Polizei-News für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 29.07.2016

DominikSchraudolf / Pixabay Polizei

Telefonbetrüger aktiv – Straftäter geben sich als Polizeibeamte aus – Lassen Sie sich nicht täuschen!

RAUM ASCHAFFENBURG. Wie bereits in den vergangenen Wochen haben am Freitagmittag erneut Telefonbetrüger ihr Unwesen getrieben. Gegenüber den Angerufenen gaben sie sich u.a. als Polizeibeamte aus und hatten es auf die Ersparnisse ihre Opfer abgesehen. Die Kripo warnt vor der Masche.

 

Ab 10.30 Uhr klingelten in insgesamt drei der Polizei bekannt gewordenen Fälle die Telefone im Stadtteil Strietwald, der Innenstadt und in Großostheim. Die Anrufer gaben sich jeweils als Polizeibeamte bzw. Behördenangehörige aus und fragten z.B. nach Kontodaten. Alle Angerufenen reagierten richtig und gingen nicht auf die Forderungen ein.

Wie bereits berichtet, waren bereits Mitte Juli dreiste Betrüger mit derselben Masche aktiv. Hier war es der Polizei gelungen zwei Geldabholer festzunehmen. Gegen beide waren auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen worden.

 

LASSEN SIE SICH NICHT TÄUSCHEN!

 

Es ist nicht auszuschließen, dass Betrüger auch weiterhin versuchen werden, mit dieser Masche Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes zu bringen. Offenbar handelt es sich um professionelle und gut organsierte Täter, die vom Ausland aus agieren. Zum Teil erscheinen auf den Telefonen der Angerufenen die korrekten Telefonnummern der Behörden, wodurch die Geschädigten leicht hinters Licht geführt werden können. Meist bleibt es auch nicht bei nur einem Anruf. Es erfolgen immer wieder telefonische Nachfragen, wohl um die potentiellen Opfer unter Druck zu setzen bzw. zeitlich zu binden. Dabei wollen die Täter sicherstellen, dass die Polizei nicht eingeschaltet wird. Sobald dieser Verdacht besteht, wird der Kontakt unverzüglich abgebrochen.

 

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt ausdrücklich vor der Betrugsmasche und rät:

  • Bewahren Sie bei derartigen Anrufen Ruhe und lassen Sie sich nicht zeitlich unter Druck setzen.
  • Die Staatsanwaltschaft oder die Polizei fordert ohne schriftliche Bescheide niemanden auf, Geld zu überweisen.
  • Geben Sie am Telefon niemals Informationen über Ihre finanzielle Situation preis.
  • Tätigen Sie keine Überweisungen an Unbekannte und übergeben Sie niemals Bargeld an fremde Personen.
  • Falls Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, verständigen Sie sofort die Polizei über Notruf 110.

 

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Schwerer Stromunfall – Arbeiter lebensgefährlich verletzt – Kripo ermittelt

BISCHOFSHEIM A.D.RHÖN, LKR. RHÖN-GRABFELD. Bei einem schweren Stromunfall sind am Donnerstagnachmittag zwei Arbeiter verletzt worden. Einer von ihnen musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Die beiden waren offenbar im Zuge ihrer Arbeiten zu nahe an eine Überlandleitung gekommen. Zum genauen Hergang ermittelt die Kripo Schweinfurt.

 

Kurz vor 14.00 Uhr war bei der Integrierten Leitstelle und der Polizei der Notruf eingegangen, dass es auf einem Firmengrundstück zu einem Betriebsunfall mit Strom gekommen sei. Eine Streife der Bad Neustadter Polizei, der Rettungsdienst und die Feuerwehr eilten daraufhin unverzüglich zum Einsatzort. Außerdem wurde sofort veranlasst, dass der Strom abgeschaltet wird.

Vor Ort stellte sich nach ersten Erkenntnissen zum Unfallhergang heraus, dass ein 22-Jähriger und ein sechs Jahre Älterer in etwa zehn Metern Höhe auf einem Baugerüst Blecharbeiten an einer Hausfassade durchführten. Vermutlich berührten sie beim Hantieren mit einem Leichtmetallblech die Oberleitung bzw. gerieten mit dem Metall zu nahe an die stromführende Leitung. Beide Männer erlitten daraufhin einen schweren Stromschlag.

Der 28-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Nachdem ihn die Feuerwehr von dem Gerüst gerettet hatte, wurde er ärztlich versorgt und von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Sein jüngerer Kollege kam mit dem Rettungsdienst ebenfalls schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Die Kripo Schweinfurt hat noch am Nachmittag die weiteren Ermittlungen in dem Fall vor Ort übernommen. Auch die zuständige Berufsgenossenschaft und das Gewerbeaufsichtsamt wurden eingeschaltet. Bei der Rettungsaktion der beiden Verletzten waren ca. 40 Feuerwehrleute der Wehren aus Bischofsheim und Bad Neustadt mit Drehleiter im Einsatz.

 

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12-jähriger Radfahrer bei Sturz schwer verletzt – Zeugen gesucht

KLEINWALLSTADT, LKR. MILTENBERG. Vermutlich zu hohe Geschwindigkeit war die Ursache für einen Unfall am Donnerstagnachmittag in der Hofstetter Eichelsbacher Straße. Die Obernburger Polizei bittet um Zeugenhinweise.

 

Ein 12-Jähriger war gegen 17.45 Uhr mit seinem Rad bergab in den Kreisverkehr eingefahren und dort nach Touchieren des Bordsteins zu Fall gekommen. Dabei erlitt der Schüler schwere Verletzungen und wurde mit dem Helikopter in eine Klinik verbracht. Zum Glück trug der Junge einen Helm.

 

Es werden Zeugen gesucht, die den Unfall oder auch diesen Radfahrer zuvor gesehen haben. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Obernburg unter Tel. 06022/629-0.

 

PP Unterfranken