Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 04.01.2017

Hans / Pixabay

Nach Widerstand gegen Polizeibeamte und versuchter gefährlicher Körperverletzung – 20-Jähriger in Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 04.01.2017

SCHWEINFURT. Ein 20-jähriger Bewohner einer Asylbewerberunterkunft sitzt seit Mittwochnachmittag in Haft. Der Anklage der Staatsanwaltschaft Schweinfurt folgend verurteilte das Amtsgericht Schweinfurt den Mann einen Tag nach der Tat wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die Ermittlungen führte die Polizeiinspektion Schweinfurt.

 

In der Nacht zum Dienstag, gegen 00.35 Uhr, waren mehrere Streifen der Schweinfurter Polizei zu der Asylbewerberunterkunft im Kasernenweg ausgerückt. Der Sicherheitsdienst hatte die Beamten um Unterstützung gebeten, nachdem es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern im Alter von 20 und 28 Jahren gekommen war. Letzterer hatte dabei eine blutende Wunde im Gesicht erlitten. Beim Versuch dazwischen zu gehen schlug der 20-Jährige mit einer Keramikscherbe nach einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Dieser konnte noch rechtzeitig ausweichen und blieb unverletzt.

Die Schweinfurter Polizei nahm den 20-jährigen algerischen Staatsangehörigen in Gewahrsam. Auf dem Weg zum Streifenwagen wollte sich der 20-Jährige losreißen und schlug einem Beamten mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Dieser wurde dadurch leicht verletzt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden noch in der Nacht die Ermittlungen intensiv vorangetrieben und die vorläufige Festnahme zur Durchführung der Hauptverhandlung gegen den 20-Jährigen angeordnet.

Am Mittwochnachmittag wurde der in der jüngeren Vergangenheit wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getretene 20-Jährige nur einen Tag nach der Tat verurteilt. Das Amtsgericht Schweinfurt verhängte gegen ihn eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten ohne Bewährung. Die Beamten brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.

Verdacht des Konsums von Kräutermischungen – 39-Jähriger verstorben

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 04.01.2017

WÜRZBURG. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist ein 39-Jähriger tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kripo, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt werden, spricht einiges dafür, dass der Mann nach dem Konsum einer Kräutermischung gestorben ist. Ein toxikologisches Gutachten steht allerdings noch aus.

Gegen 11.00 Uhr war der Mann von einem Zeugen leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden. Dieser alarmierte Polizei und Rettungsdienst. Ein Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod des 39-Jährigen feststellen. Nachdem die Todesart unklar war, übernahm die Kripo Würzburg die weiteren Ermittlungen. Rasch ergaben sich Hinweise auf einen möglichen Drogen- bzw. Konsum von Kräutermischungen. So wurden in der Wohnung des Mannes Utensilien aufgefunden, die auf den Konsum einer solchen Mischung hindeuten.

Auf Antrag der Würzburger Staatsanwaltschaft erfolgte eine Obduktion des Leichnams. Hinweise darauf, dass eine Fremdeinwirkung eine Rolle gespielt haben könnte, ergaben sich nicht. Das Ergebnis der sich jetzt anschließenden toxikologischen Untersuchung steht noch aus. Dieses wird wohl erst in einigen Wochen vorliegen.

Auch wenn derzeit noch nicht abschließend der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kräutermischungen und dem Tod des 39-Jährigen beurteilt werden kann, so warnt das Polizeipräsidium Unterfranken weiter eindringlich vor dem Rauschmittel:

  • Die Wirkungen und Nebenwirkungen sind bei diesen Stoffen absolut unberechenbar.
  • Die Zusammensetzung gefährlicher Inhaltsstoffe variiert im Herstellungsprozess und kann letztlich eine tödliche Wirkung entfalten.
  • Auch bei wiederholtem Missbrauch der Stoffe kann man sich nie darauf verlassen, dass bei gleichem Produktnamen dieselben Inhaltsstoffe verwendet werden.
  • Der oftmals auch verwendete Name „legal highs“ ist irreführend, denn wenn die Polizei diese Stoffe sicherstellt, werden auch grundsätzlich ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet und die Substanzen nach verbotenen Inhalten untersucht.

Audiodatei

Tätliche Auseinandersetzung vor Asylbewerberunterkunft

SCHWEINFURT. Aufgrund von Streitigkeiten zwischen zwei Jugendgruppen ist es in der Nacht zum Mittwoch vor der Unterkunft in der Hohmannstraße zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen und Heranwachsenden gekommen. Vier von ihnen erlitten Verletzungen. Die Schweinfurter Polizei leitete strafrechtliche Ermittlungsverfahren ein.

 

Dem Sachstand nach war es zunächst zu einer verbalen Streitigkeit in der Stadtgalerie zwischen den zum Teil alkoholisierten Jugendlichen gekommen. Diese endete vor der Unterkunft in der Hohmannstraße darin, dass mindestens sieben von ihnen im Alter von 14 bis 18 Jahren u.a. mit Holzlatten auf vier weitere Jugendliche einschlugen. Auch ein Messer soll im Spiel gewesen sein. Letztere im Alter von 17 und 18 Jahren erlitten zum Teil nicht unerhebliche Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert.

Die Schweinfurter Polizei konnte insgesamt sieben Tatverdächtige identifizieren. Gegen sie wird jetzt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

PP Unterfranken