Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 22.04.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Führungswechsel bei der Polizeiinspektion Lohr am Main – Wolfgang Remelka von Polizeipräsident Gerhard Kallert ins Amt eingeführt

LOHR A.MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Am Freitagvormittag hat Polizeipräsident Gerhard Kallert den neuen Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Lohr am Main in sein Amt eingeführt. Für Wolfgang Remelka schließt sich damit in gewisser Weise der Kreis, nachdem der Spitzenbeamte exakt vor 35 Jahren seine Polizeikarriere in Lohr begonnen hatte.

Amtseinführung
Foto: Polizei; v.l. Christine Kohnle-Weis, Polizeipräsident Gerhard Kallert, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Remelka mit Ehefrau, Harald Schneider.

Polizeipräsident Gerhard Kallert hatte am Vormittag im Alten Rathaus Herrn Ersten Polizeihauptkommissar Wolfgang Remelka seine Ernennungsurkunde ausgehändigt und gleichzeitig den Vorgängern, Polizeihauptkommissar Martin Deisenroth und Oberkommissar Marvin Neill, für die vorübergehende Übernahme der Amtsgeschäfte gedankt. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung nach Lohr am Main gefolgt. Musikalisch untermalt wurde die kleine Feierstunde von der Musikschule IGU (Individueller Gitarrenunterricht).

Neben den Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Thorsten Schwab und Günther Felbinger, waren zudem der stellvertretende Landrat Harald Schneider und die zweite Bürgermeisterin der Stadt Lohr am Main, Christine Kohnle-Weis, der Einladung gefolgt. Die beiden Letztgenannten und Herr Schwab sprachen ein Grußwort. Unter den hochrangigen Behördenvertretern befanden sich der Leitende Oberstaatsanwalt Bardo Backert und der Direktor des Amtsgerichts Gemünden Thomas Schepping, sowie zahlreiche Dienststellenleiter und weitere namhafte Gäste.

Bevor der Präsident der Unterfränkischen Polizei Herrn Remelka seine Urkunde aushändigte, ließ er dessen Karriere bei der Polizei kurz Revue passieren. Begonnen hatte Herrn Remelkas dienstliche Laufbahn im Jahr 1980 als Polizeidienstanwärter in Lohr am Main. Im März 1981 begann er dann seine Ausbildung bei der III. Bereitschaftspolizeiabteilung in Würzburg. Nach erfolgreicher Anstellungsprüfung leistete er zwischen 1985 und 1987 Dienst in Aschaffenburg, danach ging es zur Karlstadter Polizei bis 1993. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen konnte er dann den Lehrgang zum gehobenen Polizeivollzugsdienst antreten. Danach leistete Herr Remelka zunächst Dienst als Dienstgruppenleiter verschiedener Dienststellen, bei der Einsatzzentrale und später als Verfügungsgruppenleiter der Lohrer Polizei bis zum August 2010. Seine Führungsfunktion bis heute war die des Verfügungsgruppenleiters und stellvertretenden Dienststellenleiters bei der Polizeiinspektion Würzburg-Land. An der Spitze der Lohrer Polizei schließt sich somit der Kreis der hervorragenden Karriere von Wolfgang Remelka.
Polizeipräsident Gerhard Kallert wünschte Herrn Remelka viel Erfolg in seiner neuen Aufgabe bei der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, so dass die Menschen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Lohr am Main weiterhin sicher leben können.

24-Stunden- Blitzmarathon in Unterfranken – Zahl der Beanstandungen gesunken – Kontrollaktionen zeigen positive Wirkung

UNTERFRANKEN. Im Rahmen des bundesweiten „24-Stunden-Blitzmarathons“ 2016 fanden auch in Unterfranken zahlreiche Kontrollen statt. An über 90 Messstellen waren die unterfränkischen Beamten im Einsatz und insgesamt sehr zufrieden mit der Aktion. Denn die Zahl der beanstandeten Fahrzeuge war im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, das Verständnis bei den Autofahrern groß und die Verkehrssicherheit in dieser Zeit besonders hoch.

Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit getöteten oder schwer verletzten Personen. Jeder vierte tödliche Verkehrsunfall in Bayern ist auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Die Polizei möchte deshalb präventiv tätig werden und mit den gezielten Kontrollaktionen Verkehrsteilnehmer erneut daran erinnern, dass Rasen keinesfalls ein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Gefahr für sich und andere darstellt.

Wie nachhaltig Aktionen wie der Blitzmarathon sind, beweist auch eine unabhängige Studie. Demzufolge beeinflussen große Aktionen das Fahrverhalten der Bevölkerung auch noch nach den eigentlichen Kontrollen. Insbesondere Autofahrer sind langsamer unterwegs und halten die Geschwindigkeitsbeschränkungen ein, was die Verkehrssicherheit auf den Straßen positiv beeinflusst. Somit hält die Wirkung der Kontrollen noch an, auch wenn die Messgeräte längst abgebaut sind.

In der Zeit von Donnerstag, 06.00 Uhr, bis Freitag, 06.00 Uhr, waren beim diesjährigen „24-Stunden- Blitzmarathon“ insgesamt 9.682 Fahrzeuge von den mobilen Messgeräten aufgenommen worden. Somit wurden 13.552 weniger erfasst als im Vorjahr. Zusätzlich wurden von den Polizisten unter anderem auch an ausgewählten Unfallschwerpunkten Kontrollen mit dem Laserhandmessgerät durchgeführt. Die Zahl der beanstandeten Fahrzeuge war mit 442 beim aktuellen Blitzmarathon deutlich niedriger als noch im Vorjahr mit 533.

Obwohl die Kontrollaktionen groß angekündigt und mögliche Messstellen auch im Internet gezielt und transparent veröffentlicht worden waren, gibt es dennoch einige unrühmliche Spitzenreiter zu vermelden:

In Bischofsheim an der Rhön war am Freitagabend gegen 20.15 Uhr ein Verkehrsteilnehmer bei erlaubten 100 km/h mit 158 km/h auf der Bundesstraße unterwegs. Der Verstoß wird dem Mann teuer zu stehen kommen. Neben 240 Euro Bußgeld und 2 Punkten wird der Monat Fahrverbot den Autofahrer vermutlich am meisten schmerzen.

Auf der Staatsstraße 2271 bei Schwarzach am Main im Landkreis Kitzingen war am Freitag gegen 0.50 Uhr ein Autofahrer bei erlaubten 80 km/h satte 51 km/h zu viel gefahren. Der Mann muss nun mit 160 Euro Bußgeld und 2 Punkten rechnen. Außerdem muss auch er einen Monat das „Auto stehen lassen“.

Auch im Bereich Aschaffenburg hatte es ein Autofahrer besonders eilig. In Mömbris an der Heimbacher Mühle wurde ein Verkehrsteilnehmer um 17.30 Uhr mit 95 km/h gemessen. Da er an dieser Stelle die erlaubte Geschwindigkeit um 45 km/h überschritten hatte, erwarten den Temposünder nun 160 Euro Bußgeld, 2 Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Die Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Land staunten nicht schlecht, als am Donnerstagmittag ein junger Mann mit seinem Ford Mustang im Abstand von wenigen Minuten gleich zweimal gemessen wurde – an derselben Kontrollstelle. Der Mann war zunächst auf der B 27 in Fahrtrichtung Karlstadt bei erlaubten 70 km/h mit 98 km/h gefahren. Auf Höhe der Gemeinde Thüngersheim durchfuhr er die Messstation. Vier Minuten später „blitzte“ es dann erneut, diesmal in der Gegenrichtung. Da war der Ford-Fahrer mit 95 km/h unterwegs. Den Autofahrer erwarten nun gleich zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen, über die die Zentrale Bußgeldstelle nun im Einzelfall entscheiden wird. Denn bei Mehrfachverstößen innerhalb eines Jahres, insbesondere wenn diese wie hier im Anzeigenbereich liegen, kann die Bußgeldstelle ggf. ein zusätzliches Fahrverbot erlassen oder auch eine Verdopplung des Bußgeldes anordnen.

Neben den einzelnen Ausreißern zeigt sich die Bilanz des Blitzmarathons allerdings insgesamt sehr positiv. Nicht die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die beanstandet werden mussten, sondern die Tatsache, dass die Fahrzeugführer zumeist vorsichtig und angepasst unterwegs waren und an den Kontrollstellen auch großes Verständnis für die Aktion hatten, zeigt, dass die Aktion gelungen war.

Auch wenn der Blitzmarathon nun vorbei ist, werden weiterhin Kontrollen und Messungen durchgeführt. Die Unterfränkische Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich auch weiterhin an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten – für die eigene Sicherheit, für die der übrigen Verkehrsteilnehmer und ein entspanntes Ankommen. Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen Verkehrsteilnehmern auf den unterfränkischen Straßen allzeit gute und sichere Fahrt.

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Nach Messerangriff im Dezember – Ermittlungen der Würzburger Polizei erfolgreich – Haftbefehl gegen 44-Jährigen erlassen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 22.04.2016

WÜRZBURG / ZELLERAU. Nachdem ein 23-Jähriger Anfang Dezember von einem Mann mit einem Messer verletzt worden war, hatte die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg Ermittlungen geführt. Ein 44-Jähriger hatte sich nach und nach als Tatverdächtiger herauskristallisiert. Nun sitzt der Beschuldigte nach Entscheidung des Amtsgerichtes in Untersuchungshaft.

Wie bereits berichtet, war ein 23-Jähriger am 02. Dezember gegen 15.20 Uhr von einem ihm flüchtig bekannten Mann mit einem Messer verletzt worden. Der Geschädigte hatte Stichverletzungen an der Hand und am Bein erlitten und wurde zur Behandlung in eine Würzburger Klinik gebracht. Die Würzburger Polizei hatte schnell einen 44-Jährigen im Visier. Denn der verletzte 23-Jährige hatte eine Beschreibung sowie den Spitznamen des Mannes abgeben können, der ihn mit dem Messer verletzt hatte.

Während der Ermittlungen, die in der Folge von der Kripo Würzburg übernommen worden waren, hatte sich der erste Tatverdacht erhärtet und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg war Mitte April dann vom Amtsgericht Würzburg Untersuchungshaftbefehl gegen den 44-Jährigen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ergangen. Beamte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg nahmen am Dienstag schließlich den Beschuldigten in Würzburg fest. Der 44-Jährige sitzt mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Serie an Betrugsdelikten geklärt – Ermittlungen gegen 23-Jährige

STADT UND LKR. WÜRZBURG, LKR. KITZINGEN UND SCHWEINFURT. Im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Würzburg eine Serie an Betrugsdelikten geklärt, die sich seit September 2015 in Unterfranken ereignet hat. Eine 23-Jährige steht im Verdacht, mit der sogenannten „Wechselfalle“ versucht zu haben, in mehreren Geschäften Bargeld zu erbeuten.

Bereits am 17. September 2015 hatte eine Unbekannte in einem Juweliergeschäft in Iphofen rund 50 Euro erbeutet. Beim Bezahlen gaukelte die Betrügerin vor, bereits einen 50-Euro-Schein ausgehändigt zu haben. Durch diese Masche kassierte sie unberechtigterweise das Wechselgeld und machte sich anschließend mit ihrer Beute aus dem Staub.

Nur einen Tag später kam es kurz nach 11.30 Uhr in einer Apotheke in Rottendorf zu einem gleichgelagerten Fall, bei dem die Täterin ebenfalls erfolgreich war und Bargeld in gleicher Höhe ergaunerte. Auch in Marktbreit war die Betrügerin mit der Masche erfolgreich. Gegen 16.30 Uhr gelang es ihr, die Verkäuferin einer Bäckerei davon zu überzeugen, bereits einen 50-Euro-Schein ausgehändigt zu haben. Gutgläubig übergab ihr die Kassiererin anschließend das Wechselgeld.

Bei weiteren Fällen am 24. September 2015 in einem Lebensmittelgeschäft in der Würzburger Innenstadt und am 22. März 2016 in einem Blumenladen in der Schweinfurter Roßbrunnstraße blieb es jeweils beim Versuch.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Würzburg und der Kripo Schweinfurt geführt wurden, hat sich schließlich ein Tatverdacht gegen eine 23-jährige Osteuropäerin herauskristallisiert. Allein in Unterfranken laufen gegen die Tatverdächtige nun insgesamt fünf Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des vollendeten bzw. versuchten Betruges.

treit unter Nachbarn eskaliert – Ermittlungsverfahren gegen zwei Männer

MOTTEN / OT KOTHEN, LKR. BAD KISSINGEN. Am Donnerstagmorgen ist ein Nachbarschaftsstreit zwischen zwei Männern eskaliert. Nach Handgreiflichkeiten wurde dabei auch Pfefferspray eingesetzt. Die Polizeiinspektion Bad Kissingen hat gegen beide Beteiligte jeweils ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Am Morgen war die Polizeiinspektion Bad Kissingen über den Nachbarschaftsstreit informiert worden. Vor Ort brachten die Polizeibeamten in Erfahrung, dass wohl ein aufgestelltes Baugerüst Stein des Anstoßes war. Ein 57-Jähriger kam mit seinem 49-jährigen Nachbarn in Streit, der letztlich in Handgreiflichkeiten eskalierte. Nach derzeitigem Kenntnisstand drückte der Ältere seinem Kontrahenten mit den Fingern ins Auge. Der 49-Jährige setzte im Rahmen der Geschehnisse ein Pfefferspray ein. Beide Männer erlitten dabei Augenreizungen, die ambulant in einer Augenklinik behandelt wurden.

Strafrechtliche Konsequenz für den 57-jährigen ist ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung. Der Vorwurf gegen den 49-jährigen lautet auf gefährlicher Körperverletzung.

Einbruchsversuch in Wohnhaus – Türe hält stand

GOCHSHEIM, LKR. SCHWEINFURT. Im Laufe der vergangenen Woche hat ein Unbekannter versucht, gewaltsam in ein Wohnanwesen einzudringen. Die Haustüre hielt dem Einbruchsversuch jedoch stand. Der Täter entkam unerkannt und hinterließ einen Sachschaden in Höhe von etwa 500 Euro.

Nach vorliegenden Erkenntnissen muss sich die Tat zwischen dem 14. April, 18.00 Uhr, und vergangenem Donnerstag, 16.30 Uhr, ereignet haben. Offenbar hatte der Täter zunächst vergeblich versucht, die Hauseingangstüre in der Hadergasse mit massiver Gewalteinwirkung zu öffnen. Anschließend brach er noch die Zugangstüre zu einem leerstehenden Nebengebäude auf, dort waren allerdings keinerlei Wertgegenstände gelagert. Letztendlich machte sich der Einbrecher ohne Beute aus dem Staub.

Inzwischen hat die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen übernommen und der Sachbearbeiter setzt bei der Aufklärung der Tat nun auch auf Zeugenhinweise.

Wer im Zusammenhang mit der Tat etwas Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

Geparkter Audi S5 gestohlen – Polizei bittet um Zeugenhinweise

ALZENAU / OT WASSERLOS, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist es zu einem Diebstahl eines Pkw gekommen. Die Polizeiinspektion Alzenau hat die ersten Ermittlungen aufgenommen und nimmt jetzt auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegen.

In der Zeit zwischen 23:00 Uhr und 06:00 Uhr war der in der Rubenstraße geparkte Pkw auf bislang ungeklärte Art und Weise gestohlen worden. Der graue Audi S5 mit einem Zeitwert von geschätzten 20.000 Euro war mit den amtlichen Kennzeichen ALZ-AK21 ausgestattet.

Die Polizeiinspektion Alzenau hat aktuell die ersten Ermittlungen aufgenommen und setzt jetzt auch auf Zeugenhinweise.

Wer im Bereich der Rubenstraße Verdächtiges beobachtet hat oder Hinweise auf den derzeitigen Standort des Fahrzeugs geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06023/944-0 zu melden.

Rauschgift im Gepäck – Ermittlungen gegen 22-Jährige

ROTTENDORF, LKR. WÜRZBURG. Bei der Kontrolle einer 22-Jährigen haben Kripobeamte am Donnerstagabend eine größere Menge Ecstasy sichergestellt. Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung fielen den Beamten noch weiteres Rauschgift und ein Schlagring in die Hände. Ermittelt wird jetzt wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittel- und Waffengesetz.

Kurz nach 18.00 Uhr kontrollierten die Beamten die Frau aus dem Landkreis Kitzingen in der Lindenstraße. Sie hatte einen Rucksack dabei, in dem die Polizisten insgesamt 34 Ecstasy-Tabletten entdeckten. Bei einer folgenden Wohnungsdurchsuchung wurden dann noch geringe Mengen Haschisch und Ecstasy sowie ein angerauchter Joint und ein Schlagring sichergestellt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die 22-Jährige wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittel- und dem Waffengesetz werden von der Kriminalpolizei Würzburg geführt.

Enkeltrickbetrüger telefonisch aktiv – 14 Anrufe laufen glücklicherweise ins Leere

UNTERFRANKEN. Im Laufe des Donnerstags waren Enkeltrickbetrüger im gesamten Regierungsbezirk Unterfranken aktiv. In bislang 14 bekannt gewordenen Fällen versuchten die Straftäter telefonisch unter Vorspiegelung von Verwandtschaftsverhältnissen an Bargeld zu kommen. Alle polizeilich registrierten Anrufe liefen ins Leere. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiter vor der Masche.

Bereich Untermain

Begonnen hatten die Anrufe gegen 09:00 Uhr im Aschaffenburger Landkreis. Bei einem Senioren im Mömbriser Ortsteil Dörnsteinbach klingelte das Telefon und ein Mann war am anderen Ende der Leitung. Typischerweise fragte der Betrüger „Ich bin dein Verwandter, kennst du mich nicht?“. Der Geschädigte meinte dann tatsächlich einen Verwandten zu erkennen, was der Unbekannte so bestätigte. Der Täter forderte für den Kauf einer Eigentumswohnung 38.000 Euro. Obwohl dem Betrüger auch Geld in Aussicht gestellt worden war, meldete er sich danach nicht mehr.

Am bayerischen Untermain folgte kurz vor 11:00 Uhr in Goldbach ein weiterer Betrugsversuch am Telefon, der aber ebenfalls ins Leere lief.

Gegen 13:00 Uhr forderte eine weibliche Anruferin von einem Aschaffenburger Senioren ebenfalls Geld für einen Immobilienkauf. Der Geschädigte durschaute die Masche und informierte die Polizei.

Bereich Mainfranken

Gegen 13:40 Uhr verlagerten sich die Betrugsversuche in den Bereich Mainfranken. Das Telefon einer Rentnerin in Würzburger Ortsteil Lengfeld klingelte und ein Anrufer fragte mit den Worten „Mutter, kannst du mir 40.000 Euro leihen, Montag bekommst du sie zurück?“. Nachdem die Angerufene zu verstehen gegeben hatte, dass sie nicht so viel Geld habe, legte der Anrufer auf.

Mit der gleichen Masche riefen die Täter um 14:45 im Würzburger Stadtgebiet bei einer weiteren Seniorin an. Hier blitzten die Unbekannten nach der Vorstellung als Enkel ab, da die Rentnerin tatsächlich gar keine hat.

Bereich Main-Rhön

Bereits um 14:00 Uhr stellte sich ein männlicher Anrufer bei einer Rentnerin aus dem Wernecker Ortsteil Ettleben als Enkel vor. Er würde dringend für einen Hauskauf 20.000 Euro benötigen. Die Angerufene schenkte dem Unbekannten keinen Glauben und legte auf. Danach informierte die Frau die Polizei.

Etwa zeitgleich um 14:00 Uhr erhielt eine Seniorin in Gerolzhofen einen Anruf von einem Mann, der sich ebenfalls als Enkel vorstellte und wegen einer Notlage 7.000 Euro benötigen würde. In diesem Fall legte der Rentner auf, weil sein Hörgerät nicht richtig funktionierte. Zu weiteren Kontakten ist es danach nicht mehr gekommen.

Ähnliche Anrufe folgten später in Arnstein, Schweinfurt, Oerlenbach, Bad Kissingen und Haßfurt. Dabei erfanden die Betrüger Geschichten zum beabsichtigten Wohnungskauf, für welchen sie Geld benötigen würden. Alle Versuche liefen bis zum letzten Anruf gegen 16:30 Uhr ins Leere.

Die immer wieder der Polizei gemeldeten Fälle zeigen, dass die Betrüger weiterhin aktiv sind. Vorliegend ist jedoch festzustellen, dass die Angerufenen und vor allem auch deren Umfeld sensibilisiert waren und richtig reagierten, so dass kein Schaden entstand. Die Unterfränkische Polizei warnt weiterhin davor, auf Geldforderungen am Telefon einzugehen und bittet Angehörige, im Verwandtenkreis konsequent über diese Masche aufzuklären und zu sensibilisieren. Im Zweifelsfall immer die Polizei verständigen. Übergeben sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an fremde Personen!

PP Unterfranken