Polizei-Nachrichten für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 24.04.2017

Polizei News Unterfranken

Auffahrunfall am Stauende zwischen zwei Lkw und einem Transporter – Eine Person schwer verletzt – A3 für eine Stunde voll gesperrt

STOCKSTADT, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei einem Auffahrunfall wurden am Montagmorgen auf der A 3 bei Stockstadt drei Personen verletzt, eine davon schwer. Der 58-Jährige kam mit dem Hubschrauber in eine Frankfurter Klinik. Auf der Autobahn A3 kam es in Fahrtrichtung Frankfurt zu erheblichen Verkehrsbehinderugen.

 

Gegen 08.40 Uhr kam es auf der A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt nach einem Unfall im angrenzenden hessischen Bereich zu einem Rückstau. Dieser reichte bis nach Bayern in den Bereich von Stockstadt zurück. Am Stauende verlangsamte der 63-jährige Fahrer eines Silozuges aus dem Kreis Mayen-Koblenz auf dem rechten Fahrstreifen. Die beiden nachfolgenden Fahrzeuge, ein rumänischer VW-Transporter mit Anhänger und ein Lkw aus dem Bereich Roth, fuhren mit Wucht auf. Dabei ist derzeit noch unklar, ob jedes der beiden Fahrzeuge selbst aufgefahren ist, oder ob der letzte Lkw den Kleintransporter mit Anhänger aufgeschoben hat.

Bei dem Unfall wurden die drei Insassen des Kleintransporters verletzt. Ersthelfer und Kräfte der Feuerwehr befreiten sie aus dem zertrümmerten Fahrzeug. Die beiden leicht verletzten Mitfahrer, 12 und 49 Jahre alt, wurden vom Rettungsdienst in ein naheliegendes Klinikum gebracht. Der 58-jährige Fahrer kam schwer verletzt per Hubschrauber in eine Frankfurter Klinik. Die beiden 63 und 62 Jahre alten Lkw-Fahrer blieben unverletzt.

Die Schadenshöhe beläuft sich auf etwa 35.000 Euro. Die beiden Lkw blieben noch soweit fahrtüchtig, dass sie die Fahrt notdürftig fortsetzen konnten. Der VW-Transporter und sein Anhänger erlitten Totalschaden und mussten abgeschleppt werden.

An der Unfallstelle war die A 3 zunächst für etwa eine Stunde voll gesperrt. Anschließend konnte der linke von drei Fahrstreifen und später auch der mittlere Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Der Rückstau betrug zeitweilig über zehn Kilometer. Die Reinigungsarbeiten auf dem gesperrten rechten Fahrstreifen dauerten bis in die Mittagsstunden an.

Die eingesetzten Kräfte der umliegenden Feuerwehren kümmerten sich u. a. um die Bergung und den Abtransport der Verletzen, sie sicherten die Unfallstelle ab, banden ausgelaufene Betriebsstoffe ab, säuberten die Fahrbahn und regelten den Verkehr.

Zeugen, die konkrete Angaben zum Unfallhergang machen können – insbesondere zu der Frage, wer auf wen aufgefahren ist – werden gebeten, sich bei der Autobahn

 

Falsche Polizeibeamte am Telefon – Polizei sucht Opfer

WÜRZBURG/WUPPERTAL. Ganz gezielt sucht die Kripo Wuppertal nach einem Betrugsopfer, welches Ende März dreisten Betrügern aufgesessen ist. Die Täter müssten sich am Telefon als falsche Polizeibeamte ausgegeben haben. Bei der Übergabe an eine Abholerin in Würzburg dürften einige zehntausend Euro den Besitzer gewechselt haben.

 

Recherchen der Wuppertaler Kripo in einem aktuellen Ermittlungsverfahren führten die Kolleginnen und Kollegen jetzt nach Würzburg. Nach deren Erkenntnissen war es dort am Freitag, den 24.03.2017, zur Übergabe von einigen zehntausend Euro gekommen – möglich wäre auch Schmuck oder Gold in diesem Wert. Bei der Abholerin müsste es sich um eine Frau gehandelt haben. Zuvor hatten sich die Täter mit ihrer Masche als Polizeibeamte am Telefon ausgegeben und vorgegaukelt, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen war und man das Eigentum der Opfer schützen müsse.

Möglicherweise wurde aus Scham oder weil der Geschädigte noch gar nicht realisiert hat, dass er betrogen wurde, der Fall noch nicht bei der Polizei angezeigt.

Wer sachdienliche Angaben machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0202/284-2418 direkt bei der Wuppertaler Kripo oder in Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

5-Jähriger auf „Abwegen“

SCHWEINFURT. Große Augen machte eine Autofahrerin am frühen Sonntagmorgen, als sie einen kleinen Jungen im Schlafanzug auf einem Kinderfahrrad gesehen hatte. Weil weit und breit keine Aufsichtspersonen zu sehen waren, hielt sie sofort an und verständigte die Polizei.

 

Symbolbild

Etwa gegen 06:50 Uhr beobachtete eine Autofahrerin in der Maibacher Straße einen etwa 5 Jahre alten Jungen, der im Schlafanzug auf seinem Fahrrad unterwegs war. Die Dame verständigte umgehend den Polizeinotruf. Als kurz darauf eine „Streife“ bei der Mitteilerin und dem Sonntagsausflügler eingetroffen ist, meldete sich beinahe zeitgleich die völlig aufgelöste Mutter des Buben telefonisch auf der Wache und teilte dessen Verschwinden mit. Der war zunächst völlig unbemerkt aus dem Haus verschwunden. Als sie es kurz danach festgestellt haben, ist von ihr und dem Mann zunächst das ganze Haus in der nahe gelegenen Sperlingstraße auf den Kopf gestellt und danach auch noch die nähere Umgebung erfolglos abgesucht worden. Danach setzte sie ihren Hilferuf bei der Polizei ab.

Bereits kurze Zeit später konnte der zum Auffindeort eilende Vater seinen frierenden Sprössling wieder wohlbehalten in die Arme schließen und zu einem wohlverdienten und wiedervereinten Frühstück zurück nach Hause bringen.

Entwarnung nach verdächtigem Ansprechen von Kindern – Hundehalter meldete sich bei Polizei

WÜRZBURG / LINDLEINSMÜHLE. Ein Unbekannter hat am Donnerstag drei Kinder auf einem Spielplatz in der Schwabenstraße verdächtig angesprochen. Die Ermittlungen in diesem Fall werden von der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt geführt, die auch Zeugenhinweise entgegennimmt.

Gegen 18:20 Uhr hatten sich die drei Jungen im Alter von 12 Jahren auf der Spielfläche in der Nähe eines dortigen Teichs aufgehalten. Ein unbekannter Mann, welcher einen braunen Schäferhund mit sich führte, näherte sich den Kindern und sprach diese in verdächtiger Weise an. Da die Kinder den Spielplatz daraufhin verließen, kam es zu keinem weiteren Gespräch zwischen dem Mann und den Jungen.

Der Unbekannte wird als ca. 40-50 Jahre alter Mann mit weißgrauem Haar und einem 3-Tage-Bart beschrieben. Zum Zeitpunkt des Vorfalls war er mit einer grauen Hose, einem grauen Sakko und schwarzen Schuhen bekleidet. Weiterhin trug er ein weiß / blau gestreiftes Hemd. Der von dem Mann geführte braune Schäferhund trug an einer seiner Pfoten eine schwarze Socke.

Im Zusammenhang mit dem geschilderten Fall sucht die Polizei nun Zeugen. Personen, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich telefonisch mit der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, Tel. 0931/457-2230, in Verbindung zu setzen.

Nachtrag vom 24.04.2017:

Nach einem Presseanruf der Polizei wegen des verdächtigen Ansprechens von Kindern auf einem Spielplatz in der Schwabenstraße am Donnerstagabend, meldete sich der betreffende Hundehalter am Wochenende bei der Polizei und gab an, dass er nicht die Absicht hatte, die Kinder in verdächtiger Weise anzusprechen. Vielmehr sei es so gewesen, dass die Kinder ihn angesprochen hätten und sich daraus ein Gespräch ergeben hat.

Beim Überholen Wohnanhänger gerammt – drei Verletzte

SCHONDRA, LKR. BAD KISSINGEN. Am Sonntagmittag wollte eine 28-jährige Pkw-Fahrerin auf der A 7 bei Schondra ein niederländisches Wohnwagengespann überholen. Das Manöver endete in einem Unfall.

Beim Überholvorgang kam die Frau auf die linke Fahrbahnbegrenzung, verlor die Kontrolle und fuhr mit ihrem Fahrzeug in den Wohnwagen. Der Aufprall war so stark, dass sich der Anhänger vom Zugfahrzeug löste und erst nach rechts und dann nach links in die Schutzplanke schleuderte. Auch das Zugfahrzeug drehte sich nach dem Einschlag und prallte in die Außenschutzplanke.

Nachdem die Unfallverursacherin noch in die Mittelschutzplanke krachte, blieb sie mit ihrem Mazda auf der linken Fahrspur liegen. Der Wohnanhänger blieb quer zur Fahrbahn stehen und das Zugfahrzeug stand völlig demoliert auf der rechten Spur. Die 28-Jährige wurde mit schweren Verletzungen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Bad Kissingen gebracht. Das niederländische Ehepaar wurde mit Schleudertrauma und Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung ins Krankenhaus Bad Brückenau eingeliefert.

Der Verkehr konnte nach ersten Aufräumungsarbeiten durch die Feuerwehren aus Bad Brückenau und Schondra auf dem Seitenstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Die A 7 war bis kurz vor 16:00 Uhr Richtung Würzburg gesperrt. Der Schaden wird auf 40.000 Euro geschätzt.

In der Nacht Auffahrunfall auf A 3 – Autobahn in Richtung Frankfurt komplett gesperrt

TRIEFENSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. In der Nacht zum Montag war die Autobahn A 3 nach einem Auffahrunfall zwischen den Anschlussstellen Wertheim/Lengfurt und Marktheidenfeld in Richtung Frankfurt stundenlang blockiert. Verletzt wurde niemand. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 25.000 Euro.

Kurz nach Mitternacht war ein 30-Jähriger mit einem Kleintransporter in Richtung Frankfurt unterwegs. Etwa eineinhalb Kilometer vor Marktheidenfeld hatte sein Peugeot einen Defekt und das Fahrzeug kam im dortigen Baustellenbereich auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Ein fünf Jahre älterer Landsmann hinter ihm erkannte dies offenbar zu spät und fuhr mit seinem Pkw stark auf. Die beiden Südosteuropäer kamen mit dem Schrecken davon. Die Fahrzeuge waren aber nach dem Aufprall nicht mehr fahrbereit und blockierten querstehend die beiden Fahrstreifen. Schnell bildete sich ein mehrere Kilometer langer Stau.

In der beengten Baustelle konnten die Verkehrsteilnehmer jedoch keine Rettungsgasse bilden. Polizei und Feuerwehr sowie die Abschleppunternehmen hatten deshalb erhebliche Schwierigkeiten zur Unfallstelle zu gelangen. Beamte der Autobahnpolizei sicherten deshalb die kurze Strecke bis zur Anschlussstelle ab und lotsten die Rettungskräfte und die Bergungsfahrzeuge ausnahmsweise entgegen der Fahrtrichtung zur Unfallstelle. Gegen 03:00 Uhr waren die Bergungs- und Reinigungsarbeiten abgeschlossen und die Fahrstreifen waren wieder ungehindert befahrbar.

Versuchter Einbruch in Einfamilienhaus – Alarmanlage schlägt Täter in die Flucht – Polizei bittet um Zeugenhinweise

STADTPROZELTEN, LKR. MILTENBERG. Im Laufe des Sonntages haben Unbekannte versucht, gewaltsam in ein Einfamilienhaus einzudringen. Offensichtlich hinderte das Auslösen der Alarmanlage am Haus die Täter vor einem weiteren Vorgehen. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg führt die Ermittlungen.

Am Sonntag, zwischen 13:00 Uhr und 18:00 Uhr versuchten Unbekannte in ein Einfamilienhaus „Am Wieselgraben“ einzusteigen. Als die Täter versuchten, die Zugangstür zum Haus gewaltsam zu öffnen, löste nach derzeitigem Sachstand die Alarmanlage aus und schlug die Täter in die Flucht.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg bittet Zeugen, denen im Bereich des Tatorts verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind oder die sonst sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Warnung vor WhatsApp-Kettenbrief – Hinweise der Unterfränkischen Polizei

UNTERFRANKEN. Das Polizeipräsidium Unterfranken haben im Laufe der letzten Tage mehrere Mitteilungen über einen WhatsApp-Kettenbrief erreicht, der insbesondere Kinder in Angst und Schrecken versetzen soll. Bei diesen Kettenbriefen handelt es sich um eine Falschmeldung, einen sogenannten „Hoax“.

 

Symbolbild

Das Polizeipräsidium Unterfranken erreichten über andere Behörden am heutigen Montag Mitteilungen über einen Kettenbrief, der über WhatsApp insbesondere auf den Smartphones von Kindern und Jugendlichen landet und diese in Angst und Schrecken versetzen soll. Es handelt sich hierbei um ein bekanntes Phänomen, welches immer wieder auftaucht. Tatsächlich steckt jedoch keine Gefahr dahinter.

Was genau beinhalten diese Kettenbriefe?

 

„Weiterleiten oder sterben, beziehungsweise sterben lassen“ – viele Kinder entscheiden sich fürs Weiterleiten und verbreiten die Ängste so in andere Kinderzimmer. Fast alle Kettenbriefe dieser Art drohen mit dem Tod des Empfängers oder eines Angehörigen bzw. mit angstmachenden Szenarien und arbeiten mit Zeichen wie schwarzen Kreuzen oder wie in diesem Fall mit Audiodateien, die Kinder in Panik versetzen können. Viele sind nicht in der Lage, solche Kettenbriefe als schlechten Scherz einzuordnen.

Das Polizeipräsidium Unterfranken bittet Eltern, dass Sie auf ihre Kinder achten und sie gezielt auf solche Kettenbriefe ansprechen. Es ist wichtig, die Kinder auf so etwas vorzubereiten und präventiv zu arbeiten, damit das Spiel mit der Angst keinen Erfolg zeigt. Kinder und Jugendliche selbst sollten das Gespräch mit ihren Eltern suchen und solche Nachrichten umgehend löschen, damit diese sich nicht weiter verbreiten.

 

Grundsätzlich sind solche Glücks- und Unglücksbriefe nicht verboten, vorausgesetzt, es wird nicht persönlich gedroht. Wenn man einen besonders bedrohlichen Kettenbrief erhält, ist es sinnvoll, ihre örtliche Polizeidienststelle zu informieren.

PP Unterfranken