Polizei News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 29.04.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Streit zwischen Bekannten – 37-Jährigen mit einem Beil am Hals verletzt

OCHSENFURT, LKR. WÜRZBURG. Im Verlauf eines verbalen Streites am Donnerstagmittag verletzte ein 36-Jähriger Mann seinen Bekannten oberflächig mit einem Beil am Hals. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige in Richtung Main. Bei der Aufklärung der Tat setzt der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Ochsenfurt auf eine unbekannte Zeugin und auf Hinweise aus der Bevölkerung.

 

Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen hat sich gegen 12:00 Uhr ein 37-Jähriger mit finanziellen Forderungen an seinen in der Badgasse wohnhaften Bekannten gewandt. Daraus resultierte ein verbaler Streit, in dessen weiteren Verlauf der Beschuldigte den 37-Jährigen mit einem Beil oberflächlich am Hals verletzte. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige in Richtung Main und konnte trotz der polizeilichen Fahndung nicht angetroffen werden.

Der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Ochsenfurt setzt für die Aufklärung der Tat auf die unbekannte Zeugin, welche sich zum Tatzeitpunkt im Treppenhaus aufgehalten hatte und auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Zeugin wird wie folgt beschrieben:

 

  • blonde Haare
  • ca. 20 – 30 Jahre alt
  • schlank

 

Mögliche Zeugen, insbesondere die Zeugin aus dem Treppenhaus, werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion Ochsenfurt unter Tel. 09331/8741-0 in Verbindung zu setzen.

Nach Mitteilung über Sexualdelikt in Innenstadt – Neue Erkenntnisse – Zweifel an geschildertem Tatablauf

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg

ASCHAFFENBURG. Nachdem am vergangenen Sonntag bei der Polizei die Mitteilung über ein Sexualdelikt in der Innenstadt eingegangen war, sind die intensiven kriminalpolizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen inzwischen fortgeschritten. Nach den aktuellen Erkenntnissen kann ausgeschlossen werden, dass die Tat -wie geschildert- am Zugang zum Ludwigshof stattgefunden hat.

 

Wie bereits berichtet, hatte die 19-Jährige gegenüber der Polizei angegeben, dass sie am Sonntagfrüh nach einem Diskothekenbesuch zu Fuß in der Kleberstraße unterwegs gewesen war. Dort sei sie von einem Unbekannten angesprochen und anschließend in den Zugang zum Ludwigshof gezogen worden. In der Folge habe der Täter gegen den Willen der 19-Jährigen sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen.

Noch am selben Tag hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen übernommen, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt werden. Im Zuge der intensiven Ermittlungen hat sich nun herausgestellt, dass sich die Tat nicht, wie von der Zeugin geschildert, ereignet haben kann. Insbesondere wurden bei der Auswertung der Aufzeichnungen von Überwachungskameras im angeblichen Tatortbereich sowie bei der Spurenauswertung und den ärztlichen Untersuchungen keinerlei Hinweise erlangt, die den konkreten Verdacht eines Sexualdeliktes bestätigen würden.

Versammlungen in der Schweinfurter Innenstadt – Polizei im Einsatz

SCHWEINFURT. Am Donnerstagabend sind in der Schweinfurter Innenstadt zwei Demonstrationen abgehalten worden. Die Polizeiinspektion Schweinfurt war mit unterstützenden Einsatzkräften vor Ort, um ein friedliches Versammlungsgeschehen zu gewährleisten.

In der Zeit von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr hatte das Bündnis „Schweinfurt ist bunt“ zu einer stationären Demonstration am Zeughaus aufgerufen. Dem Aufruf waren in der Spitze etwa 800 Teilnehmer gefolgt. Der Verlauf war aus polizeilicher Sicht absolut friedlich und ohne Störungen.

Zwischen 18:30 Uhr und 21:00 Uhr hatte die Partei „AfD“ eine Versammlung im Innenstadtbereich durchgeführt. Zur Auftaktkundgebung am Marktplatz sammelten sich geschätzte 200 Teilnehmer.

Auch eine erhebliche Anzahl von Gegendemonstranten sammelte entlang der vorgesehenen Aufzugsstrecke.

Kurz vor Beginn der Versammlung äußerte ein Mann aus den Reihen der Gegendemonstranten gegenüber Polizeibeamten einen „Hitler-Gruß“. Der Beschuldigte wurde in Gewahrsam genommen und nach einer Personalienfeststellung ein Strafverfahren eingeleitet.

Gegen 19:00 Uhr setzte sich der Demonstrationszug durch die Spitalstraße in Richtung Georg-Wichtermann-Platz in Bewegung.

In der Spitalstraße hatten sich kurz vor Eintreffen des Versammlungszuges zwölf Gegendemonstranten kreisförmig auf die Straße gesetzt. Auch durch mehrfach ausgesprochenen Platzverweis und den Einsatz speziell geschulter Kommunikationsbeamter ließen sich die Personen nicht dazu bewegen, den Platz zu räumen. Sie wurden von Polizeibeamten beiseitegeschoben, so dass der Demonstrationszug passieren konnte. Nach einer Personalienfeststellung und der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens blieben sie bis zum Ende der Versammlung in Polizeigewahrsam.

Am Georg-Wichtermann-Platz fand die Abschlusskundgebung mit mehreren Redebeiträgen statt. Gegen 21:00 Uhr war die Versammlung beendet und die Teilnehmer machten sich auf den Heimweg.

Die Polizeiinspektion Schweinfurt war mit der Einsatzleitung betraut. Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Operativen Ergänzungsdienste aus Schweinfurt und Würzburg waren unterstützend mit eingesetzt.

Pkw durchbricht Schranke in Parkhaus – vier Fahrzeuge beschädigt

LOHR A. MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Am Donnerstagvormittag ist es in einem Parkhaus in der Innenstadt zu einem nicht ganz alltäglichen Verkehrsunfall gekommen. Eine 84-jährige Fahrzeugführerin fuhr ungebremst durch die Schranke eines Parkhauses und beschädigte insgesamt drei weitere Fahrzeuge.

Nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang verwechselte eine Seniorin aus dem Landkreis Main-Spessart offensichtlich das Brems- mit dem Gaspedal und durchbrach die Schranke am Parkdeck in Lohr. Nach der Zufahrt lenkte sie in Richtung der ersten Fahrzeugreihe und beschädigte dort drei geparkte Fahrzeuge. Die Pkw-Fahrerin kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt.

Drei Autos wurden so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Der Gesamtschaden an allen Pkw beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 20.000 Euro. Die Schranke konnte durch Mitarbeiter der Stadt unbeschädigt wieder montiert werden.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizeiinspektion Lohr am Main, durch welche auf Grund der Gesamtumstände auch ein Bericht an die zuständige Führerscheinstelle gefertigt wird.

Betriebsunfall auf Speditionsgelände – 43-Jähriger schwer verletzt

RIENECK, LKR. MAIN-SPESSART. Zu einem schweren Betriebsunfall ist es am Donnerstagnachmittag auf dem Gelände einer Spedition gekommen. Ein Firmenmitarbeiter wurde von einem Lkw erfasst und zog sich dabei lebensbedrohliche Verletzungen zu. Ein Rettungshubschrauber flog den Mann in eine Klinik.

Kurz nach 15.30 Uhr hat sich der Unfall nach vorliegenden Erkenntnissen ereignet. Nachdem der 43-Jährige gemeinsam mit seinem Kollegen im Alter von 26 Jahren einen Container von dem Lkw auf einen Anhänger geladen hatte, stieg der Jüngere ins Führerhaus um seine Fahrt fortzusetzen. Nach wenigen Metern Fahrtstrecke kam es schließlich zu dem folgenschweren Unfall. Als der Mann sich offenbar noch rechts neben dem Lkw aufhielt, wurde er von dem Gespann erfasst. Der Fahrer hielt sofort an und fand seinen Kollegen schwer verletzt auf dem Boden liegend vor.

Nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde der 43-Jährige ins Krankenhaus geflogen. Nach aktuellen Erkenntnissen ist sein Gesundheitszustand nach wie vor kritisch. Die Unfallaufnahme vor Ort erfolgte durch Beamte der Polizeistation Gemünden. Zur Klärung des exakten Unfallhergangs wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg auch ein Sachverständiger eingeschaltet.

34-Jährige leistet bei Personenkontrolle heftigen Widerstand – Drei Polizeibeamte leicht verletzt

SCHWEINFURT. Am Donnerstagvormittag wurde eine Streifenbesatzung der Schweinfurter Polizei durch eine vorbeilaufende Frau zunächst beleidigt. Bei der anschließenden Personenkontrolle leistete sie erheblichen Widerstand und verletzte drei Beamte. Sie wurde nach Abschluss aller Maßnahmen in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen.

Nach ersten Ermittlungen wurden zwei Polizeibeamte während ihrer Streifenfahrt zunächst von der 34-Jährigen beleidigt. Als die Beamten sie einer Personenkontrolle unterziehen wollten, warf diese zunächst einen mitgeführten Blumentopf, sowie ihre Handtasche durch das offene Fenster des Streifenwagens und wollte sich der Kontrolle zur Feststellung ihrer Personalien entziehen. Hierbei kam es zu einer Rangelei, in deren Verlauf die spätere Beschuldigte gezielt nach den Beamten geschlagen, getreten und einem Beamten in den Finger gebissen hat. Die Ordnungshüter fesselten die 34-Jährige und nahmen sie mit auf die Wache.

Auch dort beleidigte sie weiterhin die anwesenden Ordnungshüter und spuckte unter anderem einem Beamten auf die Stirn. Durch das Verhalten der Frau wurden insgesamt drei Kollegen leicht verletzt. Diese blieben jedoch weiterhin dienstfähig.

Auf Grund ihrer Alkoholisierung musste die 34-Jährige sich auf der Dienststelle eine Blutprobe gefallen lassen. Die offensichtlich psychisch Belastete wurde anschließend in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

Einbruch in Einfamilienhaus – Täterhinweise erbeten

MARKTSTEFT, LKR KITZINGEN. Am Donnerstagvormittag ist ein Unbekannter gewaltsam in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Der Täter erbeutete Schmuck und konnte unerkannt flüchten.

 

Nach ersten Ermittlungen muss sich der Einbruch in der Nähe der Marktstefter Volksschule etwa gegen 09:30 Uhr ereignet haben. Der unbekannte Täter hatte eine rückwärtige Balkontür aufgehebelt und gelangte hierdurch ins Innere des Anwesens. Er erbeutete Schmuck im Wert von rund tausend Euro. Der Sachschaden an der Balkontür dürfte sich etwa auf 500 Euro belaufen.

 

Die Ermittlungen in diesem Fall werden von der Kriminalpolizei Würzburg geführt. Wer zur fraglichen Zeit im Bereich des Tiefenstockheimer Weges etwas Verdächtiges beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

PP Unterfranken