Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 20.04.2017

Im Solarfeld gelandet

HETTSTADT, LKR. WÜRZBURG. Am Mittwochmorgen geriet die Fahrerin eines Ford Ka auf der Staatsstraße aufgrund ihrer nicht angepassten Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und schleuderte direkt in ein neben der Fahrbahn befindliches Solarfeld.

 

Die 25-jährige Fahrzeugführerin war in Fahrtrichtung Würzburg einer Rechtkurve zu schnell gewesen und nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Pkw flog daraufhin eine ca. fünf Meter tiefe Böschung hinab und durchbrach dann die Umzäunung des Solarparks. Dort wurde der Pkw unter einem Solarmodul durch den Aufprall eines Stützpfeilers zum Stehen gebracht.

Die Fahrerin des Pkw blieb unverletzt. Am Pkw entstand ein Totalschaden in Höhe von ca. 5.000 Euro. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 15.000 Euro.

24-Stunden- Blitzmarathon in Unterfranken – Zahl der Beanstandungen gestiegen – Kontrollaktionen zeigen positive Wirkung

UNTERFRANKEN. Im Rahmen des bundesweiten „24-Stunden-Blitzmarathons“ 2017 fanden auch in Unterfranken wieder zahlreiche Kontrollen statt. An über 80 Messstellen waren die unterfränkischen Beamtinnen und Beamten im Einsatz und insgesamt sehr zufrieden mit der Aktion. Die allermeisten Verkehrsteilnehmer beachteten die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit getöteten oder schwer verletzten Personen. Jeder vierte tödliche Verkehrsunfall in Bayern ist auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. In Unterfranken ließen im Jahr 2016 insgesamt 17 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen, die durch falsche Geschwindigkeit verursacht worden waren. Hier ist jeder Unfall zweifelsohne einer zu viel.

Der Unterfränkischen Polizei ist es deshalb ein großes Anliegen, möglichst viele Unfälle zu verhindern. Dazu trägt auch, aber nicht nur, der alljährliche „Blitzmarathon“ bei. Hier möchten wir mit gezielten Kontrollaktionen Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren, dass Rasen keinesfalls ein Kavaliersdelikt ist, sondern eine im schlimmsten Fall tödliche Gefahr für sich und andere darstellt.

Wie nachhaltig Aktionen wie der Blitzmarathon sind, beweist auch eine unabhängige Studie. Demzufolge beeinflussen große Aktionen das Fahrverhalten der Bevölkerung auch noch nach den eigentlichen Kontrollen. Insbesondere Autofahrer sind langsamer unterwegs und halten die Geschwindigkeitsbeschränkungen ein, was die Verkehrssicherheit auf den Straßen positiv beeinflusst. Aus unserer Erfahrung hält die Wirkung der Kontrollen durchaus noch an, auch wenn die Messgeräte längst abgebaut sind.

In der Zeit von Mittwoch, 06.00 Uhr, bis Donnerstag, 06.00 Uhr, waren beim diesjährigen „24-Stunden- Blitzmarathon“ mehr als 18.000 Fahrzeuge in Unterfranken erfasst worden (Vorjahr: ca. 9.600). Zusätzlich wurden von den Polizisten unter anderem auch an ausgewählten Unfallschwerpunkten Kontrollen mit dem Laserhandmessgerät durchgeführt. Die Zahl der beanstandeten Fahrzeuge war mit 494 dabei höher als noch im Vorjahr mit 442 und das obwohl die Kontrollaktionen groß angekündigt und mögliche Messstellen auch im Internet und via Social Media gezielt und transparent veröffentlicht worden waren.

Den unrühmlichen Spitzenreiter in Unterfranken meldete eine Messstelle aus dem Landkreis Main-Spessart:

Auf der B27 zwischen Himmelstadt und Karlstadt war ein 23-jähriger ortsansässiger Autofahrer am Mittwochabend um 23.45 Uhr bei erlaubten 100 km/h mit 170 km/h unterwegs. Ihn erwartet jetzt ein Bußgeld in Höhe von 880 Euro, 2 Monate Fahrverbot und 2 Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei.

Neben wenigen Ausreißern fällt die Bilanz des unterfränkischen Blitzmarathons insgesamt sehr positiv aus. Nicht die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die beanstandet werden mussten, sondern die Tatsache, dass die Fahrzeugführer zumeist vorsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs waren und an den Kontrollstellen auch großes Verständnis für die Aktion hatten, zeigt, dass die Aktion gelungen war.

Auch wenn der Blitzmarathon nun vorbei ist, werden weiterhin Kontrollen und Messungen durchgeführt. Die Unterfränkische Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich auch weiterhin an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und diese den Straßen- und Witterungsverhältnissen anzupassen. Dies alles dient einer stets unfallfreien Fahrt.

Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen Verkehrsteilnehmern auf den unterfränkischen Straßen allzeit gute und sichere Fahrt.

Audiodatei

Versuchter Einbruch in Schwebheim – Bewohner verfolgt Täter

SCHWEBHEIM, LKR. SCHWEINFURT. Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Schwebheim überraschte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen Einbrecher, der gerade in seine Wohnung einsteigen wollte. Die Kriminalpolizei Schweinfurt ermittelt und sucht nach Zeugen.

 

Am Donnerstag gegen 01:40 Uhr wurde ein 31-jähriger Schwebheimer auf ein Geräusch vom Balkon seiner Wohnung in der Friedrich-Rückert-Straße aufmerksam. Als er an die Balkontüre herantrat, sah er draußen eine vermutlich männliche Person stehen. Diese ergriff sofort die Flucht und sprang vom Balkon des Hochparterres hinab. Der Wohnungsinhaber nahm zusammen mit seinem Hund zunächst die Verfolgung in Richtung Schulstraße auf. Im angrenzenden Waldstück verlor er den Täter jedoch aus den Augen.

Zu dem Täter, der versucht hatte, die Balkontüre mit einem Werkzeug aufzuhebeln, liegt bislang keine Beschreibung vor. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen um Hinweise.

Wer zwischen 01:30 Uhr und 02:00 Uhr im Bereich der Friedrich-Rückert-Straße verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten, meldet sich bitte unter Tel. 09721/202-1731 bei der Kripo.

 

Brand in Einfamilienhaus – Mehrere Personen verletzt

STRASSBESSENBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag brach in einem Einfamilienhaus in Straßbessenbach ein Feuer aus. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Eine Bewohnerin und drei Ersthelfer wurden verletzt.

 

Kurz vor 02:30 Uhr wurde die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken über den Brand in der Dorfstraße von Straßbessenbach informiert. Beim Eintreffen der ersten Streifenbesatzung befand sich das betroffene Einfamilienhaus bereits im Vollbrand. Eine Bewohnerin des Anwesens konnte von Ersthelfern aus dem Gebäude gerettet werden. Die 84-jährige Frau erlitt durch den Brand schwere Verletzungen und wurde in der Folge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Auch die drei Ersthelfer wurden verletzt. Zwei davon kamen ebenfalls zur Behandlung in ein Krankenhaus. Der zweite Bewohner des Hauses konnte sich unverletzt ins Freie retten.

An den Löscharbeiten der Feuerwehren aus Bessenbach und Haibach waren über 50 Einsatzkräfte beteiligt. Nach derzeitiger Einschätzung dürfte das Haus durch das Feuer zunächst unbewohnbar geworden sein. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht beziffert werden.

PP Unterfranken