Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 09.11.2016

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Unter Vorwand in Wohnung gelangt – Diebes-Duo erbeutet Bargeld

NIEDERWERRN, LKR. SCHWEINFURT. Zwei bislang unbekannte Frauen sind am Dienstagvormittag unter einem Vorwand in die Wohnung einer Seniorin gelangt. In einem unbeobachteten Moment entwendete eine Täterin Bargeld aus der Geldbörse der Rentnerin. Anschließend machte sich das Diebes-Duo in unbekannte Richtung aus dem Staub.

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Der Diebstahl hat sich gegen 10.50 Uhr in der Schulstraße ereignet. Als die Seniorin den Müll hinaus brachte, wurde sie von den beiden Frauen angesprochen und um Geld angebettelt. Freiwillig händigte die Rentnerin etwas Bargeld aus. Anschließend gelangten die Langfinger allerdings noch in die Wohnung der Seniorin. Eine nutzte schließlich eine günstige Gelegenheit, um aus dem Portemonnaie der älteren Dame einen dreistelligen Geldbetrag zu entwenden.

 

Die beiden Diebinnen werden wie folgt beschrieben:

 

Beide etwa 20 Jahre alt, 160 bis 165 cm groß, schlank, dunkle Haare und dunkle Bekleidung. Eine trug eine schwarze Umhängetasche.

 

Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

Nachtrag von 14:15 Uhr

 

Trickdiebe
Symbolbild

Aktuell sind in Würzburg möglicherweise Diebe unterwegs, die sich unter einem Vorwand Zugang in die Wohnungen von Senioren verschaffen wollen. Analog der nachfolgenden Masche, über die wir am Morgen berichteten, gelangte ein unbekanntes Pärchen am Mittwochmittag auch in die Wohnung einer Seniorin im Stadtteil Versbach. Auch wenn in diesem Fall offenbar nichts entwendet wurde, ist es möglich, dass die Täter auch weiterhin ihr Glück versuchen.

 

Bei verdächtigen Wahrnehmungen diesbezüglich bittet das Polizeipräsidium Unterfranken um sofortige Mitteilung über Notruf 110. Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnungen! Informieren Sie auch Ihre Angehörigen!

 

Autofahrer bei Unfall auf A 7 verletzt – Mutmaßlicher Verursacher von Autobahnpolizei gestellt

MARTINSHEIM, LKR. KITZINGEN. Am Dienstagnachmittag hat ein Lasterfahrer einen Unfall auf der A 7 verursacht und ist dann einfach weg gefahren. Der verletzte Autofahrer und sein erheblich beschädigter VW Golf blieben auf dem Überholstreifen zurück. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried entdeckten wenig später den beteiligten Lkw auf einem Parkplatz, nicht weit von der Unfallstelle entfernt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt.

 

Kurz nach 13:00 Uhr waren ein 57-jähriger Berufskraftfahrer aus Nordrhein-Westfalen und ein 26 Jahre alter Autofahrer aus Oberbayern auf der A 7 in Richtung Kassel unterwegs. Nach Angaben des jungen Mannes befuhr er den linken Fahrstreifen und wollte etwa fünf Kilometer nach der Anschlussstelle Gollhofen den Sattelzug des 57-Jährigen überholen. Unvermittelt zog der Lasterfahrer jedoch vor ihm nach links. Trotz Vollbremsung gelang es dem Pkw-Fahrer nicht mehr, eine Kollision zu vermeiden. Mit Wucht krachte der Golf in den Unterfahrschutz des Aufliegers und wurde dabei im Frontbereich stark deformiert. Alle vorderen Airbags im Wagen lösten aus. Der Autofahrer wurde zum Glück nur leicht verletzt. Sanitäter versorgten ihn später vor Ort. Der nicht mehr fahrbereite VW blockierte dann den linken der beiden Fahrstreifen und musste abgeschleppt werden. Der Lkw-Fahrer hielt jedoch nicht an.

Eine Streifenbesetzung der Autobahnpolizei kümmerte sich sofort um die Absicherung der Unfallstelle und sperrte den Überholstreifen, bis der Pkw geborgen war. Während dessen war die Suche nach dem bis dahin noch unbekannten Verursacher in vollem Gange. Auf einem Parkplatz nach der Anschlussstelle Marktbreit entdeckten die Beamten den gesuchten Sattelzug und dessen unverletzt gebliebenen Fahrer.

Gegen den 57-Jährigen wird nun unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

39-Jähriger bei Betriebsunfall schwer verletzt

BÜRGSTADT, LKR. MILTENBERG. Am Dienstagvormittag ist ein 39-Jähriger bei einem Betriebsunfall schwer verletzt worden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden von der Polizeiinspektion Miltenberg geführt.

Dem Sachstand nach war der 39-Jährige dabei, die Müllpresse seines Lkw zu reparieren. Hierzu stieg er in den hinteren Bereich des Müllfahrzeugs, woraufhin die Müllpresse auslöste. Der Mann wurde dabei eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen am Kopf und am Oberkörper. Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er in ein Krankenhaus geflogen.

Die Ermittlungen hinsichtlich des exakten Unfallhergangs führt die Polizeiinspektion Miltenberg. Auch das Gewerbeaufsichtsamt ist in die Ermittlungen mit eingebunden.

Ölofen setzt Wohnung in Brand – Ursache offenbar technischer Defekt

WITTERSHAUSEN, LKR. BAD KISSINGEN. Am Dienstagabend ist in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses ein Feuer ausgebrochen. Zwei Personen wurden leicht verletzt . Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Hammelburg ergaben, dass offenbar ein technischer Defekt an einem Ölofen brandursächlich war.

Gegen 18.00 Uhr hatten Zeugen bemerkt, dass aus der Wohnung in dem Mehrfamilienhaus am Sportplatzweg dichter Rauch drang. Zunächst war unklar, ob sich 75-jährige Bewohnerin zu diesem Zeitpunkt noch in der Wohnung befand. Die Wohnungstür wurde deshalb von der Freiwilligen Feuerwehr geöffnet. Mehrere Trupps drangen unter schwerem Atemschutz ein und löschten den brennenden Ölofen ab. Wie sich herausstellte, war die 75-Jährige zum Zeitpunkt des Brandes glücklicherweise nicht zu Hause.

Die beiden Zeugen wurden mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die Höhe des entstandenen Sachschadens dürfte nach ersten Schätzungen etwa 10.000 Euro betragen.

Im Einsatz befanden sich neben Polizei und Rettungsdienst die Freiwilligen Feuerwehren aus Oberthulba, Wittershausen, Garitz, Euerdorf und Bad Brückenau.

Verbotswidrig geparkter Pkw mit gefälschten Kennzeichen – Fahrzeug bereits bei mehreren Tankbetrügen verwendet

WÜRZBURG / INNENSTADT. Eine Streife der Würzburger Polizei stellte am Dienstag an einem verbotswidrig auf einem Behindertenparkplatz abgestellten Pkw gefälschte Kennzeichen fest. Der Fahrzeugführer konnte kurze Zeit später festgenommen werden.

Etwa gegen 16:00 Uhr stellte eine Streife der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt einen auf einem Behindertenparkplatz in der Haugerpfarrgasse einen Pkw ohne den erforderlichen Parkausweis fest. Bei genauerer Inaugenscheinnahme stellten die Beamten fest, dass die beiden am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen gefälscht waren. Bei einem Abgleich der Kennzeichen stellte sich zudem heraus, dass ein Unbekannter den Pkw bereits bei vier Tankbetrügereien im Raum Unterfranken verwendet hat.

Der mutmaßliche Besitzer des Fahrzeugs konnte kurze Zeit später festgenommen und anschließend zur Polizeiinspektion Würzburg-Stadt gebracht werden. Es handelt sich um einen 28-Jährigen ohne festen Wohnsitz.

Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung, Vergehen nach dem Pflichtversicherungsgesetz und dem Kraftfahrzeugsteuergesetz sowie Betrugsdelikten. Er wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Schwerer Unfall auf schneeglatter Fahrbahn – Eine Person verstorben

LOHR AM MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Auf schneeglatter Fahrbahn ist es am Dienstagnachmittag auf der Staatsstraße zwischen Wiesenfeld und Steinbach zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Die Fahrerin eines Kastenwagens wurde so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Die Aufnahme des Verkehrsunfalls erfolgte durch die Polizeiinspektion Lohr.

Kurz nach 15.00 Uhr hat sich der Verkehrsunfall ereignet. Dem Sachstand nach war eine 20-Jährige aus dem Landkreis Main-Spessart mit einem Kastenwagen von Wiesenfeld in Richtung Steinbach unterwegs. In einer Rechtskurve verlor die Fahrerin auf der schneeglatten Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Nachdem der Kastenwagen links gegen die Leitplanke geprallt war, kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Lkw.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die 20-Jährige in dem Kastenwagen eingeklemmt. Sie wurde so schwer verletzt, dass für sie jede Hilfe zu spät kam. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Der Mann am Steuer des Lkw wurde leicht verletzt. Er kam mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Die beiden schwer beschädigten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Aufräum- und Bergungsarbeiten blieb die Staatsstraße komplett gesperrt. Der Verkehr wurde durch die Einsatzkräfte vor Ort umgeleitet.

Im Einsatz befanden sich neben Polizei und Rettungsdienst auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Lohr, Wiesenfeld und Steinbach. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger eingeschaltet.

Audiodatei

PP Unterfranken