Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 10.10.2016

„Dunkle Jahreszeit“ beginnt – Hochsaison für Wohnungseinbrecher

UNTERFRANKEN. Am 30. Oktober beginnt die Winterzeit. Wenn die Nächte länger werden, muss auch wieder vermehrt mit Wohnungseinbrüchen gerechnet werden. Aus diesem Grund wird die Unterfränkische Polizei auch in diesem Jahr Maßnahmen zur Bekämpfung des Deliktsbereichs treffen. Um Straftaten zu verhindern und Täter dingfest machen zu können, ist die Polizei jedoch auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Ein schneller Notruf bei verdächtigen Wahrnehmungen kann bereits der Schlüssel zum Erfolg sein.

Entwicklung der Fallzahlen:

Entgegen dem bundesweiten Trend sind die Zahlen für den Wohnungseinbruchdiebstahl 2015 in Unterfranken zurückgegangen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Regierungsbezirk 603 Fälle registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 60 Straftaten weniger. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote im Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken von 12,1 % auf 17,9 % gestiegen. Bayernweit liegt die Aufklärungsquote bei 15,9 %, bundesweit bei 15,2 %.

260 Fälle (43,1 %) blieben im Jahr 2015 im Versuchsstadium stecken. Ein Jahr zuvor waren es 42,4%. Die steigende Zahl von Versuchstaten signalisiert eindeutig, dass die Täter schnell zum Erfolg kommen möchten. Treten bei der Tatausführung Hindernisse auf, so lassen die Einbrecher oftmals von ihrem Vorhaben ab. Weiter kann die Unterfränkische Polizei beobachten, dass die Tatorte überwiegend so gewählt werden, dass überörtliche Straßen in der Nähe schnell für die Flucht genutzt werden können. Gerade Ortsbereiche, die in der Nähe einer Autobahn oder einer Bundesstraße liegen, sind daher für Wohnungseinbrecher besonders attraktiv.

Maßnahmen der Polizei:

Die sinkenden Fallzahlen im letzten Jahr sind zwar erfreulich, sie stellen jedoch keinen Grund zur Entwarnung dar. Aus diesem Grund hat das Polizeipräsidium Unterfranken wieder große Anstrengungen unternommen und ein Maßnahmenpaket geschnürt, um insbesondere Wohnungseinbrüche zu verhüten bzw. aufzuklären. Beispielsweise wurden die entsprechenden Kommissariate der Kriminalpolizeiinspektionen verstärkt. Auch werden in der kommenden Winterzeit wieder zahlreiche Sonderstreifen unterwegs sein. Die Unterfränkische Polizei erhält dabei auch Unterstützung von der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

In den kommenden Wochen möchte das Polizeipräsidium Unterfranken mit einer Präventionskampagne die Bevölkerung aufklären. Mit einem Flugblatt, welches die Hauptanliegen kurz und übersichtlich darstellt und dem bereits im letzten Jahr gewählten Slogan

Einbruch? Nicht in unserer Straße! Genau hinschauen, Polizei sofort anrufen!

sollen die Kernbotschaften transportiert werden. Mit Unterstützung von Bereitschaftspolizisten werden am Samstag, den 22.10.2016, aktiv Bürgerinnen und Bürger in den Innenstädten von Würzburg und Aschaffenburg angesprochen und beraten. Die Flugblätter werden auch von den unterfränkischen Polizeidienststellen im Rahmen von örtlichen Veranstaltungen an interessierte Bürgerinnen und Bürger verteilt.

Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen:

Zudem werden die Fachberater der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg verstärkt Vorträge zum Thema „Wohnungseinbruch“ für interessierte Gruppen, z. B. an Schulen, Sportvereinen oder Seniorengemeinschaften, anbieten.

Die Fachberater stehen nach Terminvereinbarung auch für eine kostenlose, kompetente und neutrale Beratung zum effektiven Einbruchschutz zur Verfügung. Dieses Angebot gilt auch für Bauherren, damit sich diese bereits bei der Planung eines Eigenheims Gedanken um eine sinnvolle technische Ausrüstung zum Schutz gegen Einbrecher machen können. Ein Kontakt kann über die im Informationsflyer genannten Telefonnummern hergestellt werden.

Appell an die Bevölkerung:

Für Einbrecher attraktive Wohnhäuser werden in der Vortatphase oft von den Tätern ausgekundschaftet. Halten Sie daher Ihre Augen offen und achten Sie in Ihrer Wohngegend auf verdächtige Personen und Fahrzeuge mit fremden Kennzeichen. Informieren Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort über Notruf 110 die Polizei. Um die Täter dingfest machen zu können, ist es erforderlich, Fahndungsmaßnahmen so schnell wie möglich in die Wege zu leiten!

Tipps zum Einbruchschutz:

Einige Tipps, wie Sie sich selbst vor Wohnungseinbrüchen schützen können, erhalten Sie im O-Ton oder unter dem Link

http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/einbruchsdiebstahl/tipps.html

Audiodatei

 

Einbruch in Wohnung – Polizei sucht Zeugen

WÜRZBURG / FRAUENLAND. Ein Unbekannter ist im Laufe des Wochenendes in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses eingestiegen. Er erbeutete Schmuck und Bargeld und flüchtete in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Würzburg geführt.

 

Im Zeitraum von Freitag, 11:00 Uhr, bis Sonntag, 11:00 Uhr, verschaffte sich ein Unbekannter über eine Balkontür gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung im Grasweg. Er durchwühlte mehrere Räumlichkeiten und erbeutete Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro. Anschließend flüchtete er in unbekannte Richtung. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auch etwa 3.000 Euro.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg bittet Zeugen, die im Bereich des Tatorts verdächtige Personen oder Fahrzeuge festgestellt haben, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Versuchter Einbruch in Bürogebäude – Polizei bittet um Zeugenhinweise

WÜRZBURG / INNENSTADT. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat ein Unbekannter gewaltsam versucht, sich Zutritt zu einem Geschäftsgebäude zu verschaffen. Er scheiterte jedoch und flüchtete in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Würzburg geführt.

 

Zwischen Samstag, 18:15 Uhr, und Sonntag, 09:30 Uhr, versuchte ein Unbekannter sich Zutritt zu einem Bürogebäude in der Theaterstraße zu verschaffen. Er versuchte erfolglos insgesamt drei Zugangstüren des Gebäudes aufzuhebeln. Anschließend flüchtete er in unbekannte Richtung. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.000 Euro.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Schafherde ausgerissen

BAD BOCKLET, LKR. BAD KISSINGEN. Am Sonntagmorgen stellte eine Anwohnerin am Ortsrand von Hohn eine ausgerissene Schafherde fest. Die Herde konnte wieder auf die Wiese zurückgetrieben werden, auf der sie sich ursprünglich befunden hatte.

 

Ein Rentner hatte die 57 Schafe und 4 Lämmer – durch einen intakten Elektrozaun gesichert – auf einer Wiese westlich der Verbindungsstraße von Bad Bocklet nach Hohn grasen lassen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag war die Herde, den Gesamtumständen nach zu urteilen, wohl in Panik geraten und hatte den Weidezaun überrannt. Der Zaun war dabei an mehreren Stellen gerissen. Der Schafbesitzer vermutet, dass ein Hund die Herde versprengt hat. Beim Zählen der Tiere stellte der Rentner fest, dass ein Lamm der Herde fehlt. Der finanzielle Schaden beträgt insgesamt etwa 350 Euro.

 

Zeugen werden gebeten, sich an die Polizeiinspektion Bad Kissingen unter Tel. 0971/7149-0 zu wenden.

 

Achtung Wildwechsel! – Wildschwein auf A 81 wird von mehreren Fahrzeugen erfasst

KIST, LKR. WÜRZBURG. Am Sonntagabend ist ein Wildschwein auf der A 81 mit mehreren Fahrzeugen zusammen geprallt. Die Folgen: Die Wildsau überlebte nicht und Sachschaden in Höhe von über 4.000 Euro. Die Wagenlenker kamen mit dem Schrecken davon.

 

Gegen 20:30 Uhr befuhr ein Mann aus Baden-Württemberg mit seinem VW Multivan mit Anhänger und eine 39-jährige Mazda-Fahrerin aus Nordrhein-Westfalen das Autobahndreieck Würzburg-West. Beide wollten von der A 3 aus Richtung Nürnberg kommend in Richtung Stuttgart weiterfahren. Ein Wildschwein überquerte aber in der Dunkelheit die Fahrbahn. Der Schwarzkittel touchierte zunächst seitlich mit dem Anhänger des Gespanns und wurde dann frontal vom Kleinwagen der Frau erfasst.

Das Gespann blieb fahrbereit. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Das Tier wurde bei dem Aufprall getötet.

Bewaffneter Autofahrer auf A 3 – Autobahnpolizei stellt Schlagstock sicher

KLEINLANGHEIM, LKR. KITZINGEN. Einen bewaffneten Autofahrer haben Beamte der Autobahnpolizei in der Nacht zum Montag auf der A 3 kontrolliert und einen Schlagstock sichergestellt.

 

Kurz nach 02:00 Uhr überprüften die Beamten einen BMW und fanden einen Teleskopschlagstock. Der 28-jährige Fahrer, der im Rheinland wohnt, hatte die verbotene Waffe griffbereit in einem Fach neben sich verstaut. Nun hat der Mann mit einer Anzeige wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz zurechnen.

Wegen Anfangsverdachts der Vorbereitung einer Gewalttat – 28-jähriger Syrer in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg:

UNTERFRANKEN. Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben in Unterfranken ermitteln in enger Abstimmung aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung gegen einen 28-jährigen syrischen Medizinstudenten. Er steht im Verdacht, mit einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gedroht zu haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen lagen noch keine konkreten Anschlagspläne vor. Bei den Durchsuchungen wurde auch kein Sprengstoff gefunden.

Inzwischen hat der Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg Untersuchungshaftbefehl gegen den in Würzburg wohnhaften syrischen Staatsangehörigen unter anderem wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten erlassen. Die Staatsanwaltschaft weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch demjenigen die Untersuchungshaft droht, der mit der Vorbereitung von Straftaten – ohne konkrete Ausführungspläne – prahlt und allein dadurch den öffentlichen Frieden und die öffentliche Sicherheit gefährdet.

Aus ermittlungstaktischen Gründen werden weitere Presseauskünfte, die sich die Staatsanwaltschaft Bamberg vorbehalten hat, derzeit nicht erteilt, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden.

PP Unterfranken