Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 10.01.2016

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Autobahnfahnder erfolgreich – mehrere Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt – Vier Männer in U-Haft

Gemeinsame Presseerklärung des PP Unterfranken und der StA Würzburg vom 10.01.2016:

RANDERSACKER, LKR. WÜRZBURG. Fahnder der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried haben am Samstagnachmittag auf der A3 mehrere Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt. Die vier männlichen Insassen aus dem Fahrzeug wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg am Sonntag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der gegen das Quartett die Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen hat die Kripo Würzburg übernommen.
Gegen 15:45 Uhr war eine zivile Fahndungsstreife der Autobahnpolizei auf der A3 unterwegs. Den Beamten fiel ein Auto auf, welchen sie an der Anschlussstelle Randersacker zu einer Kontrolle anhielten. Am Steuer saß ein 21-Jähriger. Weiter waren drei Mitfahrer im Alter von 19, 31 und 32 Jahren in dem Fahrzeug gesessen. Bei der Kontrolle des Fahrzeugführers entwickelte sich der Verdacht, dass er unter Einfluss von Betäubungsmitteln steht. Im Handschuhfach entdeckten die Fahnder zunächst eine geladene Schreckschusswaffe. Als der Pkw genauer unter die Lupe genommen worden war, tauchten dann im Kofferraum mehrere Kilogramm verschiedener Betäubungsmittel auf.

Das Quartett wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeidienststelle gebracht. Beim Fahrer führte ein beauftragter Arzt eine angeordnete Blutentnahme durch. In der Folge haben Beamte der Kriminalpolizei Würzburg die Sachbearbeitung übernommen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg ordnete diese die Vorführung der vier Männer beim Ermittlungsrichter am Sonntag an. Dieser hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend, gegen alle vier Beschuldigten die Untersuchungshaft angeordnet.

 

Körperliche Auseinandersetzung in Asylbewerberunterkunft – Pfeffersprayeinsatz der Polizei

REICHENBERG, LKR. WÜRZBURG. Im Rahmen einer körperlichen Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft am Samstagabend, bei der insgesamt vier Personen involviert waren, mussten Polizeibeamte Pfefferspray gegen zwei aggressive Beschuldigte einsetzten. Die Polizeiinspektion Land hat Ermittlungen wegen Körperverletzungsdelikten aufgenommen.
Kurz vor 21:00 Uhr war es in der Asylbewerberunterkunft in der Reutersgasse zu einem medizinischen Einsatz gekommen, bei dem First Responder der Freiwilligen Feuerwehr, ein Notarzt und ein Rettungswagen vor Ort waren. Aus bislang noch ungeklärter Ursache kamen währenddessen zwei unbeteiligte Männer im Alter von 22 und 20 Jahren mit einem 23-Jährigen Mitbewohner in Streit. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gingen die beiden in der Folge mit Faustschlägen gegen den Älteren vor. Als der Vater des Geschädigten zu Hilfe eilte, bekam dieser einen Schlag gegen das Jochbein ab.

Beim schnellen Eintreffen der Polizeibeamten der Inspektion Würzburg-Land war noch immer ein Gerangel zwischen den Beteiligten im Gange und letztlich setzten die Ordnungshüter Pfefferspray zur Trennung der Parteien ein. Hierbei erlitten die beiden Angreifer und ein Polizeibeamter leichte Augenreizungen, die allerdings nicht medizinisch versorgt werden mussten.

 

Überfall in Terminwohnung – Täter flüchtet ohne Beute – Kripo hofft auf Zeugenhinweise

ASCHAFFENBURG. Am späten Samstagnachmittag ist es zu einem Überfall in einer Terminwohnung gekommen. Unter Vorhalt eines Messers forderte ein Unbekannter Geld. Der Täter flüchtete ohne Beute, fesselte allerdings die Geschädigte mit Kabelbindern. Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Gegen 17:30 Uhr war der Mann in die Terminwohnung in der Dalbergstraße gekommen. Nach einem kurzen Kontakt mit der 68-jährigen Geschädigten forderte der mit einem hellen Strumpf Maskierte Bargeld unter Vorhalt eines Messers. Kurz danach drängte er die Frau in ein separates Zimmer und fesselte ihr die Hände mit Kabelbindern. Er verließ fluchtartig und ohne Beute das Gebäude. Die 68-Jährige konnte sich selbst befreien, blieb unverletzt und verständigte kurze Zeit später die Polizei.

Eine groß angelegte Fahndung verlief in der Folge ergebnislos und der Kriminaldauerdienst Aschaffenburg nahm die Ermittlungen auf. Mit einer Beschreibung des Mannes hoffen die Kriminalbeamten jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben:

◦Etwa 30 Jahre alt und 175 cm groß, schlanke Figur
◦Trug eine dunkle Hose und eine schwarze Jacke, dazu eine schwarze Wollmütze und schwarze Lederhandschuhe
◦Sein Gesicht war mit einer hellen Strumpfmaske verdeckt
◦Er sprach deutsch mit ortsüblichen Dialekt
Möglicherweise war der Unbekannte kurz nach 19:30 Uhr in die Nähe des Tatortes zurückgekommen. Zeugen haben einen Mann mit ähnlicher Beschreibung dort gesehen. Wer Hinweise auf die Identität des Mannes geben kann, oder sonst Verdächtiges beobachtet hat, das mit der Tat in Verbindung stehen könnte, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

PP Unterfranken