Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 13.06.2016

Unfall mit unklarem Hergang – Zusammenstoß auf der Staatsstraße – drei Personen verletzt

KÖNIGSBERG IN BAYERN, LKR. HAßBERGE. Am Montagnachmittag ist es auf der Staatsstraße zwischen Haßfurt und Hofheim zu einem folgenschweren Verkehrsunfall gekommen. Der Unfallhergang ist noch völlig unklar. Während drei schwer verletzte Personen in Kliniken behandelt werden, ist die Haßfurter Polizei vor Ort gemeinsam mit einem Sachverständigen mit der Unfallaufnahme betraut.

 

Um 15.55 Uhr war ein Ford-Fahrer auf der Staatsstraße 2275 von Haßfurt in Fahrtrichtung Hofheim unterwegs. Zur selben Zeit kam ihm ein mit zwei Personen besetzter VW Crafter entgegen. Aus bislang noch unklarer Ursache kam es schließlich zu einer Kollision der beiden Fahrzeuge. Der Mondeo kam anschließend in seiner Fahrtrichtung auf dem Grünstreifen rechts der Fahrbahn zum Stehen. Der Kleintransporter lag in der Endstellung nach dem Zusammenprall dann mit seiner Beifahrerseite auf dem Heck des Ford. Wie es zu dem Verkehrsunfall kam, müssen die weiteren Ermittlungen erst noch klären. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde unterdessen ein Sachverständiger zur Unfallstelle beordert, der beide Fahrzeuge für weitere Untersuchungen sicherstellte.

Der 61-jährige Lenker des Ford wurde mit leichten Verletzungen in eine naheliegende Klinik eingeliefert. Die beiden 75 und 51 Jahre alten Insassen des VW Crafter mussten aus dem gekippten Fahrzeug gerettet werden und erlitten schwere Verletzungen. Der ältere der beiden wurde mit einem Hubschrauber, der jüngere mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hofheim, Rügheim und Römershofen sind mit über 35 Einsatzkräften vor Ort. An dem Mondeo entstand Sachschaden in Höhe von rund 7.000 Euro. Der Schaden am Crafter schlägt mit etwa 18.000 Euro zu Buche. Für die Verkehrsunfallaufnahme sowie die anschließenden Aufräumarbeiten wird die Staatsstraße noch etwa bis 19.00 Uhr gesperrt bleiben müssen (Stand: 18.00 Uhr).

 

Zeugen, die die beiden Fahrzeug vor dem Unfall beobachtet haben oder sonst sachdienliche Angaben zu diesem Verkehrsunfall machen können, werden gebeten, sich unter Tel. 09521/927-130 bei der Haßfurter Polizei zu melden.

 

Anweisung des Navi befolgt – Versuchtes Wendemanöver auf der Autobahn führt zu Verkehrsunfall

POPPENHAUSEN, LKR. SCHWEINFURT. Blind auf ihr Navigationsgerät verlassen hatte sich am Samstagnachmittag eine 86-jährige Pkw-Fahrerin aus dem Raum Kissingen. Die ansonsten rüstige Rentnerin wollte nach eigenen Angaben mit ihrem Mercedes von Bad Kissingen nach Maßbach fahren. Dazu hatte sie den Zielort in das Navigationsgerät eingegeben. Offensichtlich hatte sie jedoch eine Fahranweisung nicht gehört, so dass sie schließlich an der Anschlussstelle Bad Kissingen/Oerlenbach auf die A71 in Richtung Schweinfurt aufgefahren war.

 

Hier meldete das Navi nun, sie möge doch bitte wenden, was die Rentnerin dann auch versuchte und schließlich mit ihrem Pkw quer auf der linken Fahrspur stand. Zu diesem Zeitpunkt näherten sich aus Richtung Norden mehrere Fahrzeuge. Ein 62-Jähriger aus dem Raum Forchheim konnte nur durch eine Vollbremsung und geistesgegenwärtiges Ausweichen nach rechts einen frontalen Zusammenstoß zwischen seinem Peugeot und der Fahrerseite des querstehenden Fahrzeugs verhindern. Eine 18-jährige VW-Fahrerin aus dem Raum Schweinfurt konnte einen Zusammenstoß mit dem Mercedes zwar verhindern, kollidierte jedoch mit dem Pkw des 62-Jährigen und schob diesen noch gegen die Außenschutzplanke. Eine 24-jährige Fordfahrerin aus dem Landkreis Bad Kissingen und eine 21-Jährige, ebenfalls in einem Ford, aus dem Raum Meiningen, die noch dazu mit ihrem sechs Monate alten Kind unterwegs war, hatten mehr Glück und konnten gerade noch einen Unfall vermeiden, standen aber gehörig unter Schock.

Die beiden Fahrer der verunfallten Fahrzeuge wurden zur Abklärung der Verletzungen durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der 62-Jährige konnte das Krankenhaus noch am selben Abend verlassen. Die 18-jährige wurde zunächst stationär aufgenommen. Sie befindet sich jedoch auf dem Weg der Besserung.

Auf richterliche Anordnung hin wurde der Führerschein der Rentnerin vorerst beschlagnahmt, so dass sie ab sofort keine fahrerlaubnispflichtigen Kraftfahrzeuge mehr führen darf. Während der Unfallaufnahme wurde der rechte Fahrstreifen durch die Freiwillige Feuerwehr Oerlenbach, die mit mehreren Fahrzeugen und ca. 20 Mann im Einsatz war, gesperrt. Da auch Kraftstoffe und Öl ausgelaufen waren, war auch noch die Straßenmeisterei Schweinfurt vor Ort, um sich um die Fahrbahnreinigung zu kümmern. Die beiden verunfallten Fahrzeuge wurden durch Abschleppdienste von der Autobahn verbracht.

Pkw aufgebrochen – Bargeld und EC-Karten gestohlen

WÜRZBURG / STEINBACHTAL. Ein am Würzburger Waldfriedhof abgestellter Pkw wurde am Samstagvormittag von unbekannten Tätern aufgebrochen. Aus unter den Sitzen abgelegten Handtaschen entwendeten sie Geld und Wertsachen.

Zwischen 09:30 Uhr und 11:00 Uhr hatte die Halterin eines grauen VW Polos ihr Auto während eines Friedhofsbesuches am Würzburger Waldfriedhof geparkt. Vorsorglich hatte sie ihre Handtasche sowie die Tasche ihrer Mitfahrerin unter Fahrer- und Beifahrersitz verstaut. Dennoch wurden offenbar ein oder mehrere unbekannte Täter darauf aufmerksam und brachen das Auto auf. Aus den Taschen entwendeten sie unter anderem mehrere hundert Euro an Bargeld, ein Mobiltelefon sowie EC-Karten.

Eine Fahndung nach den Tätern im Nahbereich blieb ergebnislos. Die Kriminalpolizei Würzburg führt die weiteren Ermittlungen. Zeugen, die gesehen haben, wie sich eine oder mehrere Personen im angegebenen Tatzeitraum an dem VW Polo zu schaffen gemacht haben, werden gebeten sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Einbruch in Einfamilienhaus – Werkzeug entwendet

WÜRZBURG / UNTERDÜRRBACH. Unbekannte Täter drangen am zurückliegenden Wochenende in ein Einfamilienhaus in Unterdürrbach ein und entwendeten einen Fernseher und Werkzeug im Wert von über 2.000 Euro.

 

Zwischen Freitag, 16:00 Uhr und Sonntag, 17:00 Uhr verschafften sich die unbekannten Täter Zugang zu dem freistehenden Haus in der Straße „Im Hirschlein“. Sie schlugen dazu einen Teil der verglasten Terrassentüre ein und öffneten diese. Hierdurch erhielten sie Zugang zur Einliegerwohnung des Hauses. In einem Abstellraum fanden sie neben einem Fernseher auch einen Hochdruckreiniger und eine Kettensäge und nahmen diese Gegenstände mit. Weitere Zimmer und Verbindungstüren wurden nicht angegangen.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0931/457-1732 zu melden.

 

Streit zwischen Eheleuten eskaliert – 29-Jähriger wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft – 24-Jährige zur Behandlung in Klinik

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 13.06.2016

ASCHAFFENBURG / DAMM. Bei einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei Eheleuten am Donnerstagabend hat eine 24-Jährige schwere Verletzungen erlitten. Der 29-Jährige, gegen den die Aschaffenburger Kriminalpolizei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wegen versuchten Totschlags ermittelt, sitzt nach der Vorführung beim Amtsgericht in einer Justizvollzugsanstalt ein.

 

In einer Wohnung des Mehrfamilienhauses im Aschaffenburger Stadtteil Damm waren gegen 21.00 Uhr ein 29-Jähriger und dessen Gattin in Streit geraten. Nach einem zunächst lautstarken verbalen Konflikt hatte der Beschuldigte dem Sachstand nach die 24 Jahre alte Frau gewürgt sowie unter anderem mit einem Werkzeug geschlagen und ihr dabei schwere Verletzungen zugefügt. Das fast zweijährige Kind des Paares war ebenfalls in der Wohnung anwesend, blieb allerdings unverletzt.

Die Nachbarn hatten schließlich die Aschaffenburger Polizei verständigt und von Lärm und Hilfeschreien aus der Wohnung berichtet. Als die Beamten eintrafen, hatten sich die beiden Streitenden wieder beruhigt. Die Geschädigte wies Hämatome am gesamten Körper auf, insbesondere wegen einer Wunde am Arm brachte der Rettungsdienst die Frau zur stationären Behandlung in eine Klinik. Der 29-Jährige, der dringend verdächtig ist, seiner Ehefrau die Verletzungen mit einem Werkzeug zugefügt zu haben, wurde festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Dort wurde bei dem Mann, der augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmittel stand, eine Blutprobe genommen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde der Beschuldigte am Freitag der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Nachdem die Richterin Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen hatte, brachten Aschaffenburger Beamte den Mann in eine Justizvollzugsanstalt.

PP Unterfranken