Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 26.04.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Brand in Mehrfamilienhaus – Niemand verletzt

HAMMELBURG, LKR. BAD KISSINGEN. Am Montagabend hat ein Brand in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses einen Schaden von etwa 30.000 Euro angerichtet. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Ursache dürfte ein technischer Defekt an einem Trockner gewesen sein.

 

Kurz nach 20:00 Uhr hatte sich das Feuer in dem Wohnhaus in der Adalbert-Stifter-Straße entwickelt. Die Freiwillige Feuerwehr aus Hammelburg und Untereschenbach war mit etwa 25 Einsatzkräften schnell vor Ort und löschten den Brand ab. Die Ermittlungen zur Brandursache nahmen Polizeibeamte der Hammelburger Inspektion auf. Nach deren ersten Erkenntnissen dürfte ein technischer Defekt an einem Trockner das Feuer verursacht haben. Das Gerät stand in der Küche, wo auch der größte Schaden zu verzeichnen ist. Sämtliche angrenzende Räume wurden durch Ruß und Qualm ebenfalls erheblich verunreinigt, so dass die Wohnung im momentanen Zustand nicht bewohnbar ist.

Die Bewohner des Mehrfamilienhauses mussten für die Zeit der Löscharbeiten ihre Wohnungen verlassen. Personen kamen nicht zu Schaden.

Polizeibeamter in Freizeit angegriffen – Kripo ermittelt und sucht Zeugen

WÜRZBURG. Mitte April ist ein Polizeibeamter in Freizeit angegriffen worden. Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen übernommen und zwei junge Männer als Tatverdächtige ermittelt. Der Sachbearbeiter hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatte sich der 38-jährige Polizeibeamte in der Nacht von Dienstag, den 12. April, auf Mittwoch, den 13. April, zusammen mit Kollegen in einem Lokal in der Juliuspromenade aufgehalten. Dort hätten zwei junge Männer die Gruppe auch als Polizeibeamte erkannt. Gegen 02:25 Uhr habe der 38-Jährige alleine den Heimweg zu Fuß angetreten. Offenbar waren ihm die beiden Männer aus dem Lokal gefolgt. Im Bereich der Pleichertorstraße, auf Höhe eines indischen Lokals, wurde der Geschädigte von hinten gepackt und ein Mann drohte ihm mit einer abgebrochenen Flasche. Der Angreifer sprach den 38-Jährigen mit „jetzt gibt’s auf die Fresse, du Drecksbulle“ an. Danach schlugen sie mit Fäusten auf den Beamten ein und rissen ihn zu Boden. Dort traten sie auf Oberkörper und Kopf des Mannes ein. Danach machten sich die beiden Beschuldigten zu Fuß aus dem Staub.

Im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung wurden mehrere Prellungen an Oberkörper und Kopf diagnostiziert. Die Kriminalpolizei Würzburg hat in der Folge die Ermittlungen übernommen. Dabei rückten auch zwei Tatverdächtige im Alter von 17 und 22 Jahren ins Visier der Ermittler. Gegen sie wird jetzt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der Sachbearbeiter ist jetzt auch der Suche nach einen wichtigen Zeugen. Dem Sachstand nach hat eine Person aus einem Fenster herausgerufen, dass die beiden aufhören sollen. Dieser Zeuge könnte wichtige Angaben zum genauen Tatgeschehen machen.

Der beschriebene Zeuge, aber auch andere Personen, die das Geschehen beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Zugangsdaten zu einem Geldtransfer-Konto ausgespäht – Hoher finanzieller Schaden

ASCHAFFENBURG. Am Samstag wurde der Betreiber eines Kiosks in Aschaffenburg Opfer einer Cyber-Attacke auf den geschäftlich genutzten Laptop. Die Angreifer spähten die Zugangsdaten zu dem Geldtransfer-Konto des Betriebes aus und transferierten eine größere Bargeldsumme in das Ausland.

 

Nachdem der Laptop im laufenden Betrieb plötzlich abgestürzt war, wurden durch den bzw. die unbekannten Täter acht nicht autorisierte Überweisungen über das Konto des Kiosks bei einen Geldtransfer-Dienst in das Ausland getätigt. Da der Computer nicht mehr benutzbar war, wurde der Kioskbesitzer erst über den Geldtransfer-Anbieter auf die Überweisungen aufmerksam gemacht. Obwohl das angegriffene Konto nach Feststellung der auffälligen Überweisungen unverzüglich gesperrt worden war, entstand ein finanzieller Schaden im unteren fünfstelligen Bereich.

Wie genau und durch wen dieser Transfer durchgeführt wurde ist nun Gegenstand der Ermittlungen, welche die Kriminalpolizei Aschaffenburg führt.

 

Die Unterfränkische Polizei hat einige Tipps und Hinweise parat, wie man sich wirksam davor schützen kann, dass Schadsoftware auf den Computer gelangt:

  • Gehen Sie mit E-Mails und deren Anhängen grundsätzlich sorgsam um. Beachten Sie: Viren, Würmer und Trojaner werden häufig per E-Mail verbreitet.
  • Öffnen Sie E-Mail-Anhänge nur dann, wenn Ihnen der Absender vertraut ist. Aber: Es ist relativ einfach, den Absender einer E-Mail zu fälschen und dadurch einen vertrauten Eindruck zu erwecken! Zum Teil kopieren die Betrüger auch Adressen von Ihnen bekannten oder verwandten Personen. Deswegen ist dabei ist immer Ihr gesunder Menschenverstand gefordert! Erwarten Sie beispielsweise weder eine Rechnung noch eine Mahnung, könnte es sich bei einer Mail mit einer angehängten Rechnung, um eine gefälschte E-Mail mit Schadcode handeln.
  • Verwenden Sie ein aktuelles Virenschutzprogramm und aktualisieren Sie dieses regelmäßig.

 

30-Jähriger tot in Wohnung – Hinweise auf Zusammenhang mit Konsum von „legal highs“

SCHWEINFURT. Am Montagnachmittag ist ein 30-Jähriger tot in seiner Schweinfurter Wohnung aufgefunden worden. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und geht jetzt ersten Hinweisen nach, ob der Konsum einer Kräutermischung im Zusammenhang mit dem Ableben steht. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiter vor dem tödlichen Potenzial der Stoffe.

Kurz nach 14:00 Uhr war der Notruf von Freunden des 30-Jährigen bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eingegangen. Nachdem die Bekannten den Mann bereits seit Tagen nicht mehr erreichen konnten, hätten sie sich Sorgen gemacht und in der Wohnung nachgeschaut. Dort fanden sie ihn leblos auf. Sofort machten sich eine Streifenbesatzung der Schweinfurter Polizeiinspektion und auch der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei auf den Weg.

Ein Arzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Aufgrund der Situation in der Wohnung muss davon ausgegangen werden, dass der 30-Jährige kurz vor Eintritt des Todes eine Kräutermischung geraucht hatte. Ein angebrochenes Tütchen mit dem Namen „BCG2013“ lag in unmittelbarer Nähe des Mannes. Andere Substanzen mit Bezug zu Betäubungsmitteln fanden sich nicht.

Hinweise darauf, dass eine Fremdeinwirkung eine Rolle gespielt haben könnte, liegen derzeit nicht vor. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt wird eine Obduktion des Leichnams zur genauen Feststellung der Todesursache beantragen. In diesem Zusammenhang soll auch eine toxikologische Untersuchung weiteren Aufschluss geben. Das Ergebnis hierüber wird wohl erst in einigen Wochen vorliegen.

Auch wenn derzeit noch nicht abschließend der Zusammenhang zwischen dem Konsum der sogenannten „legal highs“ und dem Tod des 30-Jährigen beurteilt werden kann, so warnt das Polizeipräsidium Unterfranken weiter eindringlich vor dem Missbrauch solcher Produkte.

  • Die Wirkungen und Nebenwirkungen sind bei diesen Stoffen absolut unberechenbar
  • Die Zusammensetzung gefährlicher Inhaltsstoffe variiert im Herstellungsprozess und kann letztlich eine tödliche Wirkung entfalten
  • Auch bei wiederholtem Missbrauch der Stoffe kann man sich nie darauf verlassen, dass bei gleichem Produktnamen dieselben Inhaltsstoffe verwendet werden
  • Der Name „legal highs“ ist irreführend, denn wenn die Polizei diese Stoffe sicherstellt, werden auch grundsätzlich ein Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet und die Substanzen nach verbotenen Inhalten untersucht

Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass der 30-Jährige wegen dieser Stoffe gestorben ist, so wäre dies der fünfte Todesfall im Zusammenhang mit diesen Stoffen in Unterfranken.

Einbruch in Vereinsheim – Polizei nimmt zwei Männer im Alter von 16 und 18 Jahren vorläufig fest

ERLENBACH A. MAIN, LKR. MILTENBERG. Am frühen Montagmorgen ist es zu einem Einbruch in ein Vereinsheim gekommen. Mehrere Streifenbesatzungen waren schnell vor Ort und nahmen zwei dringend Tatverdächtige im Alter von 16 und 18 Jahren vorläufig fest. Den Ermittlern liegen konkrete Hinweise darauf vor, dass das Duo bereits mehrfach in das Vereinsheim eingebrochen ist.

Gegen 04:40 Uhr waren Polizeibeamte der Obernburger Polizei auf verdächtige Geräusche aus dem Vereinsheim Am Mainbogen aufmerksam geworden. Mit Unterstützung von Streifenbesatzungen der umliegenden Dienststellen wurde das Gebäude umstellt und wenig später ein 18-Jähriger vor Ort vorläufig festgenommen. Der zwei Jahre Jüngere versuchte noch in Richtung des Mainufers zu flüchten. Die Ordnungshüter machten ihn jedoch schnell aus. Er hatte sich hinter einem Baum versteckt und musste vermutlich aufgrund der Aufregung von einem Rettungsdienst ambulant behandelt werden. Nach einer ersten Überprüfung dürfte im Rahmen des Einbruchs in das Vereinsheim zwei Kästen Leergut im Visier der Beschuldigten gewesen sein.

Zusätzlich aufgedeckt wurde in diesem Atemzug auch der Diebstahl von zwei Fahrrädern. Die Zweiräder, mit denen die Beschuldigten zum Tatort gefahren waren, wurden im Vorfeld im Ortsbereich von Erlenbach entwendet.

Der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Obernburg hat auch entsprechende Hinweise darauf, dass das Duo bereits fünfmal in das Vereinsheim eingestiegen war.

Die Polizeiinspektion Obernburg hat gegen die beiden Beschuldigten jetzt ein Strafverfahren eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen sie wieder auf freien Fuß.

Vorsicht beim Immobilienkauf – Betrüger am Werk

WÜRZBURG. Falsche Immobilienmakler versuchen derzeit, Kaufinteressenten von Anwesen und Grundstücken um Bargeld zu bringen. Bei der Betrugsmasche werden die Geschädigten aufgefordert, hohe Geldbeträge auf ein Treuhandkonto zu überweisen. In einem bekannt gewordenen Fall war der Täter bislang erfolgreich.

Im Zeitraum von Mitte März bis Anfang April hatte ein 48-Jähriger über das Internet Kontakt zu einer vermeintlichen Maklerin. Sie bot dem Geschädigten eine tatsächlich vorhandene Villa im Steinbachtal zum Kauf an. Dass dieses Anwesen in Wirklichkeit überhaupt nicht zum Verkauf steht, ahnte der Interessent zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Um einen Besichtigungstermin zu ermöglichen, wurde er dazu aufgefordert, über 6.000 Euro auf ein Treuhandkonto zu überweisen. Statt eines Termins für die Besichtigung der Villa kam es im Anschluss wohl zu weiteren Zahlungsaufforderungen. Aus diesem Grund brach der 48-Jährige den Kauf ab, erhielt die bereits entrichtete „Gebühr“ jedoch nicht wie vereinbart zurück.

Mit derselben Masche wurde auch ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Würzburg konfrontiert. Auch er stieß Anfang April über ein Internetportal auf eine angebliche Vermittlungsagentur, die unberechtigterweise ein Grundstück am Oberen Dallenbergweg deutlich unter Wert zum Verkauf anbot. Als der Mann zur Überweisung von über 8.000 Euro auf ein Treuhandkonto aufgefordert wurde, kam ihm die Vorgehensweise verdächtig vor. Er handelte richtig und informierte am vergangenen Donnerstag die Polizei.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Täter mit dieser Betrugsmasche auch weiterhin ihr Glück versuchen werden. Aus diesem Grund rät das Polizeipräsidium Unterfranken:

  • Seien Sie vorsichtig beim Immobilienkauf über Internetportale!
  • Überweisen Sie niemals Geldbeträge auf fremde Konten!
  • Vergewissern Sie sich im Zweifelsfall, ob das Anwesen bzw. das Grundstück auch tatsächlich zum Verkauf steht!
  • Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihre Polizei!

Fahrradfahrer wiederholt mit Drogen kontrolliert – Kripo hat Ermittlungen übernommen

SCHWEINFURT. Gleich zweimal innerhalb einer Woche ist ein 33-jähriger Fahrradfahrer von der Polizei kontrolliert worden. Bei beiden unabhängig voneinander durchgeführten Kontrollen tauchten jeweils nicht unerhebliche Mengen an Betäubungsmitteln auf. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen unter anderem wegen illegalen Handels mit den Substanzen aufgenommen.

Am Montag, den 18. April, war eine Streifenbesatzung der Schweinfurter Polizeiinspektion gegen 22:45 Uhr auf der Heeresstraße unterwegs. Vor dem Dienst-Pkw fuhr ein Fahrradfahrer in deutlichen Schlangenlinien. Im Rahmen einer Kontrolle stellte sich der Verdacht heraus, dass der 33-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln steht. In einer Jackentasche stellten die Ordnungshüter etwa 30 Gramm Haschisch sicher. Der Beschuldigte musste in der Dienststelle eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt ordnete diese eine Wohnungsdurchsuchung an. Hier fanden die Beamten über 80 Gramm Marihuana und sieben Ecstasy-Tabletten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der 33-Jährige wieder auf freien Fuß.

Dass die Einleitung der Ermittlungsverfahren den 33-Jährigen offenbar wenig beeindruckt haben, zeigte eine weitere Polizeikontrolle am Freitag gegen 23:25 Uhr. Polizeibeamte wurden auf den Radfahrer am Oberen Marienbach aufmerksam, weil er mit einer Flasche Bier in der Hand unterwegs war. Diesmal hatte er in seiner Jackentasche 24 Ecstasy-Tabletten einstecken. Wiederholt wurde der Beschuldigte vorläufig festgenommen und zur Polizeidienststelle transportiert. Bei einer sich anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Polizeibeamten Utensilien zum Konsum von Betäubungsmitteln sicher. Weiter fanden sich Beweismittel darauf, dass der Mann wohl Handel mit den Substanzen treibt.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen übernommen. Zunächst wurde er auf freien Fuß gesetzt. Strafverfahren wegen des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln und Trunkenheit im Verkehr laufen jetzt gegen den 33-Jährigen.

Einbruch in Arztpraxis – Erheblicher Beuteschaden – Hinweise erbeten

MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Im Laufe des Wochenendes ist es in einer Arztpraxis im Gewerbegebiet „Am Glockenturm“ zu einem Einbruch gekommen. Der Täter entwendete Bargeld und zwei hochwertige Ultraschallgeräte. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hofft bei ihren weiteren Ermittlungen auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Der unbekannte Täter gelangte im Zeitraum von Freitagabend, 18:00 Uhr bis Montagmorgen, 07:15 Uhr, in den Gebäudekomplex und verschaffte sich im weiteren Verlauf gewaltsam Zutritt zur Praxis im dritten Stock. Dort entwendete er neben etwas Bargeld zwei Ultraschallgeräte im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro. Der Sachschaden wird auf 2.500 Euro geschätzt.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

PP Unterfranken