Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 08.10.2015

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Junge von Unbekanntem angesprochen

WÜRZBURG/FRAUENLAND. Ein achtjähriger Junge ist am Mittwochmittag nach der Schule in der Von-Luxburg-Straße von einem Unbekannten aus einem Fahrzeug heraus angesprochen worden.
Der Beifahrer des roten Autos, das in Richtung Sternwarte angehalten hatte, bot an, das Kind nach Hause zu fahren. Der Junge reagierte aber sehr gut und ließ sich nicht auf das Angebot ein. Er fuhr stattdessen mit seinem Rad davon. Der Unbekannte hatte eine Glatze und einen Dreitagebart, trug eine grüne Jacke und sprach deutsch.
Wer den Vorfall beobachtet hat oder sonst Hinweise zu den Unbekannten oder dem Fahrzeug geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt unter der Tel.-Nr. 0931/457-2230 zu melden.

 

57-Jähriger bedroht Polizisten mit Waffe – Beamter gibt Warnschuss in die Luft ab – Beschuldigter festgenommen

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 08.10.2015

MÜNNERSTADT, LKR. BAD KISSINGEN. Weil das Veterinäramt gemeinsam mit der Polizei einem Mann aufgrund eines amtlichen Verbots seine Tiere abnehmen wollte, hat er die Beamten mit einer Waffe bedroht. Erst nachdem ein Beamter einen Warnschuss in die Luft abgegeben hatte, legte der 57-Jährige den Revolver nieder und konnte festgenommen werden.

 

Für einen 57-Jährigen aus einem Stadtteil von Münnerstadt besteht seit rund zwei Jahren ein amtliches Verbot, Tiere zu halten. Beim Veterinäramt Bad Kissingen waren Hinweise eingegangen, dass der amtsbekannte Mann akutell wieder Kleintiere wie Hühner und Meerschweinchen halten würde. Im Rahmen der Amtshilfe begleiteten deshalb gegen 14:30 Uhr drei Polizeibeamte der Bad Kissinger Polizei einen Tierarzt des Veterinäramtes zur Adresse des Mannes. Dem 57-Jährigen wurde dann auf seinem Grundstück eröffnet, dass ihm die Tiere abgenommen werden müssen. Daraufhin zog der Beschuldigte aus einer Hosentasche einen Revolver und richtete diesen gezielt auf die Beamten.

Die Polizisten sprachen den Mann mehrmals an und forderten ihn auf, die Waffe nieder zu legen. Als dieser der Aufforderung nicht nachkam, setzte einer der Beamten einen angekündigten und gezielten Warnschuss in die Luft ab und wiederholte die Forderung, die Waffe weg zu legen. Erst dann warf der 57-Jährige die Waffe weg und ließ sich von den Bad Kissinger Polizisten festnehmen. Der Mann klagte nach der Festnahme über Schmerzen und wurde medizinisch versorgt. Die Waffe, bei der es sich um einen Gasrevolver gehandelt hat, stellten die Polizisten anschließend sicher. Die Meerschweinchen und Hühner des Mannes wurden unmittelbar nach dem Einsatz durch Mitarbeiter des örtlichen Tierheims abgeholt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt blieb der Mann über Nacht in amtlichem Gewahrsam. Über das weitere Vorgehen wird im Laufe des Donnerstags entschieden. Die Ermittlungen der Kripo Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dauern an.

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Streit endet mit Messerstich – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

WÜRZBURG / UNTERDÜRRBACH. Im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung in einem Zimmer einer Asylbewerberunterkunft sind zwei Männer letztendlich auf einander losgegangen. Der ältere der Bewohner würgte sein Opfer und fügte ihm mit einem Messer eine Verletzung am Oberschenkel zu. Der Tatverdächtige wurde am Abend festgenommen. Ihn erwarten nun mehrere Strafverfahren.
Gegen 22:00 Uhr war es in einem Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft in der Veitshöchheimer Straße zu einem Streit zwischen zwei Bewohnern gekommen. Ein 29-Jähriger würgte einen sechs Jahre jüngeren Mann und stach ihm außerdem mit einem Messer in den Oberschenkel. Der 23-Jährige erlitt einen wenige Millimeter tiefen Schnitt und Kratzwunden am gesamten Körper. Der Tatverdächtige selbst blieb unverletzt. Beamte der Würzburger Polizei konnten den Beschuldigten unmittelbar nach der Tat in seinem Zimmer festnehmen. Die Polizisten stellten bei dem Mann auch ein Messer, bei dem es sich offenbar um die Tatwaffe handelt, und eine etwa 10 cm große Cannabispflanze sicher.

Sowohl der Geschädigte als auch der Beschuldigte standen merklich unter Alkoholeinfluss und mussten eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Anschließend verblieb der 29-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Sicherheitsgewahrsam, während der jüngere der beiden in die Unterkunft zurückkehrte. Die Kripo Würzburg ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und einem Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

 

Rucksack aus VW Bus gestohlen

WÜRZBURG. Im Laufe des Mittwochs hat ein Unbekannter in der Zellerau offenbar die sich bietende Gelegenheit genutzt und einen im Innenraum abgestellten Rucksack gestohlen. Die Kripo Würzburg bittet um Zeugenhinweise.
Der VW Bus einer Baufirma war in der Zeit von etwa 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr in der Zeller Straße abgestellt. Möglicherweise war eines der Fenster einen Spalt breit offen und der Täter konnte auf diesem Weg die Türe öffnen. Dort griff er einen Rucksack mit etwas Bargeld, einer Kreditkarte und Ausweispapieren. Sachschaden entstand nicht.
Wer sachdienliche Angaben zu dem Fall machen kann, wird gebeten, sich bei der Kripo Würzburg unter Tel. 0931/457-1732 zu melden. Insbesondere könnte jemand eine Person beobachtet haben, die sich an dem VW Bus zu schaffen machte.

 

Einbruch in Rathaus – Münzgeld gestohlen

NIEDERNBERG, LKR. MILTENBERG. In der Nacht zum Mittwoch sind Unbekannte in die Gemeindeverwaltung in der Hauptstraße eingestiegen. Dem Sachstand nach entwendeten sie etwas Münzgeld aus Kaffeekassen und türmten. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt und bittet um Hinweise.
In der Zeit von Dienstagabend, 20.00 Uhr, bis Mittwochmorgen, 07.15 Uhr, waren die Täter über den Hof auf das Gelände gelangt und drangen dann gewaltsam durch ein Fenster in das Gebäude ein. In der Folge durchsuchten sie zahlreiche Büroräume – dabei offenbar auf der Suche nach Bargeld. Auch der Versuch, einen Tresor zu öffnen scheiterte. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.
Die Kripo Aschaffenburg hat noch vor Ort die Ermittlungen in dem Fall übernommen und setzt bei der Aufklärung auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wem in der Nacht verdächtige Personen, Fahrzeuge oder auch Lichtschein im Bereich des Gebäudes aufgefallen sind, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Einbruch in Wohnhaus – Porsche entwendet

HAIBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Einen hochwertigen Porsche haben Unbekannte in der Nacht zu Mittwoch im Zuge eines Einbruchs in ein Einfamilienhaus gestohlen. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.
Ersten Erkenntnissen zur Folge hatten sich die Täter in der zweiten Nachthälfte zum Mittwoch zwischen Mitternacht und 06.45 Uhr gewaltsam über die Haustüre Zutritt zu dem Anwesen in der Schwalbengrube verschafft. Die Unbekannten entwendeten in der Folge aus dem Haus neben weiteren Wertgegenständen auch den Schlüssel für das Auto. Letztlich türmten die Einbrecher mit dem vor dem Anwesen geparkten schwarzen Porsche Macan im Wert von mehreren zehntausend Euro. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf rund 500 Euro.
Die Kripo bittet um Hinweise von Zeugen und Anwohnern, denen insbesondere in der zweiten Mittwochnachthälfte Verdächtiges im Bereich des Tatortes aufgefallen ist. Außerdem könnte einem Zeugen auch der gestohlene Porsche aufgefallen sein. Er führt das amtliche Kennzeichen: F-JB6011. Anrufe bitte unter Tel. 06021/857-1732.

 

Einbruchsversuch in der Nacht – Täter gelangt nicht in Wohnung

WÜRZBURG / SANDERAU. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte ein Einbrecher vergeblich versucht, die Eingangstür zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aufzuhebeln. Die Bewohnerin hatte nachts noch Geräusche gehört, die sie aber nicht zuordnen konnte. Die Kripo Würzburg ermittelt.
Die Geschädigte hatte in der Zeit zwischen 02:00 Uhr und 03:00 Uhr Geräusche an der Eingangstüre zu ihrer Wohnung wahrgenommen. Am Tag stellte die Frau dann gemeinsam mit dem Hausmeister Hebelspuren an der Türe fest, die sich mit den Geräuschen aus der Nacht in Einklang bringen lassen. Ein Unbekannter hatte offenbar versucht, die Türe aufzubrechen. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 150 Euro.
Die Kripo Würzburg nimmt Hinweise von Zeugen, die in der Tatnacht etwas Verdächtiges beobachtet haben oder sonstige sachdienliche Angaben machen können, unter Tel. 0931/457-1732 entgegen.

 

Sicherheit durch Sichtbarkeit – „Landestag der Verkehrssicherheit“ in Augsburg

UNTERFRANKEN. Anlässlich des „Landestags der Verkehrssicherheit“ in Augsburg am 10. Oktober möchte das Polizeipräsidium Unterfranken die angedachten Themenkomplexe auch in unserem Regierungsbezirk aufgreifen und Publik machen. Denn die 59 Verkehrstoten und rund 6.500 Verletzten im Jahr 2014 in Unterfranken sind eindeutig zu viel. Drei Beitragsblöcke werden auf dem Rathausplatz in Augsburg zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr vorgestellt. Innenminister Joachim Herrmann, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Polizeipräsident Michael Schwald eröffnen den Aktionstag in Augsburg.

Raus aus dem toten Winkel

 

In Aschaffenburg war es Mitte Juni zu einem tragischen Verkehrsunfall gekommen. Eine Rollerfahrerin hatte sich an einer Ampel während der Wartephase zwischen einem Sprinter und einem Lkw so eingeordnet, dass sie quer vor dem Führerhaus des Lkw stand. Als die Lichtzeichenanlage auf grün umschaltete, fuhr der Lasterfahrer los, da er die Frau auf dem Zweirad aufgrund des toten Winkels nicht sehen konnte. Die Rollerfahrerin wurde von der Fahrzeugfront des Lkws erfasst und erlag sofort ihren schweren Verletzungen. Der Mann am Steuer des Lkw erlitt einen Schock.

Dieser Unfall zeigt, wie wichtig es sowohl für die Fahrer von Pkw und Lkw, aber auch für Zweiradfahrer und Fußgänger ist, den toten Winkel zu beachten und dessen Gefährlichkeit stets im Hinterkopf zu haben! Vielen Verkehrsteilnehmern ist übrigens immer noch nicht bewusst, dass der Fahrer, egal welches Fahrzeug er lenkt – auch eines Kleinwagens – rund um sein Fahrzeug herum mit mehreren toten Winkeln rechnen muss, also mit Bereichen in unmittelbarer Nähe zu den Fahrzeugumrissen, die für ihn trotz Unterstützung von Spiegeln nicht einsehbar sind. Der in der Fahrschule gelernte „Schulterblick“ macht daher immer Sinn!

Im Rahmen des Landestags für Verkehrssicherheit 2015 in Augsburg demonstriert der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen mit einem Lkw auf dem Rathausplatz sehr anschaulich, wie groß diese „blinden Flecke“ eines Fahrers im Einzelfall ausfallen können. Besonders eindrucksvoll ist dies, wenn zum Beispiel im Rahmen der Unterrichtung von Schülern ganze Schulklassen im toten Winkel eines abbiegenden Fahrzeugs regelrecht „verschwinden“.

Ergänzend bekommen die besonders gefährdeten – weil ungeschützten – Fußgänger oder Fahrradfahrer entsprechende Verhaltenstipps mit auf den Weg. So sollte man beispielsweise als Fußgänger oder Radfahrer neben einem Lkw immer auch selbst in den Außenspiegel des Lasters schauen und aktiv Blickkontakt zu dem Fahrer suchen. „Sehen und gesehen werden“, lautet hier die lebensrettende Devise.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PP Unterfranken