Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 05.02.2016

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Falsche Microsoftmitarbeiter rufen an – Angeblicher Virus auf PC

UNTERFRANKEN. Am Montag haben falsche Mitarbeiter einer Microsofthotline durch geschickte Vorgehensweise über 1.000 Euro erbeutet. Die Kriminalpolizei Würzburg führt die Ermittlungen und warnt vor der bereits länger bekannten Masche, die in der letzten Zeit wieder häufiger in Unterfranken auftritt.
Gegen 11:00 Uhr hatte das Telefon bei einem Senioren in Höchberg (Lkr. Würzburg) geklingelt. Ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter teilte dem Mann mit, dass der Konzern Schadsoftware und Viren auf dem Computer des Höchbergers festgestellt habe. Der Anrufer brachte den Senioren letztlich dazu, die Fernwartungssoftware auf seinem Computer zu starten. Doch statt zu helfen, haben die Betrüger zu diesem Zeitpunkt einen Trojaner auf den PC überspielt.

Für die angebliche Hilfe forderten die Betrüger in der Folge die Überweisung von 249 Euro. Der Geschädigte tippte in vorbereitete Überweisungsmasken mehrere TANs ein. Die beabsichtigten Transaktionen generierten sichtbare Fehlermeldungen. Als die Betrüger letztlich die Überweisung per Western-Union nach China forderten, wurde der Senior stutzig und brach das Telefongespräch ab.

Richtigerweise verständigte der Angerufene sofort seine Hausbank, um eine Kontosperrung zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt waren aber bereits drei Überweisungen ausgeführt, die mit insgesamt über 1.000 Euro zu Buche schlugen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach den vorliegenden Erkenntnissen hat der über die Fernwartung installierte Trojaner die Überweisungsdaten abgefischt und auf andere Konten umgeleitet. Weiter war es den Tätern möglich, eine Verschlüsselungssoftware auf dem PC zu aktivieren, welche die Benutzung durch den Eigentümer vorerst unmöglich macht.
Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut auf die Betrugsmasche angeblicher Microsoft-Mitarbeiter hinzuweisen. Lassen Sie sich nicht auf unaufgeforderte Gespräche mit solchen Anrufern ein und geben Sie keinesfalls am Telefon persönliche Bankdaten oder Kreditkartendaten preis oder in Eingabemasken ein. Fremdzugriffe auf Ihre Computer sollten Sie nur vertrauenswürdigen Personen gewähren, die Sie selbst beauftragen. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei.

 

 

Brand in Mehrfamilienhaus – Keine Verletzten – Ursache noch unklar

VOLKACH, LKR. KITZINGEN. Am Freitagvormittag ist es zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen, der glücklicherweise keine Verletzten nach sich zog. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz und die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache aufgenommen.
Gegen 09:40 Uhr war der Notruf über den Brand in der Bahnhofstraße bei der Integrierten Leitstelle eingegangen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich das stark qualmende Feuer im Obergeschoß des 3-Parteien-Hauses bereits ausgebreitet. Die Löscharbeiten waren bereits kurze Zeit später abgeschlossen. Personen kamen dem Kenntnisstand nach nicht zu Schaden.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens lässt sich bislang noch nicht schätzen. Im Einsatz waren insgesamt 100 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Ortschaften und Volkach selbst. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache haben Kriminalbeamte aus Würzburg bereits aufgenommen.

 

Nach mehrfachem Überweisungsbetrug – Kripo Würzburg kommt bundesweit agierenden 39-Jährigen auf die Spur

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 05.02.2016

BEREICH MAINFRANKEN UND GELSENKIRCHEN / NORDRHEIN-WESTFALEN. Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg zu gefälschten Überweisungsträgern in der Region Mainfranken haben zur Identifizierung eines 39-Jährigen geführt, der seinen Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen hat. Der Mann steht im dringenden Verdacht, mit illegal beschafften Daten eine Vielzahl von Betrugsstraftaten im gesamten Bundesgebiet begangen zu haben.
Seit August 2015 hatte sich die Kripo Würzburg mit gefälschten Überweisungsträgern beschäftigt, die bei verschiedensten Kreditinstituten im Bereich Mainfranken eingegangen sind und offensichtlich vom gleichen Urheber stammten. Insgesamt hatten die Ermittler 15 Fälle zusammengeführt, von denen zwei mit einem finanziellen Schaden verbunden waren. Bei den restlichen Taten war die Fälschung bereits schnell aufgeflogen und es wurde keine Überweisung ausgeführt.

Mit in die Ermittlungen eingebunden war auch das Bayerische Landeskriminalamt. Von dort kam letztlich der entscheidende Hinweis, der auf die Spur eines dringend Verdächtigen führte. Mit den vorliegenden Erkenntnissen beantragte die Staatsanwaltschaft Würzburg auf Anregung des Sachbearbeiters der Kripo einen Durchsuchungsbeschluss. Dieser wurde vom Ermittlungsrichter auch erlassen. Am Mittwoch bekam der Beschuldigte dann unerwarteten Besuch von den bayerischen Ermittlern, die zusammen mit Kollegen aus Nordrhein-Westfalen an der Wohnungstüre auftauchten.

Im Rahmen der Maßnahmen stellten die Beamten unter anderem einen entsprechenden Drucker und auch einen PC sicher. Der 39-Jährige zeigte sich dann im Rahmen einer Beschuldigtenvernehmung auch geständig. Den derzeitigen Ermittlungen zufolge hatte er sich entsprechende Datensätze illegal über das Internet beschafft. Mit den Informationen daraus, fälschte er in der Folge Überweisungsträger und reichte sie postalisch bei den Kreditinstituten ein.

Die weiteren Untersuchungen sollen jetzt zeigen, wo der Beschuldigte überall aktiv war. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft blieb der Mann zunächst auf freiem Fuß.

 

Trotz Ankündigung von Jugendschutzkontrollen zur Faschingszeit – zahlreiche Verstöße festgestellt

UNTERFRANKEN/RAUM MILTENBERG. Trotz der Ankündigung der Unterfränkischen Polizei, dass intensivierte Jugendschutzkontrollen gerade zur Faschingszeit stattfinden, hat die Polizei – gemeinsam mit dem Jugendamt – am Donnerstagabend zahlreiche Verstöße festgestellt. So wurden den jugendlichen Testkäufern sowohl in Tankstellen, als auch in Supermärkten oder an Kiosken zum Teil hochprozentige Alkoholika verkauft. Gegen die Betreiber wird jetzt Anzeige erstattet.
Gerade auch bei Feiern und Veranstaltungen rund um die Faschingszeit kann Alkohol und dessen enthemmende Wirkung schnell zum Problem werden – gerade wenn er unkontrolliert in die Hände von Kindern und Jugendlichen gerät. 2015 war in 58 Fällen Alkohol an Kinder und Jugendliche abgegeben worden. Neben einer Anzeige durch die Polizei war oft auch ein Aufenthalt im Krankenhaus die Folge.

Wie bereits vergangene Woche von der Unterfränkischen Polizei angekündigt, werden Jugendschutzkontrollen deshalb auch 2016 ein großes Thema sein und gemeinsam mit den zuständigen Behörden durchgeführt. Dass diese Ankündigung und vor allem die gesetzlichen Verpflichtungen für Gewerbetreibende in mehreren Fällen nicht ernst genommen wurden, zeigte sich am Donnerstagabend.

In einer gemeinsamen Aktion der Obernburger und Miltenberger Polizei sowie des Jugendamtes des Landkreises Miltenberg wurden am Donnerstagabend insgesamt 25 Verkaufsbetriebe überprüft. Zwei Testkäufern im Alter von 15 und 17 Jahren wurden sowohl in Supermärkten, als auch in Tankstellen oder an Kiosken Bier, Biermischgetränke, Sekt, Likör und Zigaretten verkauft. Insgesamt wird jetzt gegen neun Gewerbetreibende Anzeige wegen eines Verstoßes nach dem Jugendschutzgesetz erstattet.
Die Unterfränkische Polizei nimmt die negativen Feststellungen zum Auftakt des Faschingshöhepunktes erneut zum Anlass, an die Verkaufsstellen zu appellieren, sich an die Bestimmungen des Jugendschutzes zu halten. Die Polizei wird gemeinsam mit den Jugendämtern weitere Kontrollen durchführen. Neben den oftmals schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen beim Konsum hochprozentiger Alkoholika durch Jugendliche, droht dem Gewerbetreibendenden bei Verstößen ein Bußgeld, das – je nach Einzelfall – einige tausend Euro betragen kann.

 

A 3 – VW Golf schiebt sich unter Sattelzug – Autofahrer nur leicht verletzt

KLEINLANGHEIM, LKR. KITZINGEN. Zum Glück nur leicht verletzt wurde ein Autofahrer am Donnerstagmorgen, dessen Fahrzeug sich auf der A 3 unter einen Sattelzug geschoben hatte. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 20.000 Euro.
Gegen 05:40 Uhr war der 62-Jährige in Richtung Nürnberg unterwegs. Etwa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Wiesentheid überschätzte er offenbar die Geschwindigkeit eines rechts fahrenden Sattelzuges, wechselte nicht mehr rechtzeitig den Fahrstreifen und krachte mit Wucht auf das Heck des Aufliegers. Dessen Unterfahrschutz wurde dadurch zwar stark deformiert, verhinderte aber trotzdem, dass der VW Golf gänzlich unter den Anhänger rutschte. Total beschädigt kam der Pkw dann auf dem Überholstreifen quer zur Fahrtrichtung zum Stehen.

Der Autofahrer wurde mit einer Handverletzung in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant versorgt. Sein Wagen musste abgeschleppt werden. Der 47 Jahre alte Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Er konnte sein Gefährt selbst zu einer Werkstatt bringen.

Während der Unfallaufnahme und bis der Pkw geborgen war sperrten Beamte der Autobahnpolizei den Überholstreifen ab. Schnell bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge. Besonders die Kolonne der Laster auf dem rechten Fahrstreifen reichte bis zur Rastanlage Haidt zurück.

 

Vollendeter und versuchter Einbruch

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG UND WÖRTH A.MAIN, LKR. MILTENBERG. Ein erfolgloser und ein erfolgreicher Einbruch wurden der Polizei am Donnerstag gemeldet. In Wörth entwendeten Unbekannte aus einem Wohnhaus mehrere hundert Euro Bargeld. In Goldbach scheiterten sie mit ihrem Vorhaben in eine Wohnung einzusteigen.
In der Zeit von Donnerstagnachmittag, 14.30 Uhr, bis Donnerstagabend, 19.15 Uhr, verschafften sich die Täter über ein Fenster gewaltsam Zutritt zu einem freistehenden Einfamilienhaus in der Wörther Galgenstraße. Sie ließen letztlich mehrere hundert Euro Bargeld mitgehen und verursachten einen Sachschaden von etwa 500 Euro.

In der Aschaffstraße in Goldbach scheiterten Einbrecher zwischen Montagnachmittag, 17.30 Uhr, und Donnerstagvormittag, 10.30 Uhr. Sie wollten ebenfalls über ein Fenster in eine Wohnung eindringen, was jedoch nicht gelang. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf circa 500 Euro.
Die Polizei bittet in beiden Fällen um Hinweise aus der Bevölkerung. Wem verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, wird gebeten, sich bei der Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

 

Dachstuhlbrand – drei Hausbewohner leicht verletzt

WÜRZBURG. Am Freitagmorgen ist der Dachstuhl eines Gebäudes im Stadtteil Lengfeld in Brand geraten. Die drei Bewohner konnten sich selbst rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurden leicht verletzt. Zur Brandursache und der Schadenshöhe ermittelt die Kripo Würzburg.
Gegen 05.40 Uhr war bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf einer Nachbarin eingegangen, dass der Dachstuhl einer direkt an einem Wohnhaus angebauten Garage in Flammen steht. Knapp zehn Minuten später waren eine erste Streife der Würzburger Polizei und die Feuerwehr in der Robert-Kirchhoff-Straße vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die drei anwesenden Hausbewohner im Alter von zweimal 56 Jahren und ein 18-Jähriger bereits selbst ins Freie gerettet und waren bei Nachbarn untergekommen.

Aufgrund eigener Löschversuche hatten sie leichte Verletzungen erlitten und wurden vom Rettungsdienst, der mit einem Notarzt angerückt war, vor Ort versorgt. Die Feuerwehr hatte die Flammen dann rasch im Griff und konnte ein weiteres Ausbreiten verhindern. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Robert-Kirchhoff-Straße bis kurz vor 07.30 Uhr gesperrt. Zur Brandursache und der Höhe des entstandenen Sachschadens ermitteln jetzt Beamte der Würzburger Kripo vor Ort.

 

 

Nach Konsum einer Kräutermischung – 20-Jähriger aggressiv und zeitweise bewusstlos

SCHWEINFURT / HAINIG. Am späten Donnerstagabend ist die Polizei zur Unterstützung im Rahmen eines Notarzteinsatzes in eine Wohnung gerufen worden. Nach Konsum einer Kräutermischung wurde ein 20-Jähriger erst aggressiv und anschließend mit Bewusstseinsstörungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz hat die Schweinfurter Polizei eingeleitet.
Gegen 23:15 Uhr hatte eine junge Frau aus dem Stadtteil Hainig den Notruf der Integrierten Leitstelle gewählt. Sie teilte mit, dass sich ein Bekannter nach dem Rauchen einer Kräutermischung übergeben hatte und jetzt zeitweise bewusstlos sei. Kurze Zeit später waren ein Notarzt und Sanitäter in der Wohnung eingetroffen. Schnell ergaben sich bei der Behandlung Probleme mit dem 20-Jährigen, denn er trat aggressiv gegenüber den Helfern auf. Letztlich mussten Polizeibeamte der Schweinfurter Inspektion mit anrücken. Der junge Mann war zu diesem Zeitpunkt erneut weggetreten und die Rettungskräfte transportierten ihn in ein Krankenhaus.

Einen Rest der Kräutermischung stellten die Beamten in der Wohnung sicher und es wurde ein Verfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Im Rahmen der Ermittlungen wird jetzt unter anderem geklärt, ob Inhaltsstoffe der Mischung dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen.