Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 23.05.2017

Unter Drogen stehender Pkw-Fahrer baute sein Marihuana im Wald an

OBERTHULBA, OT THULBA, LKR. BAD KISSINGEN. Am Mittwochmorgen fiel ein 26-jähriger Pkw-Fahrer bei einer Verkehrskontrolle auf, da er merklich unter dem Einfluss von Drogen stand. Nach einer Blutentnahme wurde die Wohnung des Fahrers durchsucht. Die Beamten stellten hierbei über 270 Gramm Marihuana sicher, die der Mann selbst in einem nahegelegenen Waldstück angebaut und letztlich geerntet hatte.

Kurz vor 08:00 Uhr wurde der Fahrer aus dem Landkreis Schweinfurt in der Straße Kirchgärten durch eine Streife der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt mit seinem Pkw zur Verkehrskontrolle angehalten. Hierbei fiel den Beamten auf, dass der Mann merklich unter dem Einfluss von Cannabisprodukten stand.
Dem 26-Jährigen wurde in einem Krankenhaus eine Blutprobe entnommen und im Anschluss, auf Anordnung des Ermittlungsrichters dessen Wohnung durchsucht. Dabei kamen über 270 Gramm Marihuana zum Vorschein. Das Marihuana hatte der Tatverdächtige einst selbst in einem nahegelegenen Waldstück angebaut und geerntet. Die ehemaligen Pflanzfelder wurden von den Beamten nochmals überprüft, sie lagen brach.

Der Drogenkonsument muss sich nun im Strafverfahren wegen des unerlaubten Anbaus von Marihuana verantworten. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Schweinfurt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft.

Trio auf Diebestour – Verkäuferin abgelenkt und Schmuck gestohlen – Täter festgenommen

BAD NEUSTADT A.D.SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Am Montagnachmittag hat ein amtsbekanntes Trio in einem Kaufhaus Schmuck im Wert von über 300 Euro entwendet. Hiernach suchte es das Weite, konnte jedoch im Rahmen der polizeilichen Fahndung festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gegen 15:00 Uhr suchten eine 27-Jährige, ein 24- und ein 29-Jähriger die Schmuckabteilung eines Kaufhauses in der Siemensstraße auf. Die Frau wandte sich hierbei an eine Verkäuferin und verwickelte diese für wenige Minuten in ein Gespräch. Die beiden Männer nutzten diese gezielte Ablenkung und machten sich an einer Ausstellungsvitrine zu schaffen. Sie entwendeten mehrere Goldhalsketten im Wert von über 300 Euro.

Die Verkäuferin erkannte die Situation erst nachdem die drei Tatverdächtigen das Kaufhaus verlassen hatten und verständigte umgehend die Polizei. Aufgrund der sofortigen Fahndungsmaßnahmen konnte das Trio im Nahbereich des Tatortes durch Streifen der Polizeiinspektion Bad Neustadt festgenommen werden.

Die Kripo Schweinfurt ermittelt nun gegen die drei Personen aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld, die den Beamten keine Unbekannten sind. Das Diebesgut konnte jedoch weder bei den Dreien noch in deren Wohnungen aufgefunden werden.

Das Trio wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen und muss sich nun im Strafverfahren wegen dem Verdacht des besonders schweren Falls des Diebstahls verantworten.

Phänomen „CEO-Fraud“ – Firma um gut 60.000 Euro betrogen

ASCHAFFENBURG. Wie der Kripo erst am Montag bekannt wurde, haben Betrüger seit Mitte Februar eine Firma um mehr als 60.000 Euro betrogen. Analog der Masche des sogenannten „CEO-Fraud“ gab sich ein Unbekannter via E-Mail als Geschäftsführer aus und ordnete die Überweisung auf ein ausländisches Konto an. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt und warnt vor den dreisten Betrügern.

Zwischen Mitte Februar und Ende März 2017 hatten Mitarbeiter der Firma – nach einer Aufforderung durch ihren Geschäftsführer per E-Mail – insgesamt gut 60.000 Euro auf ein Konto nach Großbritannien überwiesen. Erst bei einer weiteren gleichgelagerten Überweisungsanordnung nach Polen kontaktierten die Angestellten ihren Chef, der sich im Ausland aufhielt, und der Schwindel flog auf. Die Überweisung konnte allerdings nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Bei der sogenannten „CEO-Fraud“-Masche geben sich die Täter – nach Sammlung von Informationen über das Unternehmen – in der Regel als Geschäftsführer (CEO) des Unternehmens aus und veranlassen unter Hinweis z.B. auf eine Unternehmensübernahme einen Mitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrags ins Ausland. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel per E-Mail, wobei die Absenderadressen verfälscht werden. Die Informationen zum Unternehmen beschaffen sich die Täter aus Wirtschaftsberichten, dem Handelsregister, der Homepage oder Werbebroschüren.

Zum Schutz vor der Betrugsmasche empfiehlt die Unterfränkische Polizei:

• Achten Sie darauf, welche Informationen über ihr Unternehmen öffentlich sind und was Sie um Zusammenhang mit ihrem Unternehmen publizieren

• Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter hinsichtlich des Betrugsphänomens

• Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollten – vor Veranlassung der Zahlung –
folgende Schritte durchgeführt werden:
o Überprüfen der E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise
o Verifizieren der Zahlungsaufforderung über Rückruf bzw. schriftliche Rückfrage beim
Auftraggeber
o Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung bzw. dem Vorgesetzten

•Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten und Fragen an Ihre örtliche Polizeidienststelle

Audiodatei

PP Unterfranken