Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 02.12.2015

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Einbrecher im Landkreis Aschaffenburg aktiv – Bargeld und Schmuck gestohlen

HÖSBACH UND KLEINOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Einbrecher sind im Landkreis Aschaffenburg am Dienstag in zwei Wohnungen und in ein Reihenhaus eingedrungen. In allen Fällen nahmen die Unbekannten Schmuck und Bargeld mit. Die Kripo Aschaffenburg hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Im Hösbach hatten die Unbekannten die Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Mozartstraße angegangen. Über ein aufgehebeltes Fenster gelangten sie in sämtliche Zimmer und bedienten sich an mehreren hundert Euro Bargeld und diversen Schmuck. Der Sachschaden dürfte sich auf rund 800 Euro belaufen.

Auch in der Behringstraße hatten Einbrecher zugeschlagen. Über die Terrassentüre kamen sie gewaltsam in die Wohnung und entwendeten Schmuck und Bargeld im Wert von einigen hundert Euro. Der Sachschaden wird auf etwa 500 Euro geschätzt.

In Kleinostheim hatten sich die Täter in der Bahnhofstraße an einem Reihenhaus zu schaffen gemacht und waren letztendlich über das Küchenfenster ins Innere gelangt. Anschließend stahlen sie auch hier Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren hundert Euro.

Eine Zeugin hatte in Hösbach gegen 17:30 Uhr drei Männer in Richtung Behringstraße laufen sehen. Möglicherweise könnten die Personen mit den Einbrüchen in Zusammenhang stehen. Sie werden wie folgt beschrieben:

•Alle etwa 170 cm groß
•Kräftig gebaut
•Trugen Jeans und dunkle Oberbekleidung
•Osteuropäisches Aussehen
Zeugen, die die Personen ebenfalls beobachtet haben oder Hinweise zur Identität oder eine detailliertere Beschreibung geben können oder sonst Angaben machen können, die für die genannten Fälle von Bedeutung sein könnten, werden gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Infostände der Würzburger Polizei zum Taschendiebstahl und Wohnungseinbruch

WÜRZBURG. Taschendiebe haben das ganze Jahr über Saison. Bei einer Analyse der vergangenen Jahre fällt auf, dass eine Vielzahl der Delikte unter den Slogan „Gelegenheit macht Diebe“ fällt.
Waren früher eher professionelle Diebesbanden auf Tour, so nutzen jetzt einzelne Langfinger die Gunst der Stunde. Eine im Einkaufswagen abgelegte Handtasche, eine offensichtlich in der Außentasche einer Jacke oder eines Mantels aufbewahrte Geldbörse oder die in der Umkleidekabine abgestellte Tasche sind dann schnell ein „Objekt der Begierde“.

Das böse Erwachen kommt meist erst dann, wenn das Opfer an der Kasse steht und seine Geldbörse nicht mehr findet. Nicht selten verschwinden neben Ausweispapieren und Scheckkarte auch einige Hundert Euro Bargeld.

In den Vorweihnachtswochen passieren nicht mehr Delikte als im übrigen Jahr. Aber, wo es eng zugeht und gedrängelt wird haben die Diebe meist ein leichtes Spiel. Gestresste Geschenke-Sucher können leichter Opfer eines Langfingers werden. Fast immer gelingt der Griff zum Portemonnaie eher unbemerkt, so dass das böse Erwachen erst beim nächsten Bezahlen kommt.
Genau deshalb ist die Würzburger Polizei an drei Freitagen im Advent nachmittags jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr jeweils mit einem Infostand in der Fußgängerzone neben dem Kaufhof (Schönbornstraße / Ecke Maulhardgasse) präsent. Die Termine sind:
•Freitag, 4. Dezember 2015
•Freitag, 11. Dezember 2015
•Freitag, 18. Dezember 2015
Die Würzburger Polizei möchte damit für das Thema Taschendiebstahl sensibilisieren und praktische Präventionstipps geben. Auch zum Thema Wohnungseinbruch stehen die Beamten Rede und Antwort.
Die Sicherheitspartner der Würzburger Polizei unterstützen die Aktion. Der Einzelhandelsverband legt in einigen Geschäften in der Innenstadt die Themen-Flyer aus. Die WVV weist in den Straßenbahnen und Bussen mit Plakaten auf die Thematik hin. Auch der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt Würzburg ist in diesem Bereich eingesetzt und trägt so zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Natürlich wird in dieser Zeit der innerstädtische Bereich vermehrt durch uniformierte und zivile Kräfte bestreift. Die Aktion wird flankiert durch den Einsatz der Sicherheitswacht.
Mit der Aktion will die Polizei die „Weihnachtsgestressten“ auf die Gefahren aufmerksam machen und den Dieben den Griff zum fremden Geldbeutel erschweren.
Stopp dem Diebstahl!
•Bewahren Sie Geld, Kredit- und EC-Karten oder Ausweispapiere möglichst nur in verschlossenen Innentaschen der Kleidung auf!
•Legen Sie Handtaschen oder Geldbeutel nie in den Einkaufskorb oder in den Einkaufswagen!
•Sorgen Sie dafür, dass Ihre Handtasche stets geschlossen ist; klemmen Sie diese im Gedränge unter den Arm!
•Achten Sie in Umkleidekabinen auf Geldbörse und Brieftasche!
•Nehmen Sie grundsätzlich nur so viel Bargeld mit, wie Sie voraussichtlich an diesem Tage benötigen!
•Lassen Sie beim Einsatz Ihrer Scheck- oder Kreditkarte an Kassen oder Geldautomaten Ihre Geheimzahl nicht ausspähen. Mit der Kenntnis der Geheimzahl wird die Karte zu einem besonders wertvollen Diebesgut.
•Lassen Sie keine Wertsachen im Fahrzeug zurück, Ihr Auto ist kein Safe!
Wir wollen, dass Ihre Vorweihnachtsfreude durch nichts getrübt wird und wünschen Ihnen sichere und entspannte Einkaufstage in Würzburg.

 

 

Versuchter Enkeltrick – Bankangestellte verhindert Geldabhebung

PARTENSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. Vorbildlich hat eine Bankangestellte am Dienstagmittag reagiert, als sie hellhörig wurde, weil eine Seniorin mehrere tausend Euro Bargeld abheben wollte. Die bekannte Masche von Enkeltrickbetrügern im Hinterkopf veranlasste sie dazu, die Polizei zu verständigen. Und das war völlig richtig, denn bei dem angeblichen Enkel, der dringend Geld benötigte, handelte es tatsächlich um einen dreisten Betrüger.
Gegen 11:30 Uhr hatte das Telefon der Rentnerin im Oberen Weg geläutet. Mit „Oma, ich bin´s. Ich brauche dringend Geld. Was hast du zuhause?“ meldete sich der vermeintliche Enkel am Telefon. Auf Nachfrage des Namens bestätigte das der Unbekannte und bat wiederum dringend um Geld, worauf sich die Dame auf den Weg zu einer Bank machte. Die Angestellte einer Sparkasse in Partenstein hatte dann richtigerweise sofort erkannt, dass es sich in diesem Fall um die Masche von Enkeltrickbetrügern handeln könnte und informierte sofort die Polizei.

Tatsächlich erhielt die Seniorin wenig später erneut einen Anruf, bei dem die Frau entgegnete, dass sie kein Geld habe. Danach gab es keinen Kontakt mehr. Die Unterfränkische Polizei kann den Rat, bei Geldforderungen am Telefon wachsam zu sein, nur immer wieder wiederholen. Bei Zweifel in Bezug auf die Echtheit des Verwandten kontaktieren sie einen nahen Angehörigen oder verständigen sie die Polizei. Die Ermittlungen in diesem Fall führt die Kripo Würzburg.

 

 

Schwelbrand in Einfamilienhaus – Ursache noch unklar – Kripo ermittelt

EUERDORF / OT WIRMSTHAL, LKR. BAD KISSINGEN. Ein Schwelbrand in einem Einfamilienhaus hat am Mittwochvormittag einen Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro angerichtet. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Feuerwehr rettete einen Dackel aus dem verqualmten Haus, der letztlich doch zu Tode kam. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Kurz nach 11:00 Uhr war der Notruf über eine starke Rauchentwicklung aus dem Einfamilienhaus in der Friedhofstraße bei der Polizeieinsatzzentrale eingegangen. Sofort machten sich die Freiwilligen Feuerwehren und auch mehrere Streifenbesatzungen der Hammelburger Polizei auf den Weg zum Brandort. Beim Eintreffen hatte sich der Hausbesitzer, der alleine daheim war, bereits selbst ins Freie gerettet. Die Floriansjünger begannen sofort mit den Löscharbeiten. Schnell war auch klar, dass noch ein Jagd-Dackel im Gebäude ist. Mit Atemschutz betraten die Einsatzkräfte das Haus und brachten den Vierbeiner noch lebendig ins Freie. Dort wurde er zunächst mit Sauerstoff behandelt und in eine Tierklinik gebracht, wo er letztlich doch verstarb.

Der Brand war dann zügig von den etwa 60 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Sulzthal, Euerdorf, Ramsthal, Wirmsthal und Bad Kissingen gelöscht. Hauptsächlich war das Inventar den Flammen zum Opfer gefallen. Die Ursache für den Ausbruch steht bislang noch nicht fest und ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen der Brandfahnder der Kripo Schweinfurt.

 

 

Nach Einbruch in Praxis – Kripo ermittelt Tatverdächtigen

WÜRZBURG / ZELLERAU. Nachdem in der Nacht von 28. auf 29. Juli ein Unbekannter in die Räumlichkeiten einer Arztpraxis im Stadtteil Zellerau eingebrochen war, hat die Kripo Würzburg jetzt einen Tatverdächtigen ermittelt. Gegen ihn laufen jetzt Ermittlungen wegen versuchten Einbruchsdiebstahls.
Wie bereits berichtet, hatte sich der Einbruch in der Friedrichstraße zwischen 28.07.15, 21.00 Uhr, und 29.07.2015, 05.15 Uhr, ereignet. Nachbarn hatten gegen 04:00 Uhr laute Geräusche wahrgenommen. Der Unbekannte hatte sich gewaltsam Zutritt ins Innere der Praxis verschafft und anschließend die Räumlichkeiten durchsucht. Ein Beuteschaden war nicht entstanden, der Sachschaden wurde mit 250 Euro beziffert.

Der Sachbearbeiter der Kripo Würzburg ist jetzt einem 31-Jährigem auf die Spur gekommen, der in Würzburg wohnhaft ist. Der Mann steht im Verdacht, in besagter Nacht in die Praxis eingebrochen zu haben. Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen versuchtem Einbruchsdiebstahl.

 

Schwerer Unfall auf A3 – Pkw fährt unter Lkw-Auflieger – Polizei sucht weiteren involvierten Lkw

WACHENROTH, LKR. ERLANGEN-HÖCHSTADT. Am frühen Mittwochmorgen ist es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg gekommen. Nach einem Ausweichmanöver prallte ein Opel mit hoher Wucht unter den Aufbau eines Sattelzugaufliegers. Die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried sucht jetzt einen roten Sattelzug, der offenbar am Unfallgeschehen beteiligt war und nimmt hierzu auch Zeugenhinweise entgegen.
Gegen 06:50 Uhr war ein männlicher Opel-Fahrer auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Schlüsselfeld und Höchstadt Nord auf der linken Fahrspur unterwegs. Nach den ersten Erkenntnissen zum Hergang zog ein Sattelzug, der auf dem rechten Fahrstreifen gefahren war, auf die linke Spur. Der Opel-Fahrer versuchte anscheinend auszuweichen und steuerte nach rechts. Er prallte dann mit voller Wucht in den Auflieger eines weiteren Sattelzuges, der aufgrund eines Staus auf dem rechten Fahrstreifen stand.

Der Opel schob sich leicht seitlich versetzt mit der Fahrerseite unter den Auflieger. Der Fahrer, der alleine in dem Pkw saß, war nach dem Unfall eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Hierzu schnitten die Floriansjünger das komplette Dach des Opels ab. Nach einer Erstversorgung durch den Notarzt brachte ein Rettungswagen den schwer verletzten Mann in ansprechbarem Zustand in eine Klinik. Ein bereits gelandeter Rettungshubschrauber kam für den Transport nicht zu Einsatz.

Die A 3 war an der Unfallstelle in Fahrtrichtung Nürnberg komplett für den Verkehr gesperrt. Mit Unterstützung der Autobahnmeisterei wurden die Fahrzeuge über die Rastanlage geleitet.

Die Verkehrspolizeiinspektion eilte mit mehreren Streifenbesatzungen zur Unfallstelle. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg wurde auch ein Sachverständiger mit in die Unfallermittlungen eingeschaltet.

Der Sattelzug, der nach ersten Erkenntnissen kurz vor dem Opel auf die linke Spur zog, fuhr ohne anzuhalten weiter. Von diesem Fahrzeug ist bislang bekannt, dass es sich um einen Lkw mit Auflieger in roter Farbe gehandelt haben soll. Polizeibeamte aus Mittelfranken wurden umgehend in die Fahndung eingebunden, konnten aber bislang (Stand 09:00 Uhr) den gesuchten Sattelzug noch nicht ausfindig machen.
Der Sachbearbeiter der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried hofft jetzt dringend auch auf Zeugenhinweise. Wer genauere Angaben zu dem roten Sattelzug machen kann, oder eventuell auch das Kennzeichen abgelesen hat, wird gebeten, sich dringend unter Tel. 09302/910-0 zu melden.
Nachtrag 1, Stand 10:15 Uhr
Mittlerweile steht fest, dass es sich bei dem schwerverletzten Fahrer aus dem Opel Astra um einen 25-Jährigen handelt, der im Landkreis Kitzingen wohnhaft ist. Derzeit läuft die Bergung der Fahrzeuge. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Unfallstelle gegen 11:00 Uhr geräumt sein wird.
Nachtrag 2, Stand 15:00 Uhr
Die Fahndung nach dem geflüchteten Lkw, der vor dem Opel Astra auf die linke Spur gezogen war, verlief bislang ergebnislos. Deswegen hofft der Sachbearbeiter weiter dringend auf Zeugenhinweise. Der gesuchte Lkw wird wie folgt beschrieben:

•Lkw, nicht bekannt ob Sattelzug oder Gliederzug
•Dunkelrote Farbe des Zugfahrzeugs und des Anhängers / Aufliegers
•Vermutlich keine oder nur sehr unauffällige Firmenbeschriftung
•Dunkelrote Plane oder Kastenaufbau
Hinweise werden weiter von der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried unter Tel. 09302/910-0 entgegengenommen.

 

Frontalzusammenstoß zwischen Pkw und Kleintransporter – Eine Person schwerstverletzt

FRAMMERSBACH, LKR. MAIN-SPESSART. Am Dienstagnachmittag hat sich auf der Bundesstraße 276 ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem der Fahrer eines Pkw schwerstverletzt wurde. Der Mann am Steuer eines Opel Corsa geriet in den Gegenverkehr und prallte frontal in einen entgegenkommenden Kleintransporter. Der Verletzte wurde sofort in eine Klinik eingeliefert. Die B 276 ist zur Stunde (18:00 Uhr) noch komplett gesperrt.
Gegen 15:30 Uhr war der Opelfahrer von Frammersbach in Richtung Kempfenbrunn unterwegs. Kurz vor der Landesgrenze zu Hessen geriet er auf regennasser Fahrbahn in einer Rechtskurve nach links in den Gegenverkehr und stieß noch im Kurvenbereich frontal in einen Mercedes Sprinter. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt der 29-Jährige am Steuer des Opel schwerste Verletzungen und wurde nach Erstversorgung durch den Notarzt unverzüglich in eine Klinik gebracht. Der 54-jährige Fahrer des Mercedes wurde leicht verletzt und kam ebenfalls vorsorglich in ein Krankenhaus.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Polizeiinspektion Lohr am Main. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde auch ein Sachverständiger eingeschaltet. Die Feuerwehr Frammersbach unterstützte mit 18 Mann an der Unfallstelle, auch 2 Rettungswagen waren vor Ort. Die B 276 wird voraussichtlich noch einige Stunden gesperrt bleiben.

 

Schwerer Unfall auf A3 – Drei Fahrzeuge kollidieren im stockenden Verkehr – Vier Personen verletzt

ASCHAFFENBURG. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Mittwochmorgen auf der A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg gekommen. Nach einer Pannensituation kam der Verkehr ins Stocken und drei Fahrzeuge kollidierten im Rahmen der Geschehnisse. Vier Insassen kamen verletzt in Krankenhäuser. Es kam nach einer zeitweisen Vollsperre zu massiven Behinderungen auf der Autobahn und auch den Umleitungsstrecken.

 

Unfallstelle

Nach den ersten Erkenntnissen war es gegen 06:45 Uhr auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Aschaffenburg und Aschaffenburg-Ost zu stockendem Verkehr gekommen. Auslöser dafür dürfte eine Panne eines Lkws gewesen sein, der auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen kam. Auch ein weiterer Lkw, der auf der mittleren Spur fuhr und von einem 33-Jährigen gesteuert wurde, verlangsamte die Geschwindigkeit. Ein nachfolgender Fahrer eines Ford Transit mit Pritschenaufbau erkannte die Situation offenbar zu spät. Er führte noch ein Ausweichmanöver nach links aus, prallte aber dann mit voller Wucht, leicht nach links versetzt, in den Anhänger des vorausfahrenden Lkw. Beim Manöver prallte der Ford auch gegen einen Volvo, der offenbar mit höherer Geschwindigkeit auf der linken Fahrspur unterwegs war.

In dem Ford Transit waren in der Fahrerkabine drei Personen gesessen. Der 36 Jahre alte Fahrer und der Beifahrer waren nach dem Zusammenstoß eingeklemmt und mussten mit Hydraulikgerät von der Feuerwehr befreit werden. Nach einer Erstversorgung lieferte ein Rettungshubschrauber den Beifahrer mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus ein. Der 38 Jahre alte Mitfahrer auf der Rücksitzbank, der Fahrer des Transit und der 33-jährige Volvo-Fahrer kamen per Rettungswagen ebenfalls in Kliniken.

 

Unfallstelle
Fotos: lizenziert

Der für den stockenden Verkehr verantwortliche Pannen-Lkw hatte sich bis zum Eintreffen der Autobahnpolizei entfernt. Im Rahmen einer Fahndung stellten Polizeibeamte einen Lkw auf der Rastanlage an der Anschlussstelle Wertheim fest, der möglicherweise das gesuchte Fahrzeug ist. Die beiden Insassen werden derzeit (Stand 10:00 Uhr) vernommen. Bislang ist aber noch unklar, ob der Pannen-Lkw als direkt unfallbeteiligt anzusehen ist.

Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg machte sich vor Ort ein Bild über die Lage. Nach dessen Entscheidung wurde auch ein Sachverständiger mit in die Unfallermittlungen, die von der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach geleitet werden, eingeschaltet.

Die A 3 war für etwa 2,5 Stunden komplett für den Verkehr in Richtung Nürnberg gesperrt. Ab ca. 09:30 Uhr konnten die Fahrzeuge über den linken Fahrstreifen vorbeigeleitet werden. Der massive Stau zog sich bis ins hessische Gebiet. Auch die Umleitungsstrecken waren zeitweise überlastet. Ebenso kam es im Stau noch zu einem Folgeunfall zweier Pkw, bei dem glücklicherweise kein Personenschaden zu beklagen war. Ein Opel war hier auf einen Renault aufgefahren und verursachte einen Sachschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro.

Da auch Betriebsstoffe ausgelaufen waren, musste ein Spezialgerät zur Fahrbahnsäuberung vor Ort kommen. Diese Maßnahme zog sich bis etwa 10:15 Uhr hin. Danach konnte der Verkehr wieder freigegeben werden. Der Gesamtsachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

 

Nachtrag von 12:00 Uhr

 

Mittlerweile ist der Autobahnpolizei Aschaffenburg-Hösbach bekannt, dass es sich bei dem schwerstverletzten Mann, der auf der Beifahrersitz des Transporter saß, um einen 46-Jährigen handelt, der in der Stadt Aschaffenburg wohnhaft ist.