Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 09.09.2015

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Spezialeinsatzkommando überwältigt psychisch Belasteten – 25-Jähriger in Bezirkskrankenhaus eingewiesen

ASCHAFFENBURG. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat am Mittwochabend einen psychisch belasteten 25-Jährigen überwältigt. Der Mann wurde leicht verletzt in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Unbeteiligte kamen nicht zu Schaden. Vor Ort war ein größeres Polizeiaufgebot unter Einsatzleitung der Polizeiinspektion Aschaffenburg.
Kurz vor 17.00 Uhr erreichte die Polizeieinsatzzentrale der Notruf aus dem sozialtherapeutischen Wohnheim in der Glattbacher Straße. Offenbar war der 25-Jährige mit zwei weiteren Bewohnern in Streit geraten. Eine Sozialarbeiterin wählte daraufhin den Notruf. Während der 25-Jährige in seiner Wohnung blieb, verließen seine beiden Mitbewohner das Gebäude. Bereits am Dienstagabend war es zwischen den Bewohnern zu einem Streit gekommen, woraufhin der 25-Jährige in Sicherheitsgewahrsam genommen wurde. Er hatte die folgende Nacht in einer Arrestzelle verbracht, bevor er am Mittwochfrüh wieder entlassen wurde.

Bei Eintreffen der ersten Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Aschaffenburg befanden sich außer dem 25-Jährigen, der als gewaltbereit polizeibekannt ist, keine weiteren Personen mehr im Wohnheim. Um jegliche Gefährdung auszuschließen, sperrten die Einsatzkräfte die Glattbacher Straße. Nachdem sich der mit einer Machete Bewaffnete von den Beamten nicht zum Aufgeben bewegen ließ, wurden weitere Einsatzkräfte hinzugezogen. Sowohl ein Diensthundeführer als auch Beamte des Operativen Ergänzungsdienstes Aschaffenburg machten sich daraufhin auf den Weg.

Um den 25-Jährigen zum Aufgeben zu bewegen, kam zusätzlich die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Unterfranken vor Ort. Dabei handelt es sich um speziell im Umgang mit psychisch Belasteten geschulte Polizeibeamte. Auch ihre Bemühungen führten jedoch nicht zum gewünschten Erfolg. Da sich der 25-Jährige zunehmend aggressiv und unzugänglich verhielt, überwältigte ihn gegen 21.15 Uhr ein Spezialeinsatzkommando. Der Mann wurde in der Folge nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst mit einem Rettungswagen in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Neben der Polizei und dem Rettungsdienst befanden sich auch ein Notarzt und die Aschaffenburger Feuerwehr im Einsatz.

 

Besuch von Königin Silvia aus Schweden – Menschenmenge vor Residenz – Eine Person des Platzes verwiesen

WÜRZBURG. Unerwartet viele Personen hatten sich anlässlich des Empfangs von Königin Silvia von Schweden auf dem Residenzplatz versammelt. Ein Beschreiten des roten Teppichs war nicht mehr möglich, da Besucher die Absperrbänder überwunden hatten und der Weg zum Eingang dadurch blockiert war. Die Polizei musste einen Mann des Platzes verweisen.
Wie erwartet war die Limousine der Königin kurz vor 16.00 Uhr am Residenzplatz eingetroffen. Da der rote Teppich am Eingangsbereich durch eine Menschenmenge blockiert war, musste sich das Fahrzeug anders als ursprünglich geplant einen Weg durch die Menge hindurch zum Eingang bahnen.

Ein Mann wurde von Personenschützern aufgehalten, als er die Residenz betrat, um der Königin offenbar einen selbstgefertigten Brief zu übergeben. Dem 55-Jährigen wurde durch einen Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt ein Platzverweis erteilt, welchem er auch Folge leistete.

 

Nach Wohnungseinbruch – Tatverdächtiger ermittelt – Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt vom 09.09.2015

SCHWEINFURT. Bereits in der Nacht zum 4. August ist ein Wohnungseigentümer eigenen Angaben zufolge von einem Einbrecher im Schlaf überrumpelt worden. Der Täter soll im Anschluss ein Paar Schuhe entwendet und sich aus dem Staub gemacht haben. Die Kripo Schweinfurt hat inzwischen einen Tatverdächtigen ermittelt. Gegen den 24-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen und er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Gegen 02:30 Uhr soll der Wohnungsinhaber von dem Täter im Schlaf überrascht, geschlagen und getreten worden sein. Direkt im Anschluss sei der Einbrecher mit ein Paar Schuhen des Geschädigten getürmt. Die Kripo Schweinfurt hat in der Folge die weiteren Ermittlungen übernommen und dabei ergaben sich schnell Hinweise auf den Tatverdächtigen im Alter von 24 Jahren.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen den Schweinfurter erhärtete, wurde er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt am 26. August dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt. Es erging Haftbefehl und der 24-Jährige befindet sich seitdem in Haft. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des Wohnungseinbruchs und der Körperverletzung werden von der Kriminalpolizei Schweinfurt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt.

 

 

Einbruch in Wohnhaus – Schmuck und Bargeld entwendet

MOTTEN OT SPEICHERZ, LKR. BAD KISSINGEN. Am Dienstagnachmittag haben unbekannte Einbrecher aus einem Wohnhaus einige Schmuckstücke und Bargeld entwendet. Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass ein Zeuge im Tatzeitraum auf einen Pkw mit ausländischen Kennzeichen aufmerksam wurde. In diesem Zusammenhang setzt die Kripo Schweinfurt jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Nach bisherigen Erkenntnissen muss sich der Einbruch in der Straße „Am Hammerweg“ im Zeitraum zwischen 15.00 Uhr und 16.20 Uhr ereignet haben. Wie die Beamten vor Ort feststellten, waren die Täter offenbar durch ein Fenster in das Gebäude eingedrungen. Im Innern durchsuchten die Einbrecher mehrere Schränke, wobei ihnen die Schmuckstücke und etwas Bargeld in die Hände fielen. Mit ihrer Beute machten sich die Unbekannten anschließend aus dem Staub.

Im Rahmen der ersten Ermittlungen erhielten die Beamten der Schweinfurter Polizei schließlich Hinweise auf ein Fahrzeug mit ausländischen Kennzeichen. Ein Zeuge ist im Tatzeitraum am Hammerweg auf den Pkw aufmerksam geworden, der mit zwei Personen besetzt gewesen sein soll. Der Mann am Steuer soll etwa 20 bis 30 Jahre alt und schlank gewesen sein. Auf dem Beifahrersitz habe eine etwa 25-jährige, schlanke Frau mit blonden Haaren gesessen.

Außerdem habe der Zeuge zwei Fußgänger beobachtet, die den Pkw-Insassen etwas zugerufen hätten. Dabei soll es sich um einen Mann mit kräftiger Figur gehandelt haben. Laut Beschreibung ist er etwa 30 Jahre alt und ca. 180 cm groß. Er hat dunkle kurze Haare und trug ein rotes Langarmshirt. Seine ungefähr gleichaltrige Begleiterin soll ca. 165 cm groß sein, hat eine zierliche Figur und längere blonde Haare.
Inwiefern der Pkw und die Insassen mit dem Einbruch im Zusammenhang stehen, ist derzeit noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat inzwischen die weiteren Ermittlungen übernommen und setzt dabei nun auch auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere Personen, die nähere Angaben zu dem Pkw oder den beschriebenen Personen machen können, werden gebeten, sich zu melden. Auch sonstige sachdienliche Hinweise werden unter Tel. 09371/202-1731 entgegengenommen.

 

Einbruchsversuch in Kosmetikstudio – Täter ohne Erfolg

WÜRZBURG / HEIDINGSFELD. Wenig Glück hatten Unbekannte bei einem Einbruchsversuch in der Nacht von Montag auf Dienstag. Sie schafften es nicht, das Fenster eines Kosmetikstudios aufzuhebeln und mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen. Der Sachbearbeiter setzte jetzt auch auf Hinweise von Zeugen.
In der Zeit zwischen Montag, 20:00 Uhr, und Dienstag, 11:00 Uhr, hatten die Einbrecher versucht, das Fenster im Erdgeschoss des Anwesens in der Klosterstraße aufzuhebeln. Der Fensterrahmen hielt der Gewalt jedoch Stand und es gibt lediglich Sachschaden in Höhe von etwa 300 Euro zu vermelden.
Da das angegangene Fenster zur Straße hin liegt, wäre es möglich, dass Zeugen die Täter gesehen oder zumindest Geräusche wahrgenommen haben. Hinweise nimmt die Würzburger Kripo unter Tel. 0931/457-1732 entgegen.

 

Abtransport zur Nachtzeit – Unbekannte entwenden VW Bus

WÜRZBURG / FRAUENLAND. Einen VW Bus haben Unbekannte in der Nacht von Montag auf Dienstag gestohlen. Das Fahrzeug wurde von den Dieben vermutlich aufgeladen und abtransportiert. Die Ermittlungen führt die Würzburger Kriminalpolizei.
Die Besitzer des roten VW hatten bereits am Wochenende ihr Fahrzeug in der Anton-Bruckner-Straße vor ihrem Wohnhaus geparkt. Am Montagabend, gegen 18:00 Uhr, stand der Bus noch am gewohnten Platz. Als der Geschädigte am Dienstag, gegen 08:15 Uhr, aus dem Haus kam, war der VW Bus verschwunden. Aufgrund der Spurenlage spricht vieles dafür, dass der Bus von Unbekannten entweder abgeschleppt oder zum Abtransport auf die Ladefläche eines Lkws oder Anhängers gezogen wurde. Der Wert des Fahrzeuges liegt bei rund 11.000 Euro.
Der Sachbearbeiter der Kripo Würzburg hofft nun, dass Zeugen etwas vom Verschwinden des Fahrzeuges mitbekommen haben. Hinweise nimmt die Kripo unter Tel. 0931/457-1732 entgegen.

 

Aus eigenem Anbau – Größere Menge Marihuana sichergestellt

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Beamte der Polizeiinspektion Aschaffenburg haben am Dienstagvormittag in einem Wohnanwesen knapp 200 Gramm Marihuana sichergestellt. Gegen einen 41-Jährigen wurde ein Verfahren eingeleitet. Die Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernommen.
Gegen 09:00 Uhr hat die Polizeiinspektion Aschaffenburg einen Hinweis erhalten, dass der 41-jährige Aschaffenburger in einer Garage in Goldbach Rauschgift lagern soll. Sofort machte sich eine Streifenbesatzung auf den Weg und traf vor Ort neben einer Zeugin auch den Tatverdächtigen an. Die Frau übergab den Beamten sofort eine Plastikbox mit Marihuana. Weiteres Rauschgift stellten die Polizisten in dem Wohnanwesen und der dazugehörigen Garage sicher.

Der Tatverdächtige wurde inzwischen von Kripobeamten vernommen. Er räumte den Besitz des Marihuanas ein und gab an, dieses selbst angebaut zu haben. Gegen den 41-Jährigen wird jetzt wegen des Verdachts eines Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

 

 

Raubüberfall auf Tankstelle – maskierte Männer flüchten mit Bargeld – Kripo ermittelt

GEISELWIND, LKR. KITZINGEN. Eine Tankstelle an der A 3 ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch überfallen worden. Zwei maskierte Unbekannte bedrohten einen Angestellten mit einem Messer und erbeuteten mehrere hundert Euro Bargeld. Von Täter und Beute fehlt noch jede Spur. Die Kripo Würzburg nimmt Hinweise von Zeugen entgegen.
Die beiden Unbekannten betraten kurz nach 01:00 Uhr die Tankstelle an der Scheinfelder Straße. Während einer der vermummten Männer an der Türe Schmiere stand, bedrohte der zweite den Kassenwart mit einem großen Messer und forderte Geld. Der 59-Jährige öffnete daraufhin die Kasse und der Räuber nahm mehrere hundert Euro an sich. Anschließend machte sich das Duo gemeinsam aus dem Staub. Ein Zeuge konnte von der Tankstelle aus noch beobachten, wie sie zu Fuß Richtung Geiselwind flüchteten. Nachdem die maskierten Männer außer Sichtweite waren, verständigte der Angestellte die Polizei.

Mehrere Beamte der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried beteiligten sich mit Unterstützung der umliegenden Dienststellen sofort an Fahndungsmaßnahmen nach den Räubern, bislang mit negativem Ergebnis. Die Kripo Würzburg hat die Sachbearbeitung übernommen und prüft nun, ob die Tat mit einem Raubüberfall auf eine Geiselwinder Tankstelle Ende August, bei dem zwei Unbekannte auf ähnliche Weise Bargeld erlangt hatten, in Zusammenhang steht.

Von den Tätern liegt folgenden Beschreibung vor:
Beide Männer sind etwa 180 cm groß, ca. 25 -30 Jahre alt und haben eine normale Figur. Sie trugen schwarze Kleidung, dunkle Handschuhe und Sturmhauben mit Sehschlitzen. Der Täter, der den Angestellten bedrohte, sprach mit osteuropäischem Akzent.
Die Sachbearbeiterin hofft nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:
•Wer hat zur Tatzeit auf dem Autohof etwas Verdächtiges beobachtet?
•Wer hat die Täter eventuell vor der Tat an der Tankstelle oder auf ihrer Flucht gesehen?
•Wem ist ein verdächtiges Fahrzeug im Bereich Geiselwind aufgefallen, das die Täter möglicherweise genutzt haben?
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Sicher zur Schule – Sicher nach Hause! – ABC-Schützen machen sich bereit für den Schulstart – Aktionstage der Polizei zum Schulbeginn

UNTERFRANKEN. Wenn am 15. September wieder die Schule beginnt, heißt es aufgepasst. Für die Kinder in den Schulbänken und für die Verkehrsteilnehmer auf den Straßen. Denn gerade die ABC-Schützen sind noch unsicher und unerfahren auf dem Schulweg und verdienen besondere Aufmerksamkeit. Autofahrer sind deshalb aufgerufen, achtsam zu fahren und die Unterfränkische Polizei möchte mit gezielten Kontrollaktionen verstärkt für Sicherheit auf den Schulwegen sorgen.

 

Gerade die Erstklässler, für die die ersten Schultage insgesamt sehr spannend sind und auf die sehr viel Neues einprasselt, können auf dem Weg zu ihren Klassenräumen unsicher und unaufmerksam sein. Außerdem verhalten sie sich nicht immer so vorhersehbar wie ihre älteren Mitschüler. Autofahrer werden daher gebeten, rund um Schulen und im Bereich von Haltestellen generell vorsichtig und speziell in den kommenden Tagen aufmerksam und rücksichtsvoll zu fahren – damit jedes Kind gesund zur Schule und auch unversehrt wieder nach Hause kommt.

Aber auch Eltern, die ihre Sprößlinge mit dem Auto zur Schule bringen, können für die Sicherheit ihrer Kinder sorgen. Handeln Sie verantwortungsbewusst und fahren sie nur los, wenn die Kinder im Fahrzeug richtig angeschnallt sind – auch auf kurzen Strecken. Verwenden sie die dem Alter angepasste und für ihr Fahrzeug geeignete Rückhaltesysteme, die ihr Kind optimal schützen. Und natürlich sollten Sie auch selbst den Sicherheitsgurt stets anlegen und den Kindern somit ein Vorbild sein.

Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Schulwegunfälle in unserem Regierungsbezirk um 14 Prozent zurück und auch die Zahl der verletzten Kinder ist insgesamt erfreulicherweise stark gesunken. Diese Entwicklung möchte die Unterfränkische Polizei weiter fördern und nimmt auch in diesem Jahr den Schulbeginn zum Anlass, verstärkt Geschwindigkeits- und Gurtkontrollen im Bereich von Schulen und Kindergärten durchzuführen. Vom 15. bis 30. September 2015 werden deshalb die Aktionstage im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ durchgeführt. Insbesondere die Sicherung der kleinsten Verkehrsteilnehmer wird hier im Focus stehen.

Vor allem die Eltern sind gefragt, wenn es um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg geht. Die Unterfränkische Polizei hat gerade für Eltern deshalb folgende Tipps zur Hand:

 

Übung macht den Meister
Gehen Sie rechtzeitig gemeinsam mit ihrem Kind mehrmals den sichersten (nicht den kürzesten) Weg zur Schule ab, damit das Kind den Weg am Schulstart schon kennt und an die Gegebenheiten der Route gewöhnt ist. Wenn in den ersten Tagen alles neu und aufregend ist, ist es von Vorteil, wenn wenigstens der Schulweg schon bekannt und in den Köpfen der Kinder abgespeichert ist. Erkundigen Sie sich bei ihrer Gemeinde nach Schulwegplänen mit den sichersten Fußgängerüberwegen.

Training bringt Sicherheit
Trainieren sie mit ihrem Kind intensiv das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Erklären sie ihm insbesondere, dass es auch an Fußgängerüberwegen vor dem Überqueren von Straßen zuerst stehen bleiben und auf den Verkehr schauen muss. Erst wenn die Fahrzeuge tatsächlich halten, sollen die Kinder los laufen.

Gemeinsam ist man stark
Sinnvoll ist es, wenn Kinder sich in kleinen Gruppen verabreden und den Weg zur Schule zusammen bewältigen. Vielleicht findet sich auch ein Kind aus einer höheren Klasse, das gemeinsam mit jüngeren Schülern den Schulweg läuft.

Keine Hektik entstehen lassen
Bereiten Sie gerade in den ersten Tagen alles vor und stehen Sie rechtzeitig mit den Kindern auf, damit sich das Schulkind am Morgen entspannt und ohne Zeitdruck auf den Weg machen kann.

Sehen und gesehen werden
Wichtig ist außerdem, dass Eltern ihren Kindern die richtige Kleidung anziehen. Helle und bunte Kleidung sowie Reflektoren auf Jacken und Schulranzen erhöhen die Sichtbarkeit der Kleinen, was besonders in den Morgenstunden extrem wichtig wird.

Radfahrende Kinder
Für Schulanfänger ist es schwer, mit den Anforderungen des Straßenverkehrs auf dem Rad zurecht zu kommen. Die Kinder sollten deshalb erst nach Bestehen der Radfahrprüfung in der 4. Klasse mit dem Rad zur Schule fahren – und dann natürlich den Helm nicht vergessen!

Mit Bus und Bahn zur Schule
Auch an Haltestellen kann es beispielsweise beim Warten bzw. auf dem Weg zu Bus und Straßenbahn zu schwierigen Situationen kommen. Kinder sollten sich nur in den sicheren Bereichen der Haltestellen aufhalten. Auch beim Überqueren der Fahrbahn vor und hinter Bussen immer vorsichtig sein und insbesondere auf eventuell den Bus überholenden Autos achten!

 

Aufgepasst am Fußgängerüberweg!

 

Im Jahr 2013 kam es an unterfränkischen Zebrastreifen zu drei Schulwegunfällen, im Jahr 2014 und 2015 jeweils zu einem, bei denen zwei Schulkinder leicht verletzt wurden. An Zebrastreifen kann es durch nicht eindeutige Zeichen zu Missverständnissen zwischen Fußgängern und Fahrzeugführern kommen. Häufig geben Autofahrer am Gehsteig wartenden Kindern mit der Hand ein Zeichen, dass sie die Straße überqueren können, noch während das Auto in Bewegung ist.

Kinder sind nicht in der Lage, Geschwindigkeiten und Entfernungen von Fahrzeugen richtig einzuschätzen. Ihnen wird deshalb beigebracht, nur los zu laufen, wenn der Autofahrer sie bemerkt und das Auto auch tatsächlich angehalten hat.

Die Unterfränkische Polizei appelliert daher an alle Fahrzeugführer, sich Zebrastreifen mit mäßiger Geschwindigkeit zu nähern, wenn dort Fußgänger queren möchten und so anzuhalten, dass die Räder tatsächlich zum Stillstand kommen. Dann kann durch Winken und mit Blickkontakt den Schulkindern deutlich signalisiert werden, dass das Überqueren des Fußgängerüberweges nun gefahrlos möglich ist.

Die Sicherheit unserer Kleinsten liegt uns besonders am Herzen. Deshalb setzt die Polizei auch auf Prävention und hat in Stadt und Landkreisen Verkehrserzieher im Einsatz, die den jungen Verkehrsteilnehmern das richtige Verhalten im Straßenverkehr erklären und schwierige Situationen trainieren.

Aber auch die Verkehrswacht mit ihren Aktionen zur Verkehrssicherheit und die Schulweghelfer leisten einen wichtigen Beitrag, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Im Jahr 2014 waren in Unterfranken 2.743 ehrenamtliche Schulweghelfer im Einsatz, davon 1.504 Schülerlotsen. Und es werden stets engagierte Personen gesucht, die sich bei Interesse bei jeder Polizeidienststelle melden können.

Wir wünschen allen Schülern und ganz besondere den kleinen Schultütenträgern einen guten und sicheren Start ins neue Schuljahr.

Audiodatei

 

PP Unterfranken