Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 13.05.2016

geralt / Pixabay

Nach Beziehungstat – Ermittlungsrichterin erlässt Haftbefehl wegen versuchten Mordes

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 13.05.2016

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ASCHAFFENBURG. Nach einer mutmaßlichen Beziehungstat am Mittwochabend befindet sich der Tatverdächtige inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Aschaffenburg hat wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes Haftbefehl gegen den 27-Jährigen erlassen.

 

Wie bereits berichtet, war der der Mann kurz vor 17.00 Uhr im Bereich des Liebigplatzes auf seine zwei Jahre jüngere Lebensgefährtin getroffen. Offenbar gerieten die beiden aufgrund von Beziehungsproblemen in Streit, wobei der 27-Jährige seiner Freundin mit einem Messer eine Stichverletzung im Brustbereich zugefügt haben soll.

Nachdem der Tatverdächtige zunächst mit einem Fahrrad in Richtung Kleinostheim geflüchtet war, ließ er sich am dortigen Bahnhof widerstandslos festnehmen. Zuvor hatten Zeugen die Verletzte stark blutend in der Nähe des Spielplatzes am Liebigplatz aufgefunden und den Rettungsdienst verständigt.

Die Ermittlungen in diesem Fall werden von der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der 27-Jährige am Donnerstagnachmittag der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Nach Ansicht des Gerichts besteht der dringende Tatverdacht, dass der Mann heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt hat. Aus diesem Grund wurde Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.

Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Brand eines Gartenhauses – Ursache bislang unbekannt

BISCHBRUNN, OT OBERNDORF, LKR. MAIN-SPESSART. Am Donnerstagvormittag ist aus noch ungeklärter Ursache ein Gartenhaus komplett abgebrannt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Ermittlungen werden zunächst durch die Polizeiinspektion Marktheidenfeld geführt.

Nach ersten Erkenntnissen ist das Feuer in der Schulstraße zwischen 11:00 Uhr und 11:30 Uhr ausgebrochen. Eine Passantin wurde durch die starke Rauchentwicklung auf den Brand aufmerksam und verständigte die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gartenhaus bereits komplett in Flammen.

Im Einsatz befanden sich die Freiwilligen Feuerwehren Steinmark, Esselbach, Oberndorf und Bischbrunn mit 45 Mann. Diese hatten den Brand schnell im Griff, konnten jedoch nicht verhindern, dass das Gartenhaus komplett abbrannte. Der Gesamtsachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 25.000 Euro.

Die genaue Brandursache konnte vor Ort zunächst nicht festgestellt werden und ist noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Verpuffung führt zu größerer Stichflamme – Acht Verletzte

WÜRZBURG. Wie bereits berichtet kam es am Donnerstagabend in einer Bar zu einer Verpuffung, bei der acht Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Würzburg geführt.

In einer Bar in der Domstraße kam es im Bereich eines Tisches aus noch ungeklärter Ursache zu einer Verpuffung, wodurch eine größere Stichflamme entstand. Eine Zeugin außerhalb der Bar, welche den Vorfall beobachtete, verständigte den Notruf. Daraufhin begaben sich umgehend ein Großaufgebot von Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei zum Ereignisort.

Durch die Stichflamme erlitten insgesamt acht Gäste Verletzungen, wobei vier Personen lediglich vor Ort ambulant durch den Rettungsdienst versorgt werden mussten. Die vier weiteren Personen kamen mit Verbrennungen nach einer Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser, teilweise in Spezialkliniken. Nach aktuellem Sachstand besteht jedoch bei keiner Person Lebensgefahr. Der entstandene Gesamtsachschaden beläuft sich auf etwa 700 Euro.

Wie es zu der Verpuffung kommen konnte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen, welche noch in der Nacht von der Kriminalpolizei Würzburg übernommen wurden.

Bewerbungsunterlagen per E-Mail – Weiterer Fall des Erpressungstrojaners „Petya“

MESPELBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Donnerstagvormittag ist es in einem Hotel zu einem Angriff der Ransomware „Petya“ gekommen. Eine Bewerbung forderte zum Herunterladen der Bewerbungsunterlagen auf, die letztlich den Trojaner einschleuste. Eine komplette Wiederherstellung der Dateien war auch durch eine hinzugezogene Fachfirma nicht mehr möglich. Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Aschaffenburg.

Am Donnerstagvormittag ist in dem Hotel eine als Bewerbungsschreiben getarnte E-Mail eingegangen. Nachdem eine Mitarbeiterin die E-Mail geöffnet hatte, wurde sie aufgefordert die vermeintlichen Bewerbungsunterlagen aus der Cloud des Bewerbers herunterzuladen. Statt die Unterlagen herunterzuladen, installierte sich der Trojaner „Petya“ und verschlüsselte die auf dem Rechner befindlichen Dateien. Für die Entsperrung der Dateien forderte der Erpresser in einem sich auf dem Monitor öffnenden Fenster zur Zahlung von Bitcoins auf. Die Mitarbeiter nahmen den betroffenen Rechner sofort vom Netzwerk und übergaben ihn einer Fachfirma. Diese konnte die Verschlüsselung zwar rückgängig machen, jedoch nicht alle Dateien wieder herstellen.

Die weiteren Ermittlungen wegen Erpressung und Computersabotage führt die Kriminalpolizei Aschaffenburg.

Um sich vor Schadsoftware bestmöglich zu schützen rät die Unterfränkische Polizei:

  • Öffnen Sie niemals ungeprüft Dateianhänge, ganz gleich ob es sich um scheinbar ungefährliche Dateien wie Bilder, Dokumente oder sonstige Dateien handelt. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie beim Absender nach. Gerade Banken schicken in der Regel keine elektronischen Nachrichten, ohne diese zuvor mit dem Kunden besprochen zuhaben.
  • Klicken Sie niemals auf Links in unaufgefordert zugesandten E-Mails. Diese könnten Sie auf infizierte Webseiten leiten, die zu einem unbemerkten Download der Schadsoftware führen.
  • Seien Sie in Sozialen Netzwerken kritisch mit dem Klick auf angeblich aufsehenerregende Videos oder andere Mitteilungen – auch wenn Ihnen diese von Freunden empfohlen wurden.
  • Installieren Sie regelmäßig die vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem und die von Ihnen installierten Programme (z.B. Browser, Flash Playern, Adobe Reader), idealerweise über die Funktion „Automatische Updates“.
  • Setzen Sie ein Virenschutzprogramm ein und aktualisieren Sie dieses regelmäßig.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit Administratorenrechten im Internet unterwegs sind. Legen Sie sich einen „Benutzer“ mit Standardbenutzerrechten an und nutzten Sie diesen für das Surfen im Internet.
  • Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig auf einem externen Medium, um Datenverluste möglichst gering zu halten.

Weiterer Diebstahl eines Aufsitzrasenmähers – Zeugenhinweise erbeten

BASTHEIM, LKR. RHÖN-GRABFELD. Im Zeitraum von Dienstagabend bis Donnerstagmorgen entwendete ein Unbekannter aus einer Lagerhalle am Sportgelände ein Aufsitzrasenmäher. Die Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Neustadt an der Saale geführt.

Der Unbekannte verschaffte sich in der Zeit von Dienstag, 17:00 Uhr, bis Donnerstag, 09:00 Uhr, gewaltsam Zutritt zu einer Lagerhalle des örtlichen Sportvereins am Spielberg. Aus dieser entwendete der Täter einen Aufsitzrasenmäher im Wert von mehreren tausend Euro. Zudem wurden mehrere Benzinkanister und Werkzeug entwendet.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass es sich um denselben Täter handelt, der, wie bereits berichtet, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch aus einer Lagerhalle in Strahlungen einen Aufsitzrasenmäher entwendet hat.

Die Polizeiinspektion Neustadt an der Saale bittet Zeugen, denen im Bereich des Sportgeländes verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, sich unter Tel. 09771/606-0 zu melden.

Pkw-Diebe aktiv – zwei BMW entwendet – Polizei bittet um Zeugenhinweise

SCHWEINFURT. Vermutlich zwischen Dienstag und Mittwoch haben Unbekannte vom Gelände eines Autohauses zwei BMW der 5er Reihe entwendet. Ein Fahrzeug konnte mittlerweile im Bereich Lichtenfels wieder aufgefunden werden. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen übernommen.

Die unbekannten Täter gelangten, offensichtlich von Dienstag bis Mittwoch, auf das Gelände des Autohauses im Industriegebiet und entwendeten einen grauen BMW 535d, sowie einen blauen BMW 530d xDrive Touring im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro. Zudem nahmen die Täter zwei Kennzeichenpaare mit. Der genaue Tatzeitraum kann noch nicht näher eingegrenzt werden.

Der entwendete BMW 535d wurde durch einen aufmerksamen Zeugen am Mittwochabend, gegen 17:00 Uhr, in Mainroth (Lkr. Lichtenfels) festgestellt. An dem Pkw waren ebenfalls im Autohaus entwendete Kennzeichen mit Erlangen-Höchstadter Zulassung angebracht.

Der BMW 530d xDrive Touring konnte bislang nicht aufgefunden werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind an diesem die amtlichen Kennzeichen HCH-N7783, angebracht.

Die Ermittlungen wurden durch die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Diese erhofft sich nun weitere Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat im besagten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Industriegebiets beobachtet?
  • Wer kann Hinweise auf den Verbleib des entwendeten BMW 530d xDrive Touring machen?

Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 mit der Kriminalpolizei Schweinfurt in Verbindung zu setzen.

Nach Durchsuchungsaktion – Ein Tatverdächtiger wegen Drogendelikten in Untersuchungshaft – Betäubungsmittel und Waffen sichergestellt

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Verschiedene Betäubungsmittel und Waffen sind am Donnerstag von Beamten der Kriminalpolizei Aschaffenburg im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellt worden. Auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft ordnete die Ermittlungsrichterin zwischenzeitlich die Untersuchungshaft an.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg ist am Donnerstag die Wohnung eines 34-Jährigen in Mainaschaff durchsucht worden. Von den Kripo-Beamten und Polizisten der Bereitschaftspolizei Würzburg sind bei dem Tatverdächtigen verschiedene synthetische Drogen und Cannabisprodukte aufgefunden worden. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand lässt die Menge von knapp 400 Gramm Amphetamin, zusammen mit den geführten Ermittlungen, auf den Handel mit Betäubungsmitteln schließen. Zwei nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände, ein Butterfly-Messer und ein Springmesser, sind ebenfalls sichergestellt worden. Der 34-Jährige wurde vorläufig festgenommen und verbrachte die Nacht in einem Haftraum der Polizei.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg, unter Leitung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, dauern an. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete die Ermittlungsrichterin am Freitag die Untersuchungshaft wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gegen den Beschuldigten an.

Kripo ermittelt nach Serie von Pkw-Aufbrüchen – Bereits 25 Fälle seit April

STADT UND LKR. ASCHAFFENBURG, LKR. MILTENBERG. Seit Mitte April sind bei der Polizei bereits 25 Fälle von Pkw-Aufbrüchen bekannt geworden. Die Täter haben es offenbar ausschließlich auf Fahrzeuge des Herstellers BMW abgesehen. Erbeutet wurden in erster Linie Einbau-Navigationsgeräte. Der Gesamtschaden beläuft sich inzwischen auf mehrere zehntausend Euro.

Im Zusammenhang mit der Serie in Aschaffenburg, Goldbach, Elsenfeld, Amorbach, Erlenbach und Wörth am Main (wir berichteten bereits) sind bei der Polizeiinspektion Obernburg seit Mittwoch fünf weitere Fälle mit gleicher Vorgehensweise bekannt geworden. Drei davon ereigneten sich im Zeitraum zwischen Mittwochnachmittag, 16.00 Uhr, und Donnerstagvormittag, 11.00 Uhr, in Wörth am Main. Die BMW, die in einer unversperrten Garage und einem Abstellplatz am Mozartring sowie auf einem Parkplatz in der Carl-Wiesmann-Straße abgestellt waren, wurden allesamt gewaltsam geöffnet. Die Täter gelangten so jeweils ins Fahrzeuginnere und bauten die fest installierten Navigationsgeräte fachmännisch aus.

Auch in Elsenfeld waren die Unbekannten wieder aktiv und brachen im Zeitraum zwischen Dienstagnachmittag, 16.00 Uhr, und Mittwochmorgen, 08.15 Uhr, zwei BMW auf. Die beiden Fahrzeuge waren vor Wohnanwesen im Mühlweg und in der Lindenstraße abgestellt. Auch in diesen Fällen bauten die Täter die Navigationsgeräte aus und machten sich anschließend mit ihrer Beute aus dem Staub.

Es deutet alles darauf hin, dass die mittlerweile 25 bekanntgewordenen Pkw-Aufbrüche im Zusammenhang stehen. Alle Fälle werden nun zentral von der Kriminalpolizei Aschaffenburg bearbeitet. Die Polizeiinspektionen am bayerischen Untermain sind entsprechend sensibilisiert und bereits sowohl uniformiert als auch mit Zivilkräften verstärkt in den betroffenen Gebieten unterwegs.

Um die Täter dingfest machen zu können, bittet das Polizeipräsidium Unterfranken jedoch auch die Bevölkerung um Mithilfe:

  • Mögliche Zeugen, die im Zusammenhang mit den Pkw-Aufbrüchen etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden dringend gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 in Verbindung zu setzen.
  • Auch bei künftigen verdächtigen Wahrnehmungen ist es wichtig, unverzüglich über Notruf 110 die Polizei zu verständigen. Nur so können sofortige und erfolgsversprechende Fahndungsmaßnahmen in die Wege geleitet werden.

Um künftige Pkw-Aufbrüche zu vermeiden, rät das Polizeipräsidium Unterfranken:

  • Parken Sie hochwertige Fahrzeuge nach Möglichkeit nicht einfach nur am Straßenrand oder in ungesicherten Carports.
  • Nutzen Sie eine abschließbare Garage oder stellen Sie Ihr Fahrzeug zumindest an gut beleuchteten und belebten Straßen ab.
  • Achten Sie auf fremde Personen oder verdächtige Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen, die durch die Straßen „streifen“ und notieren Sie sich das Kennzeichen. Informieren Sie anschließend die Polizei.

PP Unterfranken