Polizeiberichte Main-Tauber-Kreis 31.07.2015

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Main-Tauber-Kreis

 

Creglingen: Schüsse in der Kieselallee

Ein noch nicht geklärter Sachverhalt am Donnerstagabend, gegen 18.45 Uhr, beschäftigt die Polizeibeamten des Polizeipostens Weikersheim. Ein Anrufer teilte der Polizei mit, dass im Bereich der Realschule Creglingen in der Kieselallee Schüsse fielen. Vor Ort haben die Beamten niemanden angetroffen. Allerdings fanden sie zwei Gaskartuschen, ein Magazin sowie eine „durchlöcherte“ Zigarettenschachtel. Erste Ermittlungen ergaben, dass eine Jugendliche auf zwei andere junge Leute geschossen haben soll. Was genau geschah, ist bislang unklar. Es soll niemand verletzt worden sein.

Weikersheim: Motorradfahrer schwer verletzt

Ein Motorradfahrer wurde am Donnerstagnachmittag, gegen 14.55 Uhr, bei einem Unfall schwer verletzt. Er befuhr die K 2858 von Bronn in Richtung Weikersheim. In einer scharfen Linkskurve kam das Motorrad vermutlich ins Rutschen. Der Fahrer kam zu Fall und fiel auf das Motorrad. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu. Das Krad rutschte gegen die Leitplanke. Der Sachschaden am Motorrad beläuft sich auf zirka 1000 Euro. Fremdschaden entstand nicht.

Creglingen: Maisfeld beschädigt – Zeugen gesucht

Im Zeitraum vom 25. Juli 2015, 15 Uhr, bis 27. Juli 2015, 18 Uhr, beschädigte ein Unbekannter ein Maisfeld. Dieser befuhr vermutlich mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug mit angebautem Arbeitsgerät auf Gemarkung Creglingen, im Gewann „Mehlen“ und „Löschholz“ den Gemeindeverbindungsweg von Creglingen, Judenfriedhof, in Richtung Standorf. Auf einer Länge von zirka 550 Meter beschädigte er den dort angebauten Mais. Es entstand ein ungefährer Sachschaden von 500 Euro. Zeugen, die etwas zu dem Vorfall wissen, werden gebeten, sich bei dem Polizeiposten Weikersheim, Telefon 07934 9947-0, zu melden.

Tauberbischofsheim: Polizeiliche Maßnahmen gestört

In der Nacht auf Freitag, gegen 1 Uhr, fiel einer zivilen Polizeistreife ein augenscheinlich alkoholisierter Mann auf einem Fahrrad auf. Sie konnten beobachten, wie er, offensichtlich schlangenlinienfahrend, in den Wörtplatz in Tauberbischofsheim einbog. Als der 35-jährige Fahrradfahrer kontrolliert werden sollte, flüchtete er. Einer der Beamten verfolgte ihn zu Fuß über die Fußgängerbrücke in Richtung Wertheimer Straße und konnte ihn schließlich festhalten. Ein Alkoholtest ergab, dass der 35-Jährige zu diesem Zeitpunkt zirka 1,7 Promille hatte. Während der Anzeigenaufnahme kam ein weiterer Mann dazu. Dieser stellte sich als ein Freund des betrunkenen Fahrradfahrers dar. Der ebenfalls 35-jährige versuchte mit Nachdruck, seinen Freund vor den polizeilichen Sanktionen zu schützen. Auch nach mehrfacher Aufforderung verließ er die Örtlichkeit nicht. Im Laufe des Streitgesprächs wurden die Beamten durch den 35-jährigen Freund des Radfahrers aufs Übelste beschimpft. Nun müssen beide Personen mit einer Anzeige rechnen.

Wertheim: Fahrzeug geht in Flammen auf

Am Donnerstagnachmittag, gegen 16.30 Uhr, geriet ein PKW Audi A4 in der Wertheimer Willy-Brandt-Straße in Brand. Hierdurch entstand an dem Fahrzeug Totalschaden in noch nicht bekannter Höhe. Ursächlich dürfte nach derzeitigen Erkenntnissen ein technischer Defekt gewesen sein. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr war mit einem Fahrzeug vor Ort, um das Feuer zu löschen.

Wertheim: Fahrt trotz Fahrverbot

Die Polizei stoppte in der Nacht auf Freitag gegen 2 Uhr einen PKW Daimler-Benz, dessen Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis hatte. Die Beamten der Polizei befuhren die Eichelsteige Richtung Wertheim. An der Einmündung zur Alten Mainbrücke kam ihnen ein Fahrzeug entgegen. Bei der anschließenden Kontrolle händigte der 21-jährige Fahrzeugführer seinen Führerschein aus. Eine anschließende Überprüfung ergab allerdings, dass ihm die Fahrerlaubnis bereits entzogen wurde. Warum der 21-Jährige im Besitz eines Führerscheins war, muss jetzt geklärt werden. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Eine Anzeige folgt.

Wertheim – Reinhardshof: Baustellendiebstahl aus Neubau

Im Zeitraum zwischen Mittwoch, 17.30 Uhr, und Donnerstag, 06.10 Uhr, kam es in der Karl-Carstens-Straße 1 in Wertheim – Reinhardshof zu einem Diebstahl aus einer Baustelle. Ein Unbekannter entwendete insgesamt fünf Heizkörper, 29 Wandkonsolen und 24 Klemmhalter. Der Sachschaden beläuft sich auf zirka 1.100 Euro. Zeugen, die Hinweise haben, werden gebeten, diese an das Polizeirevier Wertheim, Telefon 09342 9189-0, zu melden.

 

 

Bad Mergentheim: Nach Auseinandersetzung im Schlosshof sucht die Polizei Zeugen

 

Noch völlig unklar sind die Hintergründe eines Vorfalls, der sich vergangenen Sonntag in Bad Mergentheim zugetragen hat. Ein 59-Jähriger erstattete bei der Polizei Anzeige, weil er gegen 18.30 Uhr von einem Unbekannten auf der öffentlichen Toilette, neben dem Torbogen im Schlosshof angegriffen und verletzt worden war. Als sich der 59-Jährige nach draußen flüchtete, warteten dort bereits drei weitere unbekannte Männer auf ihn. Der 59-Jährige fing daraufhin offenbar an zu schreien und ging zügig in Richtung Stadtmitte davon. Die Unbekannten nahmen die Verfolgung auf. Um unter Leuten zu sein, setzte sich der Verletzte in der Nähe einer Apotheke an einen Tisch. Zudem rief er eine Bekannte an, die ihn wenig später auch mit ihrem Auto abholte. Die vier Unbekannten setzten sich nach bisherigen Erkenntnissen auf eine Bank unweit einer Parfümerie und beobachteten den 59-Jährigen. Als er in den Wagen seiner Bekannten stieg, wurde er erneut von den Männern angegangen und beleidigt. Der Angreifer soll etwa 18 bis 20 Jahre alt und zirka 175 Meter groß sein. Er trug zur Tatzeit ein türkisblaues T-Shirt und eine helle lange Hose. Er sprach akzentfreies Deutsch und hat gebräunte Haut. Der zweite Unbekannte dürfte 1,80 Meter groß und sehr schlank sein. Er hat etwas dunklere Haare und trug ein helles T-Shirt. Die beiden anderen Männer wurden als dunkelhaarig beschrieben. Einer davon hatte südländisches Aussehen. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen ist es für die ermittelnden Beamten schwierig die Tat aufzuklären. Daher hoffen sie darauf, dass sich die unbekannten Männer, die teilweise auch Zeugen des Vorfalls sind, sowie weitere Personen, die sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Tat geben können, sich mit der Bad Mergentheimer Polizei unter Telefon 07931 5499-0 in Verbindung setzen.

 

Bereich Bad Mergentheim: Vorbereitungen auf das Tauber-Festival 2015 in Rothenburg

Wieder werden weit über 10.000 Besucher beim jährlichen Taubertal-Festival, das vom 6. bis 10. August in Rothenburg ob der Tauber stattfinden wird, erwartet. Im vergangenen Jahr zeigte die Polizei auch auf den baden-württembergischen Zufahrtsstraßen Präsenz – und das war offensichtlich gut so, wie die Zahlen belegen. Die Personen- und Fahrzeugkontrollen fanden über den gesamten Zeitraum des Events bei an- und abfahrenden Festival-Gästen statt. Elf Fahrer wurden unter Drogeneinfluss am Steuer oder Lenker ihres Fahrzeugs angetroffen. Über 200 Atemalkoholtests führten dazu, dass drei Autofahrer mit zu einer Blutentnahme mussten. Bei 32 Besuchern fanden Polizeibeamte Rauschgift. Es wurde Marihuana, Extasy und etwas Spice beschlagnahmt. Es mussten nicht nur entsprechende Anzeigen vorgelegt werden, sondern es wurden auch über 30 Berichte an Führerscheinstellen geschrieben, in denen Rauschgiftkonsumenten benannt wurden, die nicht am Steuer, sondern bei normalen Personenkontrollen ertappt wurden. Albrecht Kucher, der Leiter des Bad Mergentheimer Polizeireviers, ist verantwortlich für die Kontrollen und kündigt ein ähnliches Vorgehen wie im vergangenen Jahr an: „Die Einsatzkräfte wollen die Verkehrssicherheit auf den An- und Abfahrtsstrecken in unserem Zuständigkeitsbereich gewährleisten“. So genannte „Disco-Unfälle“ und die tragischen Folgen mit Toten und Verletzten sollen verhindert werden. „Wir möchten mit den Kontrollen auch möglichst das Mitbringen von Rauschgiften auf das Festivalgelände erschweren“, ergänzt der Erste Polizeihauptkommissar. Für die Kontrollen werden neben den Beamten der Direktion Polizeireviere des Polizeipräsidums Heilbronn auch Spezialisten der Verkehrspolizei und ganz sicher mehrere Rauschgiftspürhunde im Einsatz sein. Der Revierleiter möchte Eltern, die ihren unter 18 Jahre alten Sprößlingen die Teilnahme am Festival erlauben, deutlich machen, dass Rauschgift offensichtlich nicht nur zum Eigenkonsum, sondern auch zum Verkauf auf das Gelände geschmuggelt werden soll und dass Väter und Mütter ihren minderjährigen Töchtern und Söhnen noch einmal die Gefahren und Probleme des Konsums von Rauschgiften vor Augen halten. Doch Albrecht Kucher sieht noch weitere Gefahren für die Festival-Teilnehmer aller Altersgruppen, die bei allen Veranstaltungen in dieser Größenordnung auftreten: Die campenden Musikfans sollten unbedingt auf die Sicherung ihres Eigentums achten. Das gelte allerdings nicht nur auf dem Campingplatz, sondern auch im Gedränge rund um die Bühnen. Die Trick- und Taschendiebe seien allgegenwärtig. Von Gegenständen, bei denen es eine Individualnummer oder andere individuelle Eigenheiten gibt, sollten diese notiert werden, damit den Ermittlern eine Sachfahndung nach einem Diebstahl möglich ist. Da am Veranstaltungswochenende mit hohen Temperaturen gerechnet wird, macht die Polizei darauf aufmerksam, dass die Wartezeiten vor den Mautstellen zum Festival-Gelände bedacht werden sollten. Es wird aufgrund der Erfahrungen früherer Festivals geraten, nicht schon vor oder bei der Anreise Alkohol zu trinken. Alkoholfreie Getränke sollten allerdings in den Fahrzeugen für die Wartezeit bereit gehalten werden. Eine rechtzeitige Anfahrt verhindert zu große Staus vor der Einfahrt auf den Campingplatz.

 

PP Heilbronn