Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 29.03.2017

Vorfahrt missachtet – 74-Jähriger bei Verkehrsunfall schwer verletzt

KREUZWERTHEIM, LKR. MAIN-SPESSART. Am Mittwochvormittag hat sich ein 74-Jähriger bei einem Verkehrsunfall lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen. Offenbar hatte der Mann beim Linksabbiegen einen anderen Pkw übersehen, woraufhin es zum Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen kam. Ein Hubschrauber brachte den Schwerstverletzten in ein Würzburger Krankenhaus.

Kurz nach 11.00 Uhr hat sich der Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2315 bei Kreuzwertheim ereignet. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kam der 74-Jährige mit seinem VW aus Richtung Rettersheim. Offenbar übersah er beim Linksabbiegen auf die Staatsstraße einen von links kommenden Audi, der von Kreuzwertheim in Richtung Marktheidenfeld unterwegs war. Im Einmündungsbereich fuhr der Audi mit voller Wucht frontal gegen die Fahrerseite des VW.

Der 74-Jährige, der aus dem Landkreis Main-Spessart stammt, war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde der Schwerstverletzte mit dem Rettungshubschrauber in eine Würzburger Klinik geflogen. Nach aktuellen Erkenntnissen ist sein Gesundheitszustand kritisch. Am Steuer des Audis saß ein 25-Jähriger. Er erlitt einen Schock und kam vorsorglich mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Beide beteiligte Fahrzeuge haben nach dem Verkehrsunfall nur noch Schrottwert und müssen abgeschleppt werden. Die Gesamtschadenshöhe dürfte sich nach ersten Schätzungen auf etwa 7.500 Euro belaufen.

Die Ermittlungen hinsichtlich des exakten Unfallhergangs werden von der Polizeiinspektion Marktheidenfeld geführt. Neben Polizei und Rettungsdienst befanden sich auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Kreuzwertheim, Hasloch, Unterwittbach und Wertheim im Einsatz.

Die Staatsstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme und der erforderlichen Bergungsarbeiten bis etwa 12.45 Uhr komplett gesperrt. Der Verkehr wurde von den Einsatzkräften vor Ort umgeleitet.

Flucht mit VW-Bus vor Polizeikontrolle – 21-Jähriger nach Verfolgungsfahrt festgenommen

THEILHEIM, LKR. WÜRZBURG UND BIEBELRIED, LKR. KITZINGEN. Autobahnfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried haben am Mittwochvormittag versucht, auf der A3 einen entwendeten VW-Bus aus dem Verkehr zu ziehen. Der Fahrer gab jedoch Gas, fuhr von der Autobahn ab und setzte seine Flucht in Richtung Biebelried fort. Dort endete die Verfolgungsfahrt auf einer Wiese. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen.

 

Gegen 09.45 Uhr war der silberne VW T5 auf der A3 unterwegs und dort ins Visier der Streifenbesatzung geraten. Die Beamten wollten das Fahrzeug im Bereich des Parkplatzes Sandgraben-Süd stoppen. Der Fahrer gab jedoch Gas und fuhr in Richtung Passau davon. Mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn nahmen die Polizisten die Verfolgung auf.

An der Anschlussstelle Rottendorf fuhr das Fahrzeug von der Autobahn ab und auf der B8 in Richtung Kitzingen weiter. Im weiteren Verlauf bog der Fahrer unvermittelt nach rechts in Richtung Biebelried ab. Auf der einspurigen Abfahrt überholte der VW-Bus zwei Transporter, welche dadurch nach rechts ausweichen und abbremsen mussten. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr der T5 dann durch den Ortsbereich Biebelried, wo es fast zu einem Zusammenstoß mit einem geparkten Pkw kam.

Die Flucht endete schließlich auf einer Wiese parallel zur B8, wo der VW-Bus stecken blieb. Der Fahrer stieg aus, rannte über die Bundesstraße und versuchte, seine Flucht zu Fuß fortzusetzen. Er wurde jedoch von den Polizeibeamten eingeholt und vorläufig festgenommen. Inzwischen steht fest, dass der T5 in der Nacht zuvor in Wiesbaden entwendet worden war.

Bei dem Fahrer des entwendeten Fahrzeugs handelt es sich um einen 21-jährigen Osteuropäer, der nicht im Besitz eines Führerscheins ist. Außerdem ergaben sich Anhaltspunkte, dass der Festgenommene möglicherweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Er musste die Beamten zur Durchführung der polizeilichen Maßnahmen, insbesondere auch einer Blutentnahme, zur Dienststelle begleiten.

Die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried ermittelt gegen den 21-Jährigen nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Fahrzeugdiebstahl werden von den hessischen Behörden geführt.

Wer möglicherweise durch das Fahrverhalten des 21-Jährigen gefährdet wurde oder Zeuge der Flucht geworden ist, wird gebeten, sich mit der Verkehrspolizei unter Tel. 09302/910-0 in Verbindung zu setzen.

 

Autofahrer auf A 3 mit Pistole bewaffnet – Magazin mit Platzpatronen gefüllt

WÜRZBURG. In der Nacht zum Mittwoch haben Zivilbeamte des Operativen Ergänzungsdienstes Würzburg bei einer Kontrolle auf der A 3 eine Pistole und eine geringe Menge Rauschgift sichergestellt. Außerdem untersagten die Polizisten die Weiterfahrt, weil das Fahrzeug nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprach.

 

Gegen 01:20 Uhr überprüften die Beamten im Bereich der Rastanlage Würzburg einen Pkw. Bei der Durchsuchung des Hondas nach verbotenen Gegenständen und illegalen Substanzen fanden die Ordnungshüter eine Pistole ohne jegliche Kennzeichnung, die der 34-jährige Fahrer griffbereit im Handschuhfach deponiert hatte. Das mit Platzpatronen gefüllte Magazin steckte in der Waffe. Einen Waffenschein besitzt der Mann nicht. Sein 27 Jahre alter Beifahrer hatte einen Joint einstecken. Außerdem stellten die Ordnungshüter fest, dass die Heckleuchten an dem Pkw mit schwarzer Folie abgedunkelt waren.

Die weiteren Ermittlungen übernahm in der Folge die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried. Die Pistole und der Joint wurden sichergestellt und gegen die beiden Fahrzeuginsassen, die in Nordrhein-Westfalen wohnhaft sind, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen und die Folie von den Rückleuchten entfernt worden waren, durften die beiden Männer ihre Reise fortsetzen.

Erneuter Geldbörsendiebstahl zum Nachteil einer Seniorin

BAD KISSINGEN. Erneut ist am Dienstagnachmittag eine Seniorin während ihres Einkaufs in einem Discounter bestohlen worden. In der jüngeren Vergangenheit war es bereits zu mehreren gleichgelagerten Geldbörsendiebstählen gekommen. Die Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Bad Kissingen geführt, die auch Zeugenhinweise entgegennimmt.

Dem Sachstand nach muss sich der Diebstahl in dem Discounter in der Hartmannstraße am Dienstag im Zeitraum zwischen 15.00 Uhr und 15.30 Uhr ereignet haben. Eine 80-jährige Dame hatte ihre Handtasche mitsamt ihrer Geldbörse an einem Rollator befestigt, um ihren Einkauf zu tätigen. Als die Seniorin an der Kasse bezahlen wollte, stellte sie fest, dass ihr Portemonnaie verschwunden war. Dieses konnte nur wenige Minuten später ohne Bargeld in einem Regal des Supermarktes aufgefunden werden. Dem Täter war es zuvor gelungen, mit mehreren hundert Euro unerkannt zu entkommen.

Im Laufe des Monats März ist es in Bad Kissingen bereits zu vier gleichgelagerten Fällen gekommen, über die bereits berichtet wurde. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass der Täter auch weiterhin Diebstähle begehen wird. Die Polizei warnt daher eindringlich davor, Handtaschen und Geldbörsen – insbesondere während des Einkaufs – unbeaufsichtigt zu lassen.

Wer im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Bad Kissingen unter Tel. 0971/71490 in Verbindung zu setzen.

 

Raubüberfall auf Lottogeschäft – Täter weiterhin flüchtig

GROßOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Dienstagnachmittag betrat ein maskierter Unbekannter mit einer Schusswaffe ein Lottogeschäft. Er rechnete jedoch nicht mit der Gegenwehr des Besitzers und flüchtete ohne Beute. Die Ermittlungen hat noch vor Ort die Kripo Aschaffenburg übernommen.

Etwa gegen 16:20 Uhr betrat ein zunächst Unbekannter ein Lottogeschäft in der Kanzleistraße. Der Mann war hierbei maskiert und trug eine Schusswaffe bei sich. Noch bevor er dem Besitzer gegenüber Forderungen stellen konnte, setzte sich dieser zur Wehr. Im Laufe des Handgemenges verlor der Täter sowohl seine Waffe als auch seine Maske und flüchtete ohne Beute.

Nach Eingang der Mitteilung bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken wurde umgehend eine Vielzahl von Streifen zum Tatort geschickt. An der Großfahndung war neben Kräften aus dem benachbarten Hessen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt. Vor Ort hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg umgehend die Ermittlungen aufgenommen. Die Fahndung verlief bislang ergebnislos.

Der flüchtige Täter kann wie folgt beschrieben werden:

  • 30 Jahre alt
  • 170 cm groß
  • schlank
  • komplett schwarz gekleidet

Der Sachbearbeiter hofft bei seinen Ermittlungen nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat im Bereich des Lottogeschäftes zur Tatzeit verdächtige Personen beobachtet?
  • Wer konnte unmittelbar nach der Tat eine flüchtige Person beobachten, auf welche die oben genannte Beschreibung zutrifft?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg unter Tel. 06021/202-1732 zu melden.

 

Versuchter Einbruch in Wohnung – Polizei sucht Zeugen

WÜRZBURG / INNENSTADT. Ein Unbekannter versuchte im Laufe des Wochenendes gewaltsam in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses einzudringen. Er scheiterte jedoch mit seinem Vorhaben und flüchtete ohne Beute. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Würzburg geführt.

 

Im Zeitraum von Freitag bis Dienstagvormittag versuchte ein Unbekannter gewaltsam über ein rückwärtiges Fenster in eine Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Grabengasse einzudringen. Er scheiterte jedoch und flüchtete in unbekannte Richtung.

Zeugen die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Einbruch in Tankstelle – Polizei nimmt Tatverdächtigen auf frischer Tat fest – 32-Jähriger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 29.03.2017

SCHONUNGEN, LKR. SCHWEINFURT. Ein 32-Jähriger sitzt seit dem Wochenende auf Antrag der Schweinfurter Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Der in Deutschland Wohnsitzlose war in den frühen Samstagmorgenstunden in eine Tankstelle eingestiegen und auf frischer Tat von einer Streifenbesatzung der Schweinfurter Polizei festgenommen worden. Zu allem Überfluss leistete er u.a. auch noch Widerstand.

 

Gegen 04.45 Uhr war ein Zeuge auf eine Person aufmerksam geworden, die sich im Bereich der Tankstelle in der Hauptstraße verdächtig verhalten hatte. Eine Streife der Schweinfurter Polizei war rasch vor Ort. Beim Eintreffen der Ordnungshüter konnte sie den 32-Jährigen widerstandslos festnehmen. Der mit rund 1,3 Promille Alkoholisierte hatte dem Sachstand nach mit einer Eisenstange die Glasfront der Tankstelle zertrümmert und aus dem Innenraum Tabak, Lottoannahmescheine und Prepaidkarten im Wert von rund 2.000 Euro gestohlen. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf circa 10.000 Euro.

Der 32-Jährige musste die Ordnungshüter mit zur Dienststelle begleiten. Nachdem er zu allem Überfluss um sich schlug und versuchte sich loszureißen, musste er gefesselt werden. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der Tatverdächtige wohl zuvor in einer nahegelegenen Bank u.a. den Defibrillator gestohlen hatte. Außerdem hatte er Parfum bei sich, das dem Sachstand nach ebenfalls Diebesgut ist. Zu guter Letzt dürfte der 32-Jährige auch für eine beschädigte Schaukastenscheibe und das Klingelbrett eines Mehrfamilienhauses verantwortlich sein.

Auf Antrag der Schweinfurter Staatsanwaltschaft wurde der dringend Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt. Dieser erließ gegen den 32-Jährigen Untersuchungshaftbefehl. Die Beamten lieferten ihn in eine JVA ein.

PP Unterfranken