Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 10.05.2017

Unfall bei Einsatzfahrt – Notarztfahrzeug kollidiert mit PKW

BAD KISSINGEN. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Dienstagabend auf dem Bad Kissinger Ostring. Ein Notarzteinsatzfahrzeug stieß auf einer Kreuzung mit einem PKW zusammen. Die PKW-Fahrerin wurde dabei schwer verletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang führt die Polizeiinspektion Bad Kissingen.

 

Gegen 18:15 Uhr befuhr ein Notarzteinsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Sondersignal den Ostring in Bad Kissingen in Richtung Hausen. An der Kreuzung mit der Münnerstädter Straße kollidierte das Rettungsfahrzeug mit einem VW Tiguan, dessen Fahrerin die Kreuzung, von rechts aus der Münnerstädter Straße kommend, geradeaus in die Kapellenstraße überqueren wollte. Der VW wurde dabei auf den benachbarten Radweg geschleudert und kam ca. fünf Meter neben der Fahrbahn zum Stehen.

Während der 35-jährige Fahrer des Notarzteinsatzfahrzeugs unverletzt blieb, wurde die 83-jährige Tiguan-Fahrerin aus dem Landkreis Bad Kissingen schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte sie zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Beamte der Polizeiinspektion Bad Kissingen nahmen den Unfall auf und führen die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang. Insbesondere die Ampelschaltung zum Zeitpunkt, zu dem die beiden Fahrzeuge in die Kreuzung eingefahren sind, ist momentan noch nicht geklärt.

Zeugen, die Angaben zu den Geschehnissen machen können, werden gebeten, sich unter Tel. 0971/71490 bei der Polizei zu melden.

 

Nach Diebstahl des Autos eines Ersthelfers – Fahrzeug aufgefunden, Tatverdächtiger stellt sich

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 10.05.2017

WÜRZBURG / KARSBACH, LKR. MAIN-SPESSART. Nachdem am Montagabend ein Fahrzeug an der B27 bei Karsbach im Graben gelandet war, hatte der Unfallverursacher das Fahrzeug eines Ersthelfers entwendet und war damit geflüchtet. Nun wurde das gestohlene Auto wieder aufgefunden. Der Tatverdächtige hat sich gestellt.

 

Wie berichtet, wurde ein 38-jähriger Autofahrer am Montag gegen 19:00 Uhr auf ein Fahrzeug aufmerksam, das etwa 15 Meter neben der B27 im Graben lag. Der Mann hielt an um Erste Hilfe zu leisten. Der Fahrer des Unfallfahrzeuges, ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Bad Kissingen, war jedoch offenbar unverletzt. Als dieser merkte, dass der Ersthelfer die Polizei verständigte, stieg er kurzerhand in den Opel Corsa des Helfers, bei dem noch der Schlüssel im Zündschloss steckte, und fuhr damit davon. Die Polizeistation Gemünden nahm daher nicht nur den Verkehrsunfall auf sondern leitete auch die Ermittlungen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und des Fahrzeugdiebstahls ein.

Am Dienstagnachmittag betrat der Flüchtige die Polizeiinspektion Würzburg-Land und händigte den Beamten den Fahrzeugschlüssel sowie den Geldbeutel des Ersthelfers aus. Er gab an, sich nach dem Unfall, bei dem er einem Tier ausweichen wollte, an nichts mehr erinnern zu können. Er wisse erst wieder, wie er in Frankfurt im Auto des Ersthelfers aufgewacht und dann mit der Bahn nach Würzburg gefahren sei. Den genauen Standort des Autos wisse er nicht mehr.

Im Zuge der weiteren Vernehmungen konnte sich der Mann zumindest vage an den Bereich erinnern, in dem er in eine Straßenbahn eingestiegen sein will. Diese Information gaben die Ermittler nicht nur an die Kollegen in Frankfurt weiter, sondern auch an dortige Rundfunksender. Der Hörer eines Radiosenders meldete sich am Mittwochvormittag bei der Frankfurter Polizei und teilte mit, den gesuchten Corsa im Stadtteil Sachsenhausen gesehen zu haben. Die Beamten konnten das Fahrzeug an besagter Stelle auffinden. Es war dem ersten Eindruck nach unbeschädigt, verschlossen und verkehrssicher abgestellt.

Der Tatverdächtige verbrachte unterdessen die Nacht im Haftraum der Polizeiinspektion Würzburg-Land. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde er am Mittwochvormittag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen Diebstahls und unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Unter Meldeauflagen wurde dieser zunächst außer Kraft gesetzt. Der Mann wurde daraufhin auf freien Fuß gesetzt. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeistation Gemünden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Das gestohlene Fahrzeug ist nach Abschluss der Spurensicherungsmaßnahmen zwischenzeitlich wieder freigegeben. Der bestohlene Ersthelfer wird es voraussichtlich im Laufe des Tages in Frankfurt abholen.

Audiodatei

PP Unterfranken