Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 15.06.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Einbruch in leerstehendes Wohnhaus – Täter erbeutet Schmuckstücke

SCHWANFELD, LKR. SCHWEINFURT. In den vergangenen Wochen ist ein Unbekannter in ein leerstehendes Wohnhaus eingebrochen. Dem Täter gelang es, mit Schmuck im Wert von einigen hundert Euro unerkannt zu entkommen. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei Schweinfurt.

 

Der Zeitraum, in dem sich der Einbruch in das Anwesen am Redwitzweg ereignet hat, kann nach dem aktuellen Kenntnisstand noch nicht näher eingegrenzt werden. Fest steht allerdings, dass sich die Tat vor vergangenem Freitag ereignet haben muss. Wie die Beamten vor Ort feststellten, hatte der Täter die Räumlichkeiten in dem Wohnhaus offenbar nach Wertgegenständen durchsucht. Dabei fielen ihm einige Schmuckstücke im Wert von mehreren hundert Euro in die Hände.

 

Im Rahmen ihrer weiteren Ermittlungen nimmt die Kripo Schweinfurt nun auch Hinweise von möglichen Zeugen entgegen. Wer im Zusammenhang mit dem Einbruch sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

BMW im Wert von 70.000 Euro entwendet – Vermutlich unter Ausnutzung des Keyless-Entry-Systems

KARLSTEIN AM MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Einem Unbekannten ist es in der Nacht von Montag auf Dienstag gelungen, einen geparkten BMW der fünfer Reihe zu öffnen und zu entwenden. Die Aschaffenburger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen und hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

 

In der Zeit von 21:30 Uhr bis 08:30 Uhr entwendete ein Unbekannter im Alemannenring einen geparkten Pkw. Der Eigentümer des schwarzen BMWs, mit dem amtlichen Kennzeichen: AB-TG 706, hatte sein Fahrzeug auf einem Stellplatz vor dem Haus geparkt. Am nächsten Tag musste er feststellen, dass der Pkw gestohlen worden war. Dem Sachstand nach ist davon auszugehen, dass zur Tatbegehung das Keyless-Entry-System, mit welchem der BMW ausgestattet war, ausgenutzt wurde. Der Zeitwert des BMWs beläuft sich auf ca. 70.000 Euro.

Mittels sogenannter Funkwellen-Verlängerer ist es den Dieben möglich, Fahrzeuge mit „Keyless-Entry“-Systemen zu öffnen und zu starten. Dabei wird durch einen Empfänger in der näheren Umgebung des Hauses das Funksignal des Schlüssels aufgenommen und an einen Sender am Pkw weitergeleitet.

 

Zur Aufklärung der Tat ist die Kriminalpolizei Aschaffenburg auch auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Zeugen, die zur Tatzeit im Bereich des Alemannenringes verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben oder Hinweise zu dem entwendeten Pkw geben können, werden gebeten, sich unter Tel: 06021/857-1732 zu melden.

 

Das Polizeipräsidium Unterfranken gibt Fahrern von Pkws mit dem Keyless-Entry-System folgende Verhaltenstipps:

  • Parken Sie hochwertige Pkw nach Möglichkeit in einer verschlossenen Garage
  • Bewahren Sie die Schlüssel, inklusive der Ersatzschlüssel, in einer Schlüsselmappe oder ähnlichem mit Cryptalloy-Folie auf, diese Folie verhindert die Ausbreitung des Funksignals
  • Eine nicht ganz alltägliche Aufbewahrungsmöglichkeit ist es die Schlüssel in den Kühlschrank zu legen, der Kühlschrank bietet eine sehr starke Abschirmung der Funksignale
  • Achten Sie auf fremde Personen oder Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen, die mehrmals langsam durch die Straßen „streifen“ und notieren Sie sich das Kennzeichen. Informieren Sie anschließend die Polizei
  • Achten Sie auch auf Personen, die Ihr Fahrzeug fotografieren. Dies kann bereits eine Vorbereitungshandlung für einen späteren Diebstahl sein. Hochwertige Fahrzeuge werden oft auf Bestellung gestohlen
  • Verwenden Sie Sicherungen die durch Eingriff in die Mechanik das Wegfahren des Fahrzeuges verhindern bzw. erschweren (z. B. Parkkrallen, Lenkradkrallen)

Verkehrsunfall auf Alarmierungsfahrt – Feuerwehrmann schwer verletzt

BAD BRÜCKENAU, LKR. BAD KISSINGEN. Bei einem Verkehrsunfall während einer Alarmierungsfahrt ist am Mittwochmorgen ein Feuerwehrmann schwer verletzt worden. Der andere Unfallbeteiligte kam offenbar mit leichteren Verletzungen davon. Die Gesamtschadenshöhe dürfte nach ersten Schätzungen etwa 30.000 Euro betragen.

 

Gegen 05.45 Uhr war die Freiwillige Feuerwehr Bad Brückenau wegen eines Einsatzes auf der A 3 alarmiert worden. Ein 29-jähriger Feuerwehrmann beabsichtigte daher, auf dem schnellsten Wege zum Feuerwehrhaus zu gelangen. An der Kreuzung Bahnhofstraße / Ancenisstraße übersah er offenbar einen vorfahrtsberechtigten Pkw eines 56-Jährigen und es kam zum Zusammenstoß.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der 29-Jährige ins einem Fahrzeug eingeklemmt. Seine Kammeraden befreiten ihn unter Einsatz der Rettungsschere aus dem Wrack. Anschließend brachte der Rettungsdienst den schwer verletzten Mann nach einer Erstversorgung in ein Krankenhaus. Der andere Unfallbeteiligte, der dem Sachstand nach nicht allzu schwer verletzt worden war, kam ebenfalls in ein Krankenhaus. An beiden beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Bergungsarbeiten war der Kreuzungsbereich komplett gesperrt. Der Verkehr wurde mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Brückenau umgeleitet.

Auffahrunfall auf der A 3 – Lkw-Fahrer schwer verletzt – Vollsperrung in Richtung Frankfurt

WERTHEIM, MAIN-TAUBER-KREIS. Am Dienstagabend ist ein Lasterfahrer auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Helmstadt und Wertheim/Lengfurt am Stauende heftig aufgefahren. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Die Fahrbahn in Richtung Frankfurt war für etwa zwei Stunden komplett gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 37.000 Euro.

Kurz vor 20:00 Uhr hatte ein 32-jähriger Lkw-Fahrer aus Ungarn zu spät erkannt, dass die Lkw-Kolonne vor ihm im Baustellenbereich zum Stehen gekommen war. Etwa vier Kilometer vor Wertheim prallte er deshalb auf den Sattelzug eines 37-jährigen Landsmannes und wurde im Führerhaus seiner Sattelzugmaschine eingeklemmt. Obwohl er sich offenbar ein Bein gebrochen hatte, konnte sich der schwer verletzte Mann selbst befreien. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Würzburger Krankenhaus gebracht. Der andere Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Die Sattelzüge blockierten dann beide Fahrstreifen. Der vordere Laster war fahrbereit geblieben, der zweite musste abgeschleppt werden. Während der Bergung sperrten Polizeibeamte die Autobahn in Richtung Frankfurt komplett ab. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Helmstadt mit Unterstützung durch die Autobahnmeisterei Kist abgeleitet.

Der verletzte Brummifahrer hatte zum Zeitpunkt des Verkehrsunfalls einen Hund an Bord. Um den vierbeinigen Begleiter, der nicht verletzt worden war, kümmerte sich ein Hundeführer der Polizei. Der Pit Bull wurde in einem Tierheim untergebracht.

Zahlreiche Anrufe von falschen Verwandten und Polizisten – Betrüger fordern teils hohe Geldbeträge

UNTERFRANKEN. Enkeltrickbetrüger und falsche Polizisten haben im Laufe des Dienstags versucht, Seniorinnen und Senioren in den Bereichen Main-Rhön und Mainfranken um ihr Erspartes zu bringen. Glücklicherweise wurden bislang keine Fälle bekannt, bei denen die Täter erfolgreich waren.

Im Laufe des Dienstagvormittags waren bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken teils im Minutentakt Mitteilungen über Anrufe von sogenannten Enkeltrickbetrügern eingegangen. Angerufen wurden Seniorinnen und Senioren in Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Haßberge, Bad Kissingen, Würzburg und Kitzingen. In allen Fällen täuschten die Betrüger ein Verwandtschaftsverhältnis vor und forderten zum Teil hohe Geldbeträge von bis zu 25.000 Euro für angeblich bevorstehende Immobilienkäufe. Zu Geldübergaben kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Die Rentnerinnen und Rentner informierten stattdessen ihre wahren Angehörigen bzw. die Polizei.

Im Raum Schweinfurt wurden zudem zwei Fälle von sogenannten „Schockanrufen“ zur Anzeige gebracht. Den Rentnerinnen und Rentnern mit osteuropäischer Herkunft wurde vorgegaukelt, dass ihre Angehörigen in Verkehrsunfälle verwickelt waren, bei denen jeweils Fußgängerinnen schwer verletzt worden waren. Um die Angelegenheit „unter der Hand“ zu regeln, forderten die angeblichen Polizisten zumindest in einem Fall 48.000 Euro. Die beiden Angerufenen fielen glücklicherweise ebenfalls nicht auf die Masche herein und verständigten die Polizei.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät dringend zu erhöhter Vorsicht bei telefonischen Geldforderungen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Beenden Sie das Gespräch, wenn der Anrufer Geld fordert. Halten Sie danach Rücksprache mit Familienangehörigen und informieren Sie die Polizei. Lassen sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung und übergeben Sie niemals Geldbeträge oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn dieser Besuch zuvor telefonisch angekündigt wurde.

Mitteilung über bewaffnete Person – Räumung der Stadtgalerie

SCHWEINFURT. Am Dienstagnachmittag ist in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken die Mitteilung über eine verdächtige Person in Schweinfurt eingegangen. Die Anruferin gab an, beobachtet zu haben, dass ein Mann mit einer Waffe in Richtung der Stadtgalerie gelaufen sei. Die Schweinfurter Polizei reagierte sofort mit umfangreichen Absperr- und Kontrollmaßnahmen.

Gegen 16:00 Uhr wurde über die Notrufnummer der Polizei mitgeteilt, dass sich eine männliche Person im Bereich der Gunnar-Wester-Straße aufhalten und augenscheinlich eine Schusswaffe in der Hand halten würde. Da sich der Mann laut der Anruferin in Richtung Stadtgalerie bewegte, wurden die Zugänge zu dem Einkaufszentrum gesperrt und Personenkontrollen durchgeführt. Anschließend wurde das Gebäude in Zusammenarbeit mit dem Center-Management geräumt und nach verdächtigen Personen durchsucht.

Im gesamten Umfeld fahndete zudem ein Großaufgebot der Polizei nach der unbekannten Person. Nach derzeitigem Sachstand (18:15 Uhr) ist durch Kräfte der Polizeiinspektion Schweinfurt ein Mann in Gewahrsam genommen worden, auf den die vorliegende Personenbeschreibung passt. Eine Schusswaffe wurde bei dem Mann bislang noch nicht aufgefunden, hierzu laufen aktuell die Ermittlungen.

Seit Einsatzbeginn waren bei der Polizei keine weiteren Mitteilungen bezüglich einer bewaffneten Person eingegangen. Die Stadtgalerie, die aus Gründen der Gefahrenabwehr in Zusammenarbeit mit dem dortigen Sicherheitsdienst gesperrt worden war, wurde zwischenzeitlich wieder geöffnet.

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PP Unterfranken