Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 08.12.2016

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Verfolgungsjagd – 25-Jähriger festgenommen

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Eine Verfolgungsjagd mit der Polizei hat sich ein 25-jähriger Fahrer eines Seat am Mittwochnachmittag gegen 16:00 Uhr geliefert.

 

Auslöser war eine allgemeine Verkehrskontrolle, bei welcher der Seat auf der A3 überprüft werden sollte. Bei der Anhaltung gab der Fahrzeugführer unerwartet Gas und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen. Die Streifenbesatzung folgte dem Fahrzeug, wobei es zu mehreren Verkehrsstraftaten sowie eklatanten Verkehrsverstößen kam. Bei einem erneuten Anhalteversuch kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Seat und dem Dienstfahrzeug.

Gestoppt werden konnte der Flüchtige in der Straße Kirchenäcker. Der Seat-Fahrer stand während der Fahrt unter Drogeneinfluss. Außerdem war er im Besitz von mehreren Kleinmengen an Rauschgift. Die beiden eingesetzten Beamten wurden mit leichten Verletzungen ins Klinikum Aschaffenburg verbracht. Der 25-Jährige blieb unverletzt. Eine Blutentnahme durch eine Ärztin wurde durchgeführt. Sowohl der Streifenwagen als auch das Tatfahrzeug waren nicht mehr fahrbereit uns mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 13.000 Euro. Während der Verfolgungsfahrt kam ein Motorradfahrer in Goldbach in der Aschaffenburger Straße Ecke Sandgraben zum Sturz. Die Polizeiinspektion Aschaffenburg sucht dringend den Fahrzeugführer des Kraftrads.

 

Personen, die während der Verfolgungsfahrt konkret gefährdet oder sogar verletzt wurden, insbesondere der gestürzte Motorradfahrer, werden gebeten, sich umgehend bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg unter der Telefonnummer 06021/857-2230 zu melden.

 

Verschlüsselungstrojaner legt Firmennetzwerke lahm – Vorsicht beim Öffnen von E-Mail-Anhängen!

UNTERFRANKEN. Seit Dienstag hat ein Verschlüsselungstrojaner die IT-Systeme von drei unterfränkischen Firmen lahm gelegt. Offenbar wurden die Trojaner mittels einer Bewerbungs-E-Mail eingeschleust. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Computersabotage und versuchter Erpressung.

 

Am vergangenen Dienstag erhielt eine Firma in Goldbach (Lkr. Aschaffenburg) eine als Bewerbung getarnte E-Mail. Nachdem ein Mitarbeiter die Anhänge öffnete, wurde der Bildschirm schwarz und es erschien ein Totenkopf mit orangefarbenem Hintergrund. Sämtliche Daten auf der Festplatte waren verschlüsselt. Zur Freischaltung sollten 360 Dollar „Lösegeld“ bezahlt werden.

Eine gleichartige Bewerbungs-E-Mail ging am Mittwoch auch bei einer Firma in Hösbach (Lkr. Aschaffenburg) ein. In diesem Fall kam es zwar zu keiner Lösegeld-Forderung, allerdings wurden durch die Schadsoftware ebenfalls sämtliche Daten auf dem Firmenrechner verschlüsselt.

Am Mittwochmorgen öffnete ein Mitarbeiter eines Autohauses im nordöstlichen Landkreis Würzburg eine Bewerbungs-E-Mail mit Anhängen. Dadurch wurde in der Folge das gesamte Firmen-Netzwerk lahm gelegt. Auch in diesem Fall handelte der Zeuge richtig und informierte die Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen dürfte es sich in allen Fällen um den Verschlüsselungstrojaner „GoldenEye“, eine Weiterentwicklung des Trojaners „Petya“, handeln.

 

Im Anhang der als Bewerbung getarnten E-Mails befinden sich in der Regel zwei Dateien:

  • 1) Excel-Datei (Blume mit Arbeitsamt-Logo)
  • 2) PDF-Datei (Ausformulierte Bewerbung mit Erreichbarkeit)

 

Öffnet der Empfänger die angehängte Excel-Datei, wird er im Dokument darum gebeten, die Bearbeitungsfunktion des eingesetzten Tabellenkalkulationsprogramms zu aktivieren. Tut man dies und erlaubt dem Programm so, Makros durchzuführen, wird die Verschlüsselung eingeleitet. Im Anschluss erscheint die Lösegeld-Forderung.

 

Um sich vor Schadsoftware bestmöglich zu schützen, rät die Unterfränkische Polizei:

  • Öffnen Sie niemals ungeprüft Dateianhänge, ganz gleich ob es sich um scheinbar ungefährliche Dateien wie Bilder, Dokumente oder sonstige Dateien handelt. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie beim Absender nach.
  • Klicken Sie niemals auf Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails. Diese könnten Sie auf infizierte Webseiten leiten, die zu einem unbemerkten Download der Schadsoftware führen.
  • Seien Sie in sozialen Netzwerken kritisch mit dem Klick auf angeblich aufsehenerregende Videos oder andere Mitteilungen – auch wenn Ihnen diese von Freunden empfohlen wurden.
  • Installieren Sie regelmäßig die vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem und die von Ihnen installierten Programme (z.B. Browser, Flash Playern, Adobe Reader), idealerweise über die Funktion „Automatische Updates“.
  • Setzen Sie ein Virenschutzprogramm ein und aktualisieren Sie dieses regelmäßig. Auf dem Markt sind mittlerweile auch Programme erhältlich, die einen wirksamen Schutz gegen Verschlüsselungs-Trojaner bieten.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit Administratorenrechten im Internet unterwegs sind. Legen Sie sich einen „Benutzer“ mit Standardbenutzerrechten an und nutzten Sie diesen für das Surfen im Internet.
  • Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig und tagesaktuell auf einem externen Medium, um Datenverluste möglichst gering zu halten.

 

Zwei Betonmischer-Lkw von Firmengelände entwendet – Kripo ermittelt

WÜRZBURG / UNTERDÜRRBACH. In der Nacht zum Mittwoch haben Unbekannte von einem Firmengelände zwei neuwertige Betonmischer-Lkw im Gesamtwert von etwa 200.000 Euro entwendet. Von den Fahrzeugen fehlt bislang noch jede Spur. Die Kriminalpolizei Würzburg hat inzwischen die weiteren Ermittlungen übernommen.

 

Nach vorliegenden Erkenntnissen müssen sich die Lkw-Diebstähle in der Zeit zwischen Dienstagabend, 19.00 Uhr, und Mittwochmorgen, 06.20 Uhr, ereignet haben. Beide Betonmischer waren auf einem Firmengelände in der Südlichen Hafenstraße abgestellt. Offenbar hatten die Täter ein Rolltor gewaltsam geöffnet und waren so zu den Fahrzeugen gelangt.

An den entwendeten Lkw waren die Kennzeichen WÜ-DM368 und WÜ-NM896 angebracht. Sämtliche Fahndungsmaßnahmen führten bislang noch nicht zum Auffinden der Fahrzeuge.

 

Die Kripo Würzburg nimmt im Rahmen ihrer Ermittlungen auch Zeugenhinweise entgegen.

  • Wer hat in der Nacht zum Mittwoch in der Südlichen Hafenstraße etwas Verdächtiges beobachtet, das mit den Fahrzeugdiebstählen im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer kann Hinweise zum aktuellen Standort der beiden Lkw geben?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung der Diebstähle beitragen könnten?

 

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Kripo Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 in Verbindung zu setzen.

Unbekannter in Mehrfamilienhaus – Einbruchsversuch an zwei Wohnungstüren

SCHWEINFURT. In einem Mehrfamilienhaus hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein Unbekannter offensichtlich versucht, in zwei Wohnungen einzudringen. Dem Einbrecher gelang es nicht, die Wohnungstüren aufzuhebeln. So hinterließ er lediglich Sachschaden, bevor er unerkannt aus dem Anwesen flüchtete.

 

Die Bewohnerin einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Ludwigstraße hatte zwischen Mitternacht und 02.00 Uhr Geräusche auf dem Dachboden und an ihrer Wohnungstüre vernommen. Am darauffolgenden Morgen stellte die Zeugin dann Hebelspuren an zwei Wohnungstüren fest. Wie der Einbrecher in das Gebäude gelangte ist unklar. Der Sachschaden wird auf rund 50 Euro geschätzt.

 

Die Ermittler der Schweinfurter Polizei nehmen Hinweise von Zeugen, denen zur Tatzeit etwas Verdächtiges aufgefallen ist, unter Tel. 09721/202-2200 entgegen.

Unbekannte wenden „Zetteltrick“ an – Schmuck und Bargeld entwendet

WÜRZBURG / SANDERAU. Am Mittwochnachmittag verschaffte sich eine Unbekannte mittels einem sogenannten „Zetteltrick“ Zugang zu der Wohnung einer Seniorin. Nachdem die Täterin wieder verschwunden war, stellte das Opfer das Fehlen von Schmuck und Bargeld fest. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Würzburg geführt.

 

Etwa gegen 14:15 Uhr am Mittwoch klingelte eine Unbekannte an der Wohnungstüre einer Seniorin in der Scheffelstraße. Sie fragte diese nach einem Zettel und einem Stift. Die Rentnerin bat die Dame daraufhin in ihre Küche. Als die Täterin wieder gegangen war, stellte die Wohnungsinhaberin das Fehlen von mehreren zehntausend Euro Bargeld sowie von Schmuck fest. Es ist davon auszugehen, dass ein zweiter Täter unbemerkt die weiteren Räume der Wohnung durchsucht hat.

 

Die Unbekannte kann wie folgt beschrieben werden:

  • 160 cm groß
  • 35 Jahre alt
  • Kräftig
  • Sprach deutsch mit ausländischem Akzent
  • Bekleidet mit einer blauen Jacke mit Bauchgürtel

 

Die Kriminalpolizei Würzburg hofft bei ihren weiteren Ermittlungen nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Nachbarin stört Einbrecher – Polizei bittet um Mitteilung über Notruf bei verdächtigen Wahrnehmungen

KITZINGEN / HOHEIM. Am Dienstagabend sind Einbrecher offensichtlich bei der Tat von einer Nachbarin gestört worden. Die Zeugin sprach die Unbekannten an, worauf sie das fremde Grundstück eilig verließen. Die Unterfränkische Polizei bittet Zeugen generell um rasche Verständigung der Polizei, damit diese erforderliche Maßnahmen einleiten kann.

 

Am Dienstagabend, gegen 17.30 Uhr, hatte eine Zeugin auf einem Grundstück in der Adolph-Kolping-Straße zwei dunkel gekleidete Personen bemerkt. Die Zeugin sprach die Unbekannten an, woraufhin diese sofort in Richtung Fröhstockheimer Straße flüchteten. Die Zeugin informierte erst später die Bewohner des Hauses, welche am Mittwoch schließlich Hebelspuren an der Kellereingangstüre feststellten. Der Sachschaden an der Türe beläuft sich auf etwa 50 Euro.

Die Kitzinger Polizei hat die ersten Ermittlungen aufgenommen und geht davon aus, dass die Unbekannten, die von der Nachbarin am Dienstagabend festgestellt wurden, mit dem Einbruchsversuch in Zusammenhang stehen.

 

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich unter Tel. 09321/141-130 zu melden. Die Unterfränkische Polizei bittet Zeugen weiterhin eindringlich darum, verdächtige Wahrnehmungen umgehend über den Notruf 110 bei der Polizei zu melden.

 

Vorsicht Enkeltrick! Aktuell Anrufe im Raum Würzburg

WÜRZBURG. Aktuell sind im Raum Würzburg wieder Enkeltrickbetrüger aktiv. Die Anrufer geben sich bei Seniorinnen und Senioren als Angehörige bzw. Bekannte aus und fordern hohe Geldbeträge, zum Beispiel für bevorstehende Wohnungskäufe. Es ist mit weiteren Anrufen zu rechnen. Informieren Sie bitte Ihre Angehörigen!

 

Seit etwa 13.00 Uhr gehen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken mehrere Mitteilungen über Enkeltrick-Versuche in Würzburg ein. Aktuell dürften die Betrüger auch weiterhin versuchen, mit der dreisten Masche Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes zu bringen.

 

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
  • Fragen Sie den Anrufer nach persönlichen oder familiären Einzelheiten, die er wissen sollte.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen
  • Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

Gewinnversprechen am Telefon – Polizei warnt

LKR. BAD KISSINGEN. Bereits Mitte November schloss eine 58-Jährige am Telefon zunächst ein Zeitschriften-Abo ab. Kurz darauf wurde sie erneut angerufen, auf das Abonnement angesprochen und ihr ein Gewinn in Höhe von 49.500 Euro mitgeteilt.

 

Zwecks persönlicher Übergabe des Gewinns müsse sie allerdings 900 Euro in Form von Amazon-Geschenkkarten kaufen. Leichtsinnigerweise gab die Geschädigte die Codes für die Gutscheine am Telefon weiter. Kurz darauf wurde sie wieder angerufen. Nun hatte sie angeblich 94.500 Euro gewonnen. Vor der Auszahlung müsse sie, wegen des nun höheren Gewinnes, 5.600 Euro überweisen. Nun wurde die Geschädigte hellhörig und stieß nach Recherchen im Internet auf diese altbekannte Betrugsmasche.

Obwohl bei den Anrufen eine Dresdener Rufnummer angezeigt wurde erfolgten die Anrufe mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Callcenter in der Türkei. Auch das Zeitschriften-Abo war von einer Firma mit Sitz in Istanbul abgeschlossen worden. Weder über die manipulierte Anzeige der Rufnummer noch über die eingelösten Gutscheine konnten die Betrüger von der Bad Kissinger Polizei bis dato ermittelt werden.

Weiterer Fall von Falschgeld – 25-Jähriger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 08.12.2016

ASCHAFFENBURG. Nachdem er am vergangenen Freitag in mindestens drei Fällen falsche Fünfzig Euroscheine in den Umlauf gebracht haben soll, sitzt ein 25-Jähriger auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen führt die Kripo Aschaffenburg.

Gegen 19.45 Uhr erreichte die Aschaffenburger Polizei die Mitteilung des Sicherheitsdienstes des Aschaffenburger Weihnachtsmarktes, dass dort ein Mann mit Falschgeld festgehalten werde. Unverzüglich machte sich eine Streife auf den Weg dorthin, nahm den 25-jährigen Aschaffenburger vorläufig fest und brachte ihn in einer Haftzelle unter.

Wie sich im Zuge der folgenden Ermittlungen herausstellte, hatte der 25-Jährige gegen 19.20 Uhr an einem Süßigkeitenstand versucht, mit einem 50 Euroschein zu bezahlen. Der aufmerksame Betreiber bemerkte jedoch sofort, dass es sich um Falschgeld handelte und sprach den Mann darauf an. Dieser gab sich überrascht und schilderte, den Schein soeben bei einem Glühweinstand erhalten zu haben und dies dort sofort zu reklamieren.

Nicht gerechnet hatte der Betrüger damit, dass ihm der Süßwarenstandbetreiber auf dem Fuß folgte. Der 25-Jährige begab sich daraufhin zwar tatsächlich zu dem Glühweinstand, jedoch nicht, um den Schein zu reklamieren, sondern mit diesem erneut eine Bestellung zu bezahlen. Die Standbetreiber informierten jetzt unverzüglich den Sicherheitsdienst, der den Tatverdächtigen im Bereich des Agathaplatzes stellen und der Polizei übergeben konnte.

Nachdem beim Beschaffen und Inverkehrbringen von Falschgeld ein Verbrechenstatbestand mit der Strafandrohung einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr im Raum steht, übernahm die Kripo Aschaffenburg die Ermittlungen.

Der 25-Jährige, der aus Aschaffenburg stammt, derzeit aber ohne festen Wohnsitz ist, wurde auf Anordnung der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft am Samstag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen an. Die Beamten brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.

Unbekannter versucht Rentnerin am Telefon auszufragen – 81-Jährige lässt sich nicht täuschen – Polizei warnt vor Anrufen von falschen Polizeibeamten

MÖMLINGEN. LKR. MILTENBERG. Am Dienstagabend hat eine Rentnerin Anrufe von einem Unbekannten erhalten. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und wollte von der 81-Jährigen offenbar zur Vorbereitung einer Straftat Daten über ihre Wohnsituation und wertvolle Besitztümer im Haus erfragen. Die Unterfränkische Polizei rät zur Vorsicht und warnt vor Anrufen von falschen Polizeibeamten.

In der Zeit zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr hatte ein Unbekannter sich mehrmals telefonisch bei einer Rentnerin aus Mömlingen gemeldet. Der Mann gab sich als Polizeibeamter aus Wiesbaden aus. Er versuchte bei der Dame Informationen über Wertgegenstände in ihrem Haus zu erfragen und außerdem zu ergründen, ob sie das Anwesen beispielsweise alleine bewohnen würde. Die 81-Jährige blieb zum Glück misstrauisch, gab richtigerweise keine Details preis und verständigte die Obernburger Polizei. Die Obernburger Ermittler gehen davon aus, dass der Unbekannte zur Vorbereitung einer Straftat Daten sammeln wollte.

Die Unterfränkische Polizei warnt dringend davor, private Informationen am Telefon gegenüber Fremden Preis zu geben. Die Polizei berät zwar gern zum Thema Einbruch, wird aber keinesfalls von selbst mit Ihnen Kontakt aufnehmen und sie am Telefon über Ihre persönlichen Wohnverhältnisse und Wertgegenstände „ausfragen“. Wenn Sie während eines Anrufs von einer Ihnen nicht bekannten Person unsicher sind, rät die Polizei, das Gespräch zu beenden und sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle zu wenden.

Geldautomat angegangen – Täter scheitern und flüchten – Polizei bittet um Hinweise

WEIBERSBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte versucht einen Geldautomaten gewaltsam zu öffnen. Sie scheiterten mit ihrem Vorhaben, richteten allerdings nicht unerheblichen Sachschaden an. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt.

Kurz nach 01.00 Uhr wurden Zeugen aufgrund lauter Geräusche wach und bemerkten, dass sich insgesamt vier männliche Täter an einem Geldautomaten im Vorraum der Bank in der Jakob-Groß-Straße zu schaffen machten. Als die Unbekannten bemerkten, dass sie beobachtet werden, flüchteten sie über einen zwischen der Bank und einer benachbarten Gaststätte verlaufenden Fußweg.

Die Aschaffenburger Polizei leitete unverzüglich eine Fahndung nach dem Quartett ein. Diese verlief allerdings negativ. Vermutlich setzten die Männer ihre Flucht mit einem in der Nähe abgestellten Pkw fort.

Die weiteren Ermittlungen übernahm noch in der Nacht die Kripo Aschaffenburg. Ersten Erkenntnissen zur Folge benutzten die Täter erfolglos eine Flex, um an das Bargeld zu gelangen. Der dabei verursachte Sachschaden dürfte sich auf einige zehntausend Euro belaufen.

Die Polizei bittet jetzt um Hinweise von weiteren möglichen Zeugen. Wem vor, während oder nach der Tat die vier komplett schwarz (Jacke, Hose, Schuhe, Mütze) gekleideten Männer aufgefallen sind, oder wer Hinweise auf deren Fluchtfahrzeug geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden. Bei der eingesetzten Flex soll es sich um ein orangefarbenes Gerät gehandelt haben.

Audiodatei

PP Unterfranken