aller Bemühungen der Ersthelfer und des Rettungsdienstes noch an der Unfallstelle verstarb.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde auch ein Sachverständiger hinzugezogen, der die Haßfurter Beamten bei der Verkehrsunfallaufnahme unterstützt. Neben zahlreichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehren, die die 19-Jährige aus dem Fahrzeug befreit hatten, war auch ein Notfallseelsorger in den Einsatz eingebunden. Die Staatsstraße 2258 wird voraussichtlich noch bis 20.15 Uhr gesperrt bleiben müssen.

 

Zeugen, die den Unfall möglicherweise beobachtet haben oder Hinweise geben können, die zur Aufklärung des Unfallhergangs beitragen könnten, werden gebeten, sich bei der Haßfurter Polizei unter Tel. 09521/927130 zu melden.

 

Audiodatei

PP Unterfranken