Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 08.05.2017

Ehepaar tot in Wohnung aufgefunden – Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg:

WÜRZBURG / LENGFELD. Am Sonntagabend ist in einem Wohnhaus ein Ehepaar tot aufgefunden worden. Bei dem 72-jährigen Mann und seiner drei Jahre älteren Ehefrau wurden Schussverletzungen festgestellt, die offenbar todesursächlich waren. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt. Die Kripo Würzburg ermittelt nun in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft wegen eines Tötungsdelikts.

 

Eine Zeugin hatte sich am Abend auf den Weg zu dem Wohnhaus im Stadtteil Lengfeld gemacht, da sie die Eheleute bereits seit einer Woche nicht mehr gesehen und sich daher Sorgen gemacht hatte. Gegen 19.40 Uhr machte sie schließlich die grausame Entdeckung. Sie fand den 72-Jährigen tot auf dem Boden liegend auf, verließ das Haus sofort wieder und wählte den Notruf. Kurze Zeit später entdeckten die Rettungskräfte in der Wohnung neben dem verstorbenen Mann auch seine tote Ehefrau.

Noch am Abend hat die Kripo Würzburg vor Ort die weiteren Ermittlungen übernommen. In der Wohnung stellten die Beamten auch die mutmaßliche Tatwaffe sicher. Hinweise, die auf eine Beteiligung einer dritten Person hindeuten würden, ergaben sich im Zuge der bisherigen Ermittlungen nicht.

Insbesondere die Hintergründe der Tat sind nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft.

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Auseinandersetzung in Bordell – ‚bissige‘ Zwillingsschwestern in Polizeigewahrsam

BAD KISSINGEN. In der Nacht von Sonntag auf Montag gerieten zwei angetrunkene Prostituierte an ihrem Arbeitsplatz mit ihrer Chefin in Streit. Dies mündete in eine handfeste Auseinandersetzung, bei der auch ein Gast helfend eingreifen wollte. Der Helfer sowie die Chefin wurden durch Bisse verletzt. Die verständigten Polizisten konnten die Lage entspannen und nahmen die beiden Aggressorinnen in Gewahrsam. Dabei kam es zu Widerstandshandlungen und massiven Beleidigungen.

 

Gegen 03:30 Uhr bemerkte die Geschäftsführerin eines Bad Kissinger Bordellbetriebs, wie sich zwei ihrer Angestellten während der Arbeitszeit betranken. Sie sprach die 44-jährigen Zwillingsschwestern auf ihre mangelnde Arbeitsmoral an. Dies endete in einem handgreiflichen Streit, in dessen Verlauf die 29-jährige Chefin an den Haaren gezogen und in den Arm gebissen wurde.

Der Vorfall blieb von einem 43-jährigen männlichen Gast nicht unbemerkt und er entschloss sich zur Hilfeleistung. Dies verlief jedoch ohne Erfolg, nun wurde auch er Opfer mehrfacher Bissattacken.

Erst zwei hinzugerufene Polizeistreifen der Polizeiinspektion Bad Kissingen konnten die Situation in den Griff bekommen. Die beiden Prostituierten mussten gefesselt werden. Nun wurden auch die Beamten Ziel der Aggressionen – es erfolgten massive verbale Beleidigungen. Ein Polizist sah sich Biss- und Trittversuchen ausgesetzt, konnte diese aber erfolgreich abwehren. Ein Faustschlag erwischte ihn jedoch am Kinn. Die merklich angetrunkenen Zwillingsschwestern wurden in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht zur Ausnüchterung in Haft verbringen. Keiner der eingesetzten Beamten wurde ernstlich verletzt.

Die Geschäftsführerin und der Gast trugen leichte Verletzungen davon. Die beiden Zwillingsschwestern müssen sich nun ihrer Verantwortung im Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte stellen.

Sicherstellung von 75 Gramm Amphetamin – Besitzer muss eingewiesen werden

ASCHAFFENBURG. Nach Mitteilung über einen Hausfriedensbruch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stellte eine Streife bei dem Störenfried über 75 Gramm Amphetamin sicher. Der geständige Besitzer wurde festgenommen. Als er am nächsten Morgen die Dienststelle verlassen durfte, war er Widererwartens äußerst unglücklich darüber. So fiel er kurz darauf an einer Tankstelle wieder auf und musste ins Bezirkskrankenhaus eingewiesen werden.

Vergangenen Dienstag verschaffte sich um 22:00 Uhr ein 25-Jähriger in Aschaffenburg unberechtigt Zugang in einen Lagerraum seines ehemaligen Vermieters um dort seine eingelagerten Sachen abzutransportieren. Eine hinzugerufene Streife der Polizeiinspektion Aschaffenburg traf den Mann an und entdeckte in einem seiner Lagerkartons über 75 Gramm Amphetaminpulver. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und verbrachte die Nacht in einem Haftraum.

Am Morgen wurde der Beschuldigte durch Beamte der Kripo Aschaffenburg vernommen und zeigte sich geständig. Der Mann wurde hieraufhin auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg in die Freiheit entlassen. Der geständige Aschaffenburger zeigte hierüber jedoch seinen Unmut und war äußerst ungehalten – er wollte seinen Äußerungen nach unbedingt in den „Knast“.

Dennoch verließ er letztlich die Polizeidienststelle und wurde kurz darauf wieder auffällig, als er an einer nahegelegenen Tankstelle randalierte. Er warf im Kassenraum mit einer Schnupftabakdose um sich und stieß einen Präsentationsständer um. Danach suchte er das Weite, konnte jedoch von einer uniformierten Streife unweit angetroffen werden. Der 25-Jährige zeigte sich hierbei aggressiv und forderte wiederholt seine Inhaftierung ein. Er äußerte, dass er sich nun das Leben nehmen werde.

Da sich der Aschaffenburger merklich zunehmend in einen psychischen Ausnahmezustand bewegte, wurde er einer amtsärztlichen Begutachtung zugeführt. Im Rahmen dessen versuchte er den diensthabenden Amtsarzt anzugreifen. Die Untersuchung führte letztlich zur amtlichen Unterbringung des Mannes im Bezirkskrankenhaus.

PP Heilbronn