Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 02.06.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Tätlicher Angriff im Gerichtssaal – Angeklagter greift 49-Jährigen an – Polizeibeamter bei Widerstandshandlung leicht verletzt

WÜRZBURG / INNENSTADT. Während einer Pause in einer Gerichtsverhandlung hat ein wegen versuchten Totschlags Angeklagter einen Medienvertreter tätlich angegriffen. In der Folge wurde dies durch einen Polizeibeamten sofort unterbunden und es entstand ein Gerangel zwischen dem Beamten und dem Beschuldigten. Der Angeklagte wurde überwältigt, ein Beamter erlitt bei der Widerstandshandlung des 28-Jährigen leichte Verletzungen.

Gegen 16.00 Uhr war es im Gerichtssaal des Landgerichtes Würzburg in der Ottostraße zu einem Zwischenfall gekommen. Bei der Verhandlung eines versuchten Totschlags hatte sich das Gericht vor der Urteilsverkündung zurückgezogen. Der Angeklagte lief in der Verhandlungspause überraschend auf einen 49-jährigen Medienvertreter zu und griff diesen über die Absperrung hinweg tätlich an.

Ein Polizeibeamter ging sofort dazwischen und zog den Angeklagten von dem 49- Jährigen weg. Daraufhin griff der Beschuldigte auch den Polizisten an. Als der Beamte in einem Gerangel zu Boden stürzte, versuchte der 28-Jährige zudem nach dessen Waffe zu greifen. Dies wurde sofort unterbunden und gemeinsam mit einem weiteren Beamten wurde der Angeklagte schließlich überwältigt.

Der Polizeibeamte erlitt leichte Verletzungen, war aber weiterhin dienstfähig. Der Reporter blieb glücklicherweise unverletzt. Aufgrund des Vorfalls wurde die Urteilsverkündung vertagt. Der Angriff des Angeklagten stand offenbar in Zusammenhang mit einer psychischen Störung, die ein Sachverständiger bereits in der Hauptverhandlung zuvor festgestellt hatte. Der Angeklagte, gegen den nun unter anderem auch ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet wird, wurde im Anschluss erneut in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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Schwerer Unfall beim Überqueren von Bahngleisen – 25-Jähriger verstorben

ASCHAFFENBURG. Bei einem Unfall auf den Bahngleisen unweit des Aschaffenburger Hauptbahnhofs ist am Donnerstagnachmittag ein junger Mann ums Leben gekommen. Dem Sachstand nach hatte der 25-Jährige zu Fuß die Gleise überquert und war von einem ICE erfasst worden. Die Aschaffenburger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der 25-Jährige aus Hessen hatte gegen 15.45 Uhr von der Innenstadt her kommend die Bahngleise in Richtung Strietwald betreten. Auf den dort verlaufenden Gleisen wurde der Mann von einem aus dem Hauptbahnhof in Richtung Frankfurt herannahenden ICE etwa einen Kilometer nach dem Aschaffenburger Hauptbahnhof erfasst. Der Geschädigte erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Der Zugführer erlitt einen Schock und musste den Dienst abbrechen.

Den Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg zufolge spricht derzeit alles für ein Unfallgeschehen. Die Bahnstrecke musste im Anschluss an den Unfall bis 18.00 Uhr komplett gesperrt werden.

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Nach Raubüberfallen in Stockstadt – Drei Täter in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

STOCKSTADT A. MAIN / GEISELBACH /GROßOSTHEIM-RINGHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg kann nach zwei bewaffneten Raubüberfallen in Stockstadt am Main die Festnahme von drei Tatverdächtigen vermelden. Diese befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

 

Nach intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg erfolgte nach den bewaffneten Raubüberfällen auf eine Spielhalle und eine Tankstelle in Stockstadt im Monat Mai die Festnahme von drei Tatverdächtigen. Diese wurden am Mittwoch im Rahmen von Wohnungsdurchsuchungen bei den drei Männern vollzogen.

Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass die drei Festgenommenen ebenfalls für einen Raub im Bereich Geiselbach Anfang Mai und für einen bewaffneten Raubüberfall auf einen Nahkauf in Großostheim im März als Täter in Frage kommen.

Bei den Tatverdächtigen handelt sich es sich um zwei Jugendliche und einen Heranwachsenden aus dem Raum Aschaffenburg. Bei der bei den Taten verwendeten Schusswaffe handelte es sich nach derzeitigem Ermittlungsstand um eine Schreckschusspistole.

Die drei Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Donnerstagmorgen der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Gegen alle Tatverdächtige wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen und sie wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Einbruch in Autohaus – 59-Jähriger auf der Flucht festgenommen – Ein Täter flüchtig

GROßHEUBACH, LKR. MILTENBERG. Zwei Einbrecher drangen am späten Dienstagabend gewaltsam in ein Autohaus ein und brachen mehrere Schränke auf. Ein 59-Jähriger konnte durch die Polizei Miltenberg auf frischer Tat ertappt und nach kurzer Flucht festgenommen werden, dem zweiten Täter gelang die Flucht. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Miltenberg.

Am späten Dienstagabend, gegen 23:45 Uhr, ging bei der Polizei Miltenberg die Mitteilung über einen Einbruchalarm in einem Autohaus im Auweg ein. Die sofort zum Einsatzort beorderte Streifenbesatzung, traf nach ihrem Eintreffen, bei der Überprüfung des Autohauses auf einen Tatverdächtigen. Dieser flüchtete in Richtung Staatsstraße und versteckte sich im hohen Gras einer angrenzenden Pferdekoppel. Die Ordnungshüter ließen sich jedoch nicht täuschen, forderten den Mann auf, die Flucht zu beenden und konnten ihn schließlich widerstandslos festnehmen. Anschließend brachten die Polizisten den 59-Jährigen aus dem Main-Kinzig-Kreis zur Dienststelle der Polizeiinspektion Miltenberg, dort verbrachte er die Nacht in einem Haftraum.

Wie die weiteren Ermittlungen der Miltenberger Polizei ergeben haben, drangen die Täter gewaltsam über ein Fenster in das Autohaus ein und brachen, auf der Suche nach Beute, mehrere Schränke auf. Durch das schnelle Eintreffen der Polizei, nach dem Eingang des Alarms, sind die Täter in ihrem Vorhaben gestört worden und flüchteten. Im Rahmen der Fahndung konnte im näheren Umfeld des Autohauses das Fahrzeug der Täter, ein grauer KIA aus dem Main-Kinzig-Kreis, sichergestellt werden. Der durch den Einbruch verursachte Sachschaden beläuft sich auf mindestens 2.000 Euro.

Der flüchtige Täter kann wie folgt beschrieben werden:

  • ca. 175 cm groß
  • ca. 50 Jahre alt
  • kurze, mittelblonde Haare

Zeugen, die in der Tatnacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 09371/945-0 zu melden. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kann es nicht ausgeschlossen werden, dass sich der flüchtige Täter im Tatortbereich versteckt hatte und versuchte, per Anhalter weiter zu kommen.

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Mitteilung über Randalierer – 24-Jähriger leistet Widerstand

BAD KISSINGEN. Am späten Dienstagabend wurde eine Streifenbesatzung der Bad Kissinger Polizei während eines Einsatzes von einem 29-Jährigen körperlich angegangen. Die Beamten blieben unverletzt. Der Angreifer wurde anschließend in Gewahrsam genommen.

 

Der Wirt einer Gaststätte in der Maxstraße verständigte gegen 23:00 Uhr die Polizei und teilte einen aggressiven Gast mit. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Kissingen begab sich zur Örtlichkeit. Während der Erhebung seiner Personalien ging der deutlich alkoholisierte 29-Jährige plötzlich auf die Beamten zu und holte zum Schlag gegen sie aus. Diese konnten jedoch schnell genug reagieren und blieben unverletzt. Sie legten dem Mann Handfesseln an und nahmen ihn mit auf die Wache.

Der Mann wurde leicht verletzt und ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Anschließend wurde er zur Unterbindung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen und musste den Rest der Nacht in der Haftzelle verbringen. In erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Versuchter Einbruch – Hoher Sachschaden – Polizei hofft auf Hinweise

RETZSTADT, LKR. MAIN-SPESSART. Zu einem versuchten Einbruch in ein Einfamilienhaus ist es im Laufe des Dienstages gekommen. Die weiteren Ermittlungen führt die Karlstadter Polizei und hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand, scheiterte ein Unbekannter am Dienstag, in der Zeit von 08:00 Uhr bis 14:30 Uhr, mit dem Versuch die Haustür eines Wohnhauses in der Beetenstraße aufhebeln. Die Tür hielt den Aufbruchversuchen stand und der Täter entfernte sich in unbekannte Richtung. Dabei entstand jedoch ein hoher Sachschaden von mehreren hundert Euro.

Zur Aufklärung der Tät setzt die Polizeiinspektion Karlstadt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 09353/9741-0 zu melden.

Versuchter Einbruch – Hund vertreibt Einbrecher – Polizei setzt auf Hinweise

DETTELBACH, OT EFFELDORF, LKR. KITZINGEN. In der Nacht von Montag auf Dienstag hat ein unbekannter Täter versucht die Haustür eines Wohnhauses aufzuhebeln. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Kitzingen und hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand probierte ein Unbekannter gegen 01:30 Uhr die Haustür eines Wohnhauses in der Straße Dettelbach-Bahnhof aufzuhebeln. Die Zusatzsicherung an der Tür hielt den Aufbruchversuchen jedoch stand und der Täter konnte die Tür nur einen Spalt öffnen. Durch die Geräusche wurde der Hund im Haus, ein Dalmatiner, auf den Einbrecher aufmerksam, verbellte ihn und sorgte damit für die Flucht des Täters. An der Haustür entstand lediglich geringer Sachschaden.

Zur Aufklärung der Tät setzt die Polizeiinspektion Kitzingen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 09321/141-0 zu melden.

Nach Chemikalienfund im Keller – mehrere Wohnhäuser vorübergehend evakuiert

BAD KISSINGEN. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stießen Einsatzkräfte der Feuerwehr in einem Wohnhaus in der Bad Kissinger Theresienstraße auf diverse Chemikalien. Aufgrund der von diesen Stoffen ausgehenden Gasentwicklung wurden neben dem betroffenen Haus auch die umliegenden Gebäude vorübergehend evakuiert.

In den späten Mittwochabendstunden wurde die Feuerwehr Bad Kissingen zum Auspumpen eines Kellers in der Theresienstraße alarmiert. Offenbar war es auf Grund der starken Regenfälle der letzten Tage zu einem Rückstau gekommen, der die ca. 100 m2 großen Räume unter Wasser setzte. Im Laufe der Abpumparbeiten wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf diverse Behältnisse in einem der Kellerräume aufmerksam, die mit Chemikalien gefüllt waren. Auffällig war auch eine erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration. Die Feuerwehr unterbrach darauf sofort die weiteren Abpumpmaßnahmen.

Da die Gaskonzentration im Einsatzverlauf weiter anstieg, wurden neben dem Wohnhaus auch die umliegenden Gebäude evakuiert. Hierzu kamen weitere Feuerwehren des Landkreises und Einsatzkräfte des Roten Kreuzes zum Einsatz.

Gegen 05:00 Uhr konnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Verletzt wurde niemand.

Nach dem aktuellen Sachstand handelt es sich um diverse Chemikalien aus dem Bestand eines ehemaligen medizinischen Labors, darunter auch Stoffe, die mit Wasser reagieren können. Sicherheitshalber wurde der Keller verschlossen.
Die Abteilung Sicherheit und Ordnung des Landratsamts Bad Kissingen war bereits in der Nacht vor Ort und führt derzeit weitere erforderliche Maßnahmen durch. Es werden verschiedene Proben genommen und untersucht. Um Gefahren auszuschließen werden unter anderem vorsorglich das Kanal- und das Trinkwassersystem überprüft. Die zuständigen Fachbehörden sind vor Ort, um die Situation zu bewerten.

Im Laufe des heutigen Tages werden Spezialkräfte des Landeskriminalamtes in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der örtlichen Feuerwehr nach der Ursache für die Kohlenmonoxidkonzentration suchen und die Gefahrstoffe beseitigen. Im Verlauf des Einsatzes kann es zu Verkehrsbehinderungen im direkten Umfeld kommen.

Nachtragsmeldung 14:00 Uhr

Da sich in dem betroffenen Keller noch giftige Chemikalien befinden bzw. aufgrund der Wassermengen entstanden sein könnten, werden ab 15:00 Uhr speziell geschulte Einsatzkräfte das Gebäude durchsuchen. Als Vorsichtsmaßnahme für diesen Einsatz werden die Bewohner der Hausnummern Theresienstraße 23 bis 25 evakuiert.

PP Unterfranken