Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 03.03.2016

Polizei News Unterfranken

Pkw flüchtet vor Polizeikontrolle – Fahrzeug im Wald brennend aufgefunden – Zwei Unbekannte zu Fuß geflüchtet

HOFSTETTEN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Donnerstagabend hat sich ein Pkw auf der A3 einer beabsichtigten Polizeikontrolle entzogen. Im Rahmen einer rasanten Verfolgungsfahrt kam es unter anderem zu einem Zusammenstoß mit einem Polizeifahrzeug. Letztlich entdeckten die Beamten das brennende Fahrzeug in einem Waldgebiet. Mit einer Beschreibung der zwei Unbekannten, die zu Fuß geflüchtet sind, hofft die Polizei jetzt auf Zeugenhinweise.
Gegen 19:20 Uhr war einer Polizeistreife der Opel Mokka auf der A3 in Fahrtrichtung Würzburg aufgefallen. Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug wegen Diebstahls polizeilich gesucht wird. Trotz eindeutiger Zeichen der Beamten hielt das Fahrzeug nicht zur Kontrolle an, sondern flüchtete an der Rastanlage Spessart über die Staatsstraße Richtung Hessenthal. Im Bereich von Echterspfahl rammte der Opel ein Polizeifahrzeug bei einem Anhalteversuch. Das weiter flüchtende Fahrzeug beschleunigte auf geschätzte 160 km/h außerhalb der Ortschaften und raste auch mit extrem hohen Geschwindigkeiten durch umliegende Gemeinden.

Im Bereich der Ortschaft Eichelsbach bog der Opel über eine Wiese nach rechts ab und flüchtete in einen Wald. Dort war es nicht mehr möglich, dem Geländewagen zu folgen und die Beamten verloren das Fahrzeug zunächst aus den Augen. Letztlich entdeckten Fahndungskräfte den brennenden Pkw in der Nähe der Ortschaft Hofstetten, in dem Waldgebiet namens „Eichentalgraben“. Von den Insassen fehlte aber jede Spur. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kleinwallstadt und Hofstetten hatten das Fahrzeug schnell abgelöscht.

Zwischenzeitlich waren eine Vielzahl von Fahndungskräften, auch aus dem hessischen Bereich und ein Polizeihubschrauber, in die Suche mit eingebunden, die aktuell (Stand 22:00 Uhr) noch läuft. Von den beiden Insassen fehlt allerdings noch jede Spur. Personen dürften bei den Geschehnissen nicht verletzt worden sein.

Mit einer groben Personenbeschreibung hofft die Polizei jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:
Erster Unbekannter:

◦Ca. 30-35 Jahre alt, kräftige Figur, auffallend runder Kopf, kurze Haare, keine Brille, kein Bart
Zweiter Unbekannter:

◦Ca. 30 Jahre alt, zierliche Statur und dunkle Haare
Aktuell warnt die Polizei vorsorglich davor, Anhalter im größeren Umkreis der Ortschaft Hofstetten mitzunehmen.

Zeugen, die verdächtige Personen in diesem Bereich gesehen haben oder noch sehen werden, werden gebeten, sich dringend unter dem Polizeinotruf 110 oder auch bei den örtlichen Polizeidienststellen zu melden.

Brand in Wohnung eines Mehrfamilienhauses – 51-Jähriger durch Rauchgase verletzt

GIEBELSTADT / OT EßFELD, LKR. WÜRZBURG. Am Donnerstagabend ist es zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Ein 51 Jahre alter Bewohner erlitt bei Löschversuchen eine Rauchgasvergiftung. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Gegen 19:30 Uhr war der Notruf über den Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Dr.-Heim-Straße bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Sofort machten sich die Freiwilligen Feuerwehren aus Darstadt, Eßfeld, Giebelstadt, Albertshausen, Fuchsstadt, sowie eine Drehleiter aus Ochsenfurt, auf den Weg zur Einsatzstelle. Das Feuer, das sich im ersten Stockwerk des Hauses ausgebreitet hatte, war dann zügig gelöscht.

Ein 51-Jähriger, der sich zum Zeitpunkt des Brandes alleine in dem Haus aufgehalten hatte, atmete giftige Rauchgase ein. Er hatte noch vergeblich Löschversuche unternommen. Der Mann wurde nach einer Erstbehandlung durch Sanitäter in ein Krankenhaus eingeliefert.

Eine Streifenbesatzung der Ochsenfurter Polizei war vor Ort und später nahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes Würzburg die Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache auf. Die Höhe des Sachschadens lässt sich momentan noch nicht abschätzen.

 

Erpressungs-Trojaner auf Server einer Stadtverwaltung – Kripo ermittelt

DETTELBACH, LKR. KITZINGEN. Mitte Februar hat sich ein Ransomware-Trojaner auf den Servern einer Stadtverwaltung installiert und Daten verschlüsselt. Nach Eingehen auf eine Geldforderung wurden Daten zum Teil wiederhergestellt. Spezialisten der Kripo Würzburg haben die Ermittlungen aufgenommen.
Am 11. Februar hatte die Stadtverwaltung Dettelbach der Polizeiinspektion Kitzingen den Befall durch einen Trojaner mitgeteilt. Durch die Öffnung eines E-Mail Anhangs hatte sich nach derzeitigem Stand der Ermittlungen die Ransomware „Tesla-Crypt“ installiert und die Daten auf den Servern der Stadt verschlüsselt. Eine Bildschirmanzeige forderte zur Wiederherstellung der Daten eine Zahlung, die über das virtuelle Zahlungsmittel „BitCoins“ geleistet werden sollte.

Eine von der Stadtverwaltung beauftragte Fachfirma führte in der Folge die Zahlung der geforderten 1,3 Bitcoins im aktuellen Gegenwert von etwa 490 Euro aus. Danach war es möglich, zumindest einen Teil der Daten wieder herzustellen. Am Mittwoch nahmen Computerspezialisten der Kripo Würzburg die Ermittlungen vor Ort auf und führten mit dem Systemadministrator entsprechende Maßnahmen durch. Die genaue Typisierung des Trojaners steht noch aus, wobei entweder der Tesla-Crypt 2.0 oder 3.0 zur Anwendung kam.

Die Kripo Würzburg führt unter anderem Ermittlungen wegen Erpressung. Ein Beschuldigter ist bislang noch nicht identifiziert.

Aus Sicht der Polizei ist es einerseits nachvollziehbar, dass sich Betroffene aus wirtschaftlichen oder pragmatischen Gesichtspunkten im Einzelfall dazu entschließen, den geforderten Geldbetrag zu bezahlen.
Die Polizei Unterfranken kann und wird andererseits dennoch niemals zur Zahlung eines Geldbetrags raten, der auf eine solch erpresserische Weise gefordert wird. Bedacht werden sollte hierbei nicht zuletzt das Risiko, wiederholt Opfer der Straftäter zu werden, wenn man einmal auf deren Forderungen eingegangen ist. Auch gibt es keine Garantie dafür, dass die Daten nach Zahlung des Geldbetrags tatsächlich wieder entschlüsselt werden können.
Das beste Mittel ist in diesem Kontext die unmittelbare Prävention am eigenen Rechner. Daher rät die Polizei: Öffnen Sie in E-Mails von unbekannten Absendern niemals Anhänge und klicken Sie keine Links an. Lassen Sie besondere Vorsicht walten, wenn eine E-Mail auf den ersten Blick dazu geeignet ist, Stress auszulösen – beispielsweise mit einer angeblichen Mahnung oder Zahlungsaufforderung im Anhang – oder Sie spontan auf der emotionalen Ebene anspricht – beispielsweise mit einem angeblichen Klassenfoto aus Ihrer Grundschulzeit.

Lesen Sie nach Eingang einer solchen Mail zunächst sorgfältig den Textteil, bewerten Sie diesen inhaltlich und wägen Sie in Ruhe ab, ob Sie zum Absender tatsächlich eine private oder geschäftliche Beziehung unterhalten. Im Zweifelsfall vergewissern Sie sich auf alternativen Kommunikationswegen beim angegebenen Absender, was es mit der E-Mail auf sich hat, bevor Sie einen Anhang oder Link öffnen. Ein falscher Klick gewährt unter Umständen einem Unbekannten den vollen Zugriff auf Ihren Rechner oder Ihr Netzwerk.

Gerade bei geschäftliche Daten ist es sinnvoll, bei der Sicherung und Administrierung von Computersystemen kompetente Fachfirmen dauerhaft mit einzubeziehen.

 

 

Nach Verdacht eines Tötungsdelikts – 29-Jähriger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 03.03.2016

RÖDELSEE, OT FRÖHSTOCKHEIM, LKR. KITZINGEN. Nachdem am Mittwochvormittag eine tote Frau in einem Einfamilienhaus gefunden wurde, laufen die Ermittlungen der Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft weiter. Gegen den bereits am Mittwochvormittag vorläufig Festgenommenen wurde am Donnerstagnachmittag die Untersuchungshaft angeordnet.
Wie bereits berichtet, hatte die Kriminalpolizei Würzburg am Mittwochvormittag die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes zum Nachteil einer 62-Jährigen aufgenommen. Polizeibeamte entdeckten die leblose Frau gegen 09:45 Uhr in ihrem Einfamilienhaus in der Gartenstraße. Schnell hatte sich ein Tatverdacht gegen einen 29-Jährigen ergeben, der aus dem direkten familiären Umfeld der Geschädigten stammt. Nach einer eingeleiteten Fahndung nahmen Bundespolizisten den Gesuchten im Frankfurter Bahnhof gegen 11:00 Uhr vorläufig fest.
Kriminalbeamte holten den Beschuldigten aus Frankfurt ab. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Vorführung beim Ermittlungsrichter am Donnerstagnachmittag an. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter einen Untersuchungshaftbefehl wegen dringenden Mordverdachts. Weiter wurde bereits eine von der Staatsanwaltschaft Würzburg beantragte Obduktion am Mittwoch durchgeführt. Nach einer ersten Einschätzung dürfte eine Gewalteinwirkung zum Tod der Frau geführt haben.

 

Hochwertige Radsätze auf Firmengelände entwendet – Polizei sucht Zeugen!

WÜRZBURG / LENGFELD. In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte auf dem Gelände eines Autohauses in der Nürnberger Straße hochwertige Radsätze von zwei Pkw entwendet. Den Tätern gelang es, mit ihrer Beute im Wert von etwa 6.500 Euro unerkannt zu entkommen.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen muss sich die Tat im Zeitraum zwischen Mittwochabend, 20:30 Uhr, und Donnerstagmorgen, 06:30 Uhr, ereignet haben. Wie sich vor Ort herausstellte, waren die Täter offenbar über das Gelände eines angrenzenden Baumarktes auf das Grundstück des Autohauses gelangt. Dort wurden schließlich an zwei Mercedes die kompletten Felgensätze abmontiert und entwendet.

Im Zuge der Ermittlungen wurde außerdem bekannt, dass durch die Tatbegehung zumindest an einem Fahrzeug die Alarmanlage ausgelöst wurde. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die Täter dadurch gestört und in die Flucht getrieben wurden. Die Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt stellten vor Ort mutmaßliches Tatwerkzeug sicher, welches die Unbekannten am Tatort zurückgelassen hatten. Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass Beleuchtungsmasten im Bereich des Firmengeländes offenbar durch die Täter manipuliert worden waren.
Im Rahmen seiner Ermittlungen setzt der Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Für die Aufklärung der Tat sind insbesondere folgende Fragen von wichtiger Bedeutung:
•Wer hat in der Nacht zum Donnerstag im Bereich des Autohauses in der Nürnberger Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge festgestellt?
•Wer ist möglicherweise auf die Alarmanlage aufmerksam geworden?
•Wer kann Angaben zu den Lichtverhältnissen, insbesondere im Zusammenhang mit den manipulierten Beleuchtungsmasten, machen?
•Wer hat sonst irgendetwas Verdächtiges beobachtet, das zur Aufklärung des Falles beitragen kann?
Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, Tel. 0931/457-2230, in Verbindung zu setzen.

 

Nach Raubüberfall auf Tankstelle – Kripo nimmt Tatverdächtigen fest – 22-Jähriger in U-Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 03.03.2016

KAHL AM MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Nachdem ein Unbekannter in der dritten Februarwoche einen Raubüberfall auf eine Tankstelle verübt hatte, hat die Kripo Aschaffenburg jetzt einen Tatverdächtigen dingfest machen können. Der 22-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Donnerstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Am 16. Februar hatte der Unbekannte die Tankstelle in der Forststraße betreten und von der Kassiererin unter Vorhalt einer Schusswaffe Bargeld gefordert. Mit mehreren hundert Euro machte sich der Mann anschließend aus dem Staub. Eine sofort eingeleitete Fahndung mehrere Streifen der Alzenauer sowie der Aschaffenburger Polizei verlief ergebnislos. Ermittlungen der Polizeiinspektion Alzenau sowie der Kripo Aschaffenburg, die in der Folge die Sachbearbeitung übernommen hatte, haben jedoch zügig einen Verdacht gegen einen 22-Jährigen ergeben.

Mit einem Durchsuchungsbeschluss standen dann Kripobeamte am Mittwoch vor der Wohnung des Tatverdächtigen. Im Keller fanden die Polizisten die vermeintliche Tatwaffe und die zur Tatzeit getragene Kleidung. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde er am Donnerstagvormittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und der Beschuldigte wurde in einer Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung und Bedrohung führt die Kripo Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg.

 

Polizei stellt Rauschgift in Wohnung sicher – Kripo ermittelt gegen zwei junge Männer

WÜRZBURG / LINDLEINSMÜHLE. Nachdem Beamte der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt am Mittwoch zunächst zu einer Streitigkeit in eine Wohnung gerufen worden waren, fanden Polizisten in der betroffenen Wohnung u .a. mehrere Rauschgiftutensilien sowie mehrere Tabletten Amphetamin. Die Kripo Würzburg ermittelt jetzt wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz.
Gegen 15:45 Uhr war die Mitteilung über eine Streitigkeit in einer Wohnung bei der Polizei eingegangen. Sofort machten sich mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt auf den Weg zur Örtlichkeit. Nach Betreten der betroffenen Wohnung stießen die Beamten auf diverse Rauschgiftutensilien. Als sie die Wohnung dann genauer unter die Lupe nahmen, fanden sie außerdem über 70 Tabletten Amphetamin. Ein eingesetzter Diensthund der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg erschnüffelte außerdem in einem Zimmer weitere Chemikalien bzw. Utensilien, die nach jetzigen Erkenntnissen zur Herstellung von Betäubungsmittel vorgesehen gewesen sein dürften.

Die Ermittlungen richten sich jetzt gegen einen 30-Jährigen und seinen fünf Jahre jüngeren Mitbewohner. Die Männer müssen sich nun wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

 

Wohnungseinbruch – Bargeld und Uhr entwendet

KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART. Ein Unbekannter ist in der Nacht zum Donnerstag in eine Wohnung eingestiegen und hat dort Bargeld entwendet. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auch auf Zeugenhinweise.
In der Zeit von Mittwochabend, 23:00 Uhr, und Donnerstagfrüh, 04:00 Uhr, war der Täter über ein Kellerfenster in das Mehrfamilienhaus in der Arnsteiner Straße eingedrungen und hat anschließend aus einer Wohnung Bargeld und eine Uhr entwendet. Mit seiner Beute machte er sich dann wieder aus dem Staub.
Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Brand in Obergeschoß eines Wohnhauses – Couragierter Nachbar rettet 64-Jährigen

ZEITLOFS, LKR. BAD KISSINGEN. Am Mittwochabend ist es zu einem Brand im Obergeschoß eines Einfamilienhauses gekommen. Wohl durch das beherzte Eingreifen eines Nachbarn konnte der 64-jährige Hausbewohner mit leichteren Verletzungen gerettet werden. Die Brandursache steht bislang noch nicht fest. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

 

Kurz nach 17:30 Uhr war der Notruf über den Brand in der Altengronauer Straße bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Der Sohn eines 66-jährigen Nachbarn teilte mit, dass Rauch aus dem Dachgeschoß eines Einfamilienhauses aufsteigt. Der 66-Jährige selbst eilte zu dem Haus und trat kurzerhand die Türe ein. Im bereits stark verqualmten Obergeschoß traf er dann auf den 64 Jahre alten Hausbewohner, der wohl gerade vergeblich versuchte, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Der Nachbar brachte den Mann auf einen sicheren Balkon und verließ das Haus.

Kurze Zeit später war bereits ein Großaufgebot von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Brückenau, Zeitlofs, Rupboden und Weißenbach mit insgesamt etwa 60 Einsatzkräften vor Ort. Mittels einer Leiter retteten sie den Hauseigentümer vom Balkon und führten ihn den Sanitätern zu. Nach einer kurzen Erstbehandlung durch einen Notarzt brachten ihn die Rettungskräfte in ein Krankenhaus. Nach derzeitigem Sachstand dürfte er eine Rauchgasvergiftung erlitten haben.

Den Brand hatten die Floriansjünger in der Folge schnell abgelöscht. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen wohl im fünfstelligen Bereich. Neben Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Bad Brückenau machte sich auch der Kriminaldauerdienst aus Schweinfurt auf den Weg. Die Kriminalbeamten haben bereits die ersten Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache vor Ort aufgenommen.

 

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