Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 02.05.2017

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Falscher Polizeibeamter am Telefon – insgesamt sieben Fälle am Wochenende und am Maifeiertag – kein Beuteschaden

WÜRZBURG. Gleich in sieben Fällen wurden Würzburger Bürgerinnen und Bürger am Wochenende und am Maifeiertag von einem vermeintlichen Polizeibeamten angerufen. Dieser erkundigte sich nach Bargeld, Wertgegenständen und versuchte persönliche Daten zu erfragen, vermutlich um eine Straftat vorzubereiten.

 

Am Telefon gab sich der Anrufer als Kriminalbeamter zu erkennen. Mal erklärte der Unbekannte, dass eine Einbrecherbande festgenommen worden sei. Bei den Verdächtigen hätte man nun einen Zettel mit der Adresse der Angerufenen gefunden, die selbst und deren Erspartes in akuter Gefahr seien. In einem weiteren Fall wurde eine 78-jährige Würzburgerin gewarnt, dass in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft eingebrochen worden sei. Unter diesen Vorwänden versuchte der Unbekannte Informationen aus dem Lebensalltag der Angerufenen, insbesondere über das Vorhandensein von Bargeld, zu erlangen.

Glücklicherweise kam es zu keinem Beuteschaden, da die Angerufenen vorbildlich reagierten, das Gespräch beendeten und die Polizei alarmierten. Die Polizei warnt diesbezüglich vor der dreisten Betrugsmasche der Straftäter und rät bei solchen Anrufen dazu, keine persönlichen Informationen Preis zu geben, das Gespräch zu beenden und sich selbst bei der örtlichen Polizeidienststelle zu melden.

Nach tödlichem Verkehrsunfall – Zwei Handwerker in einem Pkw als Zeugen gesucht

SCHWEINFURT. Nach einem tödlichen Verkehrsunfall am späten Freitagvormittag sucht die Polizei Schweinfurt zwei Handwerker, die sich in einem silbernen oder weißen Pkw an der Unfallstelle befunden haben. Die zwei ca. 50 Jahre alten Männer können unter Umständen wichtige Angaben zum Unfallhergang machen.

Wie bereits berichtet befuhr am Freitagvormittag ein 64-jähriger Pkw-Fahrer, gegen 10:45 Uhr, den John-F.-Kennedy-Ring in Richtung Niederwerner Straße. Etwa auf Höhe des Edeka-Marktes erfasste der Pkw aus noch ungeklärter Ursache einen 62-jährigen Fußgänger.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass zwei ca. 50 Jahre alte Männer, bekleidet mit weißer Malerbekleidung, in einem weißen bzw. silbernen Pkw, vermutlich einem Kombi, an der Unfallstelle anhielten und sich um den Fußgänger kümmerten. Auf der Windschutzscheibe soll sich ein auffälliger Farbfleck befunden haben. Die Männer äußerten gegenüber einer weiteren Zeugin, dass sie aufgrund eines wichtigen Termins weiter müssten.

Die beiden Zeugen können vermutlich mit ihren Beobachtungen zur Aufklärung des Unfallherganges beitragen und werden dringend gebeten sich mit der Polizei Schweinfurt unter Tel. 09721/202-0 in Verbindung zu setzen.

 

Zwei Schwerverletzte bei Frontalzusammenstoß

PRAPPACH, LKR. HASSBERGE. Schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen haben zwei Autofahrer aus dem Landkreis Haßberge bei einem Frontalzusammenstoß am Montagnachmittag erlitten.

 

Gegen 14.40 Uhr fuhr eine 24-Jährgie mit ihrem Fiat auf der Kreisstraße 23 von Prappach kommend in Richtung Haßfurt. Dabei kam sie aus bislang ungeklärter Ursache mit ihrem Fahrzeug auf den entgegenkommenden Fahrstreifen, wo ihr ein 49 Jahre alter Mann mit seinem Renault Clio entgegenkam. Er erkannte die Gefahr und versuchte noch nach rechts auszuweichen. Dabei bremste er seinen Pkw soweit wie möglich ab. Letztlich konnte er aber durch sein Lenkmanöver den Frontalzusammenstoß mit dem Fahrzeug der Frau nicht verhindern.

Bei der Kollision wurden beide Fahrzeuglenker in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Sie wurden von den Kräften der Feuerwehr aus ihren Autos befreit. Anschließend wurden sie von Rettungshubschraubern zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser geflogen.

Die verständigten Feuerwehr, Rettungs- und Polizeikräfte stellten bei ihrem Eintreffen ein größeres Trümmerfeld quer über die gesamte Fahrbahn fest. Im Fahrzeug der Unfallverursacherin befand sich ein Hund auf der Rücksitzbank. Dieser kam zwar verletzt aus dem Fahrzeug, flüchtete aber danach verstört über die Felder. Der Hund kam am darauffolgenden Morgen der Zeitungsausträgerin entgegen und kann jetzt vom Tierarzt behandelt werden.

An beiden Kraftfahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von ca. 3.500 Euro. Der Kreisbauhof wurde zwecks Beschilderung und Reinigung der Fahrbahn verständigt. Vor Ort waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Prappach, Haßfurt und Königsberg.

Aus Unachtsamkeit mit Gegenverkehr kollidiert – Sechs Personen schwer verletzt

GEISELWIND, LKR. KITZINGEN. Zu einem Unfall mit insgesamt sieben Verletzten, davon sechs schwer, kam es am Montagabend auf der Wiesentheider Straße in Ortsbereich von Geiselwind. Die Staatsstraße musste aufgrund der Verschmutzung für drei Stunden komplett für den Verkehr gesperrt werden.

Ein 19-jähriger Fahranfänger befuhr am Montagabend, gegen 18:00 Uhr, die Wiesentheider Straße in Richtung Schlüsselfeld. Offensichtlich als der junge Mann kurz abgelenkt war, geriet er mit seinem VW Golf auf die Gegenfahrbahn und stieß dort mit dem Ford Mondeo einer 27-jährigen Frau zusammen. Dabei wurden beide Fahrzeuge seitlich aufgerissen.

Alle vier Insassen im Golf erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen und mussten in verschiedene Krankenhäuer verbracht werden. In dem Ford Mondeo wurden zwei Insassen schwer und ein weiterer leicht verletzt. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungshubschraubern, vier Krankenwägen, sowie zwei Notärzten im Einsatz und versorgte die Verletzten.

Die FFW Geiselwind war mit 20 Einsatzkräften vor Ort und kümmerten sich um die Bergung der Verletzten und übernahm die Verkehrsregelung. Die Staatsstraße musste aufgrund der Verschmutzung für drei Stunden komplett für den Verkehr gesperrt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 10.000 Euro.

Einkaufstasche überführt Einbrecher – Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 01.05.2017

WÜRZBURG / SANDERAU. Gleich zweimal innerhalb weniger Tage hatte sich offensichtlich ein 31-Jähriger widerrechtlich Zutritt zu einer Wohnung verschafft. Bei dem zweiten Einbruch am Samstagmittag wurde dem Tatverdächtigen eine auffällige Einkaufstasche zum Verhängnis. Der Mann konnte aufgrund der guten Beschreibung kurz nach der Tat festgenommen werden. Am Sonntagvormittag erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl.

Wie bereits am Mittwoch berichtet, hatte die Inhaberin einer Wohnung in der Virchowstraße am Dienstagnachmittag bemerkt, dass sich eine fremde Person dort aufhält. Noch bevor sie diese richtig sehen konnte, rannte ein Mann davon und flüchtete über das Treppenhaus ins Freie. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Würzburger Polizei ergab zum damaligen Zeitpunkt keine weiteren Hinweise. Der Täter machte keine Beute, auch Einbruchspuren waren nicht feststellbar.

Am Samstagmittag drang dem derzeitigen Sachstand nach der 31-Jährige erneut in die Wohnung ein. Nachdem der Tatverdächtige die Wohnung verlassen hatte, kam es vor dem Mehrfamilienhaus dann zu einer zufälligen Begegnung zwischen dem 31-Jährigen und den beiden gerade zurückkehrenden Wohnungsinhaberinnen. Die beiden Schwestern wunderten sich noch über den Mann, der er eine auffällige, pinkfarbene Einkaufstasche trug. Kurz nachdem die beiden Frauen ihre gemeinsame Wohnung betreten hatten, stellten sie fest, dass erneut eingebrochen worden war und in diesem Fall auch verschiedene Gegenstände entwendet worden waren. Anhand ihrer fehlenden pinken Einkaufstasche kombinierten die Frauen, dass es sich bei dem Unbekannten mit der auffälligen Tasche vor dem Haus, um den Täter gehandelt haben muss.
Einer sofort alarmierten Streife der Würzburger Polizei fiel der Tatverdächtige aufgrund der guten Personenbeschreibung durch die jungen Frauen und der sehr markanten Einkaufstasche in der Bismarckstraße auf. Aufgefundenes Diebesgut in der Tasche erhärtete den Tatverdacht gegen den 31-Jährigen soweit, dass die Beamten den Mann vorläufig festnahmen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde er am Sonntagvormittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Diebstahls im besonders schweren Fall. Anschließend überstellten die Beamten den Beschuldigten einer Justizvollzugsanstalt. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

PP Unterfranken