Polizei Pressebericht zu den Demonstrationen in Würzburg 18.02.2017 – Mehrere verletzte

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Abschlussmeldung zum Versammlungsgeschehen am 18. Februar – Starkes Polizeiaufgebot garantiert sichere Aufzüge und Kundgebungen

WÜRZBURG. Die Unterfränkische Polizei war am Samstag mit zahlreichen Unterstützungskräften im Einsatz, um anlässlich der angezeigten Versammlungen eine ungehinderte Ausübung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu gewährleisten. Der Einsatz erfolgte in enger und guter Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, die eine reibungslose An- und Abreise von bahnreisenden Versammlungsteilnehmern gewährleistete.

 

Nach einer Auftaktkundgebung setzte sich der Aufzug des Bündnisses „Würzburg lebt Respekt“ gegen 14.00 Uhr am Unteren Markt in Bewegung. In der Spitze erreichte die Versammlung (Aufzug und Kundgebungen) eine Teilnehmerzahl von etwa 2.500 Personen. Die Abschlusskundgebung fand um etwa 15.00 Uhr im Bereich der Philipp-Schnepfer-Allee statt. Zu nennenswerten Sicherheitsstörungen kam es während der Versammlung nicht.

Das Gros der Teilnehmer der Versammlung „Ein Licht für Dresden“ sammelte sich ab etwa 14.00 Uhr am Bahnhof in Rottendorf und nutzte von dort einen Nahverkehrszug, um gemeinsam nach Würzburg zu gelangen. Bundespolizisten begleiteten die etwa 160 Personen aus dem Bahnhof, wo sie von den Beamten der Landespolizei in Empfang genommen wurden. Die Auftaktkundgebung startete gegen 16.00 Uhr im Bereich des Berliner Platzes. Anschließend setzte sich der Aufzug in Bewegung. Es folgten Zwischenkundgebungen am Haugerkirchplatz, in der Kapuzinerstraße sowie die Abschlusskundgebung ab etwa 19.00 Uhr am Berliner Platz.

Während des Aufzuges der Teilnehmer „Ein Licht für Dresden“ kam es zu mehreren Versuchen von Gegendemonstranten, Polizeiabsperrungen zu überwinden. Dies konnte von den Einsatzkräften unter anderem durch Einsatz von Pfefferspray verhindert werden. Sieben Gegendemonstranten wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten zum Nachteil von Polizeibeamten, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung, Strafvereitelung bzw. Beleidigung eingeleitet. Ein Teilnehmer der Versammlung „Licht für Dresden“, der zwei Gegendemonstranten leicht verletzt haben soll, wurde ebenfalls festgenommen.

Im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen wurden dem Sachstand nach insgesamt drei Personen leicht verletzt. Dabei handelt es sich neben den beiden Gegendemonstranten um einen Polizeibeamten.

Alle Festgenommen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Das Polizeipräsidium Unterfranken und die Bundespolizei bedanken sich ausdrücklich bei den Würzburgerinnen und Würzburgern, die für die Beeinträchtigungen während der Aufzüge großes Verständnis aufgebracht haben. Außerdem gilt unser Dank allen, die getreu unserem Motto „Gewaltfreier Protest ist gelebte Demokratie“ friedlich von ihrem Versammlungsrecht und dem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machten.

PP Unterfranken