Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 01.05.2017

Einsatzgeschehen in der Nacht zum ersten Mai – 76 Polizeieinsätze mit Bezug zur Freinacht

UNTERFRANKEN. In der Nacht zum ersten Mai sind die Beamten der Unterfränkischen Polizei zu rund 250 Einsätzen ausgerückt. In insgesamt 76 Fällen war ein direkter Bezug zur Freinacht herzustellen. Ein herausragendes Ereignis ereignete sich in Eußenheim. Ein regionaler Schwerpunkt konnte nicht verzeichnet werden.

 

In der Zeit zwischen 18:00 Uhr und 06:00 Uhr hatte die Unterfränkische Polizei insgesamt 252 Einsätze (Vorjahr 282) zu absolvieren. 76 (Vorjahr 40) davon standen im direkten Zusammenhang mit den Feierlichkeiten und Geschehnissen zum ersten Mai. Trotz der kühlen Witterung hat sich somit die Zahl der Einsätze im Vergleich zum letzten Jahr nahezu verdoppelt. Ein lokaler Schwerpunkt war jedoch nicht auszumachen.

Die Gründe für die Einsätze waren allesamt typisch. Eine deutliche Zunahme ist im Bereich der Körperverletzungsdelikte festzustellen. Insgesamt mussten die Beamtinnen und Beamten 14 (2) Anzeigen wegen Körperverletzung aufnehmen. Der Grund für die Auseinandersetzungen ist dabei wie so oft im übermäßigen Konsum von Alkohol zu suchen. Beschwerden über Lärm waren in 24 (25) Fällen an die Polizei herangetragen worden. In diesem Jahr rückten die Ordnungshüter zu 13 (7) Sachbeschädigungsdelikten aus, dabei entstand den derzeitigen Erkenntnissen nach insgesamt ein Schaden in Höhe von knapp 10.000 Euro. Auch in den übrigen Fällen hatte der reichliche Alkoholgenuss bei den Feiernden eine nicht unerhebliche Rolle gespielt.

Neun Maibäume wurden in der Freinacht Opfer von Vandalismus. Die Täter nehmen hier nicht nur den Schaden am Baum in Kauf, sondern auch die Gefahr die durch einen unkontrolliert, innerorts umstürzenden Maibaum entsteht. Aber auch der meist alkoholisierte Umgang mit Motorkettensägen stellt eine ernstzunehmende Gefahr dar. Der Versuch einen Maibaum in Eußenheim, Lkr. Main-Spessart, umzusägen konnte durch Zeugen verhindert werden. Nach einer längeren Verfolgungsfahrt durch die Polizeiinspektion Karlstadt konnten drei Tatverdächtige festgenommen werden, siehe folgenden Pressebericht der Polizei Karlstadt.

Pressebericht der Polizeiinspektion Karlstadt:

 

High Noon am Dorfplatz Eußenheim

 

Eußenheim/Lkr. Main-Spessart. Zu einer unschönen Aktion kam es in den frühen Montagmorgenstunden (01.05.) am neu errichteten Maibaum am Dorfplatz in Eußenheim. Dessen Vorgänger war bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag von Unbekannten gefällt worden.

Nun machte sich um 02:20 Uhr eine Gruppe junger Erwachsener daran, den Maibaum abermals umzusägen und hatte schon eine Motorsäge angeworfen. Einige dieser Gruppe sollen dabei vermummt gewesen sein.

Nun wurde eine Gruppe junger Eußenheimer auf die Tätergruppe aufmerksam und machte sich verbal daran, die Vandalen von ihrem Vorhaben abzubringen. Diese ließen von da an den Maibaum außer Acht und gingen mit mehreren Personen gewaltsam gegen die couragierten Eußenheimer vor. Im weiteren Verlauf kam es zu einer unübersichtlichen Schlägerei, bei der ein 17- und ein 24-Jähriger sowie eine 22-Jährige aus der Eußenheimer Gruppe leicht verletzt wurden. Als schließlich noch ein Feuerlöscher zum Einsatz kam, löste sich diese Keilerei auf und einige Schläger flüchteten zu Fuß in Richtung Aschfeld. Als diese von weiteren Helfern verfolgt wurden, kam es zu erneuten körperlichen Attacken. Dabei sollen auch Flaschen geflogen sein.

Mindestens drei Täter begaben sich am Dorfplatz in einen bereitgestellten Pkw Lada mit abgeklebten Kennzeichen und flüchteten mit ihrem fahrbaren Untersatz über die B27 in Richtung Aschfeld. Dabei kam es bei der Abfahrt zu einer erneuten Gefahrensituation, da der Fahrer losfuhr, obwohl noch ein Helfer vor dem Fahrzeug stand und Einer am Außenspiegel hing, um die Weiterfahrt des Lada zu unterhindern. Hierbei kam es zu keine weiteren Verletzten.

Das Fluchtfahrzeug konnte schließlich im Rahmen der Fahndung im Ortsbereich Aschfeld von einer Polizeistreife gesichtet und verfolgt werden. Der Pkw flüchtete über die Ostertalstraße, verlegte schließlich auf unwegsames Gelände bevor die Flucht schließlich an einem Waldstück in der Gemarkung Ofenroth endete.

Der 30-jährige Fahrer aus dem Landkreis Kitzingen und ein weiterer 17-jähriger Tatverdächtiger auf der Rücksitzbank konnten widerstandlos festgenommen werden. Der 23-jährige Beifahrer setzte sich gegen die Festnahme zur Wehr, konnte aber von den Polizeibeamten überwältigt werden. Dabei wurde der junge Mann leicht verletzt. Er muss sich neben der anderen Delikte noch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Die Polizeiinspektion Karlstadt hat die Ermittlungen in dem vorliegenden Fall unter anderem wegen Gefährlicher Körperverletzung und Gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09353/9741-0 zu melden.

Brand einer Scheune – Ursache bislang unklar – Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich

BERGTHEIM – OT DIPBACH, LKR. WÜRZBURG. Zu einem Brand in einer Scheune ist es am Montagvormittag gekommen, die Ursache für den Brand ist bislang unbekannt. Einem Zeugen ist es zu verdanken, dass die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses frühzeitig auf den Brand aufmerksam wurden. Ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl der Scheune konnte trotz der sofort alarmierten Feuerwehren nicht verhindert werden.

Der Notruf erreichte gegen 07:30 Uhr die Integrierte Rettungsleitstelle in Würzburg. Einem zufällig an der Scheune vorbeilaufendem 59-Jährigen ist es zu verdanken, dass die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses in der Hofstraße auf den Brand aufmerksam wurden. Trotz der sofortigen Alarmierung der umliegenden Feuerwehren und deren schnellen Eintreffens, konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl der Scheune nicht mehr verhindert werden. Personen kamen durch das Feuer nicht zu Schaden, der Sachschaden dürfte dem derzeitigen Ermittlungsstand nach im mittleren fünfstelligen Bereich liegen.

Wie es zum Brand kommen konnte, ist momentan Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, welche die Würzburger Kripo übernommen hat. Im Einsatz befanden sich rund 80 Einsatzkräfte der regionalen Feuerwehren und drei Streifen der Polizeiinspektion Würzburg-Land.

Brand eines Pferdestalls – alle Tiere rechtzeitig gerettet – ein Leichtverletzter Feuerwehrmann

WERNECK, OT MÜHLHAUSEN, LKR. SCHWEINFURT. Aus bislang unbekannter Ursache ist es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einem Brand in einer Scheune mit angrenzendem Pferdestall gekommen. Die Tiere konnten noch bevor der Stall vollständig ausbrannte rechtzeitig aus dem Stall befreit werden. Die weiteren Ermittlungen übernahm noch in der Nacht die Kriminalpolizei Schweinfurt.

Kurz nach 03:00 Uhr wurde die integrierte Rettungsleitstelle in Schweinfurt über den Brand des Pferdestalls in der St.-Martin-Straße informiert. Trotz eines sofort alarmierten Großaufgebotes der regionalen Feuerwehren konnte ein vollständiges Ausbrennen des Stalls nicht verhindert werden. Glücklicherweise konnten alle Pferde rechtzeitig aus der Halle gerettet und sechs entlaufende Tiere durch mehrere Helfer und eine Streife der Schweinfurter Polizei wieder eingefangen werden. Ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Wohnhaus konnte durch die Feuerwehr verhindert werden, ein neben dem Stall geparkter Opel fing jedoch Feuer und brannte aus. Bei den Absperrmaßnahmen stürzte ein Feuerwehrmann und brach sich das Handgelenk. Den derzeitigen Ermittlungen nach liegt der Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, welche die Schweinfurter Kripo übernommen hat. Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren aus Werneck, Mühlhausen, Eßleben, Gänheim, Schwanfeld, Bergrheinfeld, Schweinfurt, Zeuzleben und Geldersheim mit insgesamt 148 Einsatzkräften. Die Schweinfurter Polizei befand sich mit fünf Streifen vor Ort.

Unfall bei Residenzlauf – 44-jähriger Teilnehmer des „Handbike-Laufs“ schwer verletzt

WÜRZBURG/INNENSTADT. Zu einem Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten kam es am Sonntag um 15:30 Uhr während des „Handbike – Laufes“ im Rahmen des Würzburger Residenzlaufs im Friedrich-Ebert-Ring. Ein 44-Jähriger Teilnehmer erlitt eine schwere Beinfraktur und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Zwei Teilnehmer im Alter von 53 und 44 Jahren befuhren mit ihren Handbikes die mit Flatterband abgesperrte Rennstrecke. Am Ende des Kurvenbereichs überquerte plötzlich ein Radfahrer mit seinem Mountainbike die Straße trotz der Absperrung und kreuzte die Teilnehmer des Laufes. Die beiden Männer konnten ihn erst zu spät wahrnehmen und deshalb nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen den drei Personen.

Der Mountainbike Fahrer wurde durch den heftigen Aufprall in die Luft geschleudert und stürzte anschließend auf die Straße. Die vor Ort eingesetzte Feuerwehr bemühte sich umgehend die Strecke frei zu räumen, um Folgeunfälle zu vermeiden. In dem Tumult konnte der Unfallverursacher flüchten, ohne sich weiter um die Folgen des Unfalls zu kümmern.

Der 44 – jährige Handbike Fahrer wurde durch den Unfall schwer verletzt. Er erlitt einen offenen Bruch am linken Bein und musste ins Krankenhaus verbracht werden.
Der 53 Jahre alte Mann erlitt nur leichte Abschürfungen und musste nicht behandelt werden.

Weiterhin entstanden hohe Sachschäden an beiden Handbikes. Diese werden zusammen auf etwa 15.000 Euro geschätzt.

Beschrieben wird der flüchtige Radfahrer als 30 – 35 Jahre alt, mit dunkelbraunen kurzen Haaren und bekleidet mit typischer Fahrradkleidung. Sein Mountainbike soll blau / weiß gewesen sein. Außerdem ist anzunehmen, dass er sich bei dem Unfall am Arm verletzt hat.

Hinweise auf die Unfallverursacher nimmt die Würzburger Polizei unter der Telefonnummer 0931/457-2230 entgegen.

 

Vierjähriger aus Hüpfburg katapultiert – mit Rettungshubschrauber ins Krankenhaus

MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Schwere Verletzungen trug ein vierjähriger Junge am Samstagnachmittag beim Besuch einer Freizeitveranstaltung mit Hüpfburgen auf dem Festplatz in der Georg-Mayr-Straße davon. Das Kind erlitt schwere Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

 

Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, befand sich der Vierjährige gegen 16:20 Uhr gerade in einer Hüpfburg mit mittigem Luftpolster, als von der Gegenseite zeitgleich mehrere Kinder sowie ein 14-Jähriger mit Anlauf in das Luftpolster sprangen. Hierdurch wurde der Vierjährige in die Luft und über die Höhenabsperrung katapultiert. Er schlug anschließend aus ca. 3,50 m Höhe auf dem danebenliegenden Kiesbett auf und verlor das Bewusstsein. Da zunächst von schwereren inneren Verletzungen bei dem Kind ausgegangen werden musste, wurde dieses mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Über das tatsächliche Ausmaß der hierbei erlittenen Verletzungen liegen der Polizei derzeit keine weiteren Erkenntnisse vor.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird nun sowohl gegen den 14-Jährigen als auch gegen die vor Ort anwesende Aufsichtsperson des Personals wegen Fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die betreffende Hüpfburg wurde daraufhin bis zum Abschluss der Veranstaltung am 01. Mai 2017 stillgelegt und anschließend einer amtlichen Überprüfung durch den zuständigen TÜV unterzogen. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Marktheidenfeld.

PP Unterfranken