Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 05.08.2016

Eine Person bei Dachstuhlbrand leicht verletzt – Brandursache noch unklar

HASLOCH, LKR. MAIN-SPESSART. Aus bislang noch ungeklärter Ursache ist am Freitagnachmittag der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte in Brand geraten. Ein Bewohner wurde durch Rauchgasintoxikation leicht verletzt und vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen zur Brandursache inzwischen übernommen.

 

Gegen 15.20 Uhr war die Mitteilung über den Brand bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen. Als die Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Marktheidenfeld an der Doppelhaushälfte im Wüstenrothweg eintraf, war die Feuerwehr bereits mit Löscharbeiten beschäftigt. Die Löschmannschaften hatten die Flammen schnell im Griff, konnten jedoch nicht mehr verhindern, dass auch die andere Hälfte des Doppelhauses in Mitleidenschaft gezogen wurde. Neben einem leicht verletzten Bewohner kamen bei dem Feuer keine weiteren Personen zu Schaden.

Im Einsatz befanden sich knapp 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Hasloch, Altfeld, Kreuzwertheim, Hasselberg, Faulbach und Schollbrunn sowie eine Besatzung des Rettungsdienstes und ein Notarzt.

Wie das Feuer entstehen konnte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen, die bereits die Kriminalpolizei Würzburg übernommen hat. Durch das Feuer entstand ein erheblicher Sachschaden, der zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht näher beziffert werden kann.

Polizeieinsatz in Justizvollzugsanstalt – Häftling drohte mit Selbstverletzung

ASCHAFFENBURG. Am Freitagmittag ist es in der Justizvollzugsanstalt in Aschaffenburg zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein Häftling hatte gedroht, sich mit einer Rasierklinge selbst zu verletzten. Der Mann wurde von einem Spezialeinsatzkommando überwältigt. Er wird aktuell in einem Krankenhaus versorgt und anschließend in eine andere Justizvollzugsanstalt verlegt.

Kurz vor 12.00 Uhr sollte der 32-jährige Häftling von Justizbeamten in eine andere Justizvollzugsanstalt gebracht werden. Damit war der Mann offenbar nicht einverstanden. Um die Verlegung zu verhindern, griff er in seiner Zelle zu zwei Rasierklingen und drohte, sich selbst damit zu verletzen.

Unmittelbar nach Eingang der Mitteilung bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken machten sich mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Aschaffenburg auf den Weg. In der Folge wurden auch die Verhandlungsgruppe der Unterfränkischen Polizei und ein Spezialeinsatzkommando hinzugezogen. Bis zum Eintreffen der Unterstützungskräfte hatte sich der Häftling mit einer Rasierklinge bereits oberflächliche Verletzungen an seinem Arm zugefügt. Er ließ sich auch nicht von den für derartige Einsatzsituationen besonders geschulten Beamten der Verhandlungsgruppe zum Aufgeben bewegen. Aus diesem Grund musste er vom Spezialeinsatzkommando kurz nach 15.30 Uhr in seiner Einzelzelle überwältigt werden.

Einsatzkräfte kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Der leicht verletzte 32-Jährige kam mit einem Rettungswagen vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus. Im Anschluss folgt die planmäßige Verlegung in eine andere Justizvollzugsanstalt.

Arbeitskollegen in Streit geraten – 38-Jährigen mit Messer bedroht – Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der StA Schweinfurt

BAD KISSINGEN. Am frühen Donnerstagabend ist es in der Bad Kissinger Innenstadt zu einem Konflikt zwischen mehreren Arbeitskollegen gekommen. Dabei kam auch ein Messer zum Einsatz. Noch am Abend wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Schweinfurter Kriminalpolizei hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt die Ermittlungen aufgenommen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren gegen 18.15 Uhr zwei Männer dem 38-Jahre alten Mitteiler in der Bismarkstraße gegenüber getreten. Zwischen den Männern war es in der Folge zu einer Auseinandersetzung gekommen, deren Ablauf unter anderem durch Vernehmungen noch detailliert geklärt werden muss. Der 38-Jährige setzte sich gegen einen vermeintlichen Messerangriff mit Pfefferspray zur Wehr. Die Tatverdächtigen entfernten sich daraufhin mit einem silbernen Pkw vom Tatort. Dem Vorfall am Abend war offenbar ein Streit der Männer, die allesamt Kollegen sind, auf der Arbeit voraus gegangen.

Der 38-Jährige verständigte im Anschluss sofort über Notruf die Bad Kissinger Polizei, die mit mehreren Streifen die Fahndung aufnahm. Währenddessen versorgte der Rettungsdienst die leichten Verletzungen des Mannes, der auch ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurde. Auch dank der guten Hinweise des Zeugen nahmen Polizeibeamte 1,5 Stunden später zwei Tatverdächtige fest. Die Männer im Alter von 33 und 58 Jahren mussten die Polizisten zur Dienststelle begleiten und die Nacht in der Arrestzelle verbringen. Bei einem der beiden stellten die Beamten ein Messer sicher, das als Tatwaffe in Frage kommt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden die beiden Beschuldigten nach Abschluss der Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei Schweinfurt dauern unterdessen weiterhin an.

Zur vollständigen Klärung des Tatherganges könnten die Aussagen von Zeugen wertvolle Hinweise bringen. Personen, die die Streitigkeit beobachtet haben oder sonst sachdienliche Angaben machen können, werden dringend gebeten, sich bei der Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721-202-1731 zu melden.

 

Nach Übergriffen auf Zuwanderer – Kripo ermittelt in zwei Fällen – Wer kann sachdienliche Hinweise geben?

LOHR UND NEUSTADT AM MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Im Juli und August soll es jeweils zu Übergriffen auf zum Teil minderjährige Zuwanderer gekommen sein. Drei junge Männer erlitten dabei Verletzungen und wurden im Krankenhaus ambulant behandelt. In beiden Fällen hat die Kriminalpolizei Würzburg die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährlichen Körperverletzung übernommen.

 

Wie bereits berichtet, sollen ein 17-jähriger Iraker und ein gleichaltriger Syrer am späten Montagabend im Bereich der Megingaudstraße in Neustadt am Main auf vier Unbekannte getroffen sein. Laut Zeugenangaben sollen die beiden Jugendlichen aus nach wie vor noch ungeklärter Ursache von den Tätern angegriffen, geschlagen und dann noch am Boden liegend getreten worden sein. Nachdem im Nahbereich ein Fahrzeug auftauchte, sollen die Täter von ihren Opfern abgelassen haben und zu Fuß in unbekannte Richtung geflüchtet sein.

Beide 17-Jährige erlitten bei dem Vorfall Prellungen. Zudem wurde bei dem Syrer eine leichte Kratzwunde am Hals und bei seinem Wegbegleiter eine etwa fünf Zentimeter lange Schnittwunde am Unterarm festgestellt. Nach dem Angriff begaben sich die Verletzten in ein Krankenhaus und wurden dort ambulant behandelt. Nach der ärztlichen Versorgung verließen beide die Klinik auf eigenen Wunsch. Erst am Dienstag meldeten die Geschädigten den Vorfall bei der Polizeiinspektion Lohr und erstatteten dort Anzeige gegen Unbekannt.

 

Sie konnten allerdings nur einen Täter wie folgt beschreiben:

  • Männlich
  • Ca. 20 Jahre alt
  • Schlanke Figur
  • Trug „Basecap“

 

Die Geschädigten sind beide in einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Landkreis Main-Spessart untergebracht. Ein 18-jähriger Afghane, der ebenfalls dort wohnhaft ist, soll bereits am Sonntag, den 24. Juli 2016, von unbekannten Tätern auf einem Radweg zwischen Wombach und Rodenbach angegriffen worden sein. Obwohl eine Betreuerin diesen Verdacht geäußert hatte, war der Sachverhalt zunächst jedoch unklar. Gegenüber den Polizeibeamten äußerte der 18-Jährige nämlich zunächst, sich seine Verletzungen durch einen Fahrradsturz zugezogen zu haben. Um die Herkunft der Verletzungen zweifelsfrei zu klären, übernahm zunächst die Polizeiinspektion Lohr am Main die weiteren Ermittlungen.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand, der sich erst im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall Neustadt am Main ergab, hatte der 18-Jährige am 23. Juli den Samstagabend auf der Lohrer Spessart-Festwoche verbracht. Als er sich kurz nach Mitternacht mit seinem Fahrrad auf den Nachhauseweg machte, sei es auf dem Radweg in Richtung Rodenbach, auf Höhe des mainseitig gelegenen Grillplatzes, zu dem Übergriff gekommen. Von drei Männern und einer Frau sei er plötzlich vom Fahrrad gestoßen und in der Folge geschlagen worden. Er zog sich dem Sachstand nach Prellungen und eine Risswunde an der Lippe zu und ließ sich am Tattag ebenfalls in einem Krankenhaus ambulant behandeln. Offenbar hatte der Geschädigte aus ungeklärter Ursache kein Interesse, den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Erst im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Fall Neustadt bestätigte der 18-jährige den Verdacht, den die Betreuerin bereits vor knapp zwei Wochen geäußert hatte.

 

Auch in diesem Fall liegt lediglich von einem Täter eine brauchbare Personenbeschreibung vor:

  • Männlich, athletische Figur
  • 20 bis 25 Jahre alt und 1,85 bis 1,90 Meter groß
  • Mittelblonde Haare, seitlich abrasiert
  • Trug Jeans, dunkelblaues T-Shirt und Armband am rechten Arm
  • Sprach deutsch

 

Sowohl im Fall Neustadt als auch im Fall Rodenbach gibt es aktuell keine konkreten Hinweise, die fremdenfeindliche Motive der Täter begründen würden. Da solche allerdings nicht ausgeschlossen werden können, übernahm in beiden Fällen die Kriminalpolizei Würzburg die weiteren Ermittlungen. Geprüft wird dabei auch, inwieweit die beiden Taten möglicherweise im Zusammenhang stehen könnten.

 

Bei der Aufklärung der Taten setzt der Sachbearbeiter der Kripo Würzburg auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer möglicherweise eine der Auseinandersetzungen beobachtet hat oder nähere Hinweise zu den Tätern geben kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Aufgrund der aktuellen Vorfälle sind auch die Beamten der für die Flüchtlingsunterkunft zuständigen Polizeiinspektion Lohr am Main besonders sensibilisiert.

Falsche Handwerker unterwegs – Kripo ermittelt – Wer kennt den Täter?

ASCHAFFENBURG. Nachdem eine 85-Jährige am späten Dienstagvormittag Opfer dreister Trickdiebe wurde, hat die Kripo Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Beamten bitten jetzt um Hinweise von Zeugen.

Wie bereits berichtet, klingelte es am Dienstag gegen 11.30 Uhr an der Haustüre der Frau in einem Mehrfamilienhaus in der Nelseestraße. Ein Mann schilderte der Seniorin, dass er ins Haus müsse, da es einen Rohrbruch in einem Nachbaranwesen gegeben habe. Die 85-Jährige öffnete ihm daraufhin die Haustüre und kurze Zeit später stand der dreiste Dieb vor der Haustüre der Frau. Er verschaffte sich dann Zutritt zu der Wohnung, indem er behauptete, dass im Bad die Wasserhähne aufgedreht werden müssten. Dabei handelt es sich um ein typisches Ablenkungsmanöver, das die Täter bei dieser Masche anwenden.

In der Folge sorgte der Täter dafür, dass die Wohnungstüre nicht zufiel und begab sich mit der Seniorin ins Badezimmer. Dies nutzte vermutlich eine zweite Person aus, gelangte unbemerkt in die Wohnung und durchsuchte diverse Schränke im Wohn- und Schlafzimmer. Mit einer Beute in Höhe von mehreren hundert Euro türmten die Täter letztlich.

Von dem falschen Handwerker, der geklingelt hatte, liegt folgende Beschreibung vor:

  • Circa 40 Jahre alt, etwa 170 Zentimeter groß, schwarze kurze Haare, keinen Bart und keine Brille, bekleidet mit beigefarbenem Blouson mit dunklen Bündchen und einem goldenen Ehering an der Hand.

Von dem zweiten Täter liegt keine Beschreibung vor. Evtl. finden sich ja Zeugen, die die beiden vor dem Haus im Bereich der Nelseestraße gesehen haben. Besonders wichtig wären auch Hinweise auf ein Fahrzeug, das die beiden benutzt haben könnten. Anrufe bitte an die Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732.

 

 

Verkehrsunfall mit Bus und Kleintransporter – 14 Kinder und 3 Erwachsene glücklicherweise nur leicht verletzt

SCHWEINFURT. Einen Schutzengel im Gepäck hatte am Freitagmorgen offensichtlich eine Feriengruppe aus dem Raum Schweinfurt. Die Kinder waren mit ihren Betreuern unterwegs zu einem Ausflug, als sie mit einem Kleintransporter kollidierten. Glücklicherweise gibt es nur Leichtverletzte zu vermelden, die vorsorglich allesamt vom Rettungsdienst betreut und in Kliniken gebracht wurden.

 

Der Fahrer des Busses hatte gegen 07:45 Uhr dem Sachstand nach vor, von der Ludwigstraße aus die zweispurige Landwehrstraße zu kreuzen. Ein von rechts auf der linken Spur heran nahender Lkw wollte den Bus durchfahren lassen. Als der Omnibus sich in Schrittgeschwindigkeit über die Kreuzung vortastete, fuhr hinter dem Lkw auf der rechten Spur ein vorfahrtsberechtigter Kleintransporter heran, erkannte den Bus offenbar zu spät und streifte mit dessen linker Fahrzeugseite die Front des Busses.

Der Omnibus, der im Rahmen eines Ferienprogrammes unterwegs gewesen war, hatte 14 Kinder aus Stadt und Landkreis Schweinfurt samt zwei Begleitpersonen an Bord. Durch den Unfall wurden im Bus neben den beiden Betreuern auch die 14 Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren leicht verletzt. Die Kinder wurden vom Rettungsdienst vor Ort betreut und vorsichtshalber zur Versorgung in Krankenhäuser gebracht. Der Fahrer des Ford Transit zog sich ebenfalls leichte Verletzungen zu und befindet sich zur Abklärung in einer Klinik. Der Busfahrer blieb unverletzt.

Der Sachschaden wird sich auf rund 10.000 Euro belaufen. Der Kleintransporter war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Schweinfurter Polizei übernahm die Verkehrsunfallaufnahme. Neben der Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch Seelsorger zur Betreuung vor Ort mit im Einsatz. Die Landwehrstraße musste bis zum Abschluss aller Maßnahmen bis 9.00 Uhr teilweise gesperrt werden.

 

Audiodatei

PP Unterfranken