Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 06.12.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Betrüger erbeutet wertvolle Goldmünzen – Tatverdächtiger in U-Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 06.12.2016

ERLENBACH AM MAIN, LKR. MILTENBERG. Ein zunächst unbekannter Betrüger hat bereits im September von einer Seniorin Goldmünzen im Gesamtwert von mindestens 100.000 Euro erbeutet. Im Zuge der folgenden Ermittlungen hat sich ein 30-Jähriger als Tatverdächtiger herauskristallisiert. Er befindet sich seit Montag in Untersuchungshaft.

 

Dem Sachstand nach wurde eine 80-Jährige bereits am 22. September 2016 vor ihrem Haus in Erlenbach von einem zunächst Unbekannten angesprochen. In einem folgenden Gespräch erschlich sich der Mann offenbar geschickt das Vertrauen der Seniorin, um im weiteren Verlauf an Informationen über Vermögenswerten der älteren Dame zu gelangen. Letztendlich gelangte der Betrüger unter einem Vorwand auch in die Wohnung der Rentnerin, wo er sich ihre Münzsammlung zeigen ließ.

Der Täter gaukelte in der Folge vor, den Wert der Münzen von einem Sachverständigen schätzen lassen zu wollen. In den folgenden Tagen übergab die 80-Jährige dem Mann ihre gesamte Münzsammlung, in der Hoffnung, diese auch wieder zurück zu bekommen. Nachdem dies nicht der Fall war und der Kontakt zu dem bis dato Unbekannten abbrach, hatte die Seniorin selbst das Gefühl, einem Betrüger aufgesessen zu sein. Am 29. September meldete sie den Vorfall bei der für ihren Wohnort zuständigen Polizeiinspektion Obernburg am Main.

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt werden, kristallisierte sich schließlich ein 30-Jähriger aus dem hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg als Tatverdächtiger heraus. Nach dem Erlass eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses wurde die Wohnung des Tatverdächtigen am 13. Oktober von Kräften der Regionalen Kriminalinspektion Bad Hersfeld durchsucht. Dabei stellten die Beamten zahlreiche Münzen sicher, die inzwischen der Sammlung der 80-Jährigen zweifelsfrei zugeordnet werden konnten.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen den 30-Jährigen erhärtet hatte, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Betruges erlassen. Am vergangenen Montag wurde der Tatverdächtige in Bad Hersfeld verhaftet. Nach der Eröffnung des Haftbefehls durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bad Hersfeld wurde der 30-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Einbrüche in Bäckereien – Polizeistreife nimmt Tatverdächtige fest – Duo in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 06.12.2016

BAD BOCKLET, MÜNNERSTADT, BURKARDROTH, LKR. BAD KISSINGEN. Eine Streife der Bad Kissinger Polizei hatte in der Nacht zum Sonntag den richtigen Verdacht. Im Zuge einer Verkehrskontrolle stellten sie in einem Pkw u.a. mutmaßliches Aufbruchswerkzeug sicher. Seit Montagnachmittag sitzen die beiden Insassen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wegen des Verdachts in Bäckereien eingebrochen zu sein, in Haft.

Gegen 00.15 Uhr war im Burkardrother Ortsteil Stangenroth ein Pkw ins Visier der Streife der Bad Kissinger Polizei geraten. Im Zuge der genaueren Überprüfung des Wagens und der beiden Insassen ergaben sich Hinweise darauf, dass das Duo im Alter von 41 und 46 Jahren mit Einbrüchen zu tun haben könnte. Der Verdacht erhärtete sich unter anderem mit dem Auffinden von Aufbruchswerkzeugen und eines Rucksacks mit insgesamt 5.500 Euro. Beide aus dem Raum Quedlinburg stammenden Männer wurden daraufhin vorläufig festgenommen und in Haftzellen untergebracht.

Die weiteren Ermittlungen der Beamten ergaben, dass das Duo wohl vor der Polizeikontrolle in eine Bäckerei in der Von-Hutten-Straße in Bad Bocklet und eine weitere in der Bahnhofstraße in Münnerstadt eingestiegen war und Bargeld in Höhe von einigen tausend Euro erbeutet hatte.

Am Montagnachmittag wurden der 46-Jährige und sein fünf Jahre jüngerer mutmaßlicher Komplize auf Antrag der Schweinfurter Staatsanwaltschaft der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese ordnete gegen beide Tatverdächtige die Untersuchungshaft an.

Die Ermittlungen dauern indes an.

Insbesondere geht es um die Frage der Herkunft eines ebenfalls bei den Tatverdächtigen aufgefundenen Bedienungsgeldbeutels mit einem nicht unerheblichen Bargeldbetrag. Wem ein solcher gestohlen worden ist, wird gebeten, sich bei der Polizei in Bad Kissingen unter Tel. 0971/71490 zu melden.

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Falsche Fünfziger in Umlauf gebracht – Ermittlungen gegen Duo wegen Verbrechenstatbestands

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 06.12.2016

ASCHAFFENBURG. Weil sie sich insgesamt 1.000 Euro Falschgeld beschafft und in Umlauf gebracht haben sollen, ermittelt die Kripo Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft gegen einen 21-Jährigen und seinen drei Jahre jüngeren mutmaßlichen Komplizen.

 

Den ganzen Fall ins Rollen brachte die Festnahme des 18-Jährigen am 25.11.2016. Er hatte in einer Betriebskantine mit einem falschen Fünfzig Euroschein bezahlen wollen, war dabei vom Personal ertappt und schließlich von der Polizei vorläufig festgenommen worden. Unverzüglich folgte eine auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg richterlich angeordnete Wohnungsdurchsuchung, welche zur Sicherstellung von Beweismitteln führte.

Nur einen Tag später flog sein 21-jähriger mutmaßlicher Mittäter auf, als er in einem Regionalzug bei Kahl a.Main sein Zugticket mit einem falschen Fünfziger bei der Zugbegleiterin bezahlen wollte. Diese alarmierte die Bundespolizei. Auch bei ihm wurden die Beamten mit einem auf Antrag der Staatsanwaltschaft erwirkten richterlichen Durchsuchungsbeschluss dann am 02.12.2016 vorstellig. Der 21-Jährige zeigte sich geständig. Weitere Beweismittel wurden nicht gefunden.

Nachdem beim Beschaffen und Inverkehrbringen von Falschgeld ein Verbrechenstatbestand mit der Strafandrohung einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr im Raum steht, übernahm die Kripo die Ermittlungen. Unter anderem durch Vernehmungen und dem Abgleich der Fälschungsmerkmale bei weiteren aufgetauchten falschen Scheinen erhärtete sich der Verdacht gegen das Duo.

Demnach dürften die beiden mit festem Wohnsitz im Raum Aschaffenburg die „Blüten“ in Höhe von 1.000 Euro über das „Darknet“ erworben und dann u.a. in Schnellrestaurants und auf dem Aschaffenburger Weihnachtsmarkt – teilweise alleine, teilweise zusammen – in den Verkehr gebracht haben.

 

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PP Unterfranken