Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 05.12.2016

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Festnahme eines Einbrechers auf frischer Tat – Tatverdächtiger versteckt sich in sieben Metern Höhe

BAD NEUSTADT A.D. SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Auf einer Zwischendecke in sieben Metern Höhe versteckte sich ein Einbrecher in einer Firmenhalle im Bad Neustadter Ortsteil Herschfeld vor der Polizei. Der Festnahme konnte er sich dennoch nicht entziehen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

 

Kurz vor 04:00 Uhr am Samstagmorgen ging der Einbruchalarm von einer Firma in der Herschfelder Borsigstraße bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein. Mit mehreren Streifen umstellten Einsatzkräfte der umliegenden Dienststellen unter der Einsatzleitung der Polizeiinspektion Bad Neustadt die Firmenhalle. Auch ein Diensthund kam bei der Absuche zum Einsatz. Dieser schlug mehrfach vor einer Türe in fünf Metern Höhe an, die ins Leere führte. Links davon, nochmal zwei Meter höher, konnten die Beamten schließlich einen Tatverdächtigen auf einer Zwischendecke liegend auffinden und vorläufig festnehmen. Um zu seinem Versteck zu gelangen, muss der 25-jährige Mann von einem vor der Türe angebrachten Geländer zu dem Zwischenboden gesprungen sein und sich dort nach oben gezogen haben. Mit einer Leiter holten die Beamten ihn aus seinem Versteck.

Zuvor hatte der Tatverdächtige versucht ein Fenster und zwei Türen mit einem Brecheisen aufzuhebeln und schließlich ein Fenster eingeschlagen. Im Inneren des Firmengebäudes durchsuchte er die Räume und nahm eine kleine Menge Bargeld an sich. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf über 2.000 Euro.

Gegen den 25-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Besonders schweren Falls des Diebstahls und wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Seniorin von zwei Bettlerinnen schamlos hereingelegt worden

SCHWEINFURT. Eine Rentnerin ist am Samstagnachmittag in der Innenstadt von zwei Bettlerinnen um ihr Bargeld gebracht worden. Die beiden Täterinnen nutzten die Spendenbereitschaft der alten Dame schamlos aus und stahlen ihr das gesamte Scheingeld aus dem Portmonee.

Das Opfer, das davon total überrascht worden ist, konnte lediglich angeben, dass es sich bei den beiden Unbekannten um zwei jüngere Frauen gehandelt hat, die nicht gut Deutsch gesprochen haben. Kurz nach 15.00 Uhr verließ das spätere Opfer einen Juwelier in der Wolfsgasse. Es wird vermutet, dass die Schweinfurterin schon länger von den beiden Täterinnen beobachtet worden ist. Kurz nach dem Verlassen des Geschäftes in Richtung zum Roßmarkt wurde sie von zwei jungen Frauen angesprochen. Hierbei hielten sie ihr eine Spendenliste unter die Nase, worauf die Rentnerin irgendetwas von hilfsbedürftigen Kindern lesen konnte. Außerdem sah sie noch, dass bereits Spendenbeträge von jeweils 5 beziehungsweise 10 Euro darauf notiert waren.

Daraufhin entschloss sie sich, ebenfalls 10 Euro zu spenden. Nachdem sie ihre Geldbörse aus der Handtasche holte und das Scheingeld entnahm, wurde ihr sofort ein Kugelschreiber vorgehalten, um zu unterschreiben. Der funktionierte aber schlecht, was sie wiederum den Damen mitteilte. Darauf gingen die Betrügerinnen jedoch nicht ein, sondern sie wurde jetzt abwechselnd als Dank für die Spende umarmt und geküsst.

Als die Seniorin rund 10 Minuten später in einem anderen Geschäft einen Einkauf bezahlen wollte, merkte sie zu ihrem Erschrecken, dass jetzt sämtliches Scheingeld aus ihrem Portmonee fehlte. Beim Verlassen des Juweliers waren noch annähernd 100 Euro in ihrer Börse. Die beiden unbekannten jungen Frauen hatten mit dem bereits bekannten Betteltrick mit anschließenden Umarmungen und Küssen es gemeinschaftlich fertig gebracht, dass sie der alten Dame unbemerkt das gesamte Papiergeld aus dem Geldbeutel gezogen haben.

Unterschiedliche Drogen bei Wohnungsdurchsuchung aufgefunden – Mutmaßlicher Drogendealer in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 05.12.2016

URSPRINGEN, LKR. MAIN-SPESSART. Eine Durchsuchung bei einem mutmaßlichen Drogendealer am Freitagmorgen verlief erfolgreich. Die eingesetzten Beamten stellten verschiedene Betäubungsmittel sicher und führten den Beschuldigten am Folgetag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter vor. Der Beschuldigte sitzt nun in Untersuchungshaft.

Im Rahmen von Ermittlungen hatte die Polizei Hinweise darauf erlangt, dass ein Mann in Urspringen mit Betäubungsmitteln Handel treiben soll. Deshalb standen die Beamten der Marktheidenfelder Polizei gemeinsam mit Ermittlern der Kripo Würzburg am Freitagvormittag bei dem Tatverdächtigen vor der Türe, um einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Würzburg zu vollstrecken. Bei der Durchsuchung unterstütze unter anderem auch die Spürnase eines Diensthundes. Insgesamt wurden rund 80 Gramm Amphetamin, 320 LSD-Trips, 4 Gramm Opium sowie weitere Rauschmittel sichergestellt.

Der Mann, der im dringenden Verdacht steht, mit den Betäubungsmitteln Handel getrieben zu haben, wurde zunächst vorläufig festgenommen und verbrachte eine Nacht in der polizeilichen Haftzelle. Am Samstagvormittag erfolgte dann auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg die Vorführung des Beschuldigten beim Amtsgericht in Würzburg.

Der Ermittlungsrichter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg Haftbefehl wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Der Beschuldigte wurde daraufhin umgehend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen wegen unterschiedlicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz führt die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Einbruch in Einfamilienhaus

SAILAUF, LKR. ASCHAFFENBURG. Während der Abwesenheit der Bewohner sind Einbrecher am Sonntagnachmittag in ein Einfamilienhaus in der Straße Zum Bischling eingestiegen. Zur möglichen Beute liegen noch keine Erkenntnisse vor.

Möglicherweise gezielt nutzten die Täter die Abwesenheit der Bewohner in der Zeit von 14.00 Uhr bis etwa 20.30 Uhr aus und drangen über ein Fenster in den Wohnraum ein. Darin hebelten sie u.a. eine weitere Türe auf und durchsuchten Schränke und Kommoden. Sie stießen dabei auf Schmuck, ob Stücke fehlen ist derzeit noch unklar. Der Schaden beläuft sich auf circa 100 Euro.

Die Kripo Aschaffenburg bittet um Hinweise von Zeugen, denen vor, während oder nach der Tat verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Tatorts aufgefallen sind, unter Tel. 06021/857-1732.

 

Tote Person aus dem Main geborgen

WÜRZBURG. Am Montagmorgen wurde unterhalb der Alten Mainbrücke eine tote Person aufgefunden und aus dem Main geborgen. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Ein Mitarbeiter des Laufwasserkraftwerkes Untere Mainmühle verständigte kurz nach 07:00 Uhr die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und teilte den Fund einer weiblichen Leiche mit. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Polizei bargen die Tote aus dem Main.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen handelt es sich bei der Frau um eine 77-jährige Würzburgerin, die am Samstag zuletzt gesehen worden war. Hinweise, die auf eine Straftat im Zusammenhang mit dem Tod der Frau hindeuten, liegen nicht vor.

Autonomes Fahren anders – Pkw hatte sich selbständig gemacht

WÜRZBURG. Am frühen Sonntagmorgen wurde ein Pkw, der auf dem Gelände der Rastanlage Würzburg-Süd scheinbar entwendet worden war, als gestohlen gemeldet. Beamte der VPI Würzburg-Biebelried fanden ihn schließlich unweit vom “Tatort“ entfernt wieder. Der Wagen hatte sich selbständig aus dem Staub gemacht.

Gegen 05:30 Uhr teilte der Tankwart der Autobahntankstelle mit, dass der Pkw eines Kunden soeben gestohlen worden war und in Richtung der Lkw-Parkplatz „davon fuhr“. Sofort leitete die Einsatzzentrale der Polizei unter Einbeziehung mehrerer unterfränkischer Dienststellen eine Fahndung nach dem Fahrzeug ein.

Als sich die Autobahnpolizisten bei der Aufnahme des vermeintlichen Diebstahls auf der Rastanlage umsahen, entdeckten sie den Wagen an einem geparkten Sattelzug. Wie sich herausstellte, hatte der Fahrer aus Ungarn beim Abstellen vergessen, die Handbremse zu betätigen. Sein VW war dann führerlos weggerollt und gegen den Laster geprallt.

Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 2.000 Euro. Der vergessliche Autofahrer, der mit seinem eingedellten Pkw weiterfahren konnte, musste allerdings zuvor noch ein Verwarnungsgeld zahlen.

Einbruch in Wohnung

KLEINOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Im Laufe des Sonntagnachmittags ist ein Unbekannter in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus eingestiegen. Die Kripo ermittelt und bittet um Hinweise.

In der Zeit von Sonntagnachmittag, 14.45 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, verschaffte sich der Täter wohl über ein Küchenfenster gewaltsam Zutritt zu der Erdgeschosswohnung. Darin stöberte der Unbekannte nach Beute. Dem Sachstand nach fehlt jedoch nichts. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf rund 300 Euro.

Die Kripo Aschaffenburg bittet um Hinweise von Zeugen, denen während des Tatzeitraums verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Hörsteiner Straße aufgefallen sind, unter Tel. 06021/857-1732.

 

PP Unterfranken