Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 05.09.2015

OpenClipartVectors / Pixabay

 

Polizeieinsatz zum Fußballspiel Würzburger Kickers gegen Rot-Weiß Erfurt

WÜRZBURG. Im Würzburger Stadion am Dallenberg fand am Samstagnachmittag das Drittligaspiel der Würzburger Kickers gegen den FC Rot-Weiß Erfurt statt. Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt war zusammen mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei im Einsatz, um ein friedliches Sportereignis zu gewährleisten.

 

Um 12:15 Uhr hatte das Stadion die Pforten geöffnet und es füllte sich bis zum Spielbeginn mit insgesamt etwa 6000 Zuschauer.

Gegen 13:45 Uhr kam es zu einem Vorfall im Bereich des Parkplatzes am Dallenberg. Nach den ersten Erkenntnissen war ein Gäste-Fan von einem Security-Mitarbeiter dabei beobachtet worden, als er an einem Verkaufsstand für Eintrittskarten versucht hatte, Tickets zu entwenden. Als er von dem Sicherheitspersonal angesprochen wurde, flüchtete der Beschuldigte und stieß den Security-Mitarbeiter beiseite, der dabei unverletzt blieb. Polizeibeamte nahmen den Mann vorläufig fest. Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Pünktlich um 14:00 Uhr pfiff der Schiedsrichter das Spiel an. Nach der torlosen Partie leerte sich das Stadion ab 15:50 Uhr zügig.

Im Rahmen der Abwanderung beleidigte ein Erfurt-Anhänger Polizeibeamte. Nach einer Identitätsfeststellung durfte er die Heimreise fortsetzen. Gegen ihn wird Strafanzeige erstattet.

Die Masse der Erfurt-Fans wurden direkt nach dem Spiel mit Shuttle-Bussen zum Hauptbahnhof Würzburg gebracht. Die Verkehrsstörungen im Umfeld des Stadions wirkten sich nur minimal aus

 

Stichverletzungen bei Streit – Opfer verletzt in Klinik – 25-Jähriger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt

SCHWEINFURT. Der Streit zwischen zwei Männern am Freitagabend ist derartig eskaliert, dass der Tatverdächtige seinem 26 Jahre alten Bekannten mit einem spitzen Gegenstand schwere Verletzungen zufügte. Während der Geschädigte ins Krankenhaus gebracht wurde, nahm die Schweinfurter Polizei den Beschuldigten in Tatortnähe fest. Er sitzt mittlerweile auf Anordnung der Ermittlungsrichterin in einer Justizvollzugsanstalt.
Drei junge Männer hatten zunächst in der Wohnung des 26-Jährigen am Bahnhofsplatz zusammen gesessen. Gegen 19:50 Uhr war es dann zwischen dem Wohnungsinhaber und seinem ein Jahr jüngeren Bekannten zu einem heftigen Streit gekommen, in Folge dessen der 25-Jährige den Geschädigten mit einem spitzen Gegenstand angriff. Der 26-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen an der Hand und eine oberflächliche Verletzung am Hals. Der Rettungsdienst brachte ihn zur Behandlung in eine Schweinfurter Klinik. Beamte der Schweinfurter Polizei eilten zum Tatort und nahmen den Beschuldigten im Rahmen einer Fahndung bereits kurz nach der Tat fest.

Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags hat mittlerweile die Kripo Schweinfurt übernommen. Der alkoholisierte Tatverdächtige musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen und die Nacht in einer Arrestzelle verbringen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde er am Samstag dann der Ermittlungsrichterin vorgeführt. Die erließ Haftbefehl und der 25-Jährige sitzt daher seit Samstagmittag in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.
Zur Klärung des genauen Tatherganges werden Zeugen, die gegen 20:00 Uhr Verdächtiges im Raum Bahnhof beobachtet haben, gesucht. Auch wer den dunkelhäutigen, etwa 1,80 Meter großen Tatverdächtigen in dunkler Kleidung auf seiner Flucht vom Tatort in Richtung Bergl beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721-202-1731 zu melden.

 

Beamte mit Messer bedroht – Polizisten lösen Situation vorbildlich – Tatverdächtiger festgenommen

WÜRZBURG / HEUCHELHOF. Ein zunächst routinemäßiger Einsatz am frühen Samstagmorgen hat eine gefährliche Wendung genommen. Ein 17-Jähriger hatte eine Streife mit dem Messer bedroht und konnte letztendlich durch Beamte der Würzburger Polizei festgenommen werden, ohne dass jemand verletzt wurde. Der Mann befindet sich aktuell in einer Klinik.
Kurz nach 03:00 Uhr war bei der Einsatzzentrale die Mitteilung eingegangen, dass in einem Mehrfamilienhaus in der Berner Straße ein junger Mann im Flur lärmen und randalieren würde. Eine Streife der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt konnte vor Ort für Ruhe sorgen, indem sie mit einer 20 Jahre alten Bewohnerin des Hauses und ihrem 17-jährigem Freund sprach, der den Lärm verursacht hatte. Schon zu diesem Zeitpunkt verhielt er sich aggressiv gegenüber den Polizisten. Eine Stunde später teilten Anrufer erneut mit, dass der junge Mann Mitbewohner im Haus belästige und die Beamten fuhren nochmals die Adresse an. Als die Polizisten die Wohnung der jungen Frau betraten, wurden sie von dem Jugendlichen mit einem Messer in der Hand in der Küche erwartet.

Der Tatverdächtige stand offenbar unter Einfluss von Alkohol. Er tobte und bedrohte die beiden Beamten. Als er aufgefordert wurde das Messer weg zu legen, stach er dieses schwungvoll in die Platte des Küchentisches und holte sogleich ein weiteres Messer mit noch größerer Klinge hervor. Auch damit bedrohte er die Beamten mit immer kürzer werdendem Abstand. Ein Polizist zog daraufhin die Dienstwaffe und forderte den jungen Mann mehrfach auf, das Messer weg zu legen. Die Beamten konnten den 17-Jährigen schließlich durch wiederholtes Ansprechen dazu bewegen, das Messer fallen zu lassen. Anschließend nahmen die Polizisten den Beschuldigten fest und brachten ihn zur Dienststelle. Dort musste er sich auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg einer Blutentnahme unterziehen.

Allein dem besonnenen und professionellen Verhalten der Beamten ist es zu verdanken, dass bei dem Einsatz niemand verletzt wurde. Gegen den jungen Mann wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung ermittelt. Der offenbar psychisch belastete Mann befindet sich derzeit in einer Klinik zur Behandlung.

 

Nach tragischem Unfall in Erstaufnahmeeinrichtung – Zweijähriger in Klinik verstorben

SCHWEINFURT. Am Dienstag war ein Kleinkind in der Schweinfurter Erstaufnahmeeinrichtung aus dem Fenster gefallen und hatte sich bei dem Sturz lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Am Freitagabend erlag der kleine Junge in einer Schweinfurter Klinik seinen Verletzungen.
Wie bereits berichtet, war in der ehemaligen Kaserne im Kasernenweg am Dienstag gegen 14:30 Uhr der syrische Bub aus dem Fenster im 2. Obergeschoss gestürzt. Der Zweijährige war zuvor von einem Stuhl aus auf das Fensterbrett geklettert. Wie die Mutter und auch unbeteiligte Zeugen der Polizei gegenüber angaben, hatte er dann das Gleichgewicht verloren und war aus dem geöffenten Fenster gefallen. Trotz intensiver Bemühungen der Ersthelfer und auch der Mediziner im Krankenhaus hatte sich der Zustand des Kindes nicht gebessert und es verstarb am Freitagabend.

Die Ermittlungen der Kripo Schweinfurt dauern an. Der Sachbearbeiter geht von einem Unfallgeschehen aus. Es haben sich weiterhin keinerlei Hinweise auf Fremdeinwirkung ergeben.

 

Nach Zimmerbrand in Einfamilienhaus – Brandursache nicht eindeutig klärbar – Geschädigter aus Klinik entlassen

WARTMANNSROTH, LKR. BAD KISSINGEN. Die Ermittlungen zu dem Brandfall, bei dem ein 64-Jähriger schwer verletzt wurde und rund 50.000 Euro Sachschaden entstanden, sind abgeschlossen. Die Brandursache konnte nicht eindeutig geklärt werden.
Wie bereits berichtet, war am Dienstagabend gegen 21:50 Uhr ein Zimmerbrand in der Morlesauer Straße gemeldet worden. Der 64-Jährge hatte sich, nachdem er das Feuer in seinem Schlafzimmer bemerkte, selbst zu seinen Nachbarn geflüchtet und von dort den Notruf abgesetzt. Die Freiwillige Feuerwehr hatte die Flammen rasch gelöscht, während der Rettungsdienst den Schwerverletzten in eine Klinik brachte. Der Geschädigte befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung und hat das Krankenhaus am Donnerstag wieder verlassen.

Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades an der Brandausbruchstelle im Schlafzimmer ist es nicht möglich, die Brandursache genau zu klären. Die Brandexperten der Kripo Schweinfurt konnten zumindest eine vorsätzliche Brandstiftung als Ursache weitgehend ausschließen.

 

PP Unterfranken