Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 06.11.2015

Foto: Polizei

Nach körperlicher Attacke auf Zeitungsausträgerin – 28-jähriger Beschuldigter in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg

HÖCHBERG, LKR. WÜRZBURG. Nach dem körperlichen Angriff auf eine Zeitungsausträgerin in den frühen Morgenstunden des 30. Oktober haben die Ermittlungen der Kripo Würzburg mittlerweile zur Identifizierung und vorläufigen Festnahme eines 28-Jährigen geführt. Nach einer von der Staatsanwaltschaft Würzburg angeordneten Vorführung erließ der Ermittlungsrichter am Freitagnachmittag einen Untersuchungshaftbefehl.
Wie bereits mehrfach berichtet, war es gegen 04:10 Uhr zu dem unvermittelten Angriff auf die Zeitungsausträgerin in der Grundweg gekommen. Der männliche Täter trat der Frau auch mehrmals gegen den Kopf, als sie am Boden lag. Er flüchtete nach der Attacke zu Fuß.

Nach der Veröffentlichung eines Phantombilds meldete sich ein Taxifahrer bei der Kripo, der einen Mann, auf dem die Beschreibung passte, in der Nacht gesehen hat. Über diese Beobachtung kamen die Ermittler letztlich einem 28-Jährigen auf die Spur, der schnell als dringend Tatverdächtig einzustufen war. Die Staatsanwaltschaft Würzburg beantragte in der Folge einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 28-Jährigen in Höchberg. Am Freitagvormittag waren die Kriminalbeamten vor Ort und nahmen den Beschuldigten fest.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er am Freitagnachmittag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl unter anderem wegen versuchten Totschlags. Der 28-Jährige, der bislang von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht, sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt ein.

 

Dönerspieße und Kokain – Polizei stellt Drogen bei Lasterfahrer sicher – 22-Jähriger in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presserklärung des PP Unterfranken und der StA Würzburg
WÜRZBURG. Neben 500 Kilogramm Dönerfleisch hatte ein Lkw-Fahrer am Mittwochmorgen auch 30 Gramm Kokain an Bord. Die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried stellte die nicht geringe Menge Betäubungsmittel sicher und nahm den Mann fest. Der 22-Jährige sitzt nach Entscheidung des Ermittlungsrichters mittlerweile in Untersuchungshaft.
Ein gutes Gespür haben Beamte der Autobahnpolizei Würzburg-Biebelried am Mittwochmorgen bei einer Kontrolle auf der Rastanlage Würzburg-Süd bewiesen. Die Polizisten fanden bei einem 22 Jahre alten Lasterfahrer, der Fleischspieße geladen hatte, in dessen Jacke eine Tüte mit Betäubungsmittel. Die rund 30 Gramm Kokain stellte die Polizei sicher und nahm den Lasterfahrer fest. Anschließend wurde auch die Ladung des Lkw in Zusammenarbeit mit dem Zoll genauestens untersucht. Hierbei wurden allerdings keine weiteren Drogen festgestellt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde der aus Hessen stammende Beschuldigte am Mittwochnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Richter erließ Haftbefehl und der 22-Jährige wurde noch am Mittwoch in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Kripo Würzburg hat die Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz übernommen.

 

 

Seniorin mit Rollator beraubt – Kripo hofft auf Hinweise zu geflüchteten Pkw

ELSENFELD, LKR. MILTENBERG. Am Donnerstagnachmittag ist einer 77-jährigen Seniorin auf offener Straße eine Goldkette und ein Ring entrissen worden. Die Unbekannten flüchteten mit einem dunkelblauen Kleinwagen. Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen übernommen und hofft jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Gegen 15:00 Uhr war die Rentnerin mit ihrem Rollator in der Bahnhofstraße, spazieren. Auf Höhe des Takko-Textilgeschäfts hielt ein dunkelblauer Pkw an und eine Beifahrerin stieg aus. Nach einer kurzen Frage, wo es Richtung Bahnhof gehe, packte die Beifahrerin die Seniorin an der Hand und zog einen Ring vom Finger. Direkt im Anschluss riss die Unbekannte eine Kette vom Hals.

Die 77-Jährige erlitt glücklicherweise keine Verletzungen. Beim Einsteigen in den Pkw drückte die Täterin der Frau noch einen anderen Goldring und eine Halskette in die Hand. Danach fuhr der Pkw in Richtung Bahnhof davon.

Die Geschädigte lief noch mehrere hundert Meter zurück nach Hause und verständigte dann die Polizei. Die Beamten der Obernburger Inspektion leiteten noch eine Fahndung mit mehreren Streifenbesatzungen ein. Der gesuchte Pkw blieb allerdings wie vom Erdboden verschwunden. In der Folge hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg die Ermittlungen übernommen. Hierbei stellte sich auch heraus, dass es sich bei den von der Unbekannten übergebenen Schmuckstücken um sogenannte „Blenderware“ handelte.
Es liegt folgende Beschreibung der Unbekannten vor:
Beifahrerin:
•Etwa 35 Jahre alt und kräftige Figur
•Schwarze, schulterlange Haare
•Sprach deutsch und hatte ein südländisches Erscheinungsbild
Fahrer:
•Kräftige Figur
•Halbglatze
•Auffallende Goldzähne
•Sprach deutsch und hatte ebenfalls ein südländisches Erscheinungsbild
Der Sachbearbeiter hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise und hat jetzt folgende Fragen:
•Wer hat am Donnerstag einen dunkelblauen Kleinwagen gesehen, der mit den beschriebenen Personen besetzt war?
•Wer kann Angaben zu einem Kennzeichen machen?
•Wer hat das Tatgeschehen in der Bahnhofstraße beobachtet?
Sachdienliche Hinweise werden von der Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 entgegengenommen.
Nachtrag, Stand 12:00 Uhr:
Im Laufe des Freitagvormittags haben Beamte der Kripo Aschaffenburg erneut vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Hierbei ließen sich die Kriminalbeamten nochmals genau den Tathergang von der 77-Jährigen schildern. Demnach ist nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr von einem Raubdelikt auszugehen. Die Seniorin berichtete, dass ihr die Halskette nicht entrissen worden war, sondern im Zuge einer Umarmung der Unbekannten unbemerkt abgenommen wurde. Auch bei der Wegnahme des Rings wendete die Täterin keine Gewalt an. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt in Richtung eines Trickdiebstahls. Der Zeugenaufruf hat wie bereits beschrieben weiterhin Bestand.

 

 

Welle von Enkeltrickanrufen – Aufmerksame Senioren lassen Betrüger abblitzen

REGION MAIN-RHÖN. Mit einer regelrechten Welle von Enkeltrickanrufen im Laufe des Donnerstags beschäftigt sich derzeit die Kripo Schweinfurt. Insgesamt versuchten die Betrüger in 19 Fällen, Senioren am Telefon zu täuschen. Glücklicherweise kam es in keinem Fall zu einer Geldübergabe. Das Polizeipräsidium warnt weiterhin vor der Masche.
In der Zeit zwischen 09:30 Uhr und 17:00 Uhr hatten die Telefone von Seniorinnen und Senioren in Schweinfurt, Schwebheim, Werneck, Bad Neustadt, Niederwerrn, Bad Kissingen und Hammelburg geklingelt. Mit der bekannten Masche stellten sich Männer und Frauen am Telefon als Nichten, Neffen und Enkel vor. Entweder legten die Angerufenen sofort auf, oder spätestens bei der Forderung nach Geldbeträgen. Als Gründe für die finanziellen Forderungen nannten die Betrüger größere Anschaffungen, den Kauf von Eigentumswohnungen oder Bankgeschäfte.

Glücklicherweise ist der Kripo bislang kein Fall bekannt geworden, in dem die Betrüger an Geld gekommen sind. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiterhin vor der Masche, die im Extremfall die finanzielle Absicherung von Senioren zerstören kann.
Das Polizeipräsidium Unterfranken möchte nochmals eindringlich vor den Enkeltrickbetrügern warnen und gibt folgende Verhaltenstipps:
•Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.
•Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
•Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr Gesprächspartner Geld fordert.
•Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
•Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung.
•Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
•Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

 

Größere Menge problematischer Abfall auf Feld verbrannt – Wasserschutzpolizei ermittelt

KNETZGAU / OT WESTHEIM, LKR. HASSBERGE. Mit einem besonders dreisten Fall von Abfallbeseitigung hatte es die Wasserschutzpolizei Schweinfurt am vergangenen Dienstag (03.11.2015) im Knetzgauer Ortsteil Westheim zu tun.
Nach einem Hinweis an das Landratsamt Haßberge wurde dort um 16:15 Uhr bekannt, dass auf einem Feldstück in Westheim an der Zeller Straße (Ortsverbindung Westheim – Zell a. Ebersberg) ein zuvor angehäufter, mindestens drei Meter hoher Berg von entsorgungspflichtigem Abfall, unter anderem lackiertem Mobiliar, Altmetalle, asbesthaltiger Wellzementplatten und einer größeren Menge Hecken- und Buschschnitts in Flammen stehen würde. Der hierbei entstandene gesundheitsgefährdende Rauch zog aufgrund günstiger Windverhältnisse glücklicherweise in östliche Richtung.

Bei Eintreffen der Verantwortlichen des Landratsamts Haßberge, sowie der Wasserschutzpolizei Schweinfurt war o. g. Abfallanhäufung bereits fast vollständig abgebrannt. Teilreste standen jedoch noch unbeaufsichtigt in Flammen und mussten von der verständigten Freiwilligen Feuerwehr Westheim mit Unterstützung von Nachbarwehren aus Eschenau und Unterschwappach abgelöscht werden. Hierbei kamen nicht brennbare Reststoffe, wie Altmetalle und Reste von asbesthaltigen Wellzementplatten zum Vorschein. Auf den Eigentümer des Feldstücks kommen nun hohe Kosten zu, da dieser den durch Verbrennungsrückstände verunreinigten Boden kostenpflichtig zu entsorgen hat.

Das Verbrennen der entsorgungspflichtigen Abfälle erfüllt neben der Straftat des Unerlaubten Umgangs mit Abfällen weitere Zuwiderhandlungen gegen das geltende Abfallrecht.

Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Schweinfurt nach dem möglichen Verursacher sind bislang noch nicht abgeschlossen.
In diesem Zusammenhang bittet der Sachbearbeiter der Wasserschutzpolizei Schweinfurt Zeugen, die am 03.11.2015 in der Zeit von 09.00 Uhr bis 16.15 Uhr, Personen bei Tätigkeiten an o. g. Örtlichkeit festgestellt haben, sich unter der Telefonnummer 09721/ 202-2250 zu melden.

 

 

In zwei Postzentren eingebrochen – Tresor aufgeflext – Kripo ermittelt

BAD NEUSTADT, LKR. RHÖN-GRABFELD UND HAMMELBURG, LKR. BAD KISSINGEN. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind Unbekannte in zwei Postzentren eingebrochen. In einem Fall öffneten die Täter mit einem Trennschleifer einen Tresor und flüchteten mit Bargeld in noch unbekannter Höhe. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
In der Zeit zwischen Donnerstag, 21:15 Uhr, und Freitag, 03:45 Uhr, waren die Einbrecher gewaltsam über ein Fenster in das Gebäude in der Meininger Straße von Bad Neustadt eingedrungen. Im Inneren brachen sie mehrere Fächer eines Metallregals auf. Auch ein Tresor wurde im Rahmen der Beutesuche aufgeflext. Offensichtlich hatten es die Einbrecher gezielt auf Bargeld abgesehen. Der Beuteschaden steht bislang noch nicht fest. Der Sachschaden schlägt mit mehreren tausend Euro zu Buche.

Ein weiterer Einbruch in ein Postzentrum hat sich in der Zeit von Donnerstag, 18:00 Uhr, bis Freitag, 06:00 Uhr, in der Hammelburger Bahnhofstraße abgespielt. Nachdem die Täter ein Fenster aufgehebelt hatten, durchsuchten sie die Büros nach Braubarem. Mit Bargeld in Höhe von mehreren hundert Euro machten sie sich unerkannt aus dem Staub. Der Sachschaden wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt.
Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft jetzt auch einen möglichen Tatzusammenhang der beiden Einbrüche. Der Sachbearbeiter hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise. Wer verdächtige Fahrzeuge oder Personen bemerkt hat, wird gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

 

Polizei stößt in Wohnung auf Waffenarsenal – Großteil unerlaubt im Besitz eines Mannes

WARTMANNSROTH, LKR. BAD KISSINGEN. Am Montag hat ein aus polizeilicher Sicht verhältnismäßiger banaler Anlass umfangreiche Ermittlungen ausgelöst. Im Rahmen einer zwangsweisen durchgeführten Feuerbeschau in der Wohnung eines 57-Jährigen stießen Polizeibeamte auf ein umfangreiches Schusswaffenarsenal. Den Großteil dieser Waffen hatte der Beschuldigte unerlaubt im Besitz. Die Kripo hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

 

Foto: Polizei
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Am Montag gegen 08:00 Uhr waren Polizeibeamte der Hammelburger Inspektion im Rahmen der Amtshilfe mit Vertretern der Gemeinde und dem Landratsamt an der Wohnung des Mannes aufgetaucht. Grund für den Besuch war eine zwangsweise angeordnete Feuerbeschau. Beim Betreten der Wohnung fielen den Polizeibeamten mehrere Schusswaffen auf. Der ehemalige Sportschütze zeigte zwar eine Waffenbesitzkarte vor, aber in dieser waren lediglich sieben Gewehre eingetragen.

Die Folge war letztlich eine gründliche Durchsuchung der Wohnung, die sich bis zum Mittwoch hinzog. Insgesamt stellten die Polizeibeamten 48 Gewehre, 23 Pistolen und auch ein G3 Sturmgewehr sicher. Mit eingebunden in die Suche war auch ein spezieller Sprengstoffsuchhund der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt. Das nach erster Beurteilung voll funktionsfähige Sturmgewehr unterliegt grundsätzlich den Bestimmungen des Kriegswaffenkontrollgesetz. In der Folge übernahm die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen. Die Waffen wurden allesamt sichergestellt und werden jetzt waffenrechtlich überprüft.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde der 57-Jährige vorläufig festgenommen und zunächst zur Kriminalpolizei nach Schweinfurt gebracht. Nach Abschluss der Maßnahmen kam er wieder auf freien Fuß. Gegen ihn wird jetzt wegen Verstößen nach dem Waffengesetz und dem Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Nach der ersten Beurteilung dürfte der Mann, der einen Hang zum Sammeln der Waffen hat, die Stücke über mehrere Jahrzehnte angehäuft haben.