Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 28.04.2016

JuergenGER / Pixabay Archivbild Polizeihubschrauber im Einsatz

Nissan-Fahrerin übersieht Lkw und schleudert in Gegenverkehr – Fahrerinnen verletzt in Krankenhäuser

WÜRZBURG. Bei einem Verkehrsunfall in der Grombühler Ständerbühlstraße sind am Mittwochmittag zwei Autofahrerinnen verletzt worden. Ein Nissan war aufgrund einer Kollision mit einem parallel fahrenden Lkw ins Schleudern geraten und mit einem entgegenkommenden Chrysler zusammengestoßen. Beide Fahrerinnen wurden nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht.

 

Kurz vor 12.00 Uhr fuhr eine 64-Jährige mit ihrem Nissan in der Ständerbühlstraße in Richtung Greinbergknoten. Beim Spurwechsel übersah sie offenbar den neben sich fahrenden Lkw und es kam zur Kollision zwischen den Fahrzeugen. Das Auto der 64-jährigen Würzburgerin wurde abgewiesen und schleuderte auf die Gegenfahrbahn, wo es mit dem Jeep einer 49-Jährigen frontal zusammenstieß. Anschließend wurden beide Fahrzeuge noch gegen eine Betonwand und einen Lichtmasten geschleudert.

Die beiden Frauen erlitten durch die Wucht des Aufpralls Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Insgesamt entstand ein Sachschaden von circa 68.000 Euro. Die beiden Autos waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Der 58-jährige Lkw-Fahrer kam mit einem Schrecken davon. Durch den Unfall entstand ein erheblicher Rückstau, so dass die Polizei die Verkehrsregelung übernahm. Der Verkehrsunfall wurde von einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt aufgenommen.

Streit in Asylbewerberunterkunft – 19-Jähriger verletzt einen Mitbewohner

KLEINHEUBACH, LKR. MILTENBERG. Bei einer tätlichen Auseinandersetzung in der Asylbewerberunterkunft ist am Mittwochabend ein 22-Jähriger leicht verletzt worden. Nach einer verbalen Auseinandersetzung hat ein drei Jahre jüngerer Mitbewohner dem Sachstand nach den 22-Jährigen mit einer Kleiderstange geschlagen. Der Beschuldigte verbrachte die Nacht in einer Haftzelle.

Nach den ersten Erkenntnissen war es anfänglich zu einem verbalen Streit zwischen dem Beschuldigten und dem 22-Jährigen gekommen. Aufgrund dieser Auseinandersetzung soll sich der 19-Jährige, kurz nach 21:00 Uhr, in das Zimmer des Mitbewohners begeben haben und ihn dort mit einer Kleiderstange geschlagen haben. Dabei wurde der Mann leicht am Arm verletzt.

Noch vor dem Eintreffen der Miltenberger Polizei konnten die Kontrahenten durch den Sicherheitsdienst getrennt werden. Da der leicht alkoholisierte 19-Jährige in der Vergangenheit bereits mehrfach durch aggressives Verhalten aufgefallen war, und somit die Gefahr weiterer Auseinandersetzungen bestand, wurde er in Gewahrsam genommen.

Sprengung eines Geldautomaten fehlgeschlagen – Hoher Sachschaden – Maskierte Täter flüchten ohne Beute

KLEINHEUBACH, LKR. MILTENBERG. Am späten Mittwochabend haben Unbekannte offenbar versucht, mit Gas den Geldautomaten einer Bankfiliale zu sprengen. Nachdem es nicht zur Explosion gekommen war, türmten die Täter in unbekannte Richtung. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Aschaffenburg geführt.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hat sich die Tat kurz vor 22.30 Uhr ereignet. Mit Aufbruchswerkzeug und einer Gasflasche ausgestattet betraten zwei Maskierte in Arbeitskleidung die Bankfiliale am Pfarrer-Frömel-Ring und machten sich in der Folge an dem Geldautomaten zu schaffen. Aufgrund vorliegender Erkenntnisse gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter vergeblich versucht hatten, den Geldautomaten mit Gas zu sprengen. Nachdem dies nicht gelungen war, machten sich die Maskierten ohne Beute aus dem Staub.

Unmittelbar nach Eingang der Mitteilung hatte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken eine Fahndung nach den Flüchtigen eingeleitet, die jedoch ergebnislos verlief. Die weiteren Ermittlungen hat noch am Abend die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernommen. In der Bankfiliale stellten die Beamten fest, dass die Täter einen erheblichen Schaden angerichtet hatten. Die Gesamtschadenshöhe an und im Umfeld des Geldautomaten dürfte sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf etwa 20.000 Euro belaufen.

Bei der Aufklärung des Falles setzt der Sachbearbeiter nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat am Mittwochabend im Bereich der Bankfiliale verdächtige Personen oder Fahrzeuge festgestellt?
  • Wer ist möglicherweise auf die beiden Maskierten in Arbeitskleidung aufmerksam geworden?
  • Wer hat die Täter eventuell bei ihrer Flucht beobachtet?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten?

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 in Verbindung zu setzen

 

Ermittlungen wegen Rauschgifthandels – Drei Tatverdächtige in U-Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 28.04.2016

LKR. ASCHAFFENBURG. Die Kripo Aschaffenburg hat Ermittlungen gegen drei junge Männer aus dem Landkreis eingeleitet, die im Verdacht stehen, an mehreren Rauschgiftgeschäften beteiligt gewesen zu sein. Größere Mengen Marihuana wurden in diesem Zusammenhang sichergestellt. Außerdem beschlagnahmten die Rauschgiftfahnder zwei Schreckschusswaffen, welche bei der Tatausführung mitgeführt worden waren.

 

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen soll ein 17-Jähriger zuletzt am vergangenen Montag einem „Kunden“ eine größere Menge Rauschgift verkauft haben. Dabei ging er jedoch den Drogenfahndern der Aschaffenburger Kripo ins Netz. Gegen den Tatverdächtigen und einen gleichaltrigen mutmaßlichen Gehilfen wurden Ermittlungsverfahren wegen Handels mit Betäubungsmitteln eingeleitet. Der Jüngere soll während des Rauschgiftgeschäfts „Schmiere gestanden“ haben. Insgesamt wurden in diesem Zusammenhang 350 Gramm Marihuana sichergestellt. Zudem beschlagnahmten die Beamten zwei Schreckschusswaffen mit dazugehöriger Gasmunition, mit denen die Jugendlichen ausgerüstet waren.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich noch Hinweise auf einen 21-Jährigen, der an zurückliegenden Drogengeschäften beteiligt gewesen sein soll. Ausgestattet mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss standen die Ermittler am Montagnachmittag vor der Türe des Mannes. In den Wohnräumen fielen den Beamten in der Folge rund 450 Gramm Marihuana und ein Elektroschocker in die Hände.

Der 17-Jährige und der mutmaßliche Komplize im Alter von 21 Jahren wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Aschaffenburg vorgeführt. Gegen beide Tatverdächtige wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen und sie wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Der mutmaßliche Gehilfe im Alter von ebenfalls 17-Jahren wurde am selben Tag im Gerichtsgebäude festgenommen. Beim Termin beim Haftrichter am Mittwoch wurde auch gegen ihn Haftbefehl erlassen.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt.

PP Unterfranken